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Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 Stunde
Liquid
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Beitrag #34520 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 Stunde
Steiermark: Programm
Unverbindliches Meinungsbild (5–6 Tage): Thema 1261
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (1 day 05:59:22 left)
i2805: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 Stunden anheben.
Zitat:
In der Leistungsart Freizeitassistenz (ASS-F) muss die maximal mögliche Stundenanzahl von 200 auf 400 erhöht werden.
Der Satz in der stBHG-LEVO Anlage 1 würde dann lauten:
"Die Höchstgrenze für die bescheidmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz beträgt 400 Jahresstunden." 
Begründung:
Mit maximal 200 Stunden ASS-F hat der Mensch mit Behinderung die Möglichkeit pro Woche maximal 3,8 Stunden ASS-F in Anspruch zu nehmen. Es muss jedoch möglich sein einem Menschen mit Behinderung einen ganzen Tag pro Woche einen Assistenten oder eine Assistentin zu finanzieren. Eine Stunde ASS-F kostet laut stBHG-LEVO Anlage 2 16,50€ zzgl. Fahrtkosten. 
stBHG-LEVO Anlage 1:
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/...1_2012.pdf 
stBHG-LEVO Anlage 2:
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/...1_2012.pdf
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Beitrag #35969 | 07.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
Liquid <Liquid@forum.piratenpartei.at>' schrieb:
Zitat:
In der Leistungsart Freizeitassistenz (ASS-F) muss die maximal mögliche
Stundenanzahl von 200 auf 400 erhöht werden.
Kurzer Kommentar meinerseits, da ich Delegationen hatte:

Ich glaube dass es schwierig ist etwas zu verdoppeln ohne dass man ausarbeitet wo die Mittel herkommen. Das ganze ist natürlich eine "No, na"-Frage, aber die Mittel müssen irgenwo herkommen. Auch wenn jetzt nicht viele mitgestimmt haben hindert das Meinungsbild Dich nicht daran das weiter auszuarbeiten.
smbs

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Beitrag #35973 | 07.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(07.04.2013 )6581 schrieb:  
Liquid <Liquid@forum.piratenpartei.at>' schrieb:
Zitat:
In der Leistungsart Freizeitassistenz (ASS-F) muss die maximal mögliche
Stundenanzahl von 200 auf 400 erhöht werden.
Kurzer Kommentar meinerseits, da ich Delegationen hatte:

Ich glaube dass es schwierig ist etwas zu verdoppeln ohne dass man ausarbeitet wo die Mittel herkommen. Das ganze ist natürlich eine "No, na"-Frage, aber die Mittel müssen irgenwo herkommen. Auch wenn jetzt nicht viele mitgestimmt haben hindert das Meinungsbild Dich nicht daran das weiter auszuarbeiten.

Wird nicht weiter ausgearbeitet, da das Interesse viel zu gering bzw nicht vorhanden war.

Lösungen zur Finanzierung gibt es zu hauf. Habe sie bewusst nicht aufgeführt, da ich Anregungen provozieren wollte.

Ich werde keine Details dieser Leistungsart in LQFB, in der nächsten Zeit, abfragen... vielleicht ist bei einer anderen Leistungsart das Interesse größer.

Ist vielleicht auch das falsche Thema für die derzeitige Piratenpartei.

Ich würde es allerdings für gut halten, wenn sich eine kleine Gruppe mit der Thematik beschäftigt. Schließlich ist die Piratenpartei Unterstützer der Plattform 25 und könnte hierbei die Beziehungen zu KPÖ und Grüne stärken, wenn wir zeigen, dass wir in diesem Bereich durchaus Kompetenzen haben.

BTW... die Forderung in dem Meinungsbild ist pure Utopie... vor den Kürzungen lag die Höchstgrenze bei 260 Stunden pro Jahr. Ich kenne allerdings die Schwierigkeiten der Kunden die diese (und andere) Leistungsarten in Anspruch nehmen. Ein flexibleres System wäre wünschenswert. Das derzeitige System ist voller Lücken und man muss diese Lücken auch nützen wenn man zum Einen als Träger für mobile Dienste überleben will und zum Anderen als Kunde die Stundenaufteilung anders benötigt (in Summe oft billiger) als es das Gesetz vorgibt.
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Beitrag #35977 | 07.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
smbs' schrieb:
Wird nicht weiter ausgearbeitet, da das Interesse viel zu gering bzw nicht
vorhanden war.
Tja wenn ganze 6 Stimmen im Raum stehen dann ist das schon irgendwo ein
Armutszeugnis.

Aber die, die halt derzeit mitmachen haben wohl auch mit dem Thema nicht so viel zu tun. Du könntest natürlich auch eine Arbeitsgruppe dafür gründen wenn Du die Leute hättest die mitmachen. Eine Arbeitsgruppe zieht eventuell neue Leute an. Aber sie hat leider auch bei den Piraten irgendwie das Problem, dass sie strukturell in der Luft hängt.
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Beitrag #35975 | 07.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
nein, ich krieg sowas einfach nicht mehr mit, weil mir die zeit, die kamerascheu kampagne weiter zu treiben, viel wichtiger ist, als mich mit LQFB zu beschäftigen.

ich hab dann um ein uhr morgens keine lust mehr.

abgesehen davon gehören mE solche anträge

1. geplant
2. erklärt und
3. angekündigt.

zu 3. bietet sich der newsletter an.

ich würde euch da gerne helfen, wenn ich da noch zeit darauf widmen könnte.
smbs

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Beitrag #35979 | 07.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(07.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
solche anträge

Es ist/war ein Meinungsbild und kein Antrag...

Aber ich weiß schon, für dich ist das (fast) das Gleiche... warum auch immer...

Für mich sind Meinungsbilder dazu da um auszuprobieren ob ein Antrag Sinn macht. Meinungsbilder sind die Ankündigung zu möglichen Anträgen.

Die Thematik wird bei der nächsten LTW in der Steiermark eine Rolle spielen...is also ned soo eilig
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Beitrag #36138 | 08.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(07.04.2013 )smbs schrieb:  
(07.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
solche anträge

Es ist/war ein Meinungsbild und kein Antrag...

Aber ich weiß schon, für dich ist das (fast) das Gleiche... warum auch immer...

Für mich sind Meinungsbilder dazu da um auszuprobieren ob ein Antrag Sinn macht. Meinungsbilder sind die Ankündigung zu möglichen Anträgen.

Die Thematik wird bei der nächsten LTW in der Steiermark eine Rolle spielen...is also ned soo eilig

Ich glaube nicht, dass wir überraschenderweise, plötzlich, ohne Vorarbeit Fachkompetenz aufbauen kann, nur weil man "Meinungsbilder" irgendwo hin stellt, wo sie nur Auserwählte finden.

Sollte jemand von ausserhalb dann ein Meinungsbild finden, haben diese dann den Charakter eines abgestimmten Standpunktes in der öffentlichen Meinung, und zwar unabhängig davon, ob es zu dem Thema einen Beschluss gibt, oder nicht.

Darüber hinaus ist nicht geklärt, was mit Beschlüssen passiert, deren Bereiche sich überlappen und in Kontradiktion bei dieser Überschneidung stehen.

Das ist ein Schwachpunkt von LQFB, dass Meinungsbilder etc. nur von Initiatoren im Text verlinkt werden können. Da fehlt mE sowas wie eine Qualitätskontrolle:

Werden mehrere Beschlüsse durch den Inhalt eines Meinungsbildes berührt, dann muss das mE in transparenter Weise erfolgen. Ebenso ist bei einem Antrag, der mehrere andere Anträge berührt, zu verfahren.
Es muss für solche Fälle auch Konsequenzen geben, zB dass die betroffenen Beschlüsse in den Bereichen, die nicht mehr gültig sind, zumindest angepasst werden. Oder zur Gänze ungültig werden.
smbs

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Beitrag #36189 | 08.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(08.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
(07.04.2013 )smbs schrieb:  
(07.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
solche anträge

Es ist/war ein Meinungsbild und kein Antrag...

Aber ich weiß schon, für dich ist das (fast) das Gleiche... warum auch immer...

Für mich sind Meinungsbilder dazu da um auszuprobieren ob ein Antrag Sinn macht. Meinungsbilder sind die Ankündigung zu möglichen Anträgen.

Die Thematik wird bei der nächsten LTW in der Steiermark eine Rolle spielen...is also ned soo eilig

Ich glaube nicht, dass wir überraschenderweise, plötzlich, ohne Vorarbeit Fachkompetenz aufbauen kann, nur weil man "Meinungsbilder" irgendwo hin stellt, wo sie nur Auserwählte finden.

Dieses Thema ist mein Job mit dem ich jeden Tag zu tun habe. Ich benötige Personen zum Austausch bzw Aussenstehende die Dinge hinterfragen die ich, als jemand der damit zu tun hat, schon gar nicht mehr hinterfrage. Würde mich aber natürlich auch über Fachkräfte freuen die ihre Perspektiven mit einbringen.

Wozu das Meinungsbild gedacht war, hab ich schon geschrieben.
(07.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
Sollte jemand von ausserhalb dann ein Meinungsbild finden, haben diese dann den Charakter eines abgestimmten Standpunktes in der öffentlichen Meinung, und zwar unabhängig davon, ob es zu dem Thema einen Beschluss gibt, oder nicht.

Das ist allgemein ein Problem. Die Leute können nicht lesen. Ein Meinungsbild ist kein Beschluss und kein Standpunkt, es ist eine Meinung oder sagen wir besser Glaube oder Tendenz.

Wie deutlich soll es noch beschriftet werden? Ist "Unverbindliches Meinungsbild" zu undeutlich?

(07.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
Darüber hinaus ist nicht geklärt, was mit Beschlüssen passiert, deren Bereiche sich überlappen und in Kontradiktion bei dieser Überschneidung stehen.

Es ist, meiner Meinung nach, Aufgabe des LV in den Ländern bzw. BV bundesweit den Überblick zu behalten. Gerade diese Personen müssen das Programm gut kennen und auf Widersprüchlichkeit aufmerksam machen.
(07.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
Das ist ein Schwachpunkt von LQFB, dass Meinungsbilder etc. nur von Initiatoren im Text verlinkt werden können. Da fehlt mE sowas wie eine Qualitätskontrolle:

Werden mehrere Beschlüsse durch den Inhalt eines Meinungsbildes berührt, dann muss das mE in transparenter Weise erfolgen. Ebenso ist bei einem Antrag, der mehrere andere Anträge berührt, zu verfahren.
Es muss für solche Fälle auch Konsequenzen geben, zB dass die betroffenen Beschlüsse in den Bereichen, die nicht mehr gültig sind, zumindest angepasst werden. Oder zur Gänze ungültig werden.

Hier ist mir nicht ganz klar was du genau meinst.

Stimme aber zu, dass unser Programm bei näherer Betrachtung nicht seriös bzw. teilweise widersprüchlich ist.

Wo ich dir absolut nicht folgen kann ist, dass du immer Meinungsbilder und Beschlüsse mit einander vermischst. Das ist doch nicht das Gleiche?! Wenn in der Krone drin steht, dass in der Sonntagsfrage die XYZ 70% hat, betrifft das nur dieses "Meinungsbild". 70% der Befragten sind der Meinung, dass es am besten wäre an diesem Sonntag die XYZ zu wählen. Das heißt aber nicht, dass die XYZ wirkich 70% hat. Erst wenn bei der Wahl für die XYZ 70% herauskommen ist es beschlossene Sache.
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Beitrag #36397 | 09.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(08.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
Ich glaube nicht, dass wir überraschenderweise, plötzlich, ohne Vorarbeit Fachkompetenz aufbauen kann, nur weil man "Meinungsbilder" irgendwo hin stellt, wo sie nur Auserwählte finden.
Das kommt drauf an. Ein Meinungsbild kann dazu genutzt werden dass man mal fragt "wollen wir das überhaupt". So wie im Fall der Einhaltung der Nichtraucherschutzgesetze. Nachdem hier alle Ja gesagt haben weiß man dann das es sich auszahlt weitere Schritte zu überlegen, ansonsten kann man sich die Arbeit sparen.

In diesem konkreten Fall allerdings war wohl schon die Frage etwas sehr spezifisch, so dass nicht jeder mitreden kann, außerdem wäre das so oder so eine No-Na-Frage gewesen weil man ja schlecht gegen eine Verbesserung der Situation sein wird, und der Knackpunkt halt ist ob man ein vernünftiges Konzept ausarbeitet wo das Geld herkommt.

Zitat:
wo sie nur Auserwählte finden.
Also wenn die Mitglieder der Piratenpartei und vor allem ihre gewählten Vertreter die zwei Abstimmungen nicht finden, die es pro Monat im Steiermark-Bereich gibt, dann läuft da irgendwas falsch.

Zitat:
Sollte jemand von ausserhalb dann ein Meinungsbild finden, haben diese dann den Charakter eines abgestimmten Standpunktes in der öffentlichen Meinung, und zwar unabhängig davon, ob es zu dem Thema einen Beschluss gibt, oder nicht.
...
Werden mehrere Beschlüsse durch den Inhalt eines Meinungsbildes berührt, dann muss das mE in transparenter Weise erfolgen. Ebenso ist bei einem Antrag, der mehrere andere Anträge berührt, zu verfahren.
Da stimmte ich Dir allerdings in beiden Punkten zu, das ist ein Problem.
Aber letzteres ist zumindest was die Steiermark angeht derzeit noch sehr überschaubar.
Gamoder

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Beitrag #36226 | 08.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(07.04.2013 )smbs schrieb:  
Wird nicht weiter ausgearbeitet, da das Interesse viel zu gering bzw nicht vorhanden war.
Was daran liegen könnte dass sich damit wohl so ungefähr niemand auskennt?

Vielleicht kennst du dich damit aus, aber bei mir (gut, hätte eh nicht abstimmen können, aber vielleicht haben sich das andere auch gedacht) kamen beim Lesen von
smbs schrieb:
"Die Höchstgrenze für die bescheidmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz beträgt 400 Jahresstunden."
nur Fragezeichen in den Kopf:
* Was ist "bescheidmäßiges Zuerkennen" - gibt es noch andere Möglichkeiten, wie das zuerkannt wird, was bedeutet das "zuerkennen" überhaupt - bekommt man dann direkt etwas vom Staat oder wird etwas nur gefördert oder?
* Was ist Freizeitassistenz?
* Was bedeutet "400 Jahresstunden"? Warum sind 200 nicht genug, warum wären 400 genug?
smbs schrieb:
Es muss jedoch möglich sein einem Menschen mit Behinderung einen ganzen Tag pro Woche einen Assistenten oder eine Assistentin zu finanzieren.
Ist das bereits jetzt gesetzliche Regelung oder ein "soll"-Kriterium?
Wenn es ein "soll"-Kriterium ist: Warum soll das so sein?

Pro Beiträge bearbeiten für alle: Bessere Beiträge - Fehler gehören korrigiert, Missverstandenes reduziert und Unverständliches erklärt.
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Für alle, nicht nur für eine kleine Elite.
smbs

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Beitrag #36241 | 08.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(08.04.2013 )Gamoder schrieb:  
nur Fragezeichen in den Kopf:
* Was ist "bescheidmäßiges Zuerkennen" - gibt es noch andere Möglichkeiten, wie das zuerkannt wird, was bedeutet das "zuerkennen" überhaupt - bekommt man dann direkt etwas vom Staat oder wird etwas nur gefördert oder?

Der Ablauf ist in der Regel so:

*) Du stellst einen Antrag...da ist im Prinzip egal was du drauf schreibst...alles was die BH schriftlich bekommt muss sie bearbeiten...also würde auch "ich brauche hilfe [NAME] [ADRESSE] [TELEFONNUMMER]" reichen.

*) In der Steiermark gibt es das IHB-Team (Individueller Hilfe Bedarf...ist ein multiprofisionelles Team) welches mittels Assesmentbogen (stBHG Anlage 4 Teil b) fest stellt welchen Grad der Beeinträchtigung du hast. Das IHB-Team stellt eine EMPFEHLUNG für die BH aus, welche Leistungsarten und in welchem Ausmaß passend wären.

*) BH stellt einen Bescheid aus (dafür haben die 6 Monate zeit...dauert es länger kannst du dir deinen geforderten Bescheid von der BH sofort abholen...beweisen musst es halt können, dass schon 6 Monate um sind)

*) Der Bescheid beinhaltet in den mobilen Diensten, eine gewisse Anzahl von Jahresstunden (Richtsätze in der LEVO Anlage 1). In den stationären und teilstationären Leistungsarten gibt es keine Stundensätze sondern Tagsätze. Der Zeitraum ist, in der Regel, ein Jahr. Kann aber auch Lebenslänglich ausgestellt sein.

*) Der Bescheid ist mehr oder weniger ein "Gutschein" mit dem ich die darauf stehende Leistungsart bei einem Träger der Behindertenhilfe (Lebenshilfe, Mosaik, Odilien Institut, Jugend am Werk, Leib und Söl, Guat Lebn, Chance B, blablabla) konsumieren kann.

*) Normalerweise ist ein Selbstbehalt dabei, man sollte jedoch beantragen, dass dieser erlassen wird...da ist man oft erfolgreich. Ist man nicht erfolgreich kann man das Beeinspruchen....hat man keinen Erfolg...hat man nichts verloren.

ABER

Ich kann mir die Leistungen auch Privat kaufen. Ich kann hergehen und sagen: "Hm, ich hab zwar keinen Bescheid aber ich kauf mit jetzt einfach 4 Tage in einer Einrichtung die Tagesstruktur anbietet" dann kann ich in der stBHG LEVO Anlage 2 nachschauen was das kostet. Hat ein Träger zufällig gerade einen Platz, wird er sich freuen, das er wieder alle Plätze gefüllt hat und das Geld halt statt vom Land Steiermark von einer Privatperson erhält (sowas hab ich noch nie erlebt).

...was hingegen oft vorkommt....

Eine Person hat 140 Stunden ASS-F / FASS (Freizeitassistenz) ...die Stunden sind recht schnell aufgebraucht, der Kunde möchte aber weiterhin das Freizeitprogramm in Anspruch nehmen. Dann kostet den Kunden jede Stunde die er in Anspruch nehmen möchte 16,50€ (zzgl Fahrtkosten / Kilometergeld)


(08.04.2013 )Gamoder schrieb:  
* Was ist Freizeitassistenz?

Was es genau ist steht in der stBHG LEVO Anlage 1.

Stell dir vor du hast eine kognitive Einschränkung / geistige Behinderung / Oligophrenie / mentale Retardierung / wie auch immer du es bezeichnen möchtest...

Du gehst gerne ins Kino, kannst aber nicht, weil:

1) Du nicht weißt bzw dir nicht merken kann wie du hin kommst
2) Du keinen Bezug zum Wert des Geldes hast
3) Du die Uhr nicht Lesen kannst
4) Du nicht lesen kannst
5) Du Schwierigkeiten hast mit anderen Personen zu kommunizieren
6) ...weitere Klischees...

deine Eltern oder Angehörigen haben keine Zeit bzw du bist 23 und willst nicht immer mit deinen Eltern ins Kino gehen.

Du hast einen Bescheid vom Land Steiermark für "Freizeitassistenz" im Ausmaß von 200 Stunden.

Du gehst zu einem Träger der Behindertenhilfe und sagst: "Ich habe einen Bescheid blablablablabla ich brauche einen Assistenten oder eine Assistentin der/die mit mir ins Kino geht. Mir beim hinfahren hilft. Mich beim rechnen an der Kassa unterstützt. Mir weiter hilft, wenn ich nicht weiß welche Münzen ich herauslegen muss. Mir sagt in welchem Saal der Film ist für den ich die Karte gekauft habe. Mir sagt ob ich noch genug Geld für Popcorn habe. ETC"

Es werden Termine ausgemacht und der Assistent muss die Zeit dokumentieren um sie mit dem Land Steiermark zu verrechnen.

Freizeitassistenz ist die Unterstützung bei der Planung und Bewältigung von (Bildungs-) und Freizeitaktivitäten.

Ich habe beispielsweise vor der Gemeinderatswahl in Graz, im Zuge der Freizeitassistenz, ein Bildungsprogramm für Menschen mit Behinderung angeboten bei dem wir die Parteien die bei der Gemeinderatswahl angetreten sind näher beleuchtet haben. An dieser Stelle nochmal ein Danke an Fisima, der mir das Parteiprogramm in Brailleschrift in die damalige Arbeitsstelle gebracht hat.


(08.04.2013 )Gamoder schrieb:  
* Was bedeutet "400 Jahresstunden"? Warum sind 200 nicht genug, warum wären 400 genug?
smbs schrieb:
Es muss jedoch möglich sein einem Menschen mit Behinderung einen ganzen Tag pro Woche einen Assistenten oder eine Assistentin zu finanzieren.
Ist das bereits jetzt gesetzliche Regelung oder ein "soll"-Kriterium?
Wenn es ein "soll"-Kriterium ist: Warum soll das so sein?

Jahresstunden sind die Stunden die eine Person im Jahr verbrauchen kann ohne zum Selbstzahler zu werden (Abgesehn von Selbstbehalten / Fahrtkosten, etc ...es sei denn sie wurden erlassen) Was du nicht verbrauchst, verfällt...was der Kunde nicht verbraucht verdienen sich Träger als Körberlgeld dazu. Es wird eine Assistenz geschrieben die nicht gemacht wurde. Dh der Träger kassiert den Stundensatz ohne dafür Personal zahlen zu müssen.

Warum 200 nicht genug sind?
200 Stunden sind 3,8 Stunden Freizeitprogramm in der Woche. Schau einmal wie viel Zeit du in der Woche hast um deinen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Ich denke, die Antwort hast du dann selbst recht schnell...

400 wären natürlich auch nicht genug, würden aber zumindest einen ganzen Tag (Wochenende) pro Woche möglich machen.

Ich bin der Meinung...in einem Land wie Österreich MUSS so etwas möglich sein. Der Stundensatz von 16,50€ für Freizeitassistenz ist ein Witz...ebenso wie das Gehalt eines Freizeitassistenten (BAGS Stufe 4)

Die KPÖ und die Grünen haben eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt, welche eine Kürzung im Behindertenbereich nicht notwendig gemacht hätten.

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Ich hoffe, dass ich hab deine Fragezeichen beantwortet Smile
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Beitrag #36435 | 09.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(08.04.2013 )smbs schrieb:  
Ich bin der Meinung...in einem Land wie Österreich MUSS so etwas möglich sein. Der Stundensatz von 16,50€ für Freizeitassistenz ist ein Witz...ebenso wie das Gehalt eines Freizeitassistenten (BAGS Stufe 4)

Die KPÖ und die Grünen haben eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt, welche eine Kürzung im Behindertenbereich nicht notwendig gemacht hätten.

Das Land hat die Forderung der Plattform 25 ohnehin übererfüllt.
Durch das Wegfallen der so genannten günstigen Dienste wurden 25% mehr ausgegeben. SPÖ und ÖVP haben mit diesem Bauchfleck ja nicht einmal irgendeine Form von würdigender Berichterstattung erhalten.
smbs

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Beitrag #36508 | 09.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Höchstgrenze für bescheidsmäßige Zuerkennung von Freizeitassistenz auf 400 S
(09.04.2013 )Magic Herb schrieb:  
(08.04.2013 )smbs schrieb:  
Ich bin der Meinung...in einem Land wie Österreich MUSS so etwas möglich sein. Der Stundensatz von 16,50€ für Freizeitassistenz ist ein Witz...ebenso wie das Gehalt eines Freizeitassistenten (BAGS Stufe 4)

Die KPÖ und die Grünen haben eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt, welche eine Kürzung im Behindertenbereich nicht notwendig gemacht hätten.

Das Land hat die Forderung der Plattform 25 ohnehin übererfüllt.
Durch das Wegfallen der so genannten günstigen Dienste wurden 25% mehr ausgegeben. SPÖ und ÖVP haben mit diesem Bauchfleck ja nicht einmal irgendeine Form von würdigender Berichterstattung erhalten.

Das ist ein Blödsinn.

Zum Einen war der ursprüngliche Kurs "Mobil vor Stationär" ...zum anderen sind die "günstigen Dienste" wie du die "mobilen Dienste" scheinbar nennst nicht günstiger als die stationären. Beide Systeme bzw eigentlich 3, mit dem persönlichen Budget, sind für die Bedürfnisse unterschiedlicher Personen. Die Flexibilität des Systems ist verloren gegangen. Personen die in den mobilen Diensten vor den Kürzungen noch zurecht kamen und aufgrund der Kürzungen in den teilstationären oder stationären Bereich gedrängt wurden haben viel verloren: Eigene Wohnung, Privatsphäre, selbstbestimmtes Leben,...zB

Wo das Land Steiermark investiert hat ist der stationäre Bereich. Das ganze System hat einen Schritt Richtung Aufbewahrung und Pflege bis zum Tod gemacht. Da ist nichts mehr mit dem Leitsatz: Mobil vor Stationär.

Weiters ist der "Wegfall der günstigen Dienste" in der Hinsicht nicht richtig, da nur ein Dienst komplett gestrichen wurde. Die Entwicklungsförderung. Die Kollegen haben in diesem Dienst wunderbare Ergebnisse geliefert. Durch die Förderung ist es jungen Menschen mit Behinderung ermöglicht worden Dinge zu lernen um danach keine Unterstützung mehr zu benötigen. Aber nein, man streicht lieber den Dienst um kurzfristig das Budget zu sanieren. Auf lange Sicht gesehen ist das aber kontraproduktiv. Umso Älter die Menschen werden umso schneller nimmt die fluide Intelligenz ab, sie lernen schlechter.

Weiters...durch die Kürzungen werden Familien stärker Belastet. Der Familienentlastungsdienst ist auch so ein "günstiger Dienst" (mobiler Dienst). Ich habe Kürzungen erlebt wo von 1000 Jahresstunden auf 600 runter gekürzt wurde. Was ist die alternative, wenn Argumentieren beim Land nix mehr nützt? Ab in eine stationäre Leistungsart (Vollzeitbetreutes Wohnen) YES! Genau passend! Man muss der SPÖ und ÖVP wirklich danken...

Ich begrüße nicht alles was die Plattform 25 polemisch von sich gibt. Aber dass das Land die Forderungen übererfüllt hat ist purer Schwachsinn.

Erklär mir, wenn die Forderungen erfüllt wurden, warum können Urlaube von Personen die in Werkstätten arbeiten und im vollzeitbetreuten Wohnen leben nicht mehr finanziert werden? Ich kann mich erinnern, dass der Schrittwieser sinngemäß meinte: "Die sollen sich das zusammen sparen" Hallo?! Ein Mensch mit Behinderung in einer Werkstätte prod.kreativ bekommt 59€ im Monat (zzgl eventuell Prämien im Wert von 10-20€)

So, das muss erstmal als Antwort reichen...mein Akku is glei aus...




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