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Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
Liquid
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Beitrag #30133 | 18.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1217
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (7 days 23:59:46 left)
i2686: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorganisationen
Zitat:
Vorschlag
Die Piratenpartei soll ihre Satzung dahingehend ändern, dass die Landesvorstände und der Bundesvorstand ermächtigt wird, gemeinsam oder regional, eine Tauschwährung einzuführen, falls sich das als zweckmäßig herausstellen sollte. 
Ziel
Primäres Ziel der Tauschwährung ist der innerparteiliche Leistungsausgleich. Sie soll die Möglichkeit schaffen, dass die Partei verstärktes zeitliches Engagement mit der Reduktion oder Aussetzung von Gebühren belohnen kann. Die Reduktion oder Aussetzung von Gebühren ist nur in Fällen möglich, wo die Piratenpartei die primäre Leistungserbringerin ist (z.B. bei Mitgliedsbeiträgen, Akkreditierungsbeiträgen,...). 
Basiseigenschaften
- Die Tauschwährung ist nicht mit dem Euro konvertibel. Die Piratenpartei verpflichtet sich in keinem Fall, einen Eurokurs für die Tauschwährung zu garantieren. Der Außenwert ergibt sich alleine aus der Bereitschaft der Mitglieder, Euros gegen die Tauschwährung einzutauschen. 
- Die Geldschöpfung erfolgt auf Basis der einbezahlten Mitgliedsbeiträge. Die maximal emittierbare Menge der Tauschwährung wird als Prozentsatz der real bezahlten Monatsbeiträge bemessen. Es muss sichergestellt werden, dass weiterhin der größte Teil der monatlichen Beiträge in Euro bezahlt wird und damit die außenwirtschaftliche Handlungsfähigkeit sichergestellt ist. 
- Die Emission erfolgt durch die Mitglieder. Jedem zahlenden Mitglied wird jedes Monat ein Prozentsatz der einbezahlten Summe in Euro in Form von Tauschgeld zur Verfügung gestellt. Das Mitglied kann damit Projekte unterstützen, die in ihrem Interesse sind. 
- Ansparen ist nicht möglich. Am Monatsende erfolgt eine automatische Zuweisung nicht genutzter und im gleichen Monat zugewiesener Einheiten zur weiteren Verwendung an den Vorstand. Der Vorstand darf über die weitere Verwendung frei verfügen.  
- Bei der innerparteilichen Währung handelt es sich konzeptionell um Schwundgeld. Um den Geldkreislauf "in Schwung" zu halten ist die Lebensdauer einer jeden Tauscheinheit zeitlich begrenzt.  
- Die Bezeichnung der Währung wird in einer eigenen Abstimmung festgelegt
.
tramp707

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Beitrag #30495 | 20.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
(18.03.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Satzung, Parteistruktur
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 1217
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (7 days 23:59:46 left)
i2686: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorganisationen
Zitat:
Vorschlag
Die Piratenpartei soll ihre Satzung dahingehend ändern, dass die Landesvorstände und der Bundesvorstand ermächtigt wird, gemeinsam oder regional, eine Tauschwährung einzuführen, falls sich das als zweckmäßig herausstellen sollte. 
Ziel
Primäres Ziel der Tauschwährung ist der innerparteiliche Leistungsausgleich. Sie soll die Möglichkeit schaffen, dass die Partei verstärktes zeitliches Engagement mit der Reduktion oder Aussetzung von Gebühren belohnen kann. Die Reduktion oder Aussetzung von Gebühren ist nur in Fällen möglich, wo die Piratenpartei die primäre Leistungserbringerin ist (z.B. bei Mitgliedsbeiträgen, Akkreditierungsbeiträgen,...). 
Basiseigenschaften
- Die Tauschwährung ist nicht mit dem Euro konvertibel. Die Piratenpartei verpflichtet sich in keinem Fall, einen Eurokurs für die Tauschwährung zu garantieren. Der Außenwert ergibt sich alleine aus der Bereitschaft der Mitglieder, Euros gegen die Tauschwährung einzutauschen. 
- Die Geldschöpfung erfolgt auf Basis der einbezahlten Mitgliedsbeiträge. Die maximal emittierbare Menge der Tauschwährung wird als Prozentsatz der real bezahlten Monatsbeiträge bemessen. Es muss sichergestellt werden, dass weiterhin der größte Teil der monatlichen Beiträge in Euro bezahlt wird und damit die außenwirtschaftliche Handlungsfähigkeit sichergestellt ist. 
- Die Emission erfolgt durch die Mitglieder. Jedem zahlenden Mitglied wird jedes Monat ein Prozentsatz der einbezahlten Summe in Euro in Form von Tauschgeld zur Verfügung gestellt. Das Mitglied kann damit Projekte unterstützen, die in ihrem Interesse sind. 
- Ansparen ist nicht möglich. Am Monatsende erfolgt eine automatische Zuweisung nicht genutzter und im gleichen Monat zugewiesener Einheiten zur weiteren Verwendung an den Vorstand. Der Vorstand darf über die weitere Verwendung frei verfügen.  
- Bei der innerparteilichen Währung handelt es sich konzeptionell um Schwundgeld. Um den Geldkreislauf "in Schwung" zu halten ist die Lebensdauer einer jeden Tauscheinheit zeitlich begrenzt.  
- Die Bezeichnung der Währung wird in einer eigenen Abstimmung festgelegt
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Koennen die [Piraties] zwischen Mitgliedern durch das erbringen von nicht-parteirelevanten Leistungen ausgetauscht werden? Wenn so, dann ist vielleicht die lebensdauer von einem Monat etwas kurz....
Klingt ja nicht schlecht aber mich wuerde stoeren wenn man nicht rein durch Arbeitsleistung in den Besitz von [Piraties] kommen kann.
Und, in der Form ist die Sache doch etwas zentralistisch......

In der Form ist wohl die aussagekraeftigkeit des Projektes bezogen auf Tauschwaehrungen etwas begrenzt.
tramp707

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Beitrag #30497 | 20.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
(20.03.2013 )tramp707 schrieb:  
....

Ja: es klingt fuer mich wie eine verpflichtung fuer alle, daran teilzunehmen.
Das wuerde mir nicht schmecken.
Betriebsdirektor
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Beitrag #30342 | 19.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
Zitat:
medienpirat am 19.03.2013 um 13:00 Uhr

Für parteiinterne Aktivitäten sehe ich so ein Modell derzeit kritisch. Für nur die 12 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr kann ich werde ich belohnt?

Die bekomme ich im Normalfall mit einer Stunde Lohnarbeit.


Was ich gut finden würde wäre ein "Alternativer Piratenmarkt".

Da geht es nicht um unsere politischen Aktivitäten, sondern um eine Alternative & Zweitwährung, nämlich eine Arbeitszeitwährung, unabhängig vom Euro.

1 Arbeitsstunde = 1 Arbeitsstunde. Egal welche Arbeit verrichtet wird.

Lebensmitteltausch: 6 Pestogläser gegen 6 Marmeladengläser

Materialleihe: 1 Tag Schlagbohrer gegen 1 Tag Videokamera


@12 Euro/Jahr: Der Beitrag ist so niedrig weil die Mehrheit der Meinung ist, dass auch weniger begüterten Leuten der Zugang zur Piratenpartei offen bleiben soll. Das genannte Tauschmodell würde aber die Möglichkeit schaffen, ohne Einbringung von Geldmitteln mitzumachen - als Vollmitglied. Dafür müssen eben Leistungen erbracht werden. Die werden mit dem Tauschgeld entlohnt und damit kann der Beitrag auch gezahlt werden.

Im Prinzip läuft es darauf hinaus, dass der Beitrag dann stark angehoben wird (auf 10€/Mo o.ä.). Diese Erhöhung kompensiert den Ausfall durch die, die dann kein Geld mehr einbringen. Der Effekt muss sein, dass dann mit weniger Zahlern mehr Geld reinkommt. Passiert das nicht, könnten wir uns das alles sparen.

@Piratenmarkt: Nun, Piratenmarkt ist eine nette Sache aber wozu brauchen wir das? Das Modell wird so einen Marktplatz "out-of-the-box" unterstützen, aber ob die Leute da mitmachen ist ein anderes Thema. Für so ein Projekt braucht es keine Piraty's, sondern einen Online-Marktplatz, wo man Angebot und Nachfrage auf Basis der Tauschwährung zusammenführt.

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eduardo

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Beitrag #30458 | 19.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
- Die Geldschöpfung erfolgt auf Basis der einbezahlten Mitgliedsbeiträge. Die maximal emittierbare Menge der Tauschwährung wird als Prozentsatz der real bezahlten Monatsbeiträge bemessen. Es muss sichergestellt werden, dass weiterhin der größte Teil der monatlichen Beiträge in Euro bezahlt wird und damit die außenwirtschaftliche Handlungsfähigkeit sichergestellt ist. 

- Die Emission erfolgt durch die Mitglieder. Jedem zahlenden Mitglied wird jedes Monat ein Prozentsatz der einbezahlten Summe in Euro in Form von Tauschgeld zur Verfügung gestellt. Das Mitglied kann damit Projekte unterstützen, die in ihrem Interesse sind. 


Hm, ich zahl also meine 10 Euro Mitgliedsbeitrag pro Monat und bekomme 20 Piraty dafür. Und Was mach ich mit den Piraty nun?

Die Idee ist doch, dass jemand anderer, der den Mitgliedsbeitrag nicht in Euro zahlen kann, den Mitgliedsbeitrag in Piraty zahlt.

Wie kommt nun jemand, der kein Geld hat, in den Besitz von Piraty?
Betriebsdirektor
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Beitrag #30465 | 19.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Option zur Einführung einer innerparteilichen Tauschwährung durch die Landesorgan
(19.03.2013 )eduardo schrieb:  
Hm, ich zahl also meine 10 Euro Mitgliedsbeitrag pro Monat und bekomme 20 Piraty dafür. Und Was mach ich mit den Piraty nun?

Die Idee ist doch, dass jemand anderer, der den Mitgliedsbeitrag nicht in Euro zahlen kann, den Mitgliedsbeitrag in Piraty zahlt.

Wie kommt nun jemand, der kein Geld hat, in den Besitz von Piraty?

Du gibst deine Piratys einer Person bei den Piraten, weil du willst, dass diese Person Projekt XY durchziehen kann. Dazu verwendet diese Person die Piratys. Die Person zahlt damit andere Parteien dafür, dass sie Arbeitsstunden für Parteiarbeit leisten. Das beginnt beim Flyer basteln, geht hin zur "Strasse" usw. usf,...

Beispiel: Jemand organisiert einen Infostand, ein anderer will Hilfe bei einer Demo. Du findest, der Infostand ist wichtiger. Deshalb gibst du dem Infostandkollegen deine Piratys. Der kann die dann Leuten geben, die ihm dabei helfen, das durchzuziehen. Diese Leute können der Partei damit geldwerte Dinge bezahlen (Mitgliedsbeiträge, Gebühren...). Im Prinzip muss jemand, der eine Idee hat, sich also erst mal ein Budget bei den anderen Piraten besorgen. Dann kann er sie umsetzen.


Der erste Punkt ist: Du kriegst keine 20 Piratys. Du kriegst nur 5. Knappheit ist in dieser Konzeption wichtig (so wie bei Geld generell).

Der zweite Punkt ist: Wenn du deine (pro Monat zugeteilten) Piratys bis Monatsende nicht abgerufen hast (heißt: Stammtisch gehen, Vorstand treffen, Piratys abholen), dann macht das der Vorstand für dich. Er trifft dann für dich die Entscheidung, was unterstützt werden soll und was nicht. Diese Maßnahme wendet sich an die passiven Mitglieder und soll den Handlungsspielraum des Vorstandes erweitern.

Der dritte Punkt ist: Der Mitgliedsbeitrag muss stark steigen. Nur dann gibt es einen Anreiz, Piratys zu "verdienen" (um den eigenen Beitrag zu reduzieren). Meine Schmerzgrenze liegt hier bei knapp über 10€/Mo. Ab da würde ich anfangen, mich um Piratys zu bemühen. Und sobald ich mich darum bemühe, fängt der Piraty an etwas Wert zu werden. Denn ich frage ihn ja nach.

Die Geldschöpfungsregel sorgt dafür, dass es ein klares Verhältnis zum Mittelzufluss in Euro und den Piratys gibt. Mit anderen Worten: Es werden nicht alle Leute am Monatsende ihre Beiträge mit Piratys zahlen können.

Da viel Arbeit online passiert stellt sich die Frage, ob wir nicht komplementär auch ein Online System brauchen.

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