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Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
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Beitrag #69418 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Unverbindliches Meinungsbild (12–15 Tage): Thema 1579
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (2 days 23:59:20 left)
i3469: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Zitat:
Text
Um ein weitere Gleichstellung von Personen in Betrieben zu erreichen und den Druck von Unternehmen zu nehmen, die für ihre Mitarbeiterinnen die schwanger werden und danach in Karenz gehen, Kosten übernehmen müssen, fordert wir, die Übernahme dieser finanziellen Belastungen durch die öffentliche Hand. Sowohl die durch die werdenden Mütter, als auch die durch werdende Väter verursacht werden. (Ausfall während Schwangerschaft durch Pflegebetreuung, Karenzzeiten usw.) Es soll dadurch eine Gleichheit bei der Beurteilung des gesamten Personals hergestellt werden, das die derzeit biologisch bedingte Benachteiligung im Beruf bei Frauen ausgleicht, werdende Väter nicht weiter benachteiligt und ein kinderfreundliches Klima in den Betrieben schafft.
Begründung
Durch diese Maßnahme wird es für die Firma unwichtig werden, ob sie einen Mann oder eine Frau anstellt, oder ob diese in einem Alter sind in dem sie Kinder bekommen wollen, da jede Form von Aufwänden dafür, nicht dem Unternehmen aufgebürdet wird. Somit wird ein Gleichheit bei der Beurteilung des Personals hergestellt, das die derzeit biologisch bedingte Benachteiligung im Beruf bei Frauen ausgleicht. Diskriminierungen von Frauen oder auch Männer die durch den Kostenfaktor unbewußt oder sogar gezielt vorgenommen werden, werden dadurch abgebaut oder ganz verhindert.. Die Finanzierung wäre durch eine allgemeine Abgabe zu erreichen, da Kinder ebenso mit ihren Abgaben sobald sie erwachsen sind, ebenfalls wieder zur Wirtschaftsleistung beitragen und sich durch diese Maßnahme die Bereitschaft Kinder zu bekommen, sicher erhöhen wird. Durch die Minderung des Kostendrucks, können sich Betriebe auch besser auf die sonstigen Rahmenbedingungen einstellen, die durch Schwangerschaft, Karrenz und Kinderbetreuung entstehen und eine kinderfreundliche Atmosphäre in jedem Unternehmen schaffen.
Sollte sich für dieses Meinungsbild eine Mehrheit finden, wird es als Programmantrag eingebracht.
klaus76

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Beitrag #69420 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Unverbindliches Meinungsbild (12–15 Tage): Thema 1579
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (2 days 23:59:20 left)
i3469: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Zitat:
Text
Um ein weitere Gleichstellung von Personen in Betrieben zu erreichen und den Druck von Unternehmen zu nehmen, die für ihre Mitarbeiterinnen die schwanger werden und danach in Karenz gehen, Kosten übernehmen müssen, fordert wir, die Übernahme dieser finanziellen Belastungen durch die öffentliche Hand. Sowohl die durch die werdenden Mütter, als auch die durch werdende Väter verursacht werden. (Ausfall während Schwangerschaft durch Pflegebetreuung, Karenzzeiten usw.) Es soll dadurch eine Gleichheit bei der Beurteilung des gesamten Personals hergestellt werden, das die derzeit biologisch bedingte Benachteiligung im Beruf bei Frauen ausgleicht, werdende Väter nicht weiter benachteiligt und ein kinderfreundliches Klima in den Betrieben schafft.
Begründung
Durch diese Maßnahme wird es für die Firma unwichtig werden, ob sie einen Mann oder eine Frau anstellt, oder ob diese in einem Alter sind in dem sie Kinder bekommen wollen, da jede Form von Aufwänden dafür, nicht dem Unternehmen aufgebürdet wird. Somit wird ein Gleichheit bei der Beurteilung des Personals hergestellt, das die derzeit biologisch bedingte Benachteiligung im Beruf bei Frauen ausgleicht. Diskriminierungen von Frauen oder auch Männer die durch den Kostenfaktor unbewußt oder sogar gezielt vorgenommen werden, werden dadurch abgebaut oder ganz verhindert.. Die Finanzierung wäre durch eine allgemeine Abgabe zu erreichen, da Kinder ebenso mit ihren Abgaben sobald sie erwachsen sind, ebenfalls wieder zur Wirtschaftsleistung beitragen und sich durch diese Maßnahme die Bereitschaft Kinder zu bekommen, sicher erhöhen wird. Durch die Minderung des Kostendrucks, können sich Betriebe auch besser auf die sonstigen Rahmenbedingungen einstellen, die durch Schwangerschaft, Karrenz und Kinderbetreuung entstehen und eine kinderfreundliche Atmosphäre in jedem Unternehmen schaffen.
Sollte sich für dieses Meinungsbild eine Mehrheit finden, wird es als Programmantrag eingebracht.

wo steht denn jetzt, das firmen diese kosten übernehmen müssen? und welche kosten meinst du da genau? und wie hoch würden diese pro jahr in summe sein?
Ger77_gone
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Beitrag #69424 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )klaus76 schrieb:  
wo steht denn jetzt, das firmen diese kosten übernehmen müssen? und welche kosten meinst du da genau? und wie hoch würden diese pro jahr in summe sein?
Also es geht um jene Kosten die durch die Schwangerschaft IM Betrieb entstehen, nicht um Kosten die durch die Schwangerschaft selbst in der Familie vorhanden sind.
Das sind z.B: Kosten die durch Freistellungen entstehen, durch Einsatz in geschützen Bereichen (meist ganz leichte Tätigkeiten, die aber trotzdem mit dem vollen Gehalt bezahlt werden müssen), Pflegezeiten für werdende Väter die die Mütter betreuen in schwierigen Phasen, die zusätzlichen Kosten die durch Karenzvertretungen verursacht werden, die meist durch teurere passend ausgebildete Leiharbeitskräfte abgedeckt werden. Und vieles mehr. Die Summe muß ich erst errechnen, würde dies für den Programmantrag auch machen. Jedoch ist dies nur ein Meinungsbild und ich möchte erstmal nur den Grad der Zustimmung oder Ablehnung zu dieser Idee ermitteln.

Nochmal. Es sind die Kosten die in den Unternehmen anfallen, die derzeit in der geistigen Kalkulation der Personalchefinnen bei der Anstellung oft dazu führen, dass dann doch ein etwas älterer verheirateter und schon Kinder habender Mann genommen wird.
Ger77_gone
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Beitrag #69457 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Threadsplit aus: https://forum.piratenpartei.at/thread-77...l#pid69456
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Das geht mMn alles in die völlig falsche Richtung. Das Problem liegt nicht im Betrieb, das Problem liegt im Umfeld und in der gesellschaftlichen Akzeptanz. Ein Betrieb, der Mitarbeiter wegen Schwangerschaft oder Pflegepflichten schikaniert gehört bestraft. Soziales Engagement eines Betriebes hingegen sollte man (steuerlich) belohnen (z.B. Mitzahlen bei Kindergartenplätzen oder bei der Pflege,...).
Hier geht es um einen aktiven Beitrag zu Vermeidung zu Diskriminierungen. Denn wenn der Betrieb nicht mehr die Kosten tragen muß, dann wird dieses (Klein)Unternehmen auch kein Problem mehr haben eine Frau anzustellen, oder einen werdenen Vater nicht vorzeitig zu kündigen, weil die Unternehmerin um drei Ecken herum erfahren hat, dass die Frau des Mannes grade schwanger geworden ist.

Verstehtst du auf was ich hinauswill? Eine Personalchefin die sehr auf Kosten achten muß/will wird einfach aus Sachzwang (wenn vielleicht nur unbewußt) diskriminieren, und falls bewußt natürlich ohne dies natürlich irgendwen kuntzutun. Die Personalkosten des Betriebes dieser Personaladminstration wird aber besser sein als die eines Betriebes bei dem diese Kosten nicht durch praktische Diskriminierung "vermieden" werden. Das ist Alltag. Und AUCH deswegen geht es auch so elendslangsam im Beruf weiter mit der Gleichstellung.
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Beitrag #69464 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Verstehtst du auf was ich hinauswill?

Nicht wirklich. Für mich ein Fall von "gut gemeint", der das Gegenteil von gut auslöst. Denn was passiert hier? Wenn man eine Subvention an Betriebe ausschüttet, dann muss diese beantragt werden. Bei einer Behörde. Der Antrag bedingt, dass der Betrieb einer Behörde bekannt gibt, wer schwanger ist oder wer viel Pflegeurlaub nimmt. Was haben solche Informationen bei einer Behörde zu suchen? Nichts, finde ich.

(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Eine Personalchefin die sehr auf Kosten achten muß/will wird einfach aus Sachzwang (wenn vielleicht nur unbewußt) diskriminieren, und falls bewußt natürlich ohne dies natürlich irgendwen kuntzutun.

Die Kosten sind, meiner Ansicht nach, ein vorgeschobenes Argument um Diskriminierung zu begründen. Nicht jeder Mitarbeiter kann alle Tätigkeiten ausführen. So ist die Welt. Wenn sich jemand die Hand bricht, dann kann er auch ein Zeiterl (nach dem Krankenstand) nicht jede Arbeit machen. Hier wird auch nicht mit aller Kraft versucht, eine Ungleichheit mit einer Subvention auszugleichen. Wenn ein Betrieb diskriminieren will, dann tut er das einfach. Fällt ein Argument weg, dann kommt halt ein anderes.


(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Die Zahlen zur Kosten der Belegschaft des Betriebes dieser Personaladminstration wird aber besser sein als die eines Betriebes bei dem diese Kosten nicht durch praktische Diskriminierung "vermieden" werden. Das ist Alltag.

Der Alltag ist auch, dass Unternehmen einem Gesetzeswust ausgesetzt sind und die Kosten aus gesetzlichen Regelungen resultieren. Nicht unmittelbar und direkt aus der Schwangerschaft. Ich habe weiter oben schon geschrieben: Möglicherweise ist es gar nicht das Geld. Möglicherweise ist es auch der Kündigungsschutz? Wieso den nicht abschaffen? Oder es sind andere Regelungen. Aber nur das Geld? Das glaube ich nicht.

(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Und AUCH deswegen geht es auch so elendslangsam im Beruf weiter mit der Gleichstellung.

Ich halte es für ein reines Kopfproblem. In den Köpfen gibt es ein festes Rollenbild. Dieses Bild wird maßgeblich vom gesellschaftlichen Umfeld geprägt und befördert. Die Unternehmen passen sich diesem Umfeld an.

Wenn man sich das hier durchliest, dann dürfte klar werden was ich meine - das Phänomen des Femizid gibt gute Rückschlüsse darauf, wie sich der Respekt gegenüber Frauen entwickelt:

Zitat:
Auch in Europa wird man vermehrt auf Femizide/Feminizide aufmerksam, die unter verschiedenen Bezeichnungen geführt werden. Die wenigen verfügbaren Informationen berücksichtigen allerdings nur den Tod von Frauen, die von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet werden. Obwohl sich in Europa die Zahl der Tötungen tendenziell verringert, reduzieren sich die Tötungen im häuslichen Umfeld, von denen vor allem Frauen betroffen sind, nicht. Die Hälfte der ermordeten Frauen starben in Deutschland durch die Hand ihrer Partner oder Ex-Partner, während sich in Frankreich die Zahl der Frauen, die durch „eheliche Gewalt" starben, im letzten Jahr um über 20 % erhöhte. Auch in Italien beklagen die Frauenbewegungen einen steten Anstieg der Frauenmorde in den letzten Jahren.
...
Der Ausdruck Feminizid wurde von Frauenrechtlerinnen in Ländern wie Spanien oder Italien eingeführt, mit dem die bis heute fehlenden effektiven staatlichen Maßnahmen zu Prävention und Lösung des Phänomens aufgezeigt werden sollen. Auch in den Empfehlungen der Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen über die Gewalt gegen Frauen an Italien im Jahr 2012 wurde dieser Begriff verwendet.
...

Aus: Der Femizid in der Europäischen Union und in Lateinamerika (Seite 4)

Der Bericht hier zeigt auf, dass sich beispielsweise in Italien das Frauenbild in den Köpfen der Männer negativ entwickelt. Frauen werden wieder mehr als Besitz gesehen.

Bei solchen Entwicklungen kann man mit Subventionen an Unternehmen genau gar nichts ausrichten. Das Grundproblem ist mangelnder Respekt vor der Frau. Jemand, der eine Frau als Besitz sieht, sieht sie auch nicht an einer Arbeitsstätte. Ergo will er sie auch von dort weg haben.
Ger77_gone
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Beitrag #69476 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Zitat:
Auch in Europa wird man vermehrt auf Femizide/Feminizide aufmerksam, die unter verschiedenen Bezeichnungen geführt werden. Die wenigen verfügbaren Informationen berücksichtigen allerdings nur den Tod von Frauen, die von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet werden. Obwohl sich in Europa die Zahl der Tötungen tendenziell verringert, reduzieren sich die Tötungen im häuslichen Umfeld, von denen vor allem Frauen betroffen sind, nicht. Die Hälfte der ermordeten Frauen starben in Deutschland durch die Hand ihrer Partner oder Ex-Partner, während sich in Frankreich die Zahl der Frauen, die durch „eheliche Gewalt" starben, im letzten Jahr um über 20 % erhöhte. Auch in Italien beklagen die Frauenbewegungen einen steten Anstieg der Frauenmorde in den letzten Jahren.
Sorry jetzt versteh ich dich überhaupt nicht mehr.
Hast du überhaupt nachgeschaut wieviele Männer von Frauen im häuslichen Umfeld getötet oder verletzt werden, bevor du diesen Unsinn hier nachplappest?

Femozid in Deutschland oder Österreich? In China ja. Lateinamerika mehr oder weniger. Aber hier?????? Ich bin sprachlos wie sehr das Hirn von Leuten bereits gewaschen wurde. Bitte informier dich da genauso wie du es im Bereich Wirtschaft machst bevor du SOWAS postest.

Frauen werden NICHT systematisch getötet in unseren Breiten. Das ist die wüsteste pauschale Männerbeschimpfung die ich je gehört habe. Leider erlebe ich das immer öfters. Unreflektiert werden Behauptungen über die gefährlichste Spezies auf diesem Planeten, DIE MÄNNER verbreitet und Frauen immer deutlicher suggeriert, sie wären nirgendwo mehr sicher, solange sich Männer dort befinden. Und dazu trägst du grad bei BD! Und zwar nicht zu knapp.
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Beitrag #69484 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Auch in Europa wird man vermehrt auf Femizide/Feminizide aufmerksam, die unter verschiedenen Bezeichnungen geführt werden.
Allein das Wort bring mich schon zum Schreien. Femozid? Was ist ein Genozid? Das systematische Ausrotten der Angehörigen eines Volkes oder einer Ethnie. Und zwar bis zur vollständigen Auslöschung. Völkermord.
Was also ist Femozid? Nichts dergleichen. Sondern ein sprachlicher Mißbrauch durch Tarnung mit Ähnlichkeit eines feststehendenden Begriffes. Ein Buzzwort der Femtrolle, als deren Mitläuferin hier sich die Zitierte geoutet hat. Denn so etwas wie Femozid ist schlicht nicht möglich. Niemand will ernsthaft behaupten, dass Frauen irgendwo auf der Welt systematisch ausgelöscht werden. Selbst die abscheulichen großflächigen Morde von erstgeborenen weiblichen Babys in China ist kein Ausrottungsversuch, sondern durch den Konflikt zwischen Tradition und dem Einkindgestz dort verursacht. Oder gar in unseren Breiten. Wie behämmert ist das denn?
Die Tötungsstatistik ist recht klar: Getötet und Gewalt ausgeübt wird von Männern UND Frauen. http://iaiz.aim-site.de/fileadmin/PDF/Pu...taeter.pdf
Zitat:
3.
Männer und Frauen sind zu etwa gleichen Teilen Opfer von Gewalt:
40% der Frauen und 45% der befragten Männer haben eine Gewalthandlung erlitten. Dabei erleiden Männer stärker als Frauen physische Gewalt, aber in etwa zu gleichen Anteilen wie Frauen sexualisierte Gewalt. Männer und Frauen sind auch zu gleichen Teilen Opfer von Gewalthandlungen seitens ihres Partners / ihrer Partnerin: jeweils etwa 20% sind von Partnergewalt betroffen. Sowohl für Männer als auch für Frauen bildet die Familie den zentralen Ort des Gewalterleidens

und http://www.bmwfj.gv.at/Familie/Gewalt/Do..._final.pdf
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Beitrag #69508 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Was also ist Femozid? Nichts dergleichen. Sondern ein sprachlicher Mißbrauch durch Tarnung mit Ähnlichkeit eines feststehendenden Begriffes.

Wovon du auch immer schreibst, es hat nichts mit dem zu tun was ich hier meine - Wikipedia definiert "Femizid" folgendermaßen:

Zitat:
Femizid auch Feminizid (‚Frauentötung‘; aus englisch femicide, analog englisch homicide ‚Tötung eines Menschen‘ in Anlehnung an lateinisch femina ‚Frau‘ und lateinisch caedere ‚töten‘) ist die Tötung von Menschen wegen ihrer Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht (Geschlechtermord). Zum Teil sind solche Tötungen mit staatlicher Duldung oder gar Förderung verbunden.

Das meine ich. Schlicht, dass Frauen ermordet werden. Da dann noch weiter dabei steht, dass der Begriff seit dem 19. Jahrhundert verwendet wird kann man schwer behaupten, dass das irgendein modernes "Buzzword" wäre. Das ist es offensichtlich nicht und die Aussage ist auf Wikipedia sogar mit einer UN Quelle belegt. Aber vielleicht hast du da ja mehr Informationen.

(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Ein Buzzwort der Femtrolle, als deren Mitläuferin hier sich die Zitierte geoutet hat.

Wen meinst du? Welche Frau läuft wo mit? Der Absatz ist sehr unklar, ich kann den Sinn nicht erkennen.


(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Denn so etwas wie Femozid ist schlicht nicht möglich.

Wirklich? Es ist nicht möglich, eine Frau zu ermorden? Ernsthaft? Kannst du das irgendwie belegen, dass das nicht möglich ist?


(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Die Tötungsstatistik ist recht klar: Getötet und Gewalt ausgeübt wird von Männern UND Frauen. http://iaiz.aim-site.de/fileadmin/PDF/Pu...taeter.pdf

Das ist ein gutes Stichwort - "Tötungsstatistik". Schauen wir uns das einfach mal an!

Also ich habe hier die Gerichtliche Kriminalstatistik der Statistik Austria. Und die gibt für Mord im Jahr 2012 folgendes an: 57 Morde gesamt. Davon 53 durch Männer, 4 durch Frauen verübt. Ich muss dir hier Recht geben, auch Frauen töten. Und Männer töten nur 13 Mal so viel wie die Frauen. Das sind übrigens hard facts, keine Umfragen (geht auch gar nicht bei Mord). Hinter diesen Zahlen stecken tote Menschen.

Die Statistik gibt dann auch noch was anderes her, beispielsweise die Verurteilungen bei Vergewaltigung. Da gab es 2012 in Summe 102 Verurteilungen. 102 bei Männern, 0 bei Frauen. Das macht ein Verhältnis von 100% zu 0%. Dann haben wir hier noch geschlechtliche Nötigung, da wären es 61 in Summe, davon 61 bei Männern und 0 bei Frauen. Bei schwerem sexuellen Mißbrauch von Unmündigen haben wir in Summe 225 Verurteilungen, davon 222 bei Männern und 3 bei Frauen. Auch hier könnte man eine gewisse Schlagseite hineininterpretieren. Aber klar - auch Frauen wurden für schweren sexuellen Mißbrauch von Unmündigen verurteilt. Das steht jedenfalls fest. Es werden zwar 74 mal mehr Männer dafür verurteilt, aber dennoch. Die Frauen sind hier klar mit im Boot.

Und man muss auch fair bleiben. Bei der schweren Körperverletzung, von denen es in Summe 1.577 Verurteilungen waren, waren nur 1.464 von Männern und beachtliche 113 von Frauen. Die Männer liegen nur um den Faktor 13 voran. Bei der Nötigung schaut es so aus, dass es 1.543 Verurteilungen gab, davon 1.410 Männer und 133 Frauen. Hier haben wir nur noch den Faktor 10, da kommen wir der Gleichverteilung schon ein klitzekleines Stückchen näher.

Aber das bildet natürlich nicht die Opferseite ab. Auf Opferseite wird sieht die Verteilung deutlich fairer aus. Die Frauen holen da gewaltig auf. Eurostat ist so nett, und listet "Tod durch Mord, Totschlag" nach Geschlecht auf. Das kann man sich hier ansehen: Eurostat. In Österreich pendelt die gesamte Rate zwischen 0,5 und 1,0 Tötungen (pro 100.000 EW). Bei Männern zwischen 0,4 und 1,0 und bei Frauen zwischen 0,5 und 1,2. Frauen haben hier, beim umgebracht-werden, ein bisschen die Nase vorne. Während also beim Umbringen die Männer einen echten, großen Vorsprung haben, sind die Frauen beim umgebracht-werden ganz leicht vorne.

Das sind die harten Fakten und die böse Realität zu diesem Thema. Wenn mir hier nochmal einer damit kommt, dass Männer und Frauen gleich gewalttätig wären, dann kann ich dem ab jetzt getrost attestieren, dass er in einer Traumwelt lebt.
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Beitrag #69489 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Sorry jetzt versteh ich dich überhaupt nicht mehr.
Hast du überhaupt nachgeschaut wieviele Männer von Frauen im häuslichen Umfeld getötet oder verletzt werden, bevor du diesen Unsinn hier nachplappest?

Einfach die Quelle deiner Aussage hierher posten, dann schauen wir weiter. Ich habe ja meine Quellen genannt. Sowohl für Italien (das liegt meines Wissens in Mitteleuropa - ein bisschen südlich von Österreich), als auch generell. Ich warte gespannt auf Infos von deiner Seite. Und wir reden hier nicht von "Gewalthandlungen" oder so. Wir reden von Mord.

(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Frauen werden NICHT systematisch getötet in unseren Breiten.

Das hat keiner behauptet. Behauptet wurde lediglich, dass die innerfamiliären Morde an Frauen zunehmen. Belegt wurde das mit zwei Links (du kannst hier gerne gegenteilige Belege dazugeben). Die Aussage war, dass es in den Köpfen der Männer ein bestimmtes Frauenbild gibt und dass sich dieses Bild über die Zeit wandelt. Ich gehe mal davon aus, dass du dem nicht widersprichst.

(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Das ist die wüsteste pauschale Männerbeschimpfung die ich je gehört habe.

Wenn die Zahl der innerfamiliären Morde an Frauen um 20% nach oben geht und man das hier aufzeigt, dann ist das eine Männerbeschimpfung? Ist nicht dein ernst, oder?

(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Leider erlebe ich das immer öfters. Unreflektiert werden Behauptungen über die gefährlichste Spezies auf diesem Planeten, DIE MÄNNER verbreitet und Frauen immer deutlicher suggeriert, sie wären nirgendwo mehr sicher, solange sich Männer dort befinden. Und dazu trägst du grad bei BD! Und zwar nicht zu knapp.

Blödsinn. Die Behauptung von der du hier sprichst existiert nur in deinem Kopf. Bitte alles nochmal genau durchlesen.
Ger77_gone
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Beitrag #69503 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Sorry jetzt versteh ich dich überhaupt nicht mehr.
Hast du überhaupt nachgeschaut wieviele Männer von Frauen im häuslichen Umfeld getötet oder verletzt werden, bevor du diesen Unsinn hier nachplappest?

Einfach die Quelle deiner Aussage hierher posten, dann schauen wir weiter. Ich habe ja meine Quellen genannt. Sowohl für Italien (das liegt meines Wissens in Mitteleuropa - ein bisschen südlich von Österreich), als auch generell. Ich warte gespannt auf Infos von deiner Seite. Und wir reden hier nicht von "Gewalthandlungen" oder so. Wir reden von Mord.
Nein du redest von Femozid. Von massenhaften Morden an Frauen nur aufgrund des Geschlechts. Nichts anderes bedeutet Femozid. Für mich bist zukünftig in dieser Sache (bis zum Beweis des Gegenteils) ein Femtroll. Ein Mensch der unreflektiert Ansichten zu Gender übernimmt, polemische Ausagen dazu wiederholt und verbreitet und ein geschlechterrassistisches Weltbild pflegt.

Hier meine Fakten: http://www.bmwfj.gv.at/Familie/Gewalt/Do..._final.pdf
Diese Studie ist einfach und klar. Besonders die Diagramme (z.B: 79 ) werden dir leicht Aufschluß geben über "Femizid".
Oder die Polizeistatistik:
Zitat:
Bei den Morden ähneln sich die Zahlen: 2011 gab es in Österreich 166 Morde und Mordversuche, statistisch gesehen ein Schlusspunkt nach einem kontinuierlichen Anstieg ab dem Jahr 2008. Damals wurde in 101 Fällen ermittelt. 2002 waren es 168 Fälle, 2004 sogar 170.

https://www.statistik.at/web_de/statisti...56591.html

Sollte dies Ansicht über den Gebrauch dieses unsäglichen Begriffs "Femizid in unseren Breiten" in unserer Partei mehrheitfähig (das frage ich jetzt ab) ist gewaltige Aufklährungsarbeit zu leisten. Dann sind wir tatsächlich schon von Femtrollen unterwandert.
Betriebsdirektor
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Beitrag #69514 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Nein du redest von Femozid.

Das ist bislang nichts anderes als deine Meinung. Eine simple Behauptung. Wo ist die Definition dazu? Ich habe bereits eine geliefert (siehe hier). Du bist nun an der Reihe. Dafür, dass du nur eine Behauptung aufstellst, wie der Begriff angeblich gemeint wäre und keinerlei Belege dazu lieferst, nimmst du den Mund ganz schön voll mit Vorwürfen wie "Femtroll".

"Femtroll" ist übrigens nach dieser Quelle hier so definiert: "a female troll , ugly wench , trogg". Ich bin keine Frau - was meinst du also mit dem Wort? Meinst du gar folgende Definition: Femtroll ist ein Kofferwort, gebildet aus den Hauptwörtern Feminismus und Troll. Er wird zumeist im Internet verwendet und klingt weniger krass als Feminazi mit ähnlicher Bedeutungsrichtung. Falls du das meinst, dann nimm dir dein von dir Geschriebenes mal selbst zu Herzen: Du bist der, der neumodische "Buzzwörter" verwendet. Der Begriffe nicht korrekt definiert, in die Leere dann irgendeinen Schwachsinn hineininterpretiert und auf dem aufbauend mich dann mit einem Ersatzwort für Feminazi anschüttet. Kein feiner Zug von dir.
Ger77_gone
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Beitrag #69539 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Nein du redest von Femozid.

Das ist bislang nichts anderes als deine Meinung. Eine simple Behauptung. Wo ist die Definition dazu? Ich habe bereits eine geliefert (siehe hier). Du bist nun an der Reihe. Dafür, dass du nur eine Behauptung aufstellst, wie der Begriff angeblich gemeint wäre und keinerlei Belege dazu lieferst, nimmst du den Mund ganz schön voll mit Vorwürfen wie "Femtroll".
Treadsplit. Bitte hier weiter: https://forum.piratenpartei.at/thread-78...l#pid69537
Gamoder

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Beitrag #69516 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Femizid, nicht Femozid. Femizid heißt einfach "Frauentötung" und ist anerkannter Fachbegriff für (unter anderem) Morde an Ehefrauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Femizid

Nicht notwendigerweise massenweise, kein direkter Bezug zu Genozid.

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Ger77_gone
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Beitrag #69540 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Gamoder schrieb:  
Femizid, nicht Femizid. Femizid heißt einfach "Frauentötung" und ist anerkannter Fachbegriff für (unter anderem) Morde an Ehefrauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Femizid

Nicht notwendigerweise massenweise, kein direkter Bezug zu Genozid.
Das ist überhaupt kein anerkannter Begriff. Ihr sprecht vom sogenannten "intimen Femizid" und diesen gibt es in wissenschaftlichen Abhandlungen überhaupt nicht, weil er Blödsinn ist,
Bitte hier weiter: https://forum.piratenpartei.at/thread-78...l#pid69542

Ich verweise auch auf die Löschdiskussion zum Begriff und den Argumenten zum Behalten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L..._.28LAE.29

Bitte hier weiter: https://forum.piratenpartei.at/thread-78...l#pid69550
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Beitrag #69556 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Ich verweise auch auf die Löschdiskussion zum Begriff und den Argumenten zum Behalten:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L..._.28LAE.29

Der Link ist interessant, danke dafür. In der Sache selbst haben wir aber nach wie vor eine Themenverfehlung.
Ger77_gone
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Beitrag #69560 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Der Link ist interessant, danke dafür. In der Sache selbst haben wir aber nach wie vor eine Themenverfehlung.
So ok. Da wir das ja im anderen Thread ausdiskutieren, hier wieder zurück zum Thema. Und hier muß ich klarerweise sagen, dass ich nicht bewandert bin. Ist nur eine Idee von mir und es ist richtig von dir sie nach allen Regeln der Kunst zu zerlegen.
Ich meine eben, dass es viel Druck wegnehmen würde von den Personalstellen in den Betrieben, wenn man diese von mir vorgeschlagene Änderung durchführen würde. Wirtschaftswissenaftlich ist diese nicht untersucht. Ich bin in Wirtschaft ein geistiges Nackerpatzerl. So wie Andere in anderen Bereichen, die sich dort aber auch fleissig betätigen. Warum dann ich nicht hier. Ist letztlich nur ein Meinungsbild, kein Programmantrag. Das hätte ich mich ohne Kontakt zur AG-Wirtschaft nicht getraut.
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Beitrag #69563 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
Ich meine eben, dass es viel Druck wegnehmen würde von den Personalstellen in den Betrieben, wenn man diese von mir vorgeschlagene Änderung durchführen würde. Wirtschaftswissenaftlich ist diese nicht untersucht. Ich bin in Wirtschaft ein geistiges Nackerpatzerl. So wie Andere in anderen Bereichen, die sich dort aber auch fleissig betätigen. Warum dann ich nicht hier. Ist letztlich nur ein Meinungsbild, kein Programmantrag. Das hätte ich mich ohne Kontakt zur AG-Wirtschaft nicht getraut.

Hast du dir das schon mal angesehen: Mutterschutzgesetz und Väterkarenzgesetz - das ist ein 640-seitiges Buch vom ÖBG Verlag:

Zitat:
Mutterschutzgesetz und Väterkarenzgesetz
Reihe: Gesetze und Kommentare Nr. 69
Karin Burger-Ehrnhofer, Bettina Schrittwieser, Martina Thomasberger

Die Autorinnen erläutern die gesetzlichen Regelungen zum Schutz werdender und stillender Mütter sowie die Regelungen über den Karenzurlaub von Müttern und Vätern.

Insbesondere werden die Beschäftigungsverbote, der Kündigungs- und Entlassungsschutz, die Weiterzahlung des Arbeitsentgelts, die Karenz sowie alle Sonderbestimmungen für den öffentlichen Dienst erläutert. Das Kinderbetreuungsgeldgesetz wird in Hinblick auf die Bezüge zum Arbeitsrecht kommentiert.

Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis und weiterführende Literatur komplettieren die Neubearbeitung. Für Mutterschutz und Väterkarenz wichtige Richtlinien der EU, ILO-Übereinkommen und Auszüge aus Gesetzen wie ASVG oder Kinderbetreuungsgeldgesetz, die früher als Anhang gedruckt wurden, sind nunmehr online auf der Website des Verlags zu finden.

2007, 640 Seiten

640 Seiten um den Mutterschutz und die Väterkarenz zu erklären? Mit Einflüssen von ILO und der Mutterschutz-RL der EU? Ich glaube nicht, dass man hier mit einem einfachen Antrag weiterkommt. Im übrigen ist das kein Wirtschaftsthema, sondern ein sozialpolitisches Thema.
Ger77_gone
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Beitrag #69565 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Hast du dir das schon mal angesehen: Mutterschutzgesetz und Väterkarenzgesetz - das ist ein 640-seitiges Buch vom ÖBG Verlag:
Nein hab ich nicht. Ich versteh aber worauf du hinauswillst. Da gäbe es viel mehr Gewicht, von dem man die Unternehmerin befreien sollte?

(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
640 Seiten um den Mutterschutz und die Väterkarenz zu erklären? Mit Einflüssen von ILO und der Mutterschutz-RL der EU? Ich glaube nicht, dass man hier mit einem einfachen Antrag weiterkommt. Im übrigen ist das kein Wirtschaftsthema, sondern ein sozialpolitisches Thema.
Es hat drei wichtige Aspekte. Gleichstellung/Gender, Wirtschaft und Soziales. Oder?
Betriebsdirektor
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Beitrag #69568 | 28.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Hast du dir das schon mal angesehen: Mutterschutzgesetz und Väterkarenzgesetz - das ist ein 640-seitiges Buch vom ÖBG Verlag:
Nein hab ich nicht. Ich versteh aber worauf du hinauswillst. Da gäbe es viel mehr Gewicht, von dem man die Unternehmerin befreien sollte?

So kann man es sehen. Oder so, dass die Materie schon heute relativ kompliziert ist - ob da neue, zusätzliche Regelungen was bringen?


(28.08.2013 )Ger77 schrieb:  
(28.08.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
640 Seiten um den Mutterschutz und die Väterkarenz zu erklären? Mit Einflüssen von ILO und der Mutterschutz-RL der EU? Ich glaube nicht, dass man hier mit einem einfachen Antrag weiterkommt. Im übrigen ist das kein Wirtschaftsthema, sondern ein sozialpolitisches Thema.
Es hat drei wichtige Aspekte. Gleichstellung/Gender, Wirtschaft und Soziales. Oder?

Sehe ich genau so. Wobei ich glaube, dass die Wirtschaft eher im Hintergrund ist. Gleichstellung ist in jedem Fall ganz vorne. Sicher, es wird immer mit dem Kostenargument herumgeworfen - aber alles mögliche kostet Geld und ist deshalb nicht gleich ein Wirtschaftsthema Wink
removed_234124
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Beitrag #69630 | 29.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Betriebsdirektor <Betriebsdirektor@forum.piratenpartei.at>' schrieb:
So kann man es sehen. Oder so, dass die Materie schon heute relativ kompliziert ist - ob da neue, zusätzliche Regelungen was bringen?
Naja, das ist wohl die übliche Piratenkrankheit. Bevor nachgeschaut wird was es gibt, wird gleich mal etwas neues gefordert obwohl das vielleicht in ähnlicher Variante schon irgendwo im Gesetz steht.

Sicher wäre es da einfacher wenn wir eine Rechercheabteilung hätten, aber die gibt es halt leider nicht.
Gamoder

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Beitrag #69607 | 29.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Hmm - also um ehrlich zu sein, bin ich prinzipiell für den Vorschlag, und zwar deshalb, weil ich denke, dass der Unternehmer möglichst marktwirtschaftlich handeln können dürfen soll - und da passt es einfach nicht zusammen, dass Schwangere besondere Rechte haben, er aber gleichzeitig sie deshalb nicht schlechter behandeln darf, das führt nur dazu, dass er sie schlechter behandelt, aber das irgendwie verbirgt usw.

Daher gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten: Ausgleich des Nachteils, Schwangere im Betrieb zu haben oder möglichst starke Streichung der Rechte für Schwangere.
Betriebsdirektor schrieb:
Der Antrag bedingt, dass der Betrieb einer Behörde bekannt gibt, wer schwanger ist
Eine Information, die wohl spätestens dann dem Staat bekannt ist, wenn das Kind da ist, also jetzt nichts besonders neues.
Betriebsdirektor schrieb:
oder wer viel Pflegeurlaub nimmt.
Ok, das weiß die Behörde sonst nicht, das kann man vielleicht auch aus dem Ausgleich rausnehmen, kann ja prinzipiell jeder Elternteil übernehmen.
Betriebsdirektor schrieb:
Die Kosten sind, meiner Ansicht nach, ein vorgeschobenes Argument um Diskriminierung zu begründen. Nicht jeder Mitarbeiter kann alle Tätigkeiten ausführen. So ist die Welt. Wenn sich jemand die Hand bricht, dann kann er auch ein Zeiterl (nach dem Krankenstand) nicht jede Arbeit machen. Hier wird auch nicht mit aller Kraft versucht, eine Ungleichheit mit einer Subvention auszugleichen. Wenn ein Betrieb diskriminieren will, dann tut er das einfach. Fällt ein Argument weg, dann kommt halt ein anderes.
Da bin ich mir nicht so sicher - Die Marktwirtschaft bewirkt, dass Unternehmen marktwirtschaftlich handeln müssen, sonst überleben sie nicht. Derzeit bringen schwangere dem Unternehmen einen Schaden, also "müssen" sie diskriminiert werden - wenn ein Unternehmen Frauen diskriminiert, ohne dass diese ihm Schaden zufügen, dann wird es langfristig untergehen (gegenüber sonst gleichen Unternehmen, die das nicht machen).
Ein Bruch kann jedem passieren, das kann ein Unternehmer nicht vorher wissen, eine Schwangerschaft nur Frauen.
Betriebsdirektor schrieb:
Möglicherweise ist es auch der Kündigungsschutz? Wieso den nicht abschaffen? Oder es sind andere Regelungen. Aber nur das Geld? Das glaube ich nicht.
Ich glaube, der Kündigungsschutz ist dann besonders relevant, wenn dem Unternehmen Kosten entstehen ... ist das nicht mehr der Fall, wird er auch weniger relevant.
Betriebsdirektor schrieb:
Bei solchen Entwicklungen kann man mit Subventionen an Unternehmen genau gar nichts ausrichten. Das Grundproblem ist mangelnder Respekt vor der Frau. Jemand, der eine Frau als Besitz sieht, sieht sie auch nicht an einer Arbeitsstätte. Ergo will er sie auch von dort weg haben.
Das ist ein Teilproblem - aber hier spielt überhaupt auch noch eine andere Frage eine Rolle: Die Vereinbarkeit von Kind und Beruf.

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Beitrag #69629 | 29.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
Gamoder' schrieb:
Betriebsdirektor''' schrieb:
Bei solchen Entwicklungen kann man mit Subventionen an Unternehmen genau gar nichts ausrichten. Das Grundproblem ist mangelnder Respekt vor der Frau. Jemand, der eine Frau als Besitz sieht, sieht sie auch nicht an einer Arbeitsstätte. Ergo will er sie auch von dort weg haben.
Das ist ein Teilproblem - aber hier spielt überhaupt auch noch eine andere Frage eine Rolle: Die Vereinbarkeit von Kind und Beruf.
Das es noch immer hartnäckige Reste dieser Haltung und Besitzdenkens gegenüber Frauen gibt, bestreite ich nicht. Aber dies ist nur noch ein kleiner Rest der Unverbesserlichen bzw. kulturell darauf Geprägter.

Worauf ich das Augenmerk lenken wollte, ist, dass die strukturelle Diskriminierung von Frauen im Beruf bei uns hauptsächlich nur noch ökonomisch, besser gesagt kostenfaktororientierte Gründe hat. Dies zu negieren, bringt nicht weiter. Deswegen auch mein Vorstoß. Auch die stark unterschiedliche Bezahlung zwischen den Branchen z.B. wie Gesundheits- und Sozialberufe einerseits und anderseits IT und Technik ist ein Resultat der meines Erachtens falschen Bewertung der Wertschöpfung in diesen Bereichen.
Das Betreuen von Alten, sozial Schwachen und Kranken wird weniger hoch bewertet, als das Herstellen von Programmen oder die Reperatur von Geräten. Die "Reperatur" des Menschen (Medizin), damit sie wieder arbeitsfähig wird, ist dagegen rech hoch angesehen. Die Pflege dagegen sollen möglichst rasch unqualifizierte, möglichst kostenlos arbeitende Kräfte durchführen. Und da (zynisch gesprochen) Frauen sowieso nach der Geburt erstmal zu Hause sind und aufgrund der Kinder sowieso pflegerisch, betreuend tätig sind, soll diese Arbeit dann auch bei ihnen landen. Was dann auch sehr oft passiert.

Das ist in Wahrheit, wogegen wir kämpfen. Wir brauchen einen Ausweg aus dieser Misere. Wie bringt man die Wirtschaft (uns alle) dazu Arbeit die scheinbar keinen Nutzen hat, viel höher zu werten? Eine Gesamtkostenrechnung?

Das waren meine Überlegungen. Damit wirtschaftende Unternehmen zumindest Schwangerschaft und Karenz von Frauen (und indirekt von jungen Männern) nicht als mehr als unangehmen Zusatzkostenfaktor sehen (müssen), habe ich meine Initiative erstellt.
Betriebsdirektor
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Beitrag #69659 | 29.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Abgeltung der Kosten von Schwangerschaft/Karenz für die Betriebe
(29.08.2013 )Gamoder schrieb:  
Daher gibt es für mich nur zwei Möglichkeiten: Ausgleich des Nachteils, Schwangere im Betrieb zu haben oder möglichst starke Streichung der Rechte für Schwangere.

Bei Subventionen muss man sich immer fragen wo sie anfangen und wo sie wieder aufhören. Die Subventionen in der Landwirtschaft wurden in den 70er Jahren eingeführt um Nahrungsmittelknappheit zu vermeiden. Heute haben wir eine Überproduktion, wo der Vertrieb (!) subventioniert wird, damit wir das Zeug in die ganze Welt exportieren und die Landwirtschaft in Afrika ruinieren können. Mit anderen Worten: Subventionssysteme laufen irgendwann Amok. Daher bin ich prinzipiell gegen solche Modelle.

Daher ist auch der obige Satz von dir die zentrale Message. Ein gewisser Teil der Nachteile, die Schwangere speziell und Frauen generell, erleiden müssen wird durch ihre starke Absicherung verursacht. Ein sehr ähnlicher Fall sind ältere Arbeitnehmer. Durch verstärkten Kündigungsschutz im Alter, anderer Privilegien (längerer Urlaub) sowie erhöhte gesundheitliche Risiken wollen Unternehmer keine älteren Arbeitnehmer anstellen.

Schreien wir bei denen auch nach einer Subvention für den Unternehmer um hier eine -auch durch rechtliche Regelungen verursachte- Ungleichheit auszubügeln? Ist doch etwas kurios, oder?

(29.08.2013 )Gamoder schrieb:  
Betriebsdirektor schrieb:
Der Antrag bedingt, dass der Betrieb einer Behörde bekannt gibt, wer schwanger ist
Eine Information, die wohl spätestens dann dem Staat bekannt ist, wenn das Kind da ist, also jetzt nichts besonders neues.

Wir Piraten bekennen uns (hoffentlich) zur Datensparsamkeit. Wenn die Sozialversicherung oder das Finanzamt von mir etwas weiß, muss es ein anderes Amt noch lange nicht wissen.

Dazu kommt, dass sich die Situation nach der Geburt dreht - ab diesem Zeitpunkt ist der Mann auch wieder im Boot, denn hier kann dieser eingreifen und Betreuungsaufgaben übernehmen. Wenn hier das potentielle Risiko, dass der Mann Betreuungspflichten übernimmt, steigt, so verbessert sich auch die Situation der Frau.


(29.08.2013 )Gamoder schrieb:  
Betriebsdirektor schrieb:
Die Kosten sind, meiner Ansicht nach, ein vorgeschobenes Argument um Diskriminierung zu begründen. ...
Da bin ich mir nicht so sicher - Die Marktwirtschaft bewirkt, dass Unternehmen marktwirtschaftlich handeln müssen, sonst überleben sie nicht.

Kann man das wirklich so klar sehen? Ist der Preis wirklich das einzige Kriterium, das gilt? Die Marktwirtschaft bezieht sich hier auf die Situation zwischen den Unternehmen. Und hier möchte ich ein Argument anbringen, dass die Autorin des auslösenden Artikels gebracht hat: Was, wenn die Konkurrenz aus dem Ausland kommt? Wo andere Steuergesetzgebungen, andere Ruhezeiten, andere Abgabensituationen, etc. gelten? Es ist kein Problem (mehr), vom 60 Km entfernten Bratislava in Wien oder von Maribor aus in Graz allerlei Dienstleistungen anzubieten.

Wie geht ein Unternehmer mit dieser Marktverzerrung um? Subventionieren wir unsere Unternehmen jetzt so stark, dass sie es mit chinesischen Billiglöhnern aufnehmen können? Konsequenterweise müsste die Autorin des originalen Artikels Teile ihres Betriebes in diese Regionen verlagern, um wettbewerbsfähig zu bleiben - natürlich nur dann, wenn das der zentrale Wettbewerbsfaktor in ihrem Geschäft ist.


(29.08.2013 )Gamoder schrieb:  
Derzeit bringen schwangere dem Unternehmen einen Schaden, also "müssen" sie diskriminiert werden - wenn ein Unternehmen Frauen diskriminiert, ohne dass diese ihm Schaden zufügen, dann wird es langfristig untergehen (gegenüber sonst gleichen Unternehmen, die das nicht machen).

Es gibt vieles, was einem Unternehmen Schaden bringt, aber nicht als schädlich gesehen wird. Nehmen wir Sport. Unternehmen fördern Sport - obwohl diesen das Risiko anhaftet, dass der Arbeitnehmer auch für länger mal ausfallen könnte. Die Sportarten mit dem meisten Ausfällen sind nicht etwa Paragleiten oder Fallschirmspringen. Es sind Fußball, Schifahren und Radfahren - drei Breitensportarten, die sogar im Lebenslauf gerne unter "Hobbys" angegeben werden (Quelle: KFV Freizeitunfallstatistik 2009, Seite 44).

Daher behaupte ich weiter: Es geht um das Mindset. Nicht um Fakten. Wenn es stur nach Fakten ginge, dann müssten Betriebe systematisch Mitarbeiter diskriminieren, die solche Sportarten betreiben. Aber gerade das Gegenteil ist der Fall. Hier sieht man großzügig über das Risiko hinweg.

(29.08.2013 )Gamoder schrieb:  
Ein Bruch kann jedem passieren, das kann ein Unternehmer nicht vorher wissen, eine Schwangerschaft nur Frauen.

Und wenn der Mitarbeiter die oben genannten Sportarten im Lebenslauf angibt? Dann ist das Risiko bekannt. Es wird aber trotzdem nicht diskriminiert.




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