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Datenschutz vs. Transparenz - für große Verantwortung Opfer bringen
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Beitrag #49259 | 28.05.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Datenschutz vs. Transparenz - für große Verantwortung Opfer bringen
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Unverbindliches Meinungsbild (12–15 Tage): Thema 1416
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (2 days 23:59:39 left)
i3105: Datenschutz vs. Transparenz - für große Verantwortung Opfer bringen
Zitat:
Leider stehen Datenschutz und Transparenz - zwei Kernthemen der Partei - in krassem Gegensatz zueinander.
Klar ist, dass die Daten der Bürger geschützt werden müssen. Der Missbrauch für Zustellung individueller Werbung oder gar Profiling ist ein heftiger Eingriff in die Privatssphäre. Unter anderem wird von Verwaltungen und Dienstleistern des Staates Transparenz gefordert, da diese an vielen Stellen eine Blackbox darstellen, die Korruption und Ineffizienz verstecken kann.
Der Schnittpunkt dieser beiden Gegensätze sind die arbeitenden Personen im öffentlichen Dienst. Hier treffen klar 2 extreme Anforderungen aufeinander, die nicht vereinbar sind.
Eine Mögliche Lösung wäre: - mit steigender Macht und Verantwortung, steigt auch der Bedarf an Transparenz -→ wer ein hohes Amt bekleiden möchte, muss sich bewusst dafür entscheiden, weniger Anspruch auf Datenschutz zu haben als ein durchschnittlicher Bürger - abhängig von der eigenen Funktion.
Die (auch junge) Geschichte lehrt uns, dass gerade Personen mit Zugriff auf große staatliche Mittel auf einfache Weise unter Vorwänden wie Beratungsgehälter u.ä. Gelder entwenden können. Die Aufarbeitung solcher Machenschaften ist - sofern sie überhaupt aufgedeckt werden - für die Justiz höchst arbeitsintensiv.
mMn würden durch eine solche Regelung hohe Ämter zunehmends von Idealisten statt oft egoistischen Selbstdarstellern bekleidet. Diese wären abgeschreckt oder nicht mehr in der Versuchung zu Missbrauchen. In einer Demokratie vertrauen wir Bürger wenigen Einzelpersonen unglaubliche Macht und Verantwortung an. Dass dieses Vertrauen oft missbraucht wird, ist aus den Medien hinreichend bekannt. Hier herrscht Handlungsbedarf. 
daher meine Frage: Wäre grundsätzlich eine (fein geregelte) Abnahme des Rechts auf Datenschutz von Machtpersonen im Sinne der Transparenz von Staatsgeschäften bei steigender Macht und Verantwortung der Gesellschaft gegenüber mit den Grundsätzen der Piraten vereinbar? 
  • Beispiel: Offenlegung der privaten Finanzen (speziell großer Transaktionen) für eine prüfende Stelle.
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Beitrag #53371 | 10.06.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Datenschutz vs. Transparenz - für große Verantwortung Opfer bringen
hm, bin ich jetzt wieder einmal zu spät für Anregungen? ("Thema abgeschlossen" steht da)

meine Anregung wäre:
1. Reduktion der MachtAusformungen (egal wer sie ausübt, die Macht)
-- vernünftiger Umgang miteinander findet ohne Macht statt und hat flache Hierarchien --
2. Rotation der Macht proportional zur Menge der Macht
-- wo viel Hebel (Barroso > HandelsKommissar > Greissler, als Beispiel) dort viel Rotation --
(also zb Kommissionspräsident mit 6mon. Wechsel, Handelskommissar mit jährlichem Wechsel, Greissler mit 5jähriger Kauflizenz usw.)

Denn Transparenz ist ja nur wichtig, wo solche Zustände einreissen oder eingerissen sind wie seit den 1990er Jahren in Österreich.
Transparenz sollte in einem anständig funktionierendem "politischen" (das ist, wo Menschen sind) bzw. "gesellschaftlichen" Zusammenleben überhaupt keine Rolle spielen:
was jemand für ein Mensch ("Charakter") ist, sollte völlig unerheblich sein WENN SEINE TÄTIGKEIT FÜR DIE ANDEREN IM RESULTAT GUT UND ANSTÄNDIG IST.




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