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Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Liquid
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Beitrag #75444 | 01.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (14 days 23:59:19 left)
i3691: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Zitat:
Der folgende Text möge an passender Stelle (z. B. unter der genannten Überschrift und Subüberschrift) ins Parteiprogramm aufgenommen werden:
Antrag
Energie
Öko-Strom-für-Elektrofahrzeuge
Die Piratenpartei Österreichs spricht sich für die verpflichtende Verwendung von Strom aus erneuerbaren, nachhaltigen Energiequellen zum Laden von Elektrofahrzeugen und Hybriden aus.
Durch die Einführung von Elektrofahrzeugen und Hybriden aller Art wird die Senkung der CO2 Emissionen und eine generelle Effizienzsteigerung der Fahrzeuge angestrebt. Dadurch soll eine deutliche Entlastung der Umwelt ermöglicht werden. Diese findet aber im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen nur statt, wenn die gesamte Prozesskette betrachtet wird. Der positive Effekt von Elektrofahrzeugen bleibt aus, wenn der Strom zum Betrieb der Fahrzeuge aus nicht erneuerbaren Energiequellen bezogen wird.
Die Piratenpartei Österreichs setzt sich dafür ein, dass diese Regelung möglichst auf europäischer Ebene eingeführt wird; sollte dies nicht durchsetzbar oder nur mittel- bis langfristig möglich sein, spricht sich die Piratenpartei Österreichs als Zwischenschritt für eine entsprechende Regelung auf nationaler Ebene aus.
Begründung
Ob Emissionen lokal (am Fahrzeug) oder nicht (beim Kraftwerk) stattfinden hat für die Umwelt keinen großen Einfluss. Den Smog der Fahrzeuge von den Städten zu entlegenen Kraftwerksviertel zu verschieben, wie es China zur Zeit versucht, hilft der Umwelt nicht. Die Elektrifizierung des Verkehrs schreitet vorn, doch der Markt ist noch sehr klein. Wir sollten diese einmalige Chance nützen um mit dem Wachsen dieses Marktes echte Nachhaltigkeit zu schaffen.
Anregungen
Stufenweise Einführung
Es ist vermutlich schwierig in allen privaten Haushalten Ökostrom einzuführen, daher wäre ein mögliches Szenario zunächst alle Anbieter von öffentlichen Ladestationen, gewerbliche und öffentliche Einrichtungen zur Öko-Strom Nutzung zu verpflichten.
Noch Größer
Weitere Ausbaustufe: Verwendung von Ökostrom in der gesamten Prozesskette (Autofabrik, etc.)
illionas
Pirat
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Beitrag #76456 | 03.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Ich bin mir nicht sicher, ob durch so eine Forderung die potentiellen E-Auto-Käufer abgeschreckt würden. Also imho, wenn dann Etappenweise (also zB mit %-Anteilen bis 2020, bis 2025 bis 2030).

Außerdem: wie soll das kontrolliert werden? Wenn ich zuhause mein Auto auflade, kann doch niemand nachvollziehen, ob ich damit geheizt, gekocht oder auto-aufgeladen habe. Wollt ihr das etwa überwachen?! O.o

Zunächst die Ladestellenanbieter zu Ökostrom zu zwingen führt evtl. dazu, dass diesen der Markt abgegraben wird, weil die Leute dann noch mehr zuhause laden wollen.

Die Intention möglichst früh eine Regelung einzubringen, noch bevor der Markt "zu groß" ist könnte nach hinten los gehen. Wenn dadurch e-Autos teurer werden zerstört das evtl. den Markt. Die Forderung sollte mE allgemeiner gehalten werden, à la "damit uns e-autos nicht über die hintertür mehr co-2 ausstoß verursachen (oder weniger einsparung als erwartet) soll der strom-mix entsprechend angepasst werden". Forderungen nach mehr ökostrom sollten unabhängig davon passieren.
Gast
Gast
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Beitrag #76654 | 04.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
(01.10.2013 )Liquid schrieb:  
Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Neue Pflichten braucht das Land!
Damit werden die Piraten sicher eher gewählt...
Betriebsdirektor
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Beitrag #77015 | 06.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
(04.10.2013 )Gast schrieb:  
(01.10.2013 )Liquid schrieb:  
Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Neue Pflichten braucht das Land!
Damit werden die Piraten sicher eher gewählt...

Wieder eine gute Gelegenheit, die Wählerschaft nicht anschwellen zu lassen. Was auch gut ist, bei den derzeitigen organisatorischen Problemen...
Betriebsdirektor
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Beitrag #83948 | 29.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Zitat:
Akkuleasing für Elektroautos: Ausgeliehen und abgewürgt

Wer seine Batteriemiete nicht zahlt, dem funkt Renault dazwischen. Der Autobauer ist in der Lage, das Aufladen seiner Elektroautos zu unterbinden. Andere Hersteller sind auch nicht ohne. Ihnen hilft eine automatisch abgerufene Datenflut.

In einem Forum für Elektroautos entlädt sich seit Wochen die Wut über den Autobauer Renault wie eine kurzgeschlossene Batterie. Grund des Aufruhrs: Eine Passage aus dem Mietvertrag für den Akku des Zoe. Dort steht, dass sich der Hersteller bei Zahlungsverzug vorbehält, "eine Sperre der Auflademöglichkeit der Antriebsbatterie auszulösen". Mit anderen Worten: Konto leer, Akku leer.

Zur Erklärung: Renault verkauft seine Elektroautos ohne Akku. Dieser muss separat vom Kunden geleast werden. Der Vorteil dieses Modells: Sollte die Batterie defekt sein, ist ein Tausch für den Kunden einfacher und erfordert keine Reparatur, die ins Geld geht. Die Batterie ist formal stets im Besitz von Renault. Der Nachteil zeigt sich in eben diesem Detail des Mietvertrags. Wer seine Rate für den Akku nicht bezahlt, wird gestoppt. Aus der Ferne funkt im wahrsten Sinne des Wortes der französische Autobauer dazwischen, der Akku nimmt keinen Strom mehr auf. Das Auto wird stillgelegt.
...


Das ist doch genau die richtige customer-fucked-up Technologie, die Anträge wie sie hier daherkommen, benötigen, oder? Kein Grünstrom geladen? Ein Mausklick und schon ist die Karre stillgelegt.

Ich finde, wir sollten diese Bevormundungs- und Überwachungsideen auch weiterhin den den Grünen überlassen. Die sind unheimlich gut darin, sich immer wieder frische Bevormundungslösungen einfallen zu lassen. Auch da wären wir wohl nur der Schmiedl und nie der Schmied.
Liquid
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Beitrag #77084 | 06.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - kein Programmpunkt
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (27 days 09:06:05 left)
i3735: Netzneutralität auch Stromnetz - kein Programmpunkt
Zitat:
Antrag
Es soll zu diesem Thema keine Forderung ins Parteiprogramm aufgenommen werden.
Begründung
Einen höheren Anteil an Öko-Strom erreicht man nicht dadurch, den Endnutzern Vorschriften zu machen, an welchen Steckdosen sie ihre E-Fahrzeuge zu laden zu haben. E-Fahrzeuge sind auch bei Nutzung von fossiler Primärenergie schon durch ihren höheren Wirkungsgrad umweltfreundlicher als direkt mit fossilem Kraftstoff betriebene Fahrzeuge - dieser Fortschritt soll nicht durch Verbote in der Verwendung dieser neuen Technologie erschwert werden.
Einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien im Strommarkt erreicht man in erster Linie durch Maßnahmen, die die Stromerzeugung betreffen (Förderung von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse-KWK-Anlagen,...; adäquate Besteuerung der fossilen/nuklearen Energieträger).
Vilinthril
Pirat
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Beitrag #77064 | 06.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
Was bringt das konkret, außer eine Erschwerung der Nutzung von E-Autos?
Liquid
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Beitrag #83868 | 29.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 4 Tage 12:01:26)
i4006: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
Zitat:
Antrag
Energie
Netz-Neutralität für Elektroladestellen
Durch die Einführung von Elektrofahrzeugen und Hybriden aller Art wird die Senkung der CO2 Emissionen und eine generelle Effizienzsteigerung der Fahrzeuge angestrebt. Dadurch soll eine deutliche Entlastung der Umwelt ermöglicht werden. Eine verpflichtende Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Ökostrom) würde jedoch den Wettbewerb einschränken und so den Vormarsch der Elektromobilität gefährden. Die Piratenpartei Österreichs spricht sich daher für die freie Wahl des Stromerzeugers an Elektroladestellen aus (mit Ausnahme von Ladestellenanbietern mit nur sehr wenigen Ladestellen), so wie sie ja im Haushalt bereits unabhängig vom Netzbetreiber möglich ist.
Begründung
(zT von i3735: Netzneutralität auch Stromnetz - kein Programmpunkt übernommen)
Einen höheren Anteil an Öko-Strom erreicht man nicht dadurch, den Endnutzern Vorschriften zu machen, an welchen Steckdosen sie ihre E-Fahrzeuge zu laden zu haben. E-Fahrzeuge sind auch bei Nutzung von fossiler Primärenergie schon durch ihren höheren Wirkungsgrad umweltfreundlicher als direkt mit fossilem Kraftstoff betriebene Fahrzeuge - dieser Fortschritt soll nicht durch Verbote in der Verwendung dieser neuen Technologie erschwert werden.
Einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien im Strommarkt erreicht man in erster Linie durch Maßnahmen, die die Stromerzeugung betreffen (Förderung von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse-KWK-Anlagen,...; adäquate Besteuerung der fossilen/nuklearen Energieträger).
Ohne Stromnetzneutralität an der Ladestelle hat immer derjenige Anbieter, der die freie Ladestelle betreibt das Monopol. Vor allem solange noch wenige Ladestellen zur Verfügung stehen wird man kaum Auswahlmöglichkeit haben. Zwei Ladestellenparkplätze unterschiedlicher Anbieter werden nur selten nebeneinander frei sein.
PeterTheOne
Pirat
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Beitrag #84973 | 01.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
(29.10.2013 )Liquid schrieb:  
Ich finde die Idee von diesem Antrag nicht schlecht. Man kann sich an der Ladesäule aussuchen welchen Strom man beziehen will. (von welchem Anbieter und Ökostrom oder nicht.) Auch die Kennzeichnung vom Strom finde ich gut. (Deshalb unterstütze ich auch diese Initiative.)

Ich will jedoch die Ladesäulen Anbieter nicht verpflichten mehrere Stromanbieter zu unterstützen, denn ich habe Angst dass so etwas viele Stromanbieter davon abhält Ladesäulen aufzustellen. Viele solche Ladesäulen sind nämlich von Stromanbietern selbst und die wollen sicher nicht den Strom von der Konkurrenz anbieten. (Deshalb werde ich womöglich "kein Programmpunkt" höher reihen.)

Was wäre die Alternative? Staatliche Ladesäulen mit mehreren Stromanbietern? Oder zumindest staatliche Förderung für solche Ladesäulen anstatt "schlechte" zu verbieten? Ich würde mich über eine breitere Diskussion freuen...
Betriebsdirektor
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Beitrag #85004 | 01.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
(01.11.2013 )PeterTheOne schrieb:  
Was wäre die Alternative? Staatliche Ladesäulen mit mehreren Stromanbietern? Oder zumindest staatliche Förderung für solche Ladesäulen anstatt "schlechte" zu verbieten? Ich würde mich über eine breitere Diskussion freuen...

And the winner is *trommelwirbel*: Der Staat! Weil der macht alles besser, schöner, effizienter, schneller - wissen wir ja alles. Sehen wir ja auf allen Ämtern und Behörden, wie schnell, effizient und kompetent dort alles erledigt wird. Wie das Personal dort die Gesetzesflut professionellst im Griff habt. Wie man sich dort als Kunde fühlt, in der Warteschlange die bis auf den Hof hinaus reicht. Alles bestens. Was liegt da näher, als dass der Staat nun auch Stromtankstellen betreibt! Er sollte auch die anderen Tankstellen gleich übernehmen, denn dort sollten ja auch eigentlich nur Treibstoffe von Petrokonzernen verkauft werden, die brav sind. Mannomannomann, wie mir das schon auf den Geist geht, diese gnadenlose Einfallslosigkeit hier...
Vilinthril
Pirat
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Beitrag #85124 | 02.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
Bei Infrastrukturfragen, gerade wenn es um den Aufbau eines neuen Versorgungsnetzes geht, den Staat in die Pflicht zu nehmen, finde ich wirklich nicht verwerflich, staatsgläubig oder so seltsam, wie du es hier wieder in gewohnter Polemik darstellen willst, sorry.
PeterTheOne
Pirat
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Beitrag #85179 | 02.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
(01.11.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
And the winner is *trommelwirbel*: Der Staat!
Hab ja nicht gesagt das ich es für "die Lösung"TM halte, kannst mir auch normal Antworten. Wink

Wie würdest du's angehen? Staat soll sich komplett raus halten? Aus Prinzip oder weil der Markt es besser regelt? Oder weil man Elektromobilität nicht fördern sollte oder weil sie nicht erstrebenswert ist? Wie du siehst kann ich diese Fragen nicht aus deiner Antwort lesen und muss raten. Ich hätte gerne positive Vorschläge.
Betriebsdirektor
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Beitrag #85190 | 02.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
(02.11.2013 )PeterTheOne schrieb:  
(01.11.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
And the winner is *trommelwirbel*: Der Staat!
Hab ja nicht gesagt das ich es für "die Lösung"TM halte, kannst mir auch normal Antworten. Wink

Wie würdest du's angehen? Staat soll sich komplett raus halten?

Nein. Es gibt Faktoren, die eine effiziente Infrastruktur prinzipiell erst ermöglichen. So wie es bei den Mobilfunkern Standards geben muss, damit viele Equipmentanbieter anbieten und konkurrieren können, müssen auch bei den Stromtankstellen erst mal verbindliche Standards geschaffen werden.

Das beginnt bei so schnöden Dingen wie dem Stecker und der Steckdose und geht bis zu maximalen Ladeströmen und Vorschriften, wie bei diesen Spannungen und Stromstärken die Sicherheit des Kunden gewährleistet wird. Die Stromtankstelle vor dem Wiener ABB Standort hat eine Anschlussleistung von 200A bei 400V. Das ist kein Lercherl, da wird ordentlich Energie bewegt. Das kann auch nicht jeder einfach so irgendwo aufstellen. Der Part der Piraten ist es, hier offene und patentfreie Standards zu fordern.

Die Förderung des Staates in Punkto Elektromobilität erfolgt also am besten dadurch, dass er Rahmenbedingungen schafft, unter denen alle Beteiligten mit Investitionssicherheit rechnen können:
  • Tankstellenanbieter möchten möglichst kompatible Infrastruktur günstig einkaufen
  • Systemanbieter möchten mit vielen Typen kompatibel sein und wenig Lizenz dafür zahlen
  • Autohersteller möchten ebenfalls kompatibel sein
  • Konsumenten möchten überall, möglichst international, und zu möglichst guten Preisen laden können

Das ist deshalb wichtig, weil ein Auto eine wesentliche Investition für Otto Normalverbraucher ist. Das ist kein Mobiltelefon um ein paar Euro. Zudem muss das Fahrzeug zum größten Teil ausser Haus geladen werden muss. Ausser Haus bedeutet, dass ich mich auf eine kompatible Infrastruktur verlassen können muss. Verbraucher müssen mit kompatiblen Systemen rechnen können, sie dürfen sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob sie nur bei bestimmten Tankstellentypen laden können. Solange die Reichweite der E-Autos so niedrig ist, ist das ganz besonders wichtig.

Für Kompatibilität zu sorgen ist eine klassische Staatsaufgabe, denn kein Systemanbieter verzichtet freiwillig auf Patentlizenzen und setzt sich freiwillig der Marktkonkurrenz aus. Bei Standards gibt es klassisches Marktversagen, dieses Problem wird durch Märkte nicht effizient gelöst.


(02.11.2013 )PeterTheOne schrieb:  
Aus Prinzip oder weil der Markt es besser regelt? Oder weil man Elektromobilität nicht fördern sollte oder weil sie nicht erstrebenswert ist? Wie du siehst kann ich diese Fragen nicht aus deiner Antwort lesen und muss raten. Ich hätte gerne positive Vorschläge.

Siehe oben. Du verstehst jetzt, worauf ich hinaus will? Wir brauchen den Staat, keine Frage. Aber wir brauchen ihn nicht als Tankstellenbetreiber, die Probleme liegen noch ganz woanders. Wir sind einfach noch nicht so weit. Wir brauchen ihn um heute faire und vernünftige Marktbedingungen zu schaffen, die uns morgen günstige Preise garantieren.

Wer jetzt meint, dass das eine Banalität wäre und alles eh von alleine rennen würde, der irrt gewaltig. Nichts passiert von alleine. Die Systemanbieter haben höchstes Interesse daran, Kunden langfristig an ihre Systeme zu binden und mit Lizenzen abzukassieren. Gute und kompatible Standards fallen nicht vom Himmel, schon gar nicht patent- und lizenzfreie. Daher sollte das die erste Forderung der Piraten sein. Das wäre dann sogar Kernthema Wink
PeterTheOne
Pirat
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Beitrag #85225 | 03.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt
(02.11.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Der Part der Piraten ist es, hier offene und patentfreie Standards zu fordern.
Nice, dem kann ich mich anschließen. Wird aber wohl auf EU-Ebene wenn nicht auf noch höherer Ebene zu entscheiden sein.
Liquid
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Beitrag #85209 | 02.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (noch 14 Tage 23:59:28)
Liquid
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Beitrag #86654 | 09.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ökostrom und E-Fahrzeuge nicht in unzulässigen Zusammenhang bringen: Ökostrom ist
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Eingefroren (noch 7 Tage 23:29:34)
i4109: Ökostrom und E-Fahrzeuge nicht in unzulässigen Zusammenhang bringen: Ökostrom ist MUSSvoraussetzung, unter der Strom erzeugt und importiert wird (realistisch bis ca. 2015/2020) und E-Fzg können wohl im NuklearZnojmo aufgeladen werden aber in Österreich ...
Zitat:
Ökostrom und E-Fahrzeuge nicht in unzulässigen Zusammenhang bringen:
1. Ökostrom ist MUSSvoraussetzung, unter der Strom erzeugt und importiert wird (realistisch bis ca. 2015/2020) (warum das realistisch ist: zb das Burgenland erzeugt heute schon mehr Windstrom, als dort verbraucht wird = exportiert Ökostrom; Stmk und NÖ sind noch weit hinten nach, aber holen auf, auch schon 2013)
2. und E-Fzg können wohl im NuklearZnojmo aufgeladen werden aber in Österreich ...
Liquid
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Beitrag #86722 | 10.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Freier Zugang zu Elektroladestellen (Energieversorgerneutralität + Standards + Da
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Eingefroren (noch 7 Tage 08:54:42)
i4118: Freier Zugang zu Elektroladestellen (Energieversorgerneutralität + Standards + Datenschutz)
Zitat:
Überarbeitung: i4006: Netzneutralität auch Stromnetz - Programmpunkt https://liquid.piratenpartei.at/initiati.../4006.html
Neuer Titel: Freier Zugang zu Elektroladestellen (Energieversorgerneutralität + Standards + Datenschutz)
Antrag
Energie
Freier Zugang zu Elektroladestellen
Die Piratenpartei Österreichs spricht sich für die freie Wahl des Stromerzeugers durch den Endbenutzer an Elektroladestellen aus, so wie sie ja im Haushalt bereits möglich ist. Dadurch kann der Endnutzer zum Beispiel auch Ökostrom beziehen. Die Ladestellenbetreiber sollen die Stromkosten, die beim vom Kunden gewählten Stromerzeuger anfallen, getrennt von Mietkosten für die Ladestelle und eventuellen städtischen Parkgebühren verrechnen. Um diese Verrechnung zu ermöglichen sollen die entsprechenden gesetzlichen Regelungen dahingehend angepasst werden, dass der Bezug von Strom verschiedener Anbieter an einem einzigen Zählpunkt erlaubt wird. Unter der Vorraussetzung geeichter Strommessung kann so die Energieweitergabe an wechselnde (also mobile) Kunden erfolgen. Ladestellenbetreiber mit nur wenigen Ladestellen sollen von diesen Bestimmungen ausgenommen werden aber zur Stromkennzeichnung an der Ladestelle verpflichtet sein.
Weiters sollen internationale, offene Standards für die Ladestecker angestrebt werden, die sowohl Schnellladung über Starkstrom als auch Langsamladung und gegebenenfalls Informationsaustausch mit dem Fahrzeug ermöglichen (zum Beispiel um den Ladevorgang zu optimieren). Bestenfalls greifen diese auf bestehende (offene) Standards in der Elektrotechnik zurück. Genauso soll ein Mindeststandard für die Authentifizierung an der Ladesäule (z. B. per SMS-Code) geschaffen werden um die Ladung auch an Ladesäulen anderer Anbieter zu ermöglichen. Dadurch sollen die Endbenutzer (ähnlich dem Roaming in der Mobiltelefonie) an allen Ladestellen laden können. Nicht zuletzt sollen die sensiblen Metadaten die anfallen, also zum Beispiel das Bewegungsprofil des Endnutzers, strikt dem Datenschutz unterliegen.
Begründung
(zT von i3735: Netzneutralität auch Stromnetz - kein Programmpunkt übernommen)
Einen höheren Anteil an Öko-Strom erreicht man nicht dadurch, den Endnutzern Vorschriften zu machen, mit welchem Strom sie ihre E-Fahrzeuge zu laden zu haben. E-Fahrzeuge sind auch bei Nutzung von fossiler Primärenergie schon durch ihren höheren Wirkungsgrad umweltfreundlicher als direkt mit fossilem Kraftstoff betriebene Fahrzeuge - dieser Fortschritt soll nicht durch Verbote in der Verwendung dieser neuen Technologie erschwert werden.
Einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien im Strommarkt erreicht man in erster Linie durch Maßnahmen, die die Stromerzeugung betreffen (Förderung von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse-KWK-Anlagen,...; adäquate Besteuerung der fossilen/nuklearen Energieträger). Außerdem sollten alle elektrischen Geräte gleichermaßen mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Über eine Regelung zu Verpflichtenden Ökostromanteilen darf nachgedacht werden, aber nicht nur für Elektrofahrzeuge. Die Kunden würden dann für zuhause eher wieder "normalen" nicht nachhaltigen Strom beziehen, damit es für sie insgesamt nicht teurer wird.
Ohne Stromnetzneutralität an der Ladestelle hat immer derjenige Anbieter, der die jeweilige Ladestelle betreibt das Monopol. Vor allem solange noch wenige Ladestellen zur Verfügung stehen wird man kaum Auswahlmöglichkeit haben. Zwei Ladestellenparkplätze unterschiedlicher Anbieter werden nur selten nebeneinander frei sein. Insbesondere in den größeren Städten besteht die Gefahr der Monopolisierung der Energielieferung für E-Fahrzeuge wenn einzelne den Stadtverwaltungen nahestehende Energielieferanten die Errichtung von Ladestellennetzen vornehmen und an diesen keine freie Wahl des Energieerzeugers besteht. Da ein Parallelbetrieb mehrerer Ladestellenbetreiber in absehbarerer Zeit wirtschaftlich nicht durchführbar ist wäre die Infrastruktur ebenso wie in allen anderen Bereichen der Energieversorgung von der Energielieferung zu trennen. Ladestellen sind der Infrastruktur zuzurechnen und dürfen daher nicht an einen Energielieferanten gebunden werden.
Anmerkungen
"Durch die Einführung von Elektrofahrzeugen und Hybriden aller Art wird die Senkung der CO2 Emissionen und eine generelle Effizienzsteigerung der Fahrzeuge angestrebt. Dadurch soll eine deutliche Entlastung der Umwelt ermöglicht werden. Eine verpflichtende Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen (Ökostrom) würde jedoch den Wettbewerb einschränken und so den Vormarsch der Elektromobilität gefährden. Die Förderung von Ökostrom soll daher durch andere Maßnahmen erreicht werden." Gestrichen, weil eigentlich nur als Begründung gegen den Erstantrag sinnvoll.
Im Chat sind die folgenden Punkte, die ich auch oben eingearbeitet habe, als ebenso wichtig gefordert worden:
  • Ladestecker standards
  • Zugeparkt ⇒ parkverbote stvo (habe ich nicht eingearbeitet, da ich denke, dass das bereits per verordnung möglich ist)
  • abrechnung via rfid scan oder chipkarte ⇒ imho schwierig, da innovationshemmend. lieber flexibel lassen. SMS-aktivierung sollte aber ein mindeststandard für alle sein.
  • "roaming" für laden an "fremden" ladestationen
  • Festschreiben, dass die Metadaten (Fahrzeug/Kunde, Zeit, Standort) dem Datenschutz unterliegen
Liquid
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Beitrag #87990 | 17.11.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1651
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (noch 14 Tage 23:59:46)
hellboy
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Beitrag #75742 | 02.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
So ein Schwachsinn! Der Strom aus der Steckdose hat kein mascherl. Der kunde hat kaum Einfluss darauf, wie er erzeugt wird. Wieder so ein verblödeter wie-sich-der-kleine-Maxi-die-Welt-vorstellt-Antrag. Lächerlich!
hamstray

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Beitrag #77004 | 06.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Öko Strom Pflicht für Elektrofahrzeuge
(02.10.2013 )hellboy schrieb:  
So ein Schwachsinn! Der Strom aus der Steckdose hat kein mascherl. Der kunde hat kaum Einfluss darauf, wie er erzeugt wird. Wieder so ein verblödeter wie-sich-der-kleine-Maxi-die-Welt-vorstellt-Antrag. Lächerlich!

Ich dachte hier gehts um ein effektives Verbot von Elektroautos Wink




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