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Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Liquid
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Beitrag #34442 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1257
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (7 days 23:59:34 left)
i2800: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Zitat:
Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre soll der Bundesvorstand abgeschafft werden. Stattdessen soll es ein Bundesgremium geben. Dieses Gremium setzt sich aus jeweils einer Gesandten aus den neuen Landesvorständen zusammen - besteht somit aus neun Personen. Der erweiterte Bundesvorstand wird ersatzlos abgeschafft.
Die Bundesgeschäftsführung setzt sich dann ebenfalls aus einem Entsandten der Landesgeschäftsführungen zusammen - somit in Summe auch 9 Personen.
Die Landesgeschäftsführungen und die Landesvorstände müssen aus mindestens drei Personen bestehen.  
Begründung:
1) Wien - Bundesland - Konflikte werden durch föderale Parteistruktur abgedämpft.
2) Anzahl der Mitglieder im Bundesvorstand und in der Bundesgeschäftsführung dadurch größer
3) Die neuen Bundesländer sind durch das Bundesgremium und durch die Bundesgeschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und Austausch.
4) Wir können das nach außen als ein Vorzeigemodell präsentieren und somit der EU zeigen wie es auch geht.
5) Zusammenführung aller Länderorganisationen (Tirol, Salzburg,...) wird wieder zu einem realistischem Ziel.
6) Wir ersparen uns die Bundesvorstandswahl.
7) Wir ersparen uns ein komplettes Organ (EBV), somit leben wir eine schlanke Parteistruktur vor.
Liquid
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Beitrag #34711 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Föderalismus raus - Zentralismus rein
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1257
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (7 days 00:51:08 left)
i2806: Föderalismus raus - Zentralismus rein
Zitat:
Was passiert wenn man "föderal" denkt, kann man sich zur Zeit in Österreich anschauen:
- 9 Landesgesetze zu vielen Themen (+1 Bundesgesetz) - "National" (oder besser lokal) statt "Gemeinsachaft" - Ein Bundesrat zum Abstellen von Politikern - 9 mal mehr Bürokratie (+Bundesbürokratie)
Klar hat Föderalismus seine Vorteile - aber die Nachteile überwiegen wohl.
Es kann ja eigentlich nicht sein das der "föderale" Kärntner Pirat andere Regeln hat als die Piraten in anderen Bundesländern, die sich wieder von den Bundesregeln unterscheiden ...
Liquid
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Beitrag #34714 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Der Bund ist weniger zentralistisch als die Landesorganisationen
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1257
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (7 days 00:39:33 left)
i2807: Der Bund ist weniger zentralistisch als die Landesorganisationen
Zitat:
Mitglieder des Bundesvorstandes kommen aus Kärnten und Niedeösterreich, in der Bundesgeschäftsführung sind Steirer usw. Besprechungen zu bundesweiten Themen finden auch per Mumble statt, so dass jeder von überall einsteigen kann.
Hingegen bestehen einige Landesorganisationen in Wirklichkeit nur aus einer Ortsgruppe in einer Stadt und treffen sich meist dort in einem Lokal. Wenn man aus einer anderen Stadt kommt gestaltet sich das mitmachen oft schwieriger als bei bundesweiten Besprechungen/Aktionen.
Zudem stellt sich auch kein Synergieeffekt ein wenn die Leute sich nicht angewöhnen auch überregional zusammenzuarbeiten, und die Online-Kompetenz bleibt regional auf der Strecke.
Daher dieses Meinungsbild für alle die meinen: Eigentlich ist die Bundesorganisation der Piraten weniger zentralistisch als die Landesorganisationen.
Liquid
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Beitrag #34723 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Föderalismus extrem
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1257
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (7 days 00:19:50 left)
i2808: Föderalismus extrem
Zitat:
Unter Föderalismus (von lat. foedus, foedera „Bund“, „Bündnis“, „Vertrag“) wird heute vorwiegend ein Organisationsprinzip verstanden, bei dem die einzelnen Glieder über eine gewisse Eigenständigkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit zusammengeschlossen sind.
Das "föderalste" Prinzip wäre, wenn JEDER Pirat seine Eigenständigkeit behält und zu einer übergreifenden Gesamtheit zusammengeschlossen ist.
1) Ersatzlose Streichung aller Stadt-, Bezirks-, Landesorganisationen 2) Jeder Pirat entsendet sich zu Personenwahlen zum höchsten Gremium, der BGV und wählt sich dort seine Außenvertretung. 3) Jeder Pirat entsendet sich zu Sachthemen ins Liquid und wählt oder delegiert Programm, Satzung und Geschäftsordnung.
Alle anderen Formen von Föderalismus sind undemokratisch, weil sie immer Stimmgewichte verzerren.
Liquid
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Beitrag #34737 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Basisdiktatur extrem
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1257
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (6 days 23:26:12 left)
i2809: Basisdiktatur extrem
Zitat:
Worum geht es hier?
Ich möchte aus Wikipedia folgenden Absatz zitieren: 
Weil sich das Reinkonzept der identitären Demokratie – dem die Basisdemokratie zugeordnet wird – gegen die konstitutionelle Verlagerung der Macht von der Masse des Volkes hin zu abstrakten Regeln folgenden Institutionen richtet, bleibt nach kritischer Meinung fraglich, wie in einer reinen Basisdemokratie die Rechte des Einzelnen vor dem Zugriff der jeweiligen Mehrheit geschützt werden könnten. Der von der Mehrheit erreichte institutionelle Konsens könnte die die Individualrechte schützenden Gesetze im Prinzip jederzeit abschaffen bzw. ganz ohne Gesetze regieren. 
Wenn der Einzelne nicht mehr durch Grundrechte vor dem Zugriff der Mehrheit geschützt ist, dann handelt es sich nicht um eine Basisdemokratie, dann handelt es sich um eine Basisdiktatur. Eine Diktatur der Mehrheit. Wer will sowas? Jetzt hat jeder Gelegenheit, für die Basisdiktatur zu stimmen.
Liquid
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Beitrag #34754 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Status Quo: Subsidiarität statt Föderalismus; 1 PiratIn 1 Stimme; BV nur koordini
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1257
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (14 days 23:44:07 left)
i2810: Status Quo: Subsidiarität statt Föderalismus; 1 PiratIn 1 Stimme; BV nur koordinierend/repräsentativ
Zitat:
1. Rolle des Bundesvorstands:
Der BV vertritt die Gesamtpartei politisch nach außen, besorgt das politische Tagesgeschäft und koordiniert diesbezüglich die bundespolitischen Tätigkeiten in der Gesamtpartei. Er begleitet die Programmarbeit.Satzung
1a. Der BV repräsentiert die Partei auf Bundesebene. Er sollte daher auf ebendieser Ebene gewählt werden, wo jedem Mitglied genau das gleiche Stimmgewicht zukommen soll. RepräsentantInnen sollten auf jeder Ebene von den jeweils repräsentierten Mitgliedern gewählt werden. Der Papst sollte außerdem katholisch sein.
1b. Der Bundesvorstand hat sehr wenig Gestaltungsspielraum und kann in seiner Tätigkeit kaum einzelne Bundesländer weder bevor- noch benachteilen. Woher seine Mitglieder kommen, ist daher im Gegensatz zu klassischen Führungsgremien, die nicht bloß koordinierende und repräsentative Aufgaben haben, egal. Es gibt somit keinen Grund, geographische Ausgewogenheit vorzuschreiben und dadurch als Nebeneffekt Leute zu Bundesaußenvertretern zu ernennen, die weit weniger Legitimation dazu haben (Abgesandte der kleineren Bundesländer). 
2. Rolle der Bundesländer:
''Die Piratenpartei Österreichs hält den historisch gewachsenen österreichischen Föderalismus für nicht mehr zeitgemäß und nicht verhältnismäßig. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Zusammenwachsens der europäischen Staaten in einer gemeinsamen Struktur, der relativ geringen Bevölkerungszahl Österreichs bei gleichzeitig sehr hoher Homogenität der Bevölkerungsstruktur ... fordern wir eine Reduktion der überbordenden und teuren Verwaltung.
Aus diesem Grund sprechen wir uns dafür aus, die Länder ... als Legislativ- und Verwaltungsebene mittelfristig abzuschaffen.
Um den Prinzipien der Subsidiarität und Bürgernähe zu genügen, sollen im Gegenzug die Bezirke aufgewertet werden. ... allerdings sollen die Bezirke, vergleichbar und analog zu den Aufgaben der Gemeinden, primär exekutive und verwaltende Aufgaben haben und keine weiter reichenden legislativen Kompetenzen bekommen.'' –Parteiprogramm
Es wäre daher inkonsistent, die Struktur der Bundesländer innerhalb der Piratenpartei zu forcieren.
lava
Pirat
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Beitrag #34479 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
jep... demokratischer Fortschritt wenn bei 343 stimmberechtigten Piraten,

Erfahrungsgemäß kommen so 30-50% der stimmberechtigten Mitglieder zu den LGVen..., rechnen wir also mal mit 40% (in Klammern schreib ich dazu wie viele stimmberechtigt wären)

im Burgenland würden 0 (0) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in Kärnten würden 17 (43) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in NÖ würden 14 (36) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in OÖ würden 16 (42) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in Salzburg würden 8 (22) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in der Steiermark würden 25 (64) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in Tirol würden 2 (6) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in Vorarlberg würden 8 (21) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen
in Wien würden 39 (98) über ein Mitglied des BV bzw. der BGF abstimmen

Wieso darf ich egtl. wenn ich nach Vorarlberg fahre, dort nicht auch den LV oder die LGF wählen? Wieso wird das überhaupt eingeschränkt? Wenn ich schon dorthin fahre ist es mir wohl wichtig genug.

Wenn ich nach Tirol fahren würde dürfte ich dort mitwählen Wink
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.04.2013 13:49 von lava.)
MoD
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Beitrag #34748 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(02.04.2013 )lava schrieb:  
Wieso darf ich egtl. wenn ich nach Vorarlberg fbhpahre, dort nicht auch den LV oder die LGF wählen? Wieso wird das überhaupt eingeschränkt? Wenn ich schon dorthin fahre ist es mir wohl wichtig genug.

Ein nur sehr theoretisches beispiel, weil du dich ja freiwillig deines Stimmrechts begeben hast. Sad
lava
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Beitrag #34959 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )MoD schrieb:  
Ein nur sehr theoretisches beispiel, weil du dich ja freiwillig deines Stimmrechts begeben hast. Sad

auch ohne stimmrecht kann ich mitarbeiten. und das sogar länderübergreifend Smile
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #35068 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )lava schrieb:  
(03.04.2013 )MoD schrieb:  
Ein nur sehr theoretisches beispiel, weil du dich ja freiwillig deines Stimmrechts begeben hast. Sad

auch ohne stimmrecht kann ich mitarbeiten. und das sogar länderübergreifend Smile

nur ob die entwicklung der partei so ist, dass du auf dauer lust hast mitzuarbeiten - das kannst du nicht mehr mitbestimmen...
lava
Pirat
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Beitrag #35087 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )MoD schrieb:  
nur ob die entwicklung der partei so ist, dass du auf dauer lust hast mitzuarbeiten - das kannst du nicht mehr mitbestimmen...

vielleicht kann ich das so mehr als anders. ich mach ja gerne wieder mit wenn die piratenpartei sich so verändert, dass drohungen nicht mehr zur tagesordnung gehören. und dass ich diese situation aus politischer sicht so inakzeptabel finde, dass ich ausgetreten bin, bringt vielleicht auch mehr piraten zum nachdenken. wenn selbst das keine mehrheit ist und wirklich die mehrheit völlig informiert und völlig absichtlich drohungen in der tagesordnung der piratenpartei will, dann bin ich halt auch wirklich weg Wink
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #34607 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(02.04.2013 )lava schrieb:  
Wenn ich nach Tirol fahren würde dürfte ich dort mitwählen Wink

ich bin nicht wirklich deiner meinung, aber gutes argument!
Betriebsdirektor
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Beitrag #34494 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(02.04.2013 )lava schrieb:  
Wieso darf ich egtl. wenn ich nach Vorarlberg fahre, dort nicht auch den LV oder die LGF wählen? Wieso wird das überhaupt eingeschränkt? Wenn ich schon dorthin fahre ist es mir wohl wichtig genug.

Wenn es dir wirklich wichtig wäre, dann würdest du dort nicht nur zu Abstimmungen hinfahren sondern dort auch wohnen. Basisdemokratisch bedeutet nicht, dass jeder überall mit abstimmen und seinen Senf dazugeben darf, sondern dass die lokal ansässige Bevölkerung über ihr unmittelbares Lebensumfeld selbst bestimmen kann. Dass die, die es direkt betrifft, auch über Möglichkeiten zur Problemlösung verfügen. Dass die Lösung nicht fremdbestimmt wird und dort die Probleme von den Leuten selbst gelöst werden. Ganz im Sinne einer gelebten Subsidiarität, wo die Probleme dort behandelt werden sollen, wo sie auftreten. Was ist es anderes als Fremdbestimmung, wenn für Abstimmungen Leute von woanders her kommen, die Ergebnisse beeinflussen und dann wieder abhauen?

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Betriebsdirektor
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Beitrag #34504 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
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Anregung: Bundesgeschäftsführung

Hier gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten:


a) Die Bundesgeschäftsführung fungiert als Sekretariat für alle Landesorganisationen und die Bundesorganisation. Das Sekretariat wird nicht gewählt, sondern von den Landesgeschäftsführungen per Beschluss bestellt. Die eigenständigen Gliederungen, in denen die Bundespartei Mitglied ist, dürfen dabei mitbestimmen (sie zahlen ja auch mit).


b) Die Bundesgeschäftsführung "wandert" von LGF zu LGF, um die Arbeit aufzuteilen. Das wäre, was die Kontrolle betrifft, eine sehr gute Sache. Aber administrativ sehr schwer zu handeln - jedenfalls ohne begleitendes Sekretariat. Und das wäre auch nur bei den direkt zugeordneten Teilgliederungen möglich, von denen man aber erwarten kann, dass sie personell eher schwächer aufgestellt sein werden.


Ich halte Option (a) generell für die bessere Option.

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mî†õm²

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Beitrag #34588 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
in case of any interest: die BGF erfüllt laut satzung die rolle der rechtlichen außenvertretung, die laut PartG vorhanden sein muss. den schlendrian mit wandernder verantwortung brauch' mer uns da garnet erst anfangen.

CU TOM
Ohm

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Beitrag #34556 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Super! Weil es in Österreich 9 Landesfürsten gibt, die machen können, was sie wollen, muß es das in der PiratenPartei auch geben?
IM GEGENTEIL: Die Bundesländer sind keine föderaren Bestanddteile sondern feudale Überreste des Staates und sollten daher weg. Konsequenter weise sollte man so auch mit der Parteigliederung verfahren.
ququ90

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Beitrag #34616 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Hallo Ohm.
Cooler Name übrigens.
(02.04.2013 )Ohm schrieb:  
Super! Weil es in Österreich 9 Landesfürsten gibt, die machen können, was sie wollen, muß es das in der PiratenPartei auch geben?
IM GEGENTEIL: Die Bundesländer sind keine föderaren Bestanddteile sondern feudale Überreste des Staates und sollten daher weg. Konsequenter weise sollte man so auch mit der Parteigliederung verfahren.

Ja, in der österreichischen Politik gibt es neun Landeshauptleute.
Ja, ein Landeshauptmann wie Josef Pröll (ÖVP), hat auf Grund seiner absoluten Mehrheit an Stimmen der Bevölkerung, die er sozusagen delegiert bekommen hat, auf fünf Jahre, wenn wir das jetzt auf Liquid Feedback umlegen, eine Machtposition durch die er sehr wahrscheinlich "machen kann was er will".
Ja, ein Landeshauptmann Michael Häupl (SPÖ) hatte auch mal die absolute Mehrheit der Stimmen der Wienerinnen und Wiener für vier Jahre delegiert bekommen und....
Ja, ein Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ/FPÖ) hatte auch mal sehr viele Stimmen der Kärntner Bevölkerung delegiert bekommen für die Dauer....

Aber, wir sind nicht die SPÖ, ÖVP, und auch nicht das BZÖ oder die FPÖ.
Mit unseren Strukturen und Entscheidungsprozessen ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine einzelne Person so viel Macht bekommt und über so einen langen Zeitraum, das geht bei uns sowieso gar nicht.

Zu dem Fürsten-Argument:
In der Piratenpartei Österreich haben wir momentan einen Kaiser, das ist der Bundesvorstand. Also da sind mir Fürsten lieber, weil die haben weniger Macht auf einen Fleck als ein Kaiser. Und die Fürsten sind näher bei ihrem Teil der Gesellschaft (Fürst von Burgenland ist näher bei den Burgenländern, Fürst von Tirol ist näher bei den Tirolern) als der Kaiser von Österreich.

Die Bundesländer ein Überbleibsel? Vielleicht sind sie kein Überbleibsel sondern eine durchaus sinnvolle föderale Struktur, die zur Wirkung hat, dass die Politik näher bei den Bürgerinnen ist. Ein Wiener weiß weniger gut Bescheid wie es einem Dornbirner geht als ein Vorarlberger.
Deinen Gedanken weiter gedacht, wären dann ja auch die Nationalstaaten abzuschaffen und die ganze Welt von einem Zentrum aus zu regieren?!
Nein! Ein Mensch soll sich selbst regieren. Kommen mehrere Menschen zusammen, dann sollen die Menschen die es betrifft miteinander zurecht kommen. Als Hilfe (Kommunikaionsregeln, Entscheidungsregeln) davür die Demokratie und möglich direkt und von der Basis ausgehend, weil dort in der Basis das Wissen über Bedürfnisse und Wünsche vorhanden ist. Die ganzen Bestrebungen, Zentralen einzurichten wo dann etwas entschieden wird, ist ein gefundenes Fressen für Lobbyisten und ein Nährboden für Lagerbildung, weil man eben nicht mehr unter seinesgleichen ist, sondern sich eine neue Gruppe bildet, eine Elite, die nur noch sehr wenig emotionalen Bezug zur Basis hat.

Bitte schreib deine Anregungen einfach zur Initiative dazu, ich werd sehen was ich davon in die Initiative einbauen kann.

http://testseite92.files.wordpress.com/2...s-rein.jpg

Vielen Dank,
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.04.2013 02:08 von ququ90.)
antha

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Beitrag #34661 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )ququ90 schrieb:  
In der Piratenpartei Österreich haben wir momentan einen Kaiser, das ist der Bundesvorstand. Also da sind mir Fürsten lieber, weil die haben weniger Macht auf einen Fleck als ein Kaiser.

Wie kommst du bloß auf solche Vergleiche? Der BV der Piratenpartei Österreichs ist ein Kaiser? Der derzeitige BV ist erstmals in der Lage, auf Grund der LQFB-Ergebnisse die Meinungen der Mitglieder zu erfassen, soviel ich weiß vor allem Vilinthril (aber kann auch wer andres sein) ist damit beschäftigt, die Ergebnisse in das Programm zu übersetzen und das wird dann vom BV nach außen vertreten.
Wo bitte siehst du da einen Kaiser?
Das ist bloßer Blödsinn, den du da verzapfst, und auch wenn ich mich persönlich entschlossen habe, nun nicht mehr Mitglied sein zu wollen, lass ich das auf den Leuten so einfach nicht sitzen.
ququ90

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Beitrag #34897 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Hallo antha.

(03.04.2013 )antha schrieb:  
Wie kommst du bloß auf solche Vergleiche? Der BV der Piratenpartei Österreichs ist ein Kaiser? Der derzeitige BV ist erstmals in der Lage, auf Grund der LQFB-Ergebnisse die Meinungen der Mitglieder zu erfassen, (...) und das wird dann vom BV nach außen vertreten.
Wo bitte siehst du da einen Kaiser?

Ich habe den Begriff Kaiser verwendet um damit auf die Anregung einzugehen, dass es ja aktuell in der Politik in Österreich eh schon "Landesfürsten" gibt und das sei schlecht. Deshalb solle in der Piratenpartei der Bundesvorstand nicht durch 9 Landesfürsten ersetzt werden.

Also mein Argument ist: Lieber 9 Landesfürsten, die als oberstes oder fast oberstes Organ (Gesamten Mitglieder stehen mittels Liquid Feedback immer drüber) bestehen und somit wieder eine demokratische "Einheit" bilden, weil sie aus den Bundesländern kommen und weil es eben 9 sind.
Als einen Bundesvorstand (=Kaiser) der sich nicht aus den Bundesländern zusammensetzt (also wenn dann weil es so kommt, nicht weil wir es so wollen und es festgelegt ist) sondern, wie es die Vergangenheit zeigt mehrheitlich aus Wienern besteht, und somit eine Zentrale entstehen lässt.

Ich bin völlig deiner Meinung, dass der jetzige Bundesvorstand sehr gut über das Liquid Feedback und somit durch die Summe aller Mitglieder sehr gut "machtstabilisiert" wird. Trotzdem hat der Bundesvorstand eine gewisse Machtposition. Und diese gilt es auf die Länder aufzuteilen. So meine Meinung. Sodass strukturell eher die Macht auf die Länder aufgeteilt wird und somit eine Machtzentrierung untergraben wird.

Also ich sehe nirgends einen Kaiser, so wie ich auch nirgends "solche Landesfürsten" sehe, falls die Änderung (Bundesgremium statt Bundesvorstand,...) durchgeführt werden würde.

Ist das so für dich nachvollziehbar?

lg
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
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Beitrag #34674 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(02.04.2013 )Ohm schrieb:  
Super! Weil es in Österreich 9 Landesfürsten gibt, die machen können, was sie wollen, muß es das in der PiratenPartei auch geben?
IM GEGENTEIL: Die Bundesländer sind keine föderaren Bestanddteile sondern feudale Überreste des Staates und sollten daher weg. Konsequenter weise sollte man so auch mit der Parteigliederung verfahren.

Es sollte nicht "9 Landesfürsten" geben. Die Piratenpartei sollte ein Netzwerk aus möglichst eigentständig und bürgernah agierenden Einheiten sein. International ist sie das ja auch. Ob die Einheit nur in Graz tätig ist, oder nur im Wiener Bezirk Favoriten oder im Burgenland und der Steiermark gemeinsam, ist unerheblich. Die Gruppe definiert das für sich und fertig. Diese Einheiten sollten gemeinsam und freiwillig in einer Bundespartei zusammengeschlossen sein, die für bundesweite Themen, den gemeinsamen Außenauftritt und die allgemeine Koordination (z.B. gemeinsamer Einkauf von IT Services, etc.) zuständig ist. Das Personal der Bundesorganisation wird von den regionalen Einheiten gestellt.

Das bedeutet konsequenterweise: In der Bundesorganisation kann dann nur noch jemand tätig werden, der vorher bereits in einer regionalen Einheit tätig war und auf einen Track verweisen kann. Das muss nicht unbedingt für die politische Außenvertretung gelten (Vorstände), aber für die operative Führung (Geschäftsführung) ist das überlebenswichtig.

Eine top down Partei (aktuelle Strukturierung) können wenige destruktive Personen, deren Selbstverständnis ist, die besseren und einzig wahren Piraten zu sein, mühelos inhaltlich und operativ lahmlegen. Das sieht man ja derzeit. Bei Netzwerken sieht das anders aus.

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c3o

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Beitrag #34680 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Naja, bisher hatten wir schon beide Probleme:
- Unabhängige Unterorganisationen, die unter dem Piratenbanner Unsinn verzapfen (v.A. Ofer) und damit dem Ruf der ganzen Organisation schaden
- Einen Bundesvorstand, der's mit der Basisdemokratie nicht so genau nimmt (itc usw.)

Das erste Problem ist nicht so leicht vom Tisch zu wischen, wie du es hier tust. Zu sagen, jede/r kann alles unter dem Piratenlogo tun und lassen, was sie/er will egal ob das von 1 oder von 999 Personen legitimiert ist, ist sicher auch nicht das wahre.

Es muss anders werden, damit es gut wird.
Zener

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Beitrag #34684 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Das Personal der Bundesorganisation wird von den regionalen Einheiten gestellt.

Wir haben Personal?
Betriebsdirektor
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Beitrag #34703 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )Zener schrieb:  
(03.04.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Das Personal der Bundesorganisation wird von den regionalen Einheiten gestellt.

Wir haben Personal?

wir haben eine Menge LGFs und BGFs und in Wien ein Sekretariat. Ja, ich würde sagen, wir haben Personal. Unbezahlt, aber dennoch.

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Zener

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Beitrag #34725 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
wir haben eine Menge LGFs und BGFs und in Wien ein Sekretariat. Ja, ich würde sagen, wir haben Personal. Unbezahlt, aber dennoch.

Wikipedia schrieb:
Mit Personal werden die in jeder Art von Organisationen in abhängiger Stellung arbeitenden Menschen bezeichnet, die innerhalb einer institutionell abgesicherten Ordnung gegen Entgelt eine Arbeitsleistung erbringen.
Ich bin da eher bei der Beschreibung der Wikipedia. Was Du meinst sind ehrenamtliche Mitarbeiter und diese werden nach meinem Verständnis eben genau nicht Personal genannt.
Heckenbraunelle

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Beitrag #34591 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Andenkbar und wohl gar nicht schlecht ab ca. 2000 zahlenden Mitgliedern und Mindestgrößen von 100 / LO.

Vorher einfach meiner Meinung nach Blödsinn.
ququ90

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Beitrag #34615 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Hallo gigi.

(02.04.2013 )gigi schrieb:  
Andenkbar und wohl gar nicht schlecht ab ca. 2000 zahlenden Mitgliedern und Mindestgrößen von 100 / LO.
Vorher einfach meiner Meinung nach Blödsinn.

Ja, auch ich war die letzten etwa drei Wochen der Meinung diese Idee ist zwar gut, aber erst mit einer höheren Anzahl von Mitglieder möglich.
Mittlerweile sehe ich das jedoch anders. Bin sogar der festen Überzeugung, dass diese föderale Struktur uns eher wachsen wird lassen.

Wäre super, wenn du im Detail erklären könntest, wie du zur Meinung kommst, dass diese Idee "einfach Blödsinn" ist.

Bitte lies dir vorher nochmals die Initiative im Liquid Feedback in Ruhe durch.
http://testseite92.files.wordpress.com/2...s-rein.jpg



Vielen Dank,
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
lava
Pirat
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Beitrag #34962 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )ququ90 schrieb:  
Mittlerweile sehe ich das jedoch anders. Bin sogar der festen Überzeugung, dass diese föderale Struktur uns eher wachsen wird lassen.

Wäre super, wenn du im Detail erklären könntest, wie du zur Meinung kommst, dass diese Idee "einfach Blödsinn" ist.

Ganz einfach:
Weil das Ende 2011/Anfang 2012 probiert wurde.

Was hat es gebracht?

Die LO Gründungen haben sicher zunächst neue Mitglieder gebracht weil regionale Aufmerksamkeit erzeugt wurde.

Die LO Steiermark ist auch erfolgreich gewachsen.

Und sonst?

Wenn Gruppen klein sind ist der Gruppenzusammenhalt höher und wie gut man sich in die Gruppe integrieren kann hängt stärker von den Persönlichkeiten ab. In einer größeren Gruppe ist die Bindung zwar schwächer, aber die Integration ist leichter da man weniger auf persönlicher Ebene miteinander agiert; die Interaktion ist anders wenn mehr Leute interagieren.

Wie geht man nun damit um wenn man trotzdem in kleinen Gruppen arbeiten will? Man schafft mehrere Gruppen und wenn jemand in einer Gruppe nicht arbeiten kann, probiert er es halt in einer anderen Gruppe.

Das haben wir mit den LOs versäumt und uns deshalb kräftig ins Knie geschossen.

Nachgeholt wurde das jetzt mit den Crews. Damit gibt es jetzt die Möglichkeit lokal in kleinen Gruppen zu arbeiten, aber niemand wird da rein gezwungen (wie bei den LOs).

as i said: Ende 2011 / Anfang 2012 wurden die LOs eingeführt mit dem Gedanken "dann wird alles dezentral organisiert und ist weniger Aufwand und die Mitgliederzahlen vervielfachen sich".
In der Steiermark hats funktioniert... In einigen anderen LOs hat es eher geschadet.
lava
Pirat
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Beitrag #34970 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
ah und noch was:

mit dem gruppenzusammenhalt - der ja sehr wichtig ist damit sich die gruppe auch selbst motiviert und so die bewegung zum richtigen selbstläufer wird...

den LOs wurde bei der Gründung sehr viel Autonomie versprochen (imho sogar mehr als ohne eigene Rechtspersönlichkeiten möglich ist).

wenn man die gruppenzugehörigkeit nun mit dieser autonomie / diesen rechten kombiniert, dann entstehen ungute situationen in der aushandlung der tatsächlichen "rechte" mit der bundespartei. "was lqfb? das verwenden wir nicht. was da drin ist hat keine bedeutung für unsere LO"
Zener

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Beitrag #35048 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )lava schrieb:  
as i said: Ende 2011 / Anfang 2012 wurden die LOs eingeführt
Ähm, sorry, aber nö:
Die LOs sind bei der GV 2010 in Graz in die Satzung eingeführt worden (vorher waren das Landesverbände mit Koordinatoren) und entsprechenden Rechten. Danach hat es die Gründungen von Landesorganisationen gegeben, welche sich dann wegen Streitigkeiten (die in der faktischen Handlungsunfähigkeit des BV gipfelte) teilweise 2011 zerlegt haben, wodurch es dann wieder zu Neugründungen gekommen ist.
Heckenbraunelle

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Beitrag #34767 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(03.04.2013 )ququ90 schrieb:  
Bin sogar der festen Überzeugung, dass diese föderale Struktur uns eher wachsen wird lassen.

Wir sind meiner Meinung nach viel zu föderal aufgebaut für die geringe Mitgliederstärke.
5 Mitglieder können theoretisch eine LO gründen, die regionale Vertretung stellen, über Finanzen entscheiden und in der Praxis zum Bundesprogramm konträre Positionen nach außen vertreten. Die Erfahrungen zeigen, dass wir weder den Willen, noch die Personen und Möglichkeiten haben das zu kontrollieren und nach außen mit dieser Struktur Einigkeit zu garantieren.
Zitat:
Wäre super, wenn du im Detail erklären könntest, wie du zur Meinung kommst, dass diese Idee "einfach Blödsinn" ist.

Da gibt es nicht viel im Detail zu erklären.

Wir haben einfach zu wenig Leute. Vor allem Mitglieder, welche zuverlässig und konstant die an sie gestellten Aufgaben erfüllen.
Schwarmintelligenz, welche du ja ausdrücklich wünscht, kann nur ab einer gewissen Größe funktionieren. Wie lava bereits richtig festgestellt hat könnte mit einer solchen Reform einer sehr kleinen, regionalen Gruppe Verantwortung für ganz Österreich zufallen.

Schlussendlich hängt bei uns alles von dem Engagement von Einzelpersonen ab – sei es individuell oder noch stärker in (Arbeits-) Gruppen.
Eine solche Aufsplitterung würde denke ich äußerst kontraproduktiv wirken.
ququ90

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Beitrag #34910 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Hallo gigi.

(03.04.2013 )gigi schrieb:  
5 Mitglieder können theoretisch eine LO gründen, die regionale Vertretung stellen, über Finanzen entscheiden und in der Praxis zum Bundesprogramm konträre Positionen nach außen vertreten.

Ok, dann sind es fünf Personen, so gut wie alles gute fängt klein an.
Ja, dann sollen sie regionale Vertretungen stellen, sehe ich nichts schlechtes dran, wenn es fünf Leute sind, verstehe aber ehrlich gesagt jetzt gar nicht was jetzt das "regionale Vertretungen stellen" genau bedeutet.
Über Finanzen entscheiden, ja na klar - ist ja auch gut so. Wer sonst?

Und jetzt kommt der Punkt der meiner Meinung nach keinen Sinn macht:
"zum Bundesprogramm konträre Positionen nach außen vertreten."

Ist das wirklich so, dass eine LO zum Bundesprogramm eine konträre Position nach außen vertreten darf?
Ich dachte, dass das Bundesprogramm einen Korridor bildet, in dem sich die jeweiligen LO-Programme bewegen dürfen.

Falls das wirklich so ist, dass zum Bundesprogramm konträre Positionen nach außen vertreten werden dürfen, dann gehört das meiner Meinung nach geändert.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich so ist. Zum Beispiel steht im Bundesprogramm:
"15. Die Piratenpartei Österreichs fordert die strikte Trennung von Staat und Religion in allen Bereichen."
http://wiki.piratenpartei.at/wiki/Partei...#Laizismus

Deshalb ist es meiner Meinung nach einer LO nicht erlaubt, in ihr Landesprogramm zu schreiben: Die LO Burgenland zum Beispiel spricht sich für eine Zusammenlegung von Staat und Kirche aus.

Oder?

Weiß jemand wo in den Statuten, Satzungen und so das geregelt ist? Also das Verhältnis zwischen Bundeskompetenzen und Länderkompetenzen?

Hat jemand Links zu Pads oder zu Forendiskussionen wo es darum geht, dass eine LO konträre Positionen...?
Wo also konkret aufgezeigt wird welche Position das war und gegen welchen Punkt das zu dem Zeitpunkt im Bundesparteiprogramm widersprochen hat?



Vielen Dank,
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
Heckenbraunelle

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Beitrag #34916 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Zitat:
Ok, dann sind es fünf Personen, so gut wie alles gute fängt klein an.

Stimmt.

Aber nicht alles was klein anfängt wird gut.
Zitat:
Über Finanzen entscheiden, ja na klar - ist ja auch gut so.

Nein, es ist nicht gut wenn ein extrem kleiner Personenkreis über die Finanzen der Partei für ein ganzes Bundesland entscheidet. Mangelnde Kontrolle, mangelnde Ausgewogenheit, etc.

Zitat:
Ist das wirklich so, dass eine LO zum Bundesprogramm eine konträre Position nach außen vertreten darf?
Ich dachte, dass das Bundesprogramm einen Korridor bildet, in dem sich die jeweiligen LO-Programme bewegen dürfen.

Dürfen, nein. Können - wohl ja. Wir haben keine Ahnung, was gewisse Gruppen der Partei nach außen repräsentieren. Sei es aus mangelnder Transparenz, Desinteresse oder einfach Unwichtigkeit.

Und falls es doch zu Problemen kommt gründet eine LO eben eine eigene Partei. Who cares.




Der Punkt ist:

Wir haben uns in unserem Parteiprogramm zum Ziel gesetzt veraltete, starre Strukturen in Österreich aufzubrechen - dazu gehört dieser übertriebene Föderalismus, welcher in seinen Grenzen auf irgendwelchen mittelalterlichen/neuzeitlichen Herrschaftsgebieten beruht.
Die neuen technischen Möglichkeiten bieten hier die Chance diese Grenzen zu überwinden und gemeinsam konstruktiv für ein kollektives Österreich zu arbeiten.

Diese meiner Meinung nach zu überwindenden Denkweisen in der Partei selbst wieder einzuführen wäre meiner Meinung nach ein großer Fehler.



Die Diskussion selbst ist übrigens schon alt.

Bsp 1: https://forum.wien.piratenpartei.at/view...deralismus

Bsp 2: https://forum.wien.piratenpartei.at/view...deralismus
ququ90

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Beitrag #34949 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Hallo gigi.

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten und Beiträge.
Und vor allem auch für die beiden Links. Da ist super viel Diskussion schon passiert, und ist gar nicht so lange her, vier Monate etwa.
(03.04.2013 )gigi schrieb:  

Ich möchte in folgender Weise erwidern:

(03.04.2013 )gigi schrieb:  
Nein, es ist nicht gut wenn ein extrem kleiner Personenkreis über die Finanzen der Partei für ein ganzes Bundesland entscheidet. Mangelnde Kontrolle, mangelnde Ausgewogenheit, etc.

Wer sonst? Wenn ein Bundesland 20 Mitglieder hat und fünf davon bilden die LO, also deren Organe. Und diese LO Organe entscheiden dann über die Verwendung der Gelder. Was ist schlecht daran? Es ist ja auch möglich, dass in der LO festgelegt wird, dass über Liquid Feedback abgestimmt wird wofür die Gelder verwendet werden, dann können alle 20 mitbestimmen. Also diese Geldentscheidungssache hat eigentlich nichts mit dem Thema zu tun: Bundesvorstand abschaffen, stattdessen Bundesgremium besetzt durch jeweils einen Entsandten der neun Landesvorstände.

Bin ganz deiner Meinung. Es ist nicht gut, wenn ein kleiner Personenkreis über das Geld bestimmt. Ich denke darüber sind sich alle einig in der Piratenpartei Österreich: Je größer die Entscheidungen desto mehr Personen sollen entscheiden.

(03.04.2013 )gigi schrieb:  
Dürfen, nein. Können - wohl ja.

??? Also wie ist das jetzt geregelt? Bundesprogramm ist Korridor und Landsprogramm bewegt sich darin oder Landesprogramm darf sich auch außerhalb bewegen?
Oder ist das gar nicht geregelt?
Wo ist das geregelt? Also ich habe nichts gefunden.
Meiner Meinung nach ist das aktuell nicht geregelt.

Hat aber auch nichts mit der Forderung zu tun den Bundesvorstand abzuschaffen und statt dessen ein Bundesgremium zu schaffen, das von jeweils einem Entsandten der Landesvorstände beschickt wird.
(03.04.2013 )gigi schrieb:  
Wir haben keine Ahnung, was gewisse Gruppen der Partei nach außen repräsentieren. Sei es aus mangelnder Transparenz, Desinteresse oder einfach Unwichtigkeit.

Ja, es wäre wirklich recht unwichtig, weil die Piratenpartei Österreich eh nichts daran ändern kann, weil es diesbezüglich keine Regelung gibt. Also ich habe eben noch keine gefunden. Deshalb kann jede Landesorganisation machen was sie will. Und so passiert es dann auch. Und das zerreisst natürlich jede Organisation in seiner Gesamtheit, weil die Organisation somit keine Identität hat und somit nicht existiert.

Hat aber auch nichts mit dem Thema Bundesvorstand abschaffen und Bundesgremium einführen zu tun.

(03.04.2013 )gigi schrieb:  
Und falls es doch zu Problemen kommt gründet eine LO eben eine eigene Partei. Who cares.
Mich stört das. Weil es dann auf dem "Politischen Markt" Wurstsemmeln verkauft werden, und wenn man sie essen will ist plötzlich ein McDonaldsCheesburger drinnen. Oder jemand geht zum Billa weil er frisches Gemüse kaufen will, und als er in den Billa hineingeht, und er war sich sicher, dass da ein Billa Schild war vorne draußen, findet er sich plötzlich in einem DM Markt wieder. Also die Frau bei der Kassa hat ein Billa Gewand an, aber verdammt noch mal, hier gibt es kein Gemüse. Hier gibt es nur massig Parfum, Kondome verschiedenster Sorten und fünf Sorten Zahnseite. So ein Scheiß. Scheiß Billa, Scheiß DM. Beim nächsten Mal gehe ich wieder zum Spar.

Oder: Jemand will Gemüse kaufen gehen und weiß nicht wo es Gemüse gibt. Weil einmal hat er gelesen dass es dort Gemüse gibt, dann hat er wieder gelesen dass es dort Gemüse gibt, dann hat er wieder ganz was anderes von einem guten Freund gehört. Im Internet steht auch widersprüchliches. Scheiß Gemüsemarkt. Bau ich mir mein Gemüse selbst an. Mist, zu kompliziert und auch unmöglich, weil ich in einer Wohnung lebe ohne Balkon. Nun gut, dann gehe ich eben wieder zum Merkur. Der taugt mir zwar nicht, aber da weiß ich wenigstens woran ich bin.

Der Vergleich hingt ein bisschen, aber so auf die Art könnte es wirklich sein.

Die Marke Piratenpartei Österreich. Es geht mir um die Marke Piratenpartei Österreich. Was bieten wir an? Wo bieten wir das an? Österreichweit oder nur in Wien? Überall außer in Tirol?

(03.04.2013 )gigi schrieb:  
Wir haben uns in unserem Parteiprogramm zum Ziel gesetzt veraltete, starre Strukturen in Österreich aufzubrechen - dazu gehört dieser übertriebene Föderalismus, welcher in seinen Grenzen auf irgendwelchen mittelalterlichen/neuzeitlichen Herrschaftsgebieten beruht.
Die neuen technischen Möglichkeiten bieten hier die Chance diese Grenzen zu überwinden und gemeinsam konstruktiv für ein kollektives Österreich zu arbeiten.
Diese meiner Meinung nach zu überwindenden Denkweisen in der Partei selbst wieder einzuführen wäre meiner Meinung nach ein großer Fehler.

Veraltete starre Strukturen aufbrechen. Wenn das bedeutet Strukturen aufzubrechen die keinen Sinn mehr haben außer den, dass es ja schon immer so war, dann ok.

Übertriebener Föderalismus, ja das ist ein Schmarrn, weil übertrieben, alles was übertrieben ist ist meist a Blödsinn.

Mittelalterlich/Neuzeitliche Herrschaftsmodelle - ja, die helfen uns in der heutigen Zeit nicht! Und auch in der Zukunft nicht.

Die drei Sachen weg, ok, wir, die Piratenpartei haben das überwunden und wollen das auch nicht wieder einführen.

Der Titel des Meinunsbildes lässt sich nicht mehr ändern. Aber hier und jetzt kann ein neuer Name gegeben werden:

Zentralismus der Maschinen raus - Bürgernähe und Kultur rein.

Denn darum geht es mir. Mir geht es darum, dass die Unterschiedlichkeiten der Menschen sein dürfen. Und es geht eben nicht, dass alle acht Millionen Österreicher im Bundesgremium sitzen. Also bei uns Piraten schon, über das Liquid Feedback. Aber in dem demokratischen System in dem wir uns bewegen ist es notwendig ein Bundesorgan zu haben. Also setzen sich einfach alle 8 Millionen da rein. Geht eben nicht. Also setzen sich möglichst die rein, die die anderen möglichst gut repräsentieren. Und die Kulturen und Traditionen werden nun mal von den Personen die dort sind am ehesten repräsentiert als von Personen die woanders sind.
Verstehst du was ich meine?
Das Bundesorgan noch regionaler zu besetzen als eben durch die Länder wäre noch besser, aber das würde zu kompliziert werden. In drei vier Jahren, wenn sich die Landesorganisationen gut etabliert haben, mehr Mitglieder haben, dann wird es auch wichtig sein, dort die Regionen im Landesvorstand abzubilden. Aber das Thema stellt sich jetzt noch nicht. In der Steiermark vielleicht schon ein wenig, weil dort eben vieles recht Graz lastig ist und das dort eher zu einem Problem führen kann als in Wien, weil die Entfernungen in der Steiermark größer sind als in Wien. Und die Wiener Kultur ist relativ homogen. Natürlich ist ein Liesinger ein wenig anders als einer aus dem 5ten. Aber kein Vergleich mit der Unterschiedlichkeit einer Liezerin mit einer Leibnitzerin. Oder auch der Unterschied zwischen einem Grazer und einem Brucker. Ist übrigens in allen Bundesländern so außer in Wien. Denn auch St. Pölten oder Klagenfurt oder Salzburg Stadt unterscheidet sich deutlich von Güssing, St. Veit oder Hallein.

Aber zurück zum Thema:
Warum bist du gegen diese Änderung? Bundesgremium statt Bundesvorstand.
Nochmal zusammengefasst.

Oder ist jetzt einfach keine Zeit für sowas, weil wir jetzt Wahlkampf machen, Event am Wochenende vorbereiten und so weiter?

Ok, zuerst mehr Mitglieder und dann über Strukturänderung sprechen. Hatte ich vorher auch diese Einstellung. Aber ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass wir mit dieser "Struktur der Regionen" viel eher dem piratischen Geist entsprechen: Von der Basis aus. Bottom up. Und wir werden uns im Bundesgremium schon einig werden. Und wenn nicht, dann ist das wenigstens gut sichtbar, so wie es jetzt ist, ist es nicht gut sichtbar und bestimmte Personen übernehmen dann Systemkonflikte stellvertretend. Und diese von persönlichen und inhaltlichen Konflikten zu trennen erfordert sehr viel Aufmerksamkeit und Energie, ohne externe Hilfe möchte ich jetzt behaupten eigentlich nicht möglich die drei Konfliktbereiche sauber getrennt zu halten.

LG
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
Heckenbraunelle

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Beitrag #35049 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Zitat:
Aber zurück zum Thema:
Warum bist du gegen diese Änderung? Bundesgremium statt Bundesvorstand.
Nochmal zusammengefasst.

Ich kann leider zeitlich nicht auf alles von dir eingehen und irgendwie kommt mir vor, ich hätte das alles sowieso schon ein paar mal geschrieben. Sorry dafür.


Kurz gefasst:
(04.04.2013 )ququ90 schrieb:  
Denn darum geht es mir. Mir geht es darum, dass die Unterschiedlichkeiten der Menschen sein dürfen. Und es geht eben nicht, dass alle acht Millionen Österreicher im Bundesgremium sitzen. Also bei uns Piraten schon, über das Liquid Feedback. Aber in dem demokratischen System in dem wir uns bewegen ist es notwendig ein Bundesorgan zu haben. Also setzen sich einfach alle 8 Millionen da rein. Geht eben nicht. Also setzen sich möglichst die rein, die die anderen möglichst gut repräsentieren. Und die Kulturen und Traditionen werden nun mal von den Personen die dort sind am ehesten repräsentiert als von Personen die woanders sind.

Genau so ist es.
Von den Bewerbern auf der BGV werden diejenigen reingewählt, von denen die Anwesenden glauben am besten repräsentiert zu werden. Anwesende aus ganz Österreich (mitunter abhängig vom Abhaltungsort der BGV). Kontrolliert und gebunden ist dieser BV mit den "Besten" der ganzen Partei dann durch LQFB, in dem österreichweit jeder Pirat eine Stimme hat.

Genauso sollte es sein, das erfüllt deinen Absatz eigentlich 1:1 finde ich.

Ich war vor einigen Monaten in genau deiner Situation, habe Strukturdiskussionen auslösen wollen, weil ich das derzeitige System nicht für geeignet hielt. Nur eben in die andere Richtung.
Mit der Möglichkeit der Schaffung der Crews ist denke ich ein möglicher Schritt in die Richtung der echten lokalen Organisation gemacht worden, leider ist dieser noch nicht ganz bei den Leuten angekommen. Ich bin mir jedoch sicher, dass er das noch wird.


Eines habe ich jedenfalls gelernt: mit mehr Regeln und "Zwangsbeglückungen" schafft man hier in der Piratenpartei kaum nachhaltige Veränderungen.
ququ90

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Beitrag #34958 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )ququ90 schrieb:  
??? Also wie ist das jetzt geregelt? Bundesprogramm ist Korridor und Landsprogramm bewegt sich darin oder Landesprogramm darf sich auch außerhalb bewegen?
Oder ist das gar nicht geregelt?
Wo ist das geregelt? Also ich habe nichts gefunden.
Meiner Meinung nach ist das aktuell nicht geregelt.


Hab ich gerade gesehen diesbezüglich:
(03.04.2013 )c3o schrieb:  
Es gibt m.W. keine Regelung, dass ein lokales Wahlprogramm dem Bundesparteiprogramm nicht widersprechen darf – wenn jemand eine solche einführen möchte, wäre ich sehr dafür!
https://forum.piratenpartei.at/showthrea...3#pid34813

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Betriebsdirektor
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Beitrag #34502 | 02.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
.

Anregung: Zusatz zur Eigenständigkeit der Teilgliederungen


Ich schlage folgenden Zusatz/Änderung vor:

Eine regionale Einheit einer Piratenpartei (heute: Landesorganisation) soll zwei Möglichkeiten haben mit der Piratenpartei (Bundesverband) verbandelt zu sein (Wahlfreiheit):

a) Sie können gegliederter Teil der Bundesorganisation sein
b) Sie können komplett eigenständig sein.

Im Fall (b) schlage ich vor, dass die Bundesorganisation Mitglied der lokalen Organisation werden muss, damit die lokale Organisation die CI des Bundes verwenden darf, da so die vorgesehene Verwendung dauerhaft sichergestellt werden kann. Der Bundesorganisation wird ein Vetorecht in der Verwendung von Bundessachen eingeräumt (muss noch feiner abgestimmt werden). Jede regionale Einheit kann diesem Prinzip folgen (nicht nur Bundesländer, z.B. auch Städte wie Graz, Linz, etc).


Vorteile:

- Laufen einer eigenständig arbeitenden Organisation die Leute davon oder "schläft" sie ein, so kann die Bundesorganisation (als Mitglied) diese LO übernehmen, sie schließen oder neu strukturieren (wenn die regionale Organisation gegliederter Teil ist, besteht diese Möglichkeit sowieso).

- Starke regionale Organisationen, mit guten Leuten und vielen Mitgliedern, sollen eine eigene Geschäftsfähigkeit erlangen können, während sie Teil der Piratenpartei bleiben und so stärker und schneller agieren. Das stärkt auch die Bundespartei. Die Bundespartei behält die Mitsprache durch den Mitgliedsstatus.

- Die Bundespartei kann nur in zu definierenden Bereichen mitreden, um bestimmte Dinge bundesweit einheitlich zu halten. Dafür kriegt sie auch Geld von den regionalen Einheiten, das an die Anzahl der Mitglieder gekoppelt ist. In den gegliederten Einheiten ist der Geldfluss umgekehrt.

.
ququ90

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Beitrag #34891 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Ahoi.

Ich frage zuerst hinein bevor ich das mühsam aus den Pads und Protokollen raussuche:

Hat jemand auf die Schnelle oder mit wenig Aufwand eine Aufstellung zur Hand bezüglich Zusammensetzung des Bundesvorstandes seit Parteigründung?

Also:

11/2006 - 02/2007: 3 Steiermark, 3 Wien
02/2007 - 02/2008: 4 Wien, 1 Salzburg
(...)


Vielen, vielen Dank,
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
defnordic

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Beitrag #34901 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Als ich in die Partei eingetreten bin:

Vbg + Wien + Wien + Wien + Salzburg
Alle damals nicht gewählten waren glaub ich auch mehrheitlich Wiener soweit ich aus den Protokollen herauslese.

Seit der letzten BGV: Kntn + Wien + Wien + Wien + Wien
Die beiden Nachrücker: Wien + Wien.

In beiden Fällen gabs aber auch KEINE ANDEREN Kandidaten.
Und ich lasse mir nicht einreden, dass eine erzwungene Durchmischung Sinn macht, wenn sich jetzt schon nichtmal Kandidaten finden, die die böse, zentralistische Bundespartei auch nur ablehnen hätte KÖNNEN.
c3o

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Beitrag #34977 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Maus war aus NÖ.

Es muss anders werden, damit es gut wird.
defnordic

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Beitrag #35195 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Ah stimmt, die BGV in Graz hab ich glatt vergessen ^^
antha

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Beitrag #35016 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )c3o schrieb:  
Maus war aus NÖ.

Ja, und Gerti aus Oberösterreich.

@ququ90: Und überhaupt: Wozu sollen viele Regeln dienen? Soll die Piratenpartei gemaßregelt werden? In ihren eigenen Regeln ersticken? Bist du von einer anderen Partei und willst die Piraten wegen der bevorstehenden Nationalratswahlen stören, indem du sie anderweitig beschäftigst? Das ist eine ernstgemeinte Frage und ich stelle sie nicht nur dir, ich stelle sie an alle Piraten, damit ihr aufwacht und merkt, dass da was nicht ganz koscher ist.
ququ90

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Beitrag #35034 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )antha schrieb:  
Wozu sollen viele Regeln dienen? Soll die Piratenpartei gemaßregelt werden? In ihren eigenen Regeln ersticken? Bist du von einer anderen Partei und willst die Piraten wegen der bevorstehenden Nationalratswahlen stören, indem du sie anderweitig beschäftigst? Das ist eine ernstgemeinte Frage und ich stelle sie nicht nur dir, ich stelle sie an alle Piraten, damit ihr aufwacht und merkt, dass da was nicht ganz koscher ist.

Viele Regeln klingt nach zu vielen Regeln. Zu viele Regeln ist schlecht, ich denke da sind wir einer Meinung.
Maßregeln klingt so, als ob jemand mit einer Machtposition ohne Einverständnis des anderen, dem anderen sagt was er zu tun und zu lassen hat. Das ist schlecht, und auch da denke ich, dass wir einer Meinung sind.
Eine Partei, die in ihren eigenen Regeln erstickt, die wird erfolglos sein und die Mitglieder werden davon laufen. Das ist wieder schlecht. Und auch in diesem Punkt sind wir uns bestimmt einig.
Nein, ich bin nicht von einer anderen Partei.
Ob ich die Piratenpartei stören will? Nein, auch das ist nicht mein Ziel. Wenn ich jedoch ein Thema für sehr wichtig halte, dann bringe ich mich ein, ohne vorher groß nachzudenken, ob das jetzt "von der Partei" als Störung aufgefasst werden könnte. Bsp: Antrag auf Parteiausschluss gegen smbs wegen "Wer ist dein Lieblingspolitiker." Adolf Hitler, NSDAP, Außerdem stelle ich das Verbotsgesetz in Frage,... "
Oder beim Thema Fehlverhalten von Salsabor (Mitglied des BV). Wenn der bedroht, beleidigt und nachweislich lügt, dann ist das nicht ok, und da denke ich eben nicht viel nach in Vorhinein ob das jetzt "die Partei" stören könnte, sondern da sage ich meine Meinung zu dem ganzen.

antha, tritt wieder bei, gehe es ruhig an, und bring dich in der Weise ein, wie es dir gut tut. Ich denke, deine Qualitäten sind sehr wertvoll für die Piratenpartei Österreich.

LG
ququ90

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.04.2013 09:46 von ququ90.)
antha

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Beitrag #35042 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
(04.04.2013 )ququ90 schrieb:  
...

Meine Antwort: siehe hier: https://forum.piratenpartei.at/showthrea...9#pid35039
ququ90

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Beitrag #34969 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
Hallo defnordic.

Super vielen Dank, das war ein Anfang, vielleicht hat noch jemand mehr Infos und Links.
(03.04.2013 )defnordic schrieb:  
soweit ich aus den Protokollen herauslese.

Kannst du noch den Link von dem Protokoll posten? Danke.

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
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defnordic

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Beitrag #35199 | 04.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
In der zweiten Navigationszeile findest du die Seiten der im Wiki verlinkten BGVen:
https://wiki.piratenpartei.at/wiki/BGV
ququ90

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Beitrag #34638 | 03.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zentralismus raus - Föderalismus rein in die Piratenpartei Österreich
https://lqfb.piratenpartei.at/suggestion/show/2021.html

Stimmgewichtung.

Darüber hatte ich noch gar nicht nachgedacht. Denke mal, dass es gut ist, wenn jeder Gesandte eine Stimme hat. Also neun Bundesländer neun gesandte neun stimmen. Damit das ganze einfach bleibt.

Mir fällt jetzt kein Beispiel ein, das begründen würde, weshalb ein Bundesland mit mehr Mitgliedern eine Stimme bekommen solle die mehr wert ist als eine Stimme von einem Gesandten eines Bundeslandes das weniger Mitglieder hat.


Österreich 8.363.040
Burgenland 283.506
Kärnten 560.056
Niederösterreich 1.606.615
Oberösterreich 1.411.041
Salzburg 529.314
Steiermark 1.207.588
Tirol 704.792
Vorarlberg 368.061
Wien 1.692.067
http://www.statistik.at/web_de/services/...21513.html

Wien und Graz haben einfach auch mehr Einwohner und Wien und Graz sind Universitätsstädte, große Unis, und von den Unis kommen halt ofmals auch politische Strömungen. Ok, Niederösterreich hat auch viele Einwohner, aber da ist der Pröll und dann kam auch noch der Stronach daher, und wir als Partei waren auch nicht wirklich fokusiert auf den Landtagswahlkampf in Niederösterreich.

Das Bundesgremium entscheidet ja über Bundesthemen. Deshalb werden die Länderinteressen eher im Hintergrund sein, natürlich schon da aber im Hintergrund. So wie es jetzt ja auch schon ist.

Wenn eine Entsandte zu sehr die Länderinteressen in den Vordergrund bringen würde, obwohl wir dort eh nur 10 Mitglieder haben in dem Bundesland, dann ist mit dem Liquid Feedback ohnehin noch eine regulierende Kraft vorhanden, die der Mehrheit der bundesweiten Mitglieder wieder die Möglichkeit gibt einzugreifen.

Eigentlich sollte es ja egal sein ob Salzburg oder Wien, aber es gibt in Österreich halt nunmal neun verschiedene Kulturen und jede dieser Kulturen hat ein Recht darauf sich mit einer Stimme im Bundesgermium zu vertreten. Und die Kulturen werden nun mal durch die Länderorganisationen vertreten.


Und die vielen Wiener, die jetzt gerne in den Bundesvorstand wollen: Es gibt genügend zu tun für Wien, weil Wien eben so viele Einwohner hat. Und in der Zukunft, wenn wir dann auch Europapolitik machen werden, dann werden auch Posten auf EU Ebenen zu besetzen sein.

Ja und das Argument eben, dass der Bundesvorstand die Quantität der Menschen repräsentieren soll und deshalb Gewichtung. ja, das ist schon in sich schlüssig, aber das würde zu kompliziert werden, es ist schlussendlich ein Organ für Bundesthemen und ich gebe da der Qualität der Länder und deren Kultur den Vortritt vor der Quantität der Länder somit der Anzahl der Bürger und Bürgerinnen je Bundesland.

Jeder Entsandte aus jedem der neun Bundeslänger hat eine Stimme. 9 Entsandte 9 Stimmen.

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
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