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Keine Mehrwertsteuer für Fair Trade Produkte
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Beitrag #70839 | 06.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Keine Mehrwertsteuer für Fair Trade Produkte
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1595
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (14 days 23:59:40 left)
i3517: Keine Mehrwertsteuer für Fair Trade Produkte
Zitat:
Antrag
Streichung der Mehrwertsteuer auf fair trade Produkte um eine Bevorzugung von nachhaltig bzw. fair produzierten Produkten zu gewährleisten.
Begründung
Die Mehrzahl der Unternehmen ist nur auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Unweltschutz oder Arbeitnehmerschutz gehört in der Regel nicht zu den Unternehmenszielen. Daher ist es wichtig Produkte zu fördern, bei denen Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz vorrangig behandelt werden.
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Beitrag #70843 | 06.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Keine Mehrwertsteuer für Fair Trade Produkte. Förderung des Fair Trade Netzwerkes
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1595
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (14 days 23:26:15 left)
i3518: Keine Mehrwertsteuer für Fair Trade Produkte. Förderung des Fair Trade Netzwerkes und internationale Zusammenarbeit.
Zitat:
Antrag
Streichung der Mehrwertsteuer auf fair trade Produkte um eine Bevorzugung von nachhaltig bzw. fair produzierten Produkten zu gewährleisten.
Zuastzantrag
Das internatinole Fairtrade Netzwerk soll gefördet werden. Sowohl die Maßnahme der Steuerreduktion, als auch die Förderung von Überprüfungsmaßnahmen, sollen international beworben werden.
Begründung
Antrag
Die Mehrzahl der Unternehmen ist nur auf Gewinnmaximierung ausgerichtet. Unweltschutz oder Arbeitnehmerschutz gehört in der Regel nicht zu den Unternehmenszielen. Daher ist es wichtig Produkte zu fördern, bei denen Arbeitnehmerschutz und Umweltschutz vorrangig behandelt werden.
Förderung
Eine Bevorzugung der Fair Trade Produkte erhöht den Anreiz zu Mißbrauch. Eine strenge Kontrolle ist daher notwendig um Mißbrauch zu vermeiden.
Internationale Zusammenarbeit
Da die Lieferanten und Sublieferanten von FairTrade Produkten über die ganze Welt zerstreut sind, ist die Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben sehr kostspielig. Österreich kann das nicht alleine Finanzieren. Da die Fair Trade Produkte aber auch in andere Länder exportiert werden, ist eine Ländeübergreifende Förderung notwendig, um die Kosten aufzuteilen.
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Beitrag #73591 | 23.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Einfuhrzoll für Fair Trade Produkte UND Verpflichtung für rechnungshofpflich
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1595
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (12 days 15:28:06 left)
i3637: Kein Einfuhrzoll für Fair Trade Produkte UND Verpflichtung für rechnungshofpflichtige Organisationen, nur Fairtrade zu kaufen UND keine technischen Schikanen zur "Preis"Stabilisierung"
Zitat:
Fair Trade begünstigt Gutverdiener, da hat er schon recht. Andererseits (wenn drin ist was drauf steht) werden die ProduzentInnen besser behandelt und damit ist Fairtrade zugleich eine Entwicklungshilfe der Anständigkeit.
Deshalb besser auf Einfuhrzoll zu verzichten, wenn jetzt einer eingehoben wird (Fair Trade betrifft kaum zollfreie Produkte innerhalb der EU) und eventuell eine Verpflichtung für rechnungshofpflichtige Organisationen, nur Fairtrade zu verwenden.
Besonders wirkungsvoll für SchlechtverdienerInnen ist es aber, BilligImporte (zb Billigkleidung oder -schuhe aus China & Co) restriktionsfrei -- üblich sind technische Schikanen, um Preise künstlich hoch zu halten -- zuzulassen, wenn sie nicht (Dumping) unter dem Preis im Herkunftsland verschleudert werden. Besonders wichtig ist das (geworden), seit immer mehr Leute immer weniger Geld haben, etwa um sich die hochpreisigen "erlaubten" Marken aus dem Inland zu kaufen.
Betriebsdirektor
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Beitrag #77039 | 06.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Einfuhrzoll für Fair Trade Produkte UND Verpflichtung für rechnungshofpflich
(23.09.2013 )Liquid schrieb:  
Fair Trade begünstigt Gutverdiener, da hat er schon recht. Andererseits (wenn drin ist was drauf steht) werden die ProduzentInnen besser behandelt und damit ist Fairtrade zugleich eine Entwicklungshilfe der Anständigkeit.
Deshalb besser auf Einfuhrzoll zu verzichten, wenn jetzt einer eingehoben wird (Fair Trade betrifft kaum zollfreie Produkte innerhalb der EU) und eventuell eine Verpflichtung für rechnungshofpflichtige Organisationen, nur Fairtrade zu verwenden.
Besonders wirkungsvoll für SchlechtverdienerInnen ist es aber, BilligImporte (zb Billigkleidung oder -schuhe aus China & Co) restriktionsfrei -- üblich sind technische Schikanen, um Preise künstlich hoch zu halten -- zuzulassen, wenn sie nicht (Dumping) unter dem Preis im Herkunftsland verschleudert werden. Besonders wichtig ist das (geworden), seit immer mehr Leute immer weniger Geld haben, etwa um sich die hochpreisigen "erlaubten" Marken aus dem Inland zu kaufen.

Nochmal: Nicht Fair Trade begünstigt Gutverdiener (ich stelle mich ja nicht gegen Fair Trade), sondern die steuerliche Besserstellung (oder zolltechnische Besserstellung) von Fair Trade kann Gutverdiener besserstellen. Geben die Handelskonzerne die steuerliche Reduktion nicht an den Kunden weiter, weil dem der Preis aufgrund seiner Verdienstlage sowieso egal ist, dann wird aus dem gut gemeinten Vorschlag eine Subvention der Handelskonzerne, da diese die Kontrolle über den großflächigen Vertrieb in Österreich haben. Soll sich jeder selbst überlegen, ob er das so haben will. Ich finde nicht, dass wir die Handelskonzerne bei den margenreichen Produkten auch noch unterstützen müssen.

In ihrer naiven Weltsicht gehen die Antragssteller davon aus, dass bei einer Reduktion der Steuern ein Produkt automatisch für den Endkunden günstiger werden müsste. Diese Annahme ist nicht zwingend richtig. Ob das tatsächlich so ist, hängt von den Wettbewerbsverhältnissen ab.
Liquid
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Beitrag #77031 | 06.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1595
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (14 days 23:59:35 left)
Liquid
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Beitrag #81807 | 21.10.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1595
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (noch 15 Tage 00:59:50)
Chilli

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Beitrag #70840 | 06.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Keine Mehrwertsteuer für Fair Trade Produkte
Antrag aufgrund Vorschlag von Daniel Pospisil (am 05.09. beim Piratentreffe St. Pölten).

Ich werde noch Zusatzanträge zur Schaffung einer FairTrade Kommission analog zum Lebensmittelamt machen.
Sowie zur uinternationalen Zusammenarbeit.
Die Kosten der Kommission wären für Österreich alleine zu hoch, da die fair trade Zulieferer quer über die ganze Welt verstreut sind. -Im Gegensatz zum Klientel des Lebensmittelamtes.
Im Moment kämpfe ich damit, dass ich keine Möglichkeit finde unabhängeg Zusatzanträge zu machen. Also werden es wohl mehrere Initiativen.
Das ist Schade, denn ich hätte gerne auch die Option Halbierung der Mehrwertsteuer zur Verfügung gestellt. Ich kann aber nicht alle Kombinationen erstellen.
Nachdem man manchmal 1000% fodern muß um 100% zu bekommen, ist daher die Streichung der Mehrwertsteuer der wichtiger Antrag.
Liquid
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Beitrag #70869 | 06.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Programmpunkt zu diesem Thema (= gegen die Begünstigung von Gutverdienern)
Bundesweite Themen: Umwelt, Tierschutz, Verkehr, Energie
Programmantrag direkt: Thema 1595
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (14 days 21:31:45 left)
i3519: Kein Programmpunkt zu diesem Thema (= gegen die Begünstigung von Gutverdienern)
Zitat:
Antrag
Kein Antrag zu diesem Thema. Fair Trade Produkte sind ein Thema für Gutverdiener. Der sprichwörtliche "kleine Mann" hat nicht die finanzielle Option, diese Produkte zu kaufen. Damit handelt es sich bei der Reduktion der Mehrwertsteuer im Kern um eine Begünstigung von Gutverdienern, die finanziell in der Lage sind, sich diese Produkte zu leisten. 
Begründung
Nicht nur die Unternehmen in den Entwicklungsländern sind auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, auch unsere Unternehmen sind das. Fair Trade Produkte sind nicht nur ein bisschen teurer als "Standardprodukte", sie sind ordentlich teurer. Das bedeutet für den größten Teil der Kundschaft, dass diese Produkte nicht für sie bestimmt sind. Teuer bedeutet aber für den Handel, dass seine Margen steigen. Bei fair trade (und Bio) können diese höheren Margen optimal mit einem "wir sind eh so nett und fair" Marketing verbunden werden. Das ist der Grund, weshalb er diese Produkte überhaupt führt. Und nicht weil er tatsächlich so nett und freundlich ist. 
Fair Trade fördert den Export. Das bedeutet, dass nach wie vor vor Ort keine regionalen Versorgungsstrukturen aufgebaut werden. Nicht, dass es die Alternative besser machen würde - aber Fair Trade leistet das eben auch nicht. 
Fair Trade zahlt Mindestpreise. Liegen aber die Weltmarktpreise höher als die Mindestpreise, so kriegt der Bauer nicht mehr. Zudem gibt es keine Mindestabnahmemengen. Wenn ein Bauer zu viel produziert, muss er den Rest konventionell verkaufen. Dieser "Rest" kann bis zu 80% der gesamten Ernte betragen. Erkennen kann man solche Entwicklungen daran, wenn sich die Preise konventioneller Güter manchmal an die von Fair Trade Güter annähern (Banane, Kaffee,...) und dann wieder auseinandergehen. Eigentlich müsste der preisliche Abstand konstant sein, wenn man von konstanten Kosten bei Logistik und Verkauf ausgeht - ist es aber nicht. 
Fair Trade hilft den ganz armen Bauern nicht. Wieso? Weil die gar nicht am organisierten Handel teilnehmen können. Die versorgen sich selbst und geben maximal regional ein klein wenig davon ab. 
Fair Trade lehnt Kinderarbeit ab. Kinderarbeit wird dort aber nicht deshalb gemacht, weil die Bauern auf der faulen Haut liegen und ihre Kinder für sich schuften lassen, sondern weil ihre Arbeitskraft notwendig ist. Wirtschaftlich gesehen liegen die ein halbes Jahrhundert hinter uns - also einer Zeit, wo auch bei uns Kinder noch kräftig am Bauernhof mit anpacken mussten, damit der funktionierte. Mithelfen schließt Bildung nicht aus. Man braucht beides. Ein Verbot bringt allerdings niemanden weiter. 
Fair Trade orientiert sich damit im wesentlichen nur am guten Gefühl gutsituierter westlicher Konsumenten ohne jede Einsicht in die Lebensrealität der bäuerlichen Strukturen in diesen Ländern, die sich ein gutes Gewissen erkaufen möchten. Der Handel freut sich über die höheren Margen. Wir sollten das nicht auch noch mit einem Wegfall der Mehrwertsteuer auf diese Produkte belohnen. 
http://derstandard.at/1329870275402/Fair...ren-Handel
http://www.gegenstandpunkt.de/radio/2013/ga130218.html
Chilli

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Beitrag #70921 | 06.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Programmpunkt zu diesem Thema (= gegen die Begünstigung von Gutverdienern)
Zitat:
Kein Antrag zu diesem Thema. Fair Trade Produkte sind ein Thema für Gutverdiener. Der sprichwörtliche "kleine Mann" hat nicht die finanzielle Option, diese Produkte zu kaufen.
Durch die Vergünstigung soll sich gerade der kleine Mann die Produkte leisten können!!!
Du beschließt einfach fail trade ist nichts für en kleinen Mann.
Hat der nicht das recht selbst zu entscheiden welchen Luxus er sich leisten kann?
Ich (kleiner Mann) kann mir fair trade Produkte auch nur beim -25% Rabatt leisten. Und es wäre schön, wenn ich das öfter könnte.
Zitat:
Fair Trade fördert den Export. Das bedeutet, dass nach wie vor vor Ort keine regionalen Versorgungsstrukturen aufgebaut werden.
Was sollen wir machen? Kaffee in Wien anbauen?
Oder ist es realistsch, dass wir jemals wieder in Wien faire Handys bauen?
-Der Ausgangspunkt der Idee waren übrigens die fair trade Handys die man sich nicht leisten kann.

Vielleicht rennt einiges bei fair trade nicht optimal. Glaubst Du nicht, dass auch hier Korrekturen möglich sind?

Es ist schade, dass Du Dich so am Begriff "fair trade" ereiferst aber komplett den eigentlichen Punkt: Förderung nachhaltiger Porduktion übersiehst.
Demenstprechend würde ich mir statt Deinem Nein einen besseren Initiativ Antrag erwarten. Egal ob Du nur das Wörtchen fair trade durch EZA oder sonst einer Organisation die Dir genehm ist ersetzt, oder einen ganz neuen Antrag einbringst.

lg
Chilli
Rousseau

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Beitrag #71033 | 07.09.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Programmpunkt zu diesem Thema (= gegen die Begünstigung von Gutverdienern)
(06.09.2013 )Chilli schrieb:  
[quote]Kein Antrag zu diesem Thema.

gute Idee sich darüber Gedanken zu machen

ABER:

1. falscher Zeitpunkt: wir sollten unsere Energie zu 100% in den Wahlkampf stecken. das geht auch am Computer zu hause.

2. falsche Richtung: das hat überhaupt ncihts mit der MWST zu tun und ist auch nciht praktikabel

3. falscher Ansatz: nciht einfach einen plakativen Antrag ins Liquid stellen (dieser Vorwurf trifft auf die meisten Anträge zu) sondern versuchen eine Gruppe von Leuten zu finden, die sich fundiert mit dem Thema auseinandersetzen - ab Oktober bin ich gerne dabei

ich bin nur sehr sporadisch in diesem Forum.
wer mir was mitteilen will schicke mir bitte eine Email und keine PN




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