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Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Liquid
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Beitrag #57742 | 29.06.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Programmantrag direkt: Thema 1471
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (14 days 23:59:53 left)
i3253: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Zitat:
Dem Parteiprogramm möge ein neuer Abschnitt hinzugefügt werden
Gleichberechtigung und Diversität
In der heutigen Gesellschaft werden häufig Menschen bevorteilt, die sich konform zu den klassischen Rollenbildern verhalten, denen sie anhand ihres Geschlechts oder anderer Merkmale zugeordnet werden. Menschen, die diesen nicht entsprechen oder nicht entsprechen wollen, werden dadurch diskriminiert – teils bewusst, aber oft auch ohne Vorsatz. Diese Konformität zu Rollenbildern wird von Kindesalter an geprägt.
Dort, wo es um die Erlangung und Ausübung von Macht geht, werden derzeit überwiegend als "männlich" geltende Verhaltensweisen als Norm angesehen und Männer statistisch gesehen (d.h. nicht in jedem Einzelfall) bevorteilt, denen diese Eigenschaften eher automatisch zugeschrieben werden. Vom grundsätzlichen Muster sind jedoch fast alle Menschen in bestimmten Situationen auf die eine oder andere Art in ihrer Freiheit eingeschränkt.
Wir setzen uns dafür ein, derartiger Bevorteilung entgegenzuwirken, um Gleichberechtigung in allen Belangen herzustellen und damit einhergehende Machtstrukturen abzubauen. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, die keine normierten Menschen fordert und allen die freie Selbstbestimmung über ihr Leben ermöglicht.
Um Vielfalt und Freiheit zu garantieren, müssen die Plattformen der gesellschaftlichen Entfaltung (Familie, Bildungswelt, Arbeitswelt, Politik, Medien, usw.) neutral sein, d.h. allen unabhängig von oberflächlichen Merkmalen gleichermaßen zur Verfügung stehen.
Die Maßnahmen dazu beginnen bei der Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen und Anreize. Neutralität kann aber nicht bloß rechtlich erreicht werden, weil sich Diskriminierung sehr vielfältig in sozialen Verhaltensweisen niederschlägt, deren umfassende gesetzliche Kontrolle piratischen Grundwerten widerspräche. Hier gilt es vor allem mit Aufklärung und Bildung einzuwirken.
Um bestehende Diskriminierungen abbauen zu können, müssen Gender-Aspekte in ihrer heutigen Konfiguration beachtet werden. Das Bedenken von Geschlecht, dem wir langfristig entgegenwirken wollen, ist daher zum Erreichen der neutralen Gesellschaft unumgänglich.
Begründung
Wir wollen eine Gesellschaft, die gleichberechtigte Vielfalt fördert, statt Konformität mit Rollenbildern zu bevorzugen – egal, bei welchem Geschlecht. So eine "post-gender"-Gesellschaft kann man aber nicht deklarativ ausrufen und meinen, damit hätte sich die Gleichstellungsproblematik erledigt – es ist ein fernes Ziel, dem man sich langsam und unter Beachtung der aktuellen Situation nähern muss.
Der Antrag lässt bewusst die Finger von den aufgeladenen Worten "Feminismus" und "post-gender".
Dieser Text ist vor Monaten als Gegenentwurf zu einem Meinungsbild der "AG Postgender" entstanden – ich wollte ihn mit den Mitgliedern dieser Arbeitsgruppe absprechen, bevor er zur Abstimmung kommt. Nachdem ich das aber jetzt schon Wochenlang rausschiebe und wir uns im aktuellen Standard-Interview leider wieder den Vorwurf gefallen lassen müssen, nichts zum Thema Gleichstellung im Programm zu haben, habe ich mich entschlossen ihn doch einzustellen. Ich hoffe, die Mitglieder der AG verzeihen mir den Alleingang.
Eine Liste von konkreten Maßnahmen/Forderungen folgt.
Ger77_gone
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Beitrag #57748 | 29.06.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Ich bitte dich c30, diese Initiative wieder zurückzuziehen. Eine Präambel sollte immer aus der Arbeitsgruppe entstehen, die sich intensiv und aus mehreren Richtungen damit beschäftigt. Und nicht so wie hier ein Alleingang einer Person die nie mitgearbeitet hat.
Wir haben in der Arbeitsgruppe einen minimalen Konsenz zwischen stark unterschiedlichen Standpunkten gefunden, an dem weitergearbeitet wird. Das ist schwer genug.
Dieser Alleingang ist denkbar kontraproduktiv.

In jedem Fall habe ich daher den gemeinsamen Entwurf der AG-postgender als Alternative eingestellt. Diesen würde ich narürlich auch zurückziehen, damit in Ruhe weitergearbeitet werden kann. Ansonsten müsste die AG schnellstmöglich die Alternative so ausarbeiten, dass sie auch abgestimmt werden kann. Das dieser noch nicht vorliegt liegt an der Kontroversität dieses Themas. Daher müssen in mühevoller Kleinarbeit die verschiedenen Standpunkte angenähert werden.
Ger77_gone
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Beitrag #57785 | 29.06.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Ich möcht aber nicht verabsäumen zu sagen, die Fassung von c3o ist sehr und gefällt mir grundsätzlich schon.
In jedem Fall wird es eine gute Grundlage zur Diskussion in der AG-postgender bilden. Dafür danke.
Ger77_gone
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Beitrag #63594 | 29.07.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Zitat:
Diesen Idealzustand einer "postgender" Gesellschaft streben wir an.
geändert auf
Zitat:
Dieser Idealzustand des "postgender" ist unser gesellschaftliches Ziel.

Kleine Änderung des Textes um Wiederholung von "streben wir an" zu vermeiden.
Liquid
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Beitrag #63662 | 29.07.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Programmantrag direkt: Thema 1471
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (14 days 23:59:34 left)
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Beitrag #66488 | 13.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Programmantrag direkt: Thema 1471
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (14 days 23:59:00 left)
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Beitrag #57749 | 29.06.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Programmantrag direkt: Thema 1471
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (29 days 22:44:56 left)
i3256: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Zitat:
Dem Parteiprogramm möge ein neuer Abschnitt hinzugefügt werden
Gleichberechtigung und Diversität
Unsere Gleichstellungspolitik hat das Ziel langfristig eine Gesellschaft zu schaffen in der „Geschlecht“ (gender=soziales Konstrukt) keine bestimmende Kategorie für soziale Zuschreibungen und Chancen in der Gesellschaft ist. Ebenso muß aber daran gearbeitet werden bestehende Diskriminierungen abzubauen. Dafür müssen Gender-Aspekte in ihrer aktuellen Konfiguration beachtet werden. Die derzeitge Wichtigkeit des Geschlechts zu bedenken und zu berücksichtigen, ist eine wesentliche Strategie zum Erreichen von Postgender, damit nicht einfach bestehende strukturelle und systematische Diskriminierungen festgeschrieben werden. Wichtig ist auch Gleichberechtigung auf allen Seiten herzustellen damit es allen gelingt, aus den Rollenzwängen zu entkommen. Rollen die aufgrund biologischer Gegebenheiten festgeschrieben werden und dadurch das jeweilige Geschlecht in einen soziale und auch finanziellen Nachteil bringen, werden abgelehnt.
Begründung
Dieser Text basiert auf dem gemeinsam erarbeiteten Entwurf der AG Postgender. Dazu gehören zwei Meinungsbilder. Die Initiative i2560: Ziel: Verringerung der Relevanz der Kategorie "Geschlecht" mit 75% Zustimmung und Definition Postgender: Richtung stimmt , aber stark überarbeiten mit 61% Zustimmung. Der Text ist auch auf der BGV-2013-2 in einem Meinungsbild mit Mehrheit bestätigt worden. Daher ist dieser Text am besten geeignet die Präambel zu bilden, wobei schnellstmöglich der Text weiter ausgearbeitet werden sollte, damit eine möglichste breite Mehrheit dafür gefunden werden kann. 
Ger77_gone
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Beitrag #63263 | 27.07.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Dieser Text ist das Resultat der letzten AG-Sitzung am 25.7 in der PirateBase. Anwesend waren MrsX, E_LG, Gerti, Ger77
Bitte unterstützen!
(29.06.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Gleichstellung, Diversität, Integration
Programmantrag direkt: Thema 1471
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (29 days 22:44:56 left)
i3256: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Zitat:
Dem Parteiprogramm möge ein neuer Abschnitt hinzugefügt werden
Gleichberechtigung und Diversität
Präambel
Die Piratenpartei erkennt Sexismus als ein noch nicht überwundenes Problem unserer Gesellschaft an. Viele Menschen sind durch die an ihr Geschlecht geknüpften Rollenbilder und Erwartungshaltungen in ihrer individuellen Freiheit und ihren Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt. Dieser Zustand ist für die PIRATEN, zu deren obersten Zielen die freie Entfaltung des Individuums gehört, nicht haltbar.

Noch immer wird Kindern anerzogen, dass ein bestimmes Verhalten für ihr Geschlecht unpassend sei, bestimmte Berufsfelder werden als für das männliche oder weibliche Geschlecht unangemessen deklariert. Beispielsweise erhalten Frauen noch immer in vielen Berufsfeldern weniger Gehalt als Männer und Männer werden oft in Sorgerechtsfragen benachteiligt.

Wir streben eine Gesellschaft an, in der Menschen nicht mehr aufgrund ihres biologischen oder sozialen Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer selbstgewählten Identität oder anderer Eigenschaften benachteiligt werden oder Rollenerwartungen ausgesetzt sind. Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum, dessen Individualität zu respektieren und zu unterstützen ist. Davon unberührt ist die eigene Freiheit, für sich die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu definieren. Diesen Idealzustand einer "postgender" Gesellschaft streben wir an.

Piraten unterstützen Emanzipationsbewegungen

Die Piratenpartei sieht sich in einer emanzipatorischen Tradition. Die Frauenbewegung hat vieles zur Emanzipation der Menschen beigetragen, für das wir dankbar sind. Auch begrüßen wir eine emanzipatorische Bewegung seitens der Männer, die andere Männlichkeitsbilder einfordert. Wir wollen diese Emanzipationsbestrebungen fortführen und weiterdenken, uns aber nicht von außen vorschreiben lassen, welche Ziele wir übernehmen und welche Instrumente wir bei diesem Prozess verwenden.

Zu den wichtigsten Zielen, die wir unterstützen und für deren Verwirklichung wir uns einsetzen wollen, zählen die Dekonstruktion des sozialen Geschlechtes, die Gleichstellung und echte Chancengleichheit der verschiedenen Geschlechter und die Abkehr vom binären Geschlechterdenken. Wir betrachten Emanzipation und Gleichstellung als Gemeinschaftsprojekte, die nur in gesellschaftlicher Gesamtanstrengung geleistet werden können.

Die Unterstützung einer Emanzipationsbewegung bedeutet für uns nicht, dass wir andere Gruppen benachteiligen oder als weniger wichtig betrachten wollen. Equalismus als Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Verpflichtung Unter dem Begriff "Equalismus" wollen wir verschiedene Aspekte der Emanzipationsbewegungen aufgreifen. Er steht für die Emanzipation und Entdiskriminierung des Einzelnen bei Beibehaltung aller individuellen Eigenschaften, die Menschen sich selbst zuschreiben. Jeder Mensch soll die Identifikationshoheit über die eigene Identität haben.

Aus diesem Bekenntnis folgt für uns ein Handlungsauftrag.

Am Anfang steht hierbei das Schaffen eines Bewusstseins, sowohl in Form einer inneren Emanzipation als auch eines gesellschaftlichen Diskurses, der gegen sexistische Strukturen ankämpft. Wir alle müssen uns der Rollenzwänge, mit denen wir aufwachsen, die wir verinnerlicht haben und mit denen wir manchmal auch andere konfrontieren, bewusst werden. Wir wollen eine Gesellschaft anstreben, in der diese Zwänge niemanden in seiner freien Entfaltung limitieren.
c3o

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Beitrag #66592 | 14.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Nach dem Drama, ich würde eure Arbeit zunichte machen indem ich einen Text vorlege an dem die AG nicht gearbeitet hat, zu 100% einen 2011 von deutschen Piraten entworfenen Text als "Konsens der Arbeitsgruppe" vorzustellen, find ich ein wenig amüsant.

Es muss anders werden, damit es gut wird.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.2013 08:00 von c3o.)
Ger77_gone
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Beitrag #66598 | 14.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
(14.08.2013 )c3o schrieb:  
Nach dem Drama, ich würde eure Arbeit zunichte machen indem ich einen Text vorlege an dem die AG nicht gearbeitet hat, zu 100% einen 2011 von deutschen Piraten entworfenen Text als "Konsens der Arbeitsgruppe" vorzustellen, find ich ein wenig amüsant.
Der Text ist von MrsX eingebracht worden und wurde von uns 1:1 übernommen (steht auch so in der Begründung: "Der Text wurde von http://wiki.piratenpartei.de/Kegelklub/P...Equalismus übernommen. ") , da er unsere Zustimmung gefunden hat. Das ist auch bei anderen Initiativen von anderen Personen in anderen Bereichen ebenso der Fall gewesen, dass weist du so gut wie ich.

Dieser Text ist aus unserer Sicht ausgewogener als deiner, da er nicht so stark das Augenmerk auf den feministischen Standpunkt legt. (Beispie aus deinem Textl: "und Männer statistisch gesehen (d.h. nicht in jedem Einzelfall) bevorteilt" zusammen mit "Wir setzen uns dafür ein, derartiger Bevorteilung entgegenzuwirken" ergibt eine Stoßrichtung die nur Bevorteilung von Männern entgegenwirken soll)
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Beitrag #66793 | 14.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Ger77' schrieb:
Der Text ist von MrsX eingebracht worden und wurde von uns 1:1 übernommen
Da muss ich c3o recht geben, irgendwie stellt sich da dann schon die Frage was denn die gemeinschaftliche Arbeit einer AG war wenn ein Text rauskommt der

a) von den Deutschen und
b) 1:1 von einem einzelnen Mitglied
übernommen wurde.

(Was jetzt nichts mit der Beurteilung welcher Text den nun besser ist zu tun hat).
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Beitrag #66917 | 16.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Ger77 <Ger77@forum.piratenpartei.at>' schrieb:
Dieser Text ist aus unserer Sicht ausgewogener als deiner, da er nicht so stark das Augenmerk auf den feministischen Standpunkt legt.
Sehe ich jetzt, nachdem ich beide Texte durchgelesen habe nicht so.

Der Copy & Paste Text der AG besagt:
"Auch begrüßen wir eine emanzipatorische Bewegung seitens der Männer, die andere Männlichkeitsbilder einfordert."

Das klingt als würde man andere Männerbewegungen nicht begrüßen, zum Beispiel welche die sich um derzeitige Problemfelder der Männer kümmern. Das klingt viel mehr nach "die Burschen müssen sich doch nur wie die Mädels aufführen und schon sind sie im Unterricht gleichgestellt - und das wollen wir fördern".

...und somit ist das wesentlich mehr aus dem feministischen Standpunkt betrachtet als das was c3o geschrieben hat.
Ger77_gone
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Beitrag #66951 | 16.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
(16.08.2013 )6581 schrieb:  
Der Copy & Paste Text der AG besagt:
"Auch begrüßen wir eine emanzipatorische Bewegung seitens der Männer, die andere Männlichkeitsbilder einfordert."

Das klingt als würde man andere Männerbewegungen nicht begrüßen, zum Beispiel welche die sich um derzeitige Problemfelder der Männer kümmern. Das klingt viel mehr nach "die Burschen müssen sich doch nur wie die Mädels aufführen und schon sind sie im Unterricht gleichgestellt - und das wollen wir fördern".

...und somit ist das wesentlich mehr aus dem feministischen Standpunkt betrachtet als das was c3o geschrieben hat.
Ich sehe was du meinst. Ja ist eigentlich genauso problematisch auslegbar, wie der Passus: ""und Männer statistisch gesehen (d.h. nicht in jedem Einzelfall) bevorteilt" zusammen mit "Wir setzen uns dafür ein, derartiger Bevorteilung entgegenzuwirken" der eine reine Bevorteilung der Männer nahelegt.

Letztlich ist es mir aber jetzt schon egal welcher Text genommen wird. c3o's Text ist genausogut! Hauptsache wir haben endlich was. Ändern kann man den Text dann immer noch hinsichtlich dieser Kritikpunkte.
Blöd nur, dass diese Anregungen und Änderungswünsche immer erst beim Abstimmen kommen. Vorher interessiert es irgendwie kein Sch..... Rolleyes
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Beitrag #67033 | 16.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Ger77 <Ger77@forum.piratenpartei.at>' schrieb:
Ich sehe was du meinst. Ja ist eigentlich genauso problematisch auslegbar
...
Blöd nur, dass diese Anregungen und Änderungswünsche immer erst beim Abstimmen kommen. Vorher interessiert es irgendwie kein Sch..... Rolleyes
Tja so genau habe ich das auch alles nicht nachgeprüft - nachdem was ich hier bisher von Dir gelesen habe habe ich nicht damit gerechnet dass das "Gemeinsame Werk der AG" ein Copy & Paste Text aus Deutschland ist wo dann noch dazu solche Sachen nicht entdeckt werden...
Ger77_gone
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Beitrag #68016 | 21.08.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
(16.08.2013 )6581 schrieb:  
Ger77 <Ger77@forum.piratenpartei.at>' schrieb:
Ich sehe was du meinst. Ja ist eigentlich genauso problematisch auslegbar
...
Blöd nur, dass diese Anregungen und Änderungswünsche immer erst beim Abstimmen kommen. Vorher interessiert es irgendwie kein Sch..... Rolleyes
Tja so genau habe ich das auch alles nicht nachgeprüft - nachdem was ich hier bisher von Dir gelesen habe habe ich nicht damit gerechnet dass das "Gemeinsame Werk der AG" ein Copy & Paste Text aus Deutschland ist wo dann noch dazu solche Sachen nicht entdeckt werden...
Macht ja nichts. Es sind beide Texte sehr gut. Ich empfinde halt den Text des Kegelklubs also irgendwie mehr visionär. Es ist aber letztlich egal. Wichtig ist dass wir endlich unseren Weg zum Ideal Postgender sowie die Wahrnehmung und den Willen zur Beseitigung aller Diskriminierungen (nicht nur der weiblicher Menschen) erstmals im Programm festschreiben.
Gamoder

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Beitrag #63272 | 27.07.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel (Konsenz Arbeitsgruppe)
Ger77 schrieb:
Wir streben eine Gesellschaft an, in der Menschen nicht mehr aufgrund ihres biologischen oder sozialen Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer selbstgewählten Identität oder anderer Eigenschaften benachteiligt werden oder Rollenerwartungen ausgesetzt sind.
Ernsthaft?
Wie in aller Welt soll das bitte, außer mittels extremer Indoktrinierung, geschehen?
Übrigens ist in vielen Fällen eine Rollenerwartung sehr hilfreich - beispielsweise erwarte ich mir von einem Polizist (erkennbar an seiner Eigenschaft: Polizeiuniform) Hilfe bei der Aufklärung von Straftaten usw.

Es ist mMn völlig überzogen, zu versuchen, jegliche Assoziationen zu verbieten/einzuschränken/was auch immer. Wichtig ist nicht, dass es keine Rollenerwartungen gibt - wichtig ist, dass Menschen sich auch außerhalb der Rollenerwartungen bewegen können und das akzeptiert wird.
Kurz zusammengefasst: Rollenerwartungen halte ich für prinzipiell ok, insbesondere wenn sie real Einschätzungen erleichtern - sie führen zwar in gewisser Weise zu einer Selbstverstärkung, aber das verursacht mMn noch deutlich weniger Probleme als zu versuchen, jegliche Assoziationen abzudrehen. Rollenzwänge dagegen sind nicht ok, weil das gegen die Freiheit geht. Man beachte, dass zu solchen Zwängen nicht nur absolute Zwänge (gesetzliches Verbot etc.), sondern auch "geringere" Sanktionen (man bekommt weniger Unterstützung von der Familie etc.) gehören.

Das heißt: Ich denke, es ist wichtig, sich seinen Rollenerwartungen klar zu werden, damit man verhindern kann, dass daraus Zwänge entstehen, aber nicht, dass man sie auch aktiv bekämpft (und zwar sowohl persönlich als auch gesellschaftlich), denn das "aktive bekämpfen" selbst verursacht dann oft selbst Zwang.

Pro Beiträge bearbeiten für alle: Bessere Beiträge - Fehler gehören korrigiert, Missverstandenes reduziert und Unverständliches erklärt.
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Beitrag #57852 | 30.06.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Gleichberechtigung und Diversität: Präambel
Liquid' schrieb:
In der heutigen Gesellschaft werden häufig Menschen bevorteilt, die sich konform zu den klassischen Rollenbildern verhalten, [...]

Wir setzen uns dafür ein, derartiger Bevorteilung entgegenzuwirken, um Gleichberechtigung in allen Belangen herzustellen [...]

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