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Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
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Beitrag #34497 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
Bundesweite Themen: Liquid-Systembetrieb
Änderung von Themenbereichen, Quoren, Fristen und Regelwerken: Thema 1258
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (7 days 23:59:41 left)
i2801: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentenschutz
Zitat:
Der Arbeits- bzw. Themenbereich SOZIALES möge aus dem Bereich "Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz" ausgegliedert und in den Bereich "Kinder, Jugend, Familie" eingegliedert werden.
Der neue Themenbereich würde somit lauten: Familie & Soziales 
Begründung:
Auch wenn es uns in unserer neoliberalen Erziehung immer wieder anders erklärt wurde, hat der Sozialbereich NULL mit dem Wirtschaftsbereich zu tun. Natürlich müssen beide Bereiche ein "Miteinander" finden, aber gerade wir Piraten sollten endlich den mutigen Schritt gehen und diese zwei Bereiche auf unterschiedliche Arbeitsgruppen aufteilen! 
Warum zu Familie: → da sich diese zwei Bereich gerade in einer Zeit, wo es immer mehr alleinerziehende Mütter/Väter bzw. "moderne" Familiensituationen gibt und ein immer noch sehr hoher Anteil an älteren Personen bis ins hohe Alter innerhalb der Familie bleibt, bestens füreinander eignen.
Liquid
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Beitrag #34501 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus Wirtschaft ... Zusammenlegung mit Gesund
Bundesweite Themen: Liquid-Systembetrieb
Änderung von Themenbereichen, Quoren, Fristen und Regelwerken: Thema 1258
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (7 days 23:40:08 left)
i2802: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus Wirtschaft ... Zusammenlegung mit Gesundheit und Familie
Zitat:
Der Arbeits- bzw. Themenbereich SOZIALES möge aus dem Bereich "Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz" ausgegliedert und mit den Bereichen "Kinder, Jugend, Familie" und "Gesundheit, Drogen-/Suchtpolitik" zusammengefasst werden.
Der neue Themenbereich würde somit lauten: Gesundheit, Familie & Soziales
Begründung:
Wie bei der ersten Variante schon angemerkt, hat der Sozialbereich NULL mit dem Wirtschaftsbereich zu tun. Natürlich müssen beide Bereiche ein "Miteinander" finden, aber gerade wir Piraten sollten endlich den mutigen Schritt gehen und diese zwei Bereiche auf unterschiedliche Arbeitsgruppen aufteilen! 
Warum mit den Bereichen "Familie" und "Gesundheit" zusammenlegen: Dank einer Auflistung von Betriebsdirektor ist im Forumsthread ersichtlich, dass die 3 größten Brocken der Sozialausgaben die Bereiche Alter, Gesundheit und Familie sind - warum also nicht diese Bereiche zusammenfassen und von einem Team (Ministerium ;-)) bearbeiten lassen!
Und bevor jetzt ein Aufschrei der "Drogen- u. Suchtpolitik"-Anhänger kommt .... wenn der Sohnemann mit 15 nen Joint raucht (und erwischt wird) wenn betrifft es da ... richtig: Den Bereich Gesundheit und den Bereich Familie ;-)
WinstonSmith
Pirat
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Beitrag #41632 | 25.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
statt uns nach Innen mit für und wider zu beschäftigen sollten wir die dafür aufgewendete Zeit lieber dafür nutzen, um nach Außen den Leuten zu erklären warum Neo(s)liberale und Stronachs absolutes Gift für eine Weiterentwicklung der Demokratie darstellen.
Wir wollen Freiheit, Gerechtigkeit und Mitbestimmung für Alle, damit Alle ein besseres und selbstbestimmtes Leben führen können - die Auf- und Zuteilung von Themen ist dagegen sowas von bedeutungslos, sinnleer und sch... egal.
Liquid
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Beitrag #35175 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Auftrennung von ''Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz'' in eigenständige
Bundesweite Themen: Liquid-Systembetrieb
Änderung von Themenbereichen, Quoren, Fristen und Regelwerken: Thema 1258
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (12 days 21:57:44 left)
i2821: Auftrennung von ''Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz'' in eigenständige Themenbereiche
Zitat:
Antrag
Der Arbeits- bzw. Themenbereich WIRTSCHAFT möge aus dem Bereich "Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz" ausgegliedert und als eigener Bereich "Wirtschaft angelegt werden.
Der Arbeits- bzw. Themenbereich SOZIALES möge aus dem Bereich "Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz" ausgegliedert und als eigener Bereich "Soziales" angelegt werden.
Der Arbeits- bzw. Themenbereich KONSUMENTENSCHUTZ möge aus dem Bereich "Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz" ausgegliedert und als eigener Bereich "Konsumentenschutz" angelegt werden.
Begründung
Diese Bereiche haben nur inditekt mit den andere Bereichen zu tun. Natürlich müssen die Bereiche ein "Miteinander" finden, aber gerade wir Piraten sollten endlich den mutigen Schritt gehen und diese Bereiche auf unterschiedliche Arbeitsgruppen aufteilen!
Ger77_gone
Gast
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Beitrag #35178 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Auftrennung von ''Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz'' in eigenständige
Dies ist die konsequente Weiterführung des Gedankens der Nichtzusammengehörigkeit. Auch Konsumentenschutz hat klarerweise nichts direkt mit Soziales zu tun oder direkt mit Wirtschaft. Auch Konsumentenschutz ist oft ein Gegenspieler wirtschaftlicher Interessen, ja oft dient er nur der Bequemlichkeit und dem "Nicht selbst nachdenken müssen".
Wenn also Auftrennung dann auch in dieser Hinsicht.

Die eigentlichen Konsequenzen sind aber weitreichender. Was hat Umwelt oder Tierschutz mit Verkehr zu tun? Was Innen direkt mit Recht, was Gesundheits- direkt mit Suchtpolituk? Usw.
Für all diese zusammengefassten Bereiche ist dann neu zu überlegen, welche wie aufgetrennt gehören.
Betriebsdirektor
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Beitrag #39567 | 17.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Auftrennung von ''Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz'' in eigenständige
(04.04.2013 )Ger77 schrieb:  
Dies ist die konsequente Weiterführung des Gedankens der Nichtzusammengehörigkeit. Auch Konsumentenschutz hat klarerweise nichts direkt mit Soziales zu tun oder direkt mit Wirtschaft. Auch Konsumentenschutz ist oft ein Gegenspieler wirtschaftlicher Interessen, ja oft dient er nur der Bequemlichkeit und dem "Nicht selbst nachdenken müssen".
Wenn also Auftrennung dann auch in dieser Hinsicht.

Die eigentlichen Konsequenzen sind aber weitreichender. Was hat Umwelt oder Tierschutz mit Verkehr zu tun? Was Innen direkt mit Recht, was Gesundheits- direkt mit Suchtpolituk? Usw.
Für all diese zusammengefassten Bereiche ist dann neu zu überlegen, welche wie aufgetrennt gehören.

Ich halte solche Strukturdebatten für vollkommen überflüssig und kontraproduktiv. Es gibt eine Struktur und wenn man die ändern will, dann soll eine Gruppe ein ordentliches Konzept ausarbeiten, das man dann zur Abstimmung gibt. Aber solche Schnellschüsse gehen grundsätzlich in die Hose...

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Liquid
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Beitrag #39555 | 17.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neuer Bereich „Kinder, Jugend, Familie, Soziales“
Bundesweite Themen: Liquid-Systembetrieb
Änderung von Themenbereichen, Quoren, Fristen und Regelwerken: Thema 1258
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (01:57:02 left)
i2889: Neuer Bereich „Kinder, Jugend, Familie, Soziales“
Zitat:
Antrag
Der Themenbereich soziales möge aus dem Bereich „Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz“ ausgegliedert und in den Bereich „Kinder, Jugend, Familie“ eingegliedert werden.
Der neue Themenbereich würde somit lauten: „Kinder, Jugend, Familie, Soziales“.
Begründung
Begründung aus i2801
„Auch wenn es uns in unserer neoliberalen Erziehung immer wieder anders erklärt wurde, hat der Sozialbereich NULL mit dem Wirtschaftsbereich zu tun. Natürlich müssen beide Bereiche ein "Miteinander" finden, aber gerade wir Piraten sollten endlich den mutigen Schritt gehen und diese zwei Bereiche auf unterschiedliche Arbeitsgruppen aufteilen!“
Änderungen zu i2801
Themenbereich heißt nicht „Familie & Soziales“, sondern „Kinder, Jugend, Familie, Soziales“.
Liquid
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Beitrag #39565 | 17.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Wirtschaft uns Soziales sind im staatlichen Bereich eng verzahnt und gehören zusa
Bundesweite Themen: Liquid-Systembetrieb
Änderung von Themenbereichen, Quoren, Fristen und Regelwerken: Thema 1258
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (01:20:10 left)
i2890: Wirtschaft uns Soziales sind im staatlichen Bereich eng verzahnt und gehören zusammen
Zitat:
Worum geht es eigentlich hier?
Im Wesentlichen geht es bei "Wirtschaft" im Kontext des Staates ("Finanzpolitik") um die Schaffung von Verteilungsgerechtigkeit und den sozialen Ausgleich durch Abgaben, Steuern und Transfers. Die Mittelherkunft ist maßgeblich mit der Mittelverwendung gekoppelt. Die Frage "wer zahlt" und "wer kriegt" ist eine der wichtigsten Fragen in den Bereichen Pensionen, Familie und Pflege. Das sind zwar nicht die einzigen Teile der "Wirtschaft" des Staates, aber bei uns der mit Abstand größte Teil (siehe die Berechnung des BGE).
Eine Trennung ist daher Unsinn.
Denn, anders als von Strongbow behauptet, gibt es nicht "den einen" Topf und es zahlen auch nicht die "Großkonzerne", sondern wir selbst. Denn die meisten Steuern stammen aus der Einkommenssteuer der Erwerbstätigen und der Mehrwertsteuer. Gleich danach kommt die Mineralölsteuer und die Tabaksteuer. Wenn wir also alles selbst zahlen, wieso sollten wir dann die Bereiche trennen? Damit dann die linke Tasche nicht mehr weiß, was die rechte Tasche tut?
Sozialleistungen sind hierzulande zu einem großen Teil Transferleistungen.
Was macht es für einen Sinn, eine Transferleistung einzuführen und parallel den gleichen Bürgern das Geld in Form von Steuern wieder abzuknöpfen? Wenn das unkoordiniert passiert, kommen kuriose Situationen dabei heraus, die nur noch mehr Bürokratie und Intransparenz schaffen, als wir heute schon haben. Eine gesonderte Betrachtung zeigt nur ein unvollständiges Bild und das führt zu schlechten Entscheidungen.
Zur Diskussion:
Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereic...
Re: Bereich Soziales
Betriebsdirektor
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Beitrag #34508 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
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So, nachdem es jetzt tatsächlich einen Antrag dazu gibt, folgendes von meiner Seite:

Im Wesentlichen geht es bei "Wirtschaft" im Kontext des Staates ("Finanzpolitik") um die Schaffung von Verteilungsgerechtigkeit und den sozialen Ausgleich durch Abgaben, Steuern und Transfers. Die Mittelherkunft ist maßgeblich mit der Mittelverwendung gekoppelt. Die Frage "wer zahlt" und "wer kriegt" ist eine der wichtigsten Fragen in den Bereichen Pensionen, Familie und Pflege. Das sind zwar nicht die einzigen Teile der "Wirtschaft" des Staates, aber bei uns der mit Abstand größte Teil (siehe die Berechnung des BGE). Eine Trennung ist daher Unsinn.

Wenn etwas Sinn macht, dann die Abspaltung der Geldsystemdiskussionen in einen neu zu bildenden Bereich mit dem Namen "Systemische Reformen" oder, noch besser: "Geldpolitik". Denn die bewegt sich in -fast- jedem Modell außerhalb der Politik, sowohl im heutigen System als auch in der vorgeschlagenen Monetative (auch dort wird Unabhängigkeit von der Politik gefordert).

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.04.2013 16:15 von Betriebsdirektor.)
Strongbow

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Beitrag #34904 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
Du hast schon Recht - das "wer zahlt" ist wichtig ... aber wieso sollen genau die, die den Großkonzernen innerhalb unseres Landes (und innerhalb der EU) Narrenfreiheit gelassen haben (bzw. immer noch lassen) über den Sozialbereich entscheiden Huh

Hört Euch doch mal einen STRONACH an: "Gewerkschaften sind das Übel der Wirtschaft bzw. eines jeden Konzernes" ....

Ich glaube ich brauche keinen von euch erklären wie Lobbyisten arbeiten ... ich bekomme Bauchweh davon wenn ich mir vorstelle, dass solche Typen neben ihren Provisions-Deals auch über Sozialthemen wie Pensionen, Wohnbeihilfen, Familienförderungen, ... mitbestimmen Confused


Was deine Meinung bezüglich "Mittelherkunft ist maßgeblich mit der Mittelverwendung gekoppelt" angeht kann ich nur sagen:
Denk doch bitte nicht so altmodisch wie es alle anderen Parteien tun - denk doch bitte einmal so:

Es gibt einen Topf und in diesem Topf ist eine große Summe Geld ... nun gilt es dieses Geld fair an die Bevölkerung zu verteilen ... und das von einem Team welches ohne wirtschaftliche Interessen handelt (was man ja momentan absolut nicht behaupten kann -> siehe derzeitiges Pensionsmodell)!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.04.2013 22:30 von Strongbow.)
Betriebsdirektor
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Beitrag #34933 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(03.04.2013 )Strongbow schrieb:  
Du hast schon Recht - das "wer zahlt" ist wichtig ... aber wieso sollen genau die, die den Großkonzernen innerhalb unseres Landes (und innerhalb der EU) Narrenfreiheit gelassen haben (bzw. immer noch lassen) über den Sozialbereich entscheiden Huh

Dein Satz impliziert, dass du glaubst dass "die Großkonzerne" in Österreich die meisten Steuern zahlen würden (korrigiere mich, wenn ich damit falsch liege). Das ist nicht der Fall. Die meisten Steuern stammen aus der Einkommenssteuer der Erwerbstätigen und der Mehrwertsteuer. Gleich danach kommt die Mineralölsteuer und die Tabaksteuer. Das heißt: Wir zahlen uns alles selber. "Großkonzerne" versuchen zwar mitzureden, zahlen aber praktisch nichts ein. Das ist mal der aktuelle Stand was das bezahlen betrifft.

(03.04.2013 )Strongbow schrieb:  
Es gibt einen Topf und in diesem Topf ist eine große Summe Geld ... nun gilt es dieses Geld fair an die Bevölkerung zu verteilen ... und das von einem Team welches ohne wirtschaftliche Interessen handelt (was man ja momentan absolut nicht behaupten kann -> siehe derzeitiges Pensionsmodell)!

Es gibt nicht "den einen Topf". Es sind viele Töpfe und sie speisen sich aus verschiedenen Quellen. Das ist die eine Sache. Die andere ist, dass jedes "Team" nach wirtschaftlichen Interessen handelt. Die Sozialversicherung, die mit ihren Beiträgen auskommen muss und daher Leistungen kürzt. Das Landeskrankenhaus, das sein Personal bezahlen muss. Das Pflegeheim, das ebenfalls seine Kosten decken muss. Der Pensionist, der mit seinem Geld auskommen muss. Der Arzt, der für seine Behandlung bezahlt werden muss, damit auch er sein Personal zahlen kann. Die Apotheke (geschützter Bereich!), die vom Verkauf von Medikamenten lebt. Alle handeln nach "wirtschaftlichen Interessen", zumindest im weitesten Sinne. Das lässt sich nicht so einfach abtrennen. Der Staat ist kein Kegelverein, wo in der Mitte am Stammtisch ein Hut steht wo alle was reinwerfen und mit dem am Ende des Abends die Zeche bezahlt wird, egal wie viel jemand wirklich getrunken hat.

Ich finde übrigens auch dass die Mittel, die den Bürgern vorher abgezwackt wurden, fair zu verteilen sind. Das bedingt aber, dass man erst mal definiert, was denn überhaupt "fair" sein soll. Wir haben im übrigen eine Selbstverwaltung bei den Sozialversicherungen, theoretisch dürften da die Bürgerinnen und Bürger mitreden. Aber die haben sich die Sozialpartner mehr oder weniger unter den Nagel gerissen. Großkonzerne (von denen wir eh nur eine Handvoll haben und rund die Hälfte davon sogar dem Staat gehört) sollten mMn nur sehr wenig mitreden dürfen, denn von denen kommt kein nennenswerter direkter Beitrag zu Budget und Sozialtopf. Denn der größte Teil der Körperschaftssteuer kommt wohl von kleinen Unternehmen, die sich die Steuertricks der großen gar nicht leisten können.

Also: Was ist "fair"?

Wir haben eine der höchsten Sozialausgaben, gemessen am BIP in der EU (22%). Nur wenige Länder liegen da noch drüber (FR, SE, NL, DE). Dieses Geld wird aktiv umverteilt.

Wie viel ist "fair"? Sind 22% fair? Oder 30%? Oder 50%?

Die Sozialausgaben (85.936 Mio EUR) fließen in folgende Bereiche:

Krankheit / Gesundheitsversorgung: 21.683 Mio. EUR
Invalidität / Gebrechen: 6.507 Mio. EUR
Alter: 37.778 Mio. EUR
Hinterbliebene: 5.701 Mio. EUR
Familie / Kinder: 8.475 Mio. EUR
Arbeitslosigkeit: 4.514 Mio. EUR
Wohnen und Soziale Ausgrenzung: 1.279 Mio. EUR

Ist diese Verteilung fair? Wenn nicht - wieso nicht? Wenn man mehr ausgeben sollte, wofür sollte man es ausgeben und woher soll das Geld kommen?


Die Sozialausgaben setzen sich aus folgenden Quellen zusammen:

Arbeitgeber Sozialbeiträge: 32.643 Mio EUR
Sozialbeiträge der geschützten Personen: 23.156 Mio. EUR
Allgemeine Steuermittel: 29.553 Mio. EUR
Transfers: 13.227 Mio. EUR

Das Kleinvieh hab ich weggelassen. Wenn man davon ausgeht, dass auch die arbeitgeberseitigen Beiträge vom Arbeitnehmer erwirtschaftet werden müssen, dann kann man sagen, dass de facto alles die Arbeitnehmer bzw. die Versicherungsnehmer zahlen. Der Betrag aus den allgemeinen Steuermitteln entspricht in etwa den gesamten Erträgen aus der Umsatzsteuer (MWSt) und einem kleinen Teil der Lohnsteuer.

Die wichtigsten Positionen im Budget im Überblick (2011):

Umsatzsteuer (MWSt): 3.600 Mio EUR
Lohnsteuer: 21.600 Mio EUR
Körperschaftssteuer: 4.500 Mio EUR
Mineralölsteuer: 4.350 Mio EUR
Tabaksteuer: 1.575 Mio EUR

Bis auf die Körperschaftssteuer sind das Steuern, die hauptsächlich normale Bürger direkt treffen.

Findest du also nach wie vor, dass es komplett egal ist wie der Topf gefüllt wird - Hauptsache er ist voll und man kann kräftig verteilen? Ganz Wurst wer da einzahlt und woher das kommt? Also auch egal, ob man allen Leuten eine höhere MWSt aufdrückt (die "kleine" Leute am meisten trifft), weil die Sozialausgaben steigen? Sozialausgaben, die aber vielleicht denen, die sie hauptsächlich tragen, gar nicht zugute kommen?

Findest du nicht dass das kurzsichtig wäre, wenn man sich nicht auch immer mit ansieht, wer zahlt? Einfach, um nicht völlig falsche Anreizwirkungen zu erzielen?

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braincap

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Beitrag #34950 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(03.04.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Die meisten Steuern stammen aus der Einkommenssteuer der Erwerbstätigen und der Mehrwertsteuer. Gleich danach kommt die Mineralölsteuer und die Tabaksteuer. Das heißt: Wir zahlen uns alles selber. "Großkonzerne" versuchen zwar mitzureden, zahlen aber praktisch nichts ein. Das ist mal der aktuelle Stand was das bezahlen betrifft.

das ist ja mal hochinteressant!

gedacht habe ich es mir eh schon immer das die kleinen am meisten einzahlen und am wenigsten mitspracherecht haben, das nun sogar du solche töne anschlägst bestätigt mich nur noch mehr.

hauptsache wir dürfen am wenigestens mitentscheiden!!
naja sorry das ich schon wieder offtopic gehe, aber diese auflistung reicht mir schon....
dieses verfluchte obere 1% das fast alles besitzt, gehört abgesägt!!

danke für den beitrag betriebsdirektor!

@topic: würde auch eher einen themenberreich "geldpolitik" bevorzugen.

lg

Hakuna Matata
Better to be hated than loved for what you're not!
ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ
Betriebsdirektor
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Beitrag #35022 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(04.04.2013 )braincap schrieb:  
gedacht habe ich es mir eh schon immer das die kleinen am meisten einzahlen und am wenigsten mitspracherecht haben, das nun sogar du solche töne anschlägst bestätigt mich nur noch mehr.

Was meinst mit "Töne anschlagen"? Ich habe nie etwas gegenteiliges behauptet. Im Gegensatz zu vielen anderen hier die es nicht der Mühe Wert finden, ihre Behauptungen mit Zahlen zu belegen - denn wenn es gegen "Großkonzerne" und den neoliberalen Feind geht, müssen Behauptungen und eine Handvoll Youtube Videos reichen. Wen scheren da noch Fakten, wo doch das Fernsehen die Wahrheit erzählt?

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Betriebsdirektor
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Beitrag #35021 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(03.04.2013 )Strongbow schrieb:  
Es gibt einen Topf und in diesem Topf ist eine große Summe Geld ...

Vielleicht noch eine Anmerkung: Diese Sicht ist die eines kleinen Kindes, das nicht fragt wo das Taschengeld herkommt. Ich denke, dass man irgendwann erwachsen werden und der Tatsache ins Auge sehen sollte, dass das (Steuer-)Geld nicht auf Bäumen wächst.

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faithless
Pirat
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Beitrag #35036 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
Vielleicht noch eine Anmerkung: Diese Sicht ist die eines kleinen Kindes, das nicht fragt wo das Taschengeld herkommt. Ich denke, dass man irgendwann erwachsen werden und der Tatsache ins Auge sehen sollte, dass das (Steuer-)Geld nicht auf Bäumen wächst.

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[/quote]

jetzt bin ich aber überrascht!
na gut, dass mit den bäumen war mir schon klar - aber ich hab eigentlich gedacht, das geld kommt aus dem bankomaten!
so wie der strom aus der steckdose!

Ain't looking for a fight
But you know I won't run away
Betriebsdirektor
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Beitrag #35062 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(04.04.2013 )faithless schrieb:  
jetzt bin ich aber überrascht!
na gut, dass mit den bäumen war mir schon klar - aber ich hab eigentlich gedacht, das geld kommt aus dem bankomaten!
so wie der strom aus der steckdose!

Und das Öl kommt aus Schwechat und das Essen aus dem Supermarkt. Das hast du noch vergessen zu erwähnen...

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Salsabor

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Beitrag #35029 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(04.04.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
(03.04.2013 )Strongbow schrieb:  
Es gibt einen Topf und in diesem Topf ist eine große Summe Geld ...

Vielleicht noch eine Anmerkung: Diese Sicht ist die eines kleinen Kindes, das nicht fragt wo das Taschengeld herkommt. Ich denke, dass man irgendwann erwachsen werden und der Tatsache ins Auge sehen sollte, dass das (Steuer-)Geld nicht auf Bäumen wächst.

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Ahoi Betriebsdirektor,

Ich finde deinen Ansatz den Wunsch einiger Piraten nach einer gerechteren Welt zu infantilisieren ein bissi überheblich.
Ich applaudiere dir dafür das du sicher derjenige bist mit der umfangreichsten Statistiksammlung.
In meiner naiven Denkweise glaube ich noch immer das die Politik mutige Forderungen für sich selber und an die Menschen in einer Gemeinschaft definieren soll und kann die zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erreichen sind die aber zum wohle aller angestrebt werden können.
Ob du oder der Vil das von eurer sachlichen Ebene nachvollziehen könnt ist sekundär.
Darum geht es auch gar nicht.Ich danke Strongbow dafür ein Zeichen gesetzt zu haben..

G

Rodrigo

I must not fear. Fear is the mind-killer. Fear is the little-death that brings total obliteration. I will face my fear. I will permit it to pass over me and through me. And when my fear is gone I will turn and face fear's path, and only I will remain.
Rousseau

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Beitrag #39940 | 18.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(04.04.2013 )Salsabor schrieb:  
In meiner naiven Denkweise glaube ich noch immer das die Politik mutige Forderungen für sich selber und an die Menschen in einer Gemeinschaft definieren soll und kann die zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erreichen sind die aber zum wohle aller angestrebt werden können.
Rodrigo

ich danke dir für diese Worte - und ich bin sehr zuversichtlich, dass du das wirklich so meinst!!

ich bin nur sehr sporadisch in diesem Forum.
wer mir was mitteilen will schicke mir bitte eine Email und keine PN
Betriebsdirektor
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Beitrag #35061 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
(04.04.2013 )Salsabor schrieb:  
Ich finde deinen Ansatz den Wunsch einiger Piraten nach einer gerechteren Welt zu infantilisieren ein bissi überheblich.
Ich applaudiere dir dafür das du sicher derjenige bist mit der umfangreichsten Statistiksammlung.

Du kannst die Faktenresistenz der Piraten gerne zum Feature machen. Ich halte sie dennoch für einen Bug.

(04.04.2013 )Salsabor schrieb:  
In meiner naiven Denkweise glaube ich noch immer das die Politik mutige Forderungen für sich selber und an die Menschen in einer Gemeinschaft definieren soll und kann die zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erreichen sind die aber zum wohle aller angestrebt werden können.

Sicher. Mut kann man sich nicht kaufen. Aber mutige Forderungen müssen nicht zwingend faktenfrei sein und mit Fakten lässt sich trefflicher argumentieren als mit der persönlichen Meinung. Diese Ansicht muss nicht jeder teilen, jeder soll da den Weg gehen, den er für den besseren erachtet. Ich schreibe ja keinem was vor. Man darf sich auch Sachen wünschen, die nur mit der Effizienz eines KZ umsetzbar sind (um jetzt in deinen Worten zu bleiben - vielleicht ist es dann verständlicher für dich). Ob das im politischen Diskurs ernst genommen wird, ist eine andere Frage.


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Vilinthril
Pirat
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Beitrag #34867 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Ausgliederung des Bereiches SOZIALES aus dem Bereich Wirtschaft u. Konsumentensch
Sehe ich auch so, ich halte eine Trennung für wenig sinnvoll.




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