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Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
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Beitrag #29603 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (14 days 22:59:07 left)
i2670: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Zitat:
Folgender Punkt soll in das Wiener Parteiprogramm an geeigneter Stelle aufgenommen werden.
Die Piratenpartei Wien fordert, dass alle Straßen und Plätze in Wien in ihre geschlechtsneutrale Form umbenannt werden. Wo nötig soll das mit einem Binnen I geschehen. Dies ist ein sichtbarer Beitrag zur Genderdiskussion und zur Reduktion der Diskriminierung von Wienerinnen. 
Beispiele:
Die Mariahilferstraße soll in MariahilferInnenstraße umbekannt werden.
Die Kärtnerstraße soll in KärtnerInnenstraße umbenannt werden.
Der Südtirolerplatz soll in SüdtirolerInnenplatz umbenannt werden.
mî†õm²

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Beitrag #29618 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
namensherkunftsreihenfolge der Mariahilferstraße:

> http://de.wikipedia.org/wiki/Maria,_Hilfe_der_Christen
> http://de.wikipedia.org/wiki/Gnadenbild_Mariahilf
> http://de.wikipedia.org/wiki/Mariahilfer_Kirche
> http://de.wikipedia.org/wiki/Mariahilf_%...rksteil%29
> http://de.wikipedia.org/wiki/Mariahilf
> http://de.wikipedia.org/wiki/Mariahilfer_Stra%C3%9Fe

warum wir das überhaupt diskutieren, is mir unbegreiflich. wir brauchen in LQFB eine funktion, so derart völlig schwachsinnige anträge als spam zu kennzeichnen und bei ausreichend spamkennzeichnungen das entsprechende thema automatisch abzubrechen, auch wenn die inis schon in fortgeschrittenen phasen sind. das kostet uns viel zu viel zeit.

CU TOM
lava
Pirat
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Beitrag #29621 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
mî†õm²' schrieb:
warum wir das überhaupt diskutieren, is mir unbegreiflich. wir brauchen
in LQFB eine funktion, so derart völlig schwachsinnige anträge als spam
zu kennzeichnen und bei ausreichend spamkennzeichnungen das
entsprechende thema automatisch abzubrechen,
quoren ---> höhere quoren --> profit!
Gamoder

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Beitrag #29622 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Nein, weil dann die mit vielen Delegationen überproportional bevorzugt werden.

Sieht man jetzt, wo der "Kein Programmpunkt"-Antrag weniger Unterstützer hat als dieser "Spam-Antrag", hilft also absolut nicht.

Pro Beiträge bearbeiten für alle: Bessere Beiträge - Fehler gehören korrigiert, Missverstandenes reduziert und Unverständliches erklärt.
Differenzbeiträge für Mailinglisten, Beiträge zurückziehen für Newsgroups, direktes Bearbeiten für Foren.
Für alle, nicht nur für eine kleine Elite.
lava
Pirat
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Beitrag #29626 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Gamoder' schrieb:
Nein, weil dann die mit vielen Delegationen überproportional bevorzugt
werden.

Sieht man jetzt, wo der "Kein Programmpunkt"-Antrag weniger Unterstützer
hat als dieser "Spam-Antrag", hilft also absolut nicht.
Das Quorum in der Gliederung Wien beträgt 2-3... Das ist quasi nicht existent.

Quoren funktionieren erst so ab 10 Unterstützer wie im Bund...
mî†õm²

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Beitrag #29708 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
i will - und das sollte dir bereits bekannt sein - die quoren generell abschaffen. wir haben es jetzt tatsächlich geschafft: das thema is in der phase "diskussion" gelandet. die LO Wien bringt es tatsächlich fertig, massenweise umfragen und unverbindliche meinungsbilder zu produzieren. da i für die abschaffung derer bin, werden sie hier net von mir berücksichtigt. berücksichtigt werden hingegen die verbindlichen abstimmungen, von denen die letzten drei hiermit als beispiel herangezogen werden:

> https://lqfb.piratenpartei.at/issue/show/823.html

"Gegen das Bettelverbot",
29 abstimmungsteilnehmer.

> https://lqfb.piratenpartei.at/issue/show/586.html

"Forumsmoderation nur, wenn sie sich auf etwas stützen kann",
17 abstimmungsteilnehmer.

> https://lqfb.piratenpartei.at/issue/show/585.html

"Abwarten bis es so weit ist und dann nochmal abstimmen" (Wiener forum),
22 abstimmungsteilnehmer.

das aktuelle gültigkeitsquorum der LO Wien beträgt 17 abstimmungsteilnehmer:

> https://lqfb.piratenpartei.at/static/hourly.php?unit=2

im entsprechenden bereich haben wir derzeit ein zulassungsquorum neu -> diskussion von drei teilnehmern.

Gamoder hat die gegen-ini (kein programmpunkt) erstellt.
Ger77 unterstützt die gegen-ini.

damit reicht schon ein einziger weiterer unterstützer, um die gegen-ini in die diskussionsphase zu verschieben und damit die original-ini [im schlepptau | im windschatten | huckepack] (sucht euch was aus) mitzunehmen.

als dritter unterstützer kommen in frage:

MoD - mit derzeit vier delegationen auf ihn in dem bereich,
Vilinthril - mit derzeit drei delegationen auf ihn in dem bereich.

wer von beiden zuerst unterstützer der gegen-ini war, läßt sich meinerseits hier net beantworten, vermutlich is es aus dem datenbank-dump zu erfahren, wenn's wirklich wer wissen will.

die minimalkombination Gamoder - Ger77 - Vilinthril hat sechs stimmen und damit doppelt so viele, wie mit aktuellem quorum notwendig is.

die mittelkombination Gamoder - Ger77 - MoD hat sieben stimmen.

die maximalkombination (unter der annahme, dass Ger77 erst später dazustieß) Gamoder - MoD - Vilinthril bringt es gar auf zehn stimmen.

das aktuelle unterstützungspaket hat alle vier leute drin mit elf stimmen.

eine verdopplung des aktuellen quorums hätte net verhindert, dass die gegen-ini in die diskussionsphase kommt.

bei der maximalkombination mit zehn stimmen, hätte netmal eine verdreifachung des quorums etwas gebracht.

---

nein, mir schwebt da etwas anderes vor: eine explizite vorzeitige abbrechung eines themas, wenn genug leute ein thema an sich als spam markieren. wichtig dabei: net eine spezielle ini sondern alle inis sollen dadurch abgebrochen werden. das muss man so einrichten, damit net versehentlich oder absichtlich eine ungeliebte ini aus dem thema gedrängt wird, während andere darin verbleiben.

im aktuellen fall würde man die ini der straßenumbenennung kübeln, weil man damit leben kann, dass auch die gegen-ini (kein programmpunkt) mitverschwindet, da dies ja sinn und zweck der aktion is.

ein anheben der quoren würde hier nix verbessern. nach aktuellem stand wird sich die LO Wien - so net alle inis gleichzeitig zurückgezogen werden - in einer abstimmung mit dem thema befassen müssen. die ablehnung, die sich hier im forum bereits bemerkbar macht, wird sich in einer deutlichen ablehnung auch bei der abstimmung bemerkbar machen.

fazit: reine zeitverschwndung das ganze.

[edit]

einen nick versehentlich falsch geschrieben, sorry.

[/edit]

CU TOM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.03.2013 19:28 von mî†õm².)
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Beitrag #29606 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Programmpunkt zu diesem Thema
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (14 days 22:38:20 left)
i2671: Kein Programmpunkt zu diesem Thema
Zitat:
Zu diesem Thema soll kein Programmpunkt ins Parteiprogramm aufgenommen werden
Begründung
a) Bringt nichts b) Längere Straßennamen führen dazu, dass entweder mehr Schildfläche benötigt wird oder der Straßenname schlechter lesbar wird
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #29632 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Ich glaube der Antrag ist eh mehr ein Schmäh und kann problemlos umgedeutet werden in einen antrag auf Schaffung des Bereichs 'sandkiste' in der Gliederung wien.
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Beitrag #30765 | 20.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (26 days 12:23:50 left)
i2695: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
Zitat:
Folgender Punkt soll in das Wiener Parteiprogramm an geeigneter Stelle aufgenommen werden.
Ab sofort sollen alle weiteren Straßen und Plätze die neu geschaffen werden bzw. Straßen und Plätze die aus diversen Gründen umbenannt werden müssen nach weiblichen Personen benannt werden.
Solange, bis in etwa 50% weiblich und 50% männlich benannt sind.
Ein paar Beispiele dazu: http://wien.gruene.at/2012/03/06/wienerinnenplatz
ququ90

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Beitrag #31832 | 24.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
Was spricht gegen i2695?


https://lqfb.piratenpartei.at/initiative/show/2695.html


?

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.03.2013 04:36 von ququ90.)
Gamoder

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Beitrag #31846 | 24.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(24.03.2013 )ququ90 schrieb:  
Was spricht gegen i2695?
Beispielsweise dass es dann unmöglich wird, Straßen nach vergleichsweise berühmten Männern zu benennen?

Anton Zeilinger z.B. würde, sobald er gestorben ist, mMn schon eine verdienen und "aktuell" fällt mir keine berühmte österreichische Frau ein - wobei natürlich die Frage ist, ob Straßen in Wien nur nach gebürtigen Wienern benannt werden dürfen, dann fällt der auch flach, dann gibt es aber logischerweise auch weniger berühmte Frauen.

Sinnvoller wäre es mMn eher zu schauen, ob gewisse wiener/österreichische (je nachdem nach wem Straßen benannt werden, weiß das jetzt nicht so) Frauen mit herausragenden Leistungen bislang nicht in Form eines Straßennamens gewürdigt wurden (weil eben früher Frauenleistungen nicht so gesehen wurden) und die, entsprechend der Leistung, dann bei neuen Straßennamen berücksichtigt werden.

Pro Beiträge bearbeiten für alle: Bessere Beiträge - Fehler gehören korrigiert, Missverstandenes reduziert und Unverständliches erklärt.
Differenzbeiträge für Mailinglisten, Beiträge zurückziehen für Newsgroups, direktes Bearbeiten für Foren.
Für alle, nicht nur für eine kleine Elite.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.03.2013 09:43 von Gamoder.)
ququ90

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Beitrag #32473 | 25.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(24.03.2013 )Gamoder schrieb:  
Beispielsweise dass es dann unmöglich wird, Straßen nach vergleichsweise berühmten Männern zu benennen?

Spricht dieses Beispiel wirklich gegen diese Initiative? Es ist richtig - wenn ab sofort alle Straßen, Gassen und Plätze die neu erschaffen werden nach Frauen benannt werden (Wienerinnen oder Österreicherinnen,...) dann werden ab sofort keine nach Männern benannt. Aber das war ja über eine sehr lange Zeit davor genau umgekehrt. Deshalb gibt es ja so viele Plätze, Straßen und Gassen die nach Männern benannt sind und so wenige die nach Frauen benannt sind.
Was ich damit sagen will: Ist es dann nicht ausgleichende Gerechtigkeit?

Als Vergleich: Wenn Joints ab sofort nicht mehr kriminalisiert werden, dann ist klar, dass die Leute die sagen Joints gehören kriminalisiert zu kurz kommen. So wäre es dann auch mit allen herausragenden Männern nach denen ein Platz benannt werden soll, die kommen dann auch zu kurz. Aber das ist kein Beispiel (Argument) was gegen die Initiative spricht, sondern das ist die Initiative selbst.
Das ist immer so, wenn ich für A bin, und A schließ B aus, dann schließe ich B aus wenn ich für A bin.

Oder bist du der Meinung, dass die Männer in den letzten Jahrhunderten mehr für die Welt geleistet haben als die Frauen und es deshalb eh gerechtfertigt ist, dass über so eine lange Zeit hinweg die Plätze hauptsächlich nach Männern benannt wurden?

Ich bin der Meinung, dass Männer und Frauen, Transsexuelle und Intersexuelle Menschen in den letzten hundert Jahren alle gleich viel gutes und herausragendes für die Welt hervorgebracht haben.

https://lqfb.piratenpartei.at/initiative/show/2695.html

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.03.2013 22:22 von ququ90.)
Gamoder

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Beitrag #32481 | 25.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(25.03.2013 )ququ90 schrieb:  
Spricht dieses Beispiel wirklich gegen diese Initiative? Es ist richtig - wenn ab sofort alle Straßen, Gassen und Plätze die neu erschaffen werden nach Frauen benannt werden (Wienerinnen oder Österreicherinnen,...) dann werden ab sofort keine nach Männern benannt. Aber das war ja über eine sehr lange Zeit davor genau umgekehrt. Deshalb gibt es ja so viele Plätze, Straßen und Gassen die nach Männern benannt sind und so wenige die nach Frauen benannt sind.
Was ich damit sagen will: Ist es dann nicht ausgleichende Gerechtigkeit?
Nun - Zweimal Unrecht macht kein Recht. Wenn bislang keine Straßen nach Frauen benannt wurden (was nicht stimmt), dann ist es genauso schlimm, wenn jetzt keine Straßen nach Männern benannt werden.

Nein, wenn man Frauen jetzt so berücksichtigt, wie man sie hätte berücksichtigen sollen, dann würden vermutlich ohnehin fast alle neuen Straßen nach Frauen benannt werden - aber halt ein paar auch nach Männern (lt. Wikipedia hat z.B. Sigmund Freud keine Straße ...). Das ist mehr Freiheit, die zu besseren Resultaten führen kann.

Das Argument ist folgendes: Mein Ziel ist, dass die Personen, nach denen die Wiener Straßen benannt sind, möglichst berühmte Wiener sind. Dazu ist es notwendig, dass Frauen und Männer so ausgewählt werden, dass die berühmtesten ausgewählt werden. Jegliche Einschränkung läuft diesem Ziel zuwider. Natürlich ist das ein Argument, das man nur akzeptieren kann, wenn man mein Ziel akzeptiert.
ququ90 schrieb:
Als Vergleich: Wenn Joints ab sofort nicht mehr kriminalisiert werden, dann ist klar, dass die Leute die sagen Joints gehören kriminalisiert zu kurz kommen.
Dieser Vergleich ist nicht ganz passend: Er berücksichtigt nämlich nur, dass von mehreren möglichen Vorgehensweisen immer nur eine gewählt werden kann, wenn sie einander ausschließen. In keiner Weise wird aber ein inhaltlicher Vergleich durchgeführt.
ququ90 schrieb:
So wäre es dann auch mit allen herausragenden Männern nach denen ein Platz benannt werden soll, die kommen dann auch zu kurz. Aber das ist kein Beispiel (Argument) was gegen die Initiative spricht, sondern das ist die Initiative selbst.
Nun - das ist ein Punkt, der so nicht klar in der Initiative steht und den wohl einige als negativ sehen werden, weil er z.B. meinem oben genannten Ziel entspricht.
ququ90 schrieb:
Oder bist du der Meinung, dass die Männer in den letzten Jahrhunderten mehr für die Welt geleistet haben als die Frauen und es deshalb eh gerechtfertigt ist, dass über so eine lange Zeit hinweg die Plätze hauptsächlich nach Männern benannt wurden?
Im Bezug auf die Initiative ist das völlig irrelevant. Nein, ich denke, und das habe ich ja schon betont, dass vermutlich Frauen in den Straßennamen unterrepräsentiert waren. Deshalb ist es vollkommen ausreichend, wenn man die berühmten Frauen, die bislang nicht berücksichtigt wurden, jetzt berücksichtigt. Aber es gibt halt auch andere Personen, die nicht berücksichtigt wurden - z.B. könnte es sein, dass Sigmund Freud keine Straße hat, weil er Jude war.
Das heißt: Frauen sind nicht die einzige Bevölkerungsgruppe, die in der Vergangenheit vermutlich bei den Straßennamen zu wenig berücksichtigt wurde.
ququ90 schrieb:
Ich bin der Meinung, dass Männer und Frauen, Transsexuelle und Intersexuelle Menschen in den letzten hundert Jahren alle gleich viel gutes und herausragendes für die Welt hervorgebracht haben.
Dieser Ansicht bin ich nicht. Nenne mir ein paar trans- oder intersexuelle Wissenschaftler, die es mit Newton, Darwin, Gödel, Einstein etc. aufnehmen können.
Auch gibt es viel weniger Frauen, die herausragendes hervorgebracht haben. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Intersexuelle gibt es viel weniger, daher ist zu erwarten, dass sie auch unter den Wissenschaftern unterrepräsentiert sind. Transsexuelle gibt es ebenso weniger und sie wurden bzw. werden stark diskriminiert, insofern kann man wieder davon ausgehen, dass sie unterrepräsentiert waren.
Frauen genossen lange Zeit keine so gute Bildung wie Männer - und daher ist es wieder zu erwarten, dass ihre Leistungen bescheidener waren.

Denn man darf eines nicht vergessen: Nur weil vielleicht Frauen und Männer gleich viel leisten können unter ähnlichen Rahmenbedingungen waren ebendiese über Jahrhunderte nicht einmal annähernd gleich. Man kann nicht erwarten, dass bei schlechteren Rahmenbedingungen dieselbe Leistung erbracht werden kann wie unter besseren.

Deshalb ist es zu erwarten, dass sich der Frauenanteil unter berühmten Personen immer stärker (naja, jedenfalls solange bis der Islam eine bedeutende Rolle spielt) dem Männeranteil nähern wird, aber das bezieht sich nur auf neue berühmte Personen, mehr Frauen unter früher berühmten Personen gibt es deshalb nicht.

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antha

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Beitrag #32565 | 26.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(25.03.2013 )Gamoder schrieb:  
Dieser Ansicht bin ich nicht. Nenne mir ein paar trans- oder intersexuelle Wissenschaftler, die es mit Newton, Darwin, Gödel, Einstein etc. aufnehmen können.

Woher weißt du eigentlich, dass keiner der Genannten trans- oder intersexuell war? Die Leute sind mit ihren jeweiligen Ausrichtungen damals nicht grad hausieren gegangen ....
Gamoder

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Beitrag #32573 | 26.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(26.03.2013 )antha schrieb:  
Woher weißt du eigentlich, dass keiner der Genannten trans- oder intersexuell war? Die Leute sind mit ihren jeweiligen Ausrichtungen damals nicht grad hausieren gegangen ....
Nun - Einstein, Darwin und Gödel hatten Frauen. Newton hatte keine Frau, aber das muss nichts heißen weil er ja ein relativ seltsamer Mensch gewesen sein sollte - zudem wäre auf Grund der größeren Zahlen bei "keine Frau" zunächst ein Tipp auf Homosexuell angebracht, erst dann auf Transsexuell/Intersexuell, da es einfach deutlich weniger Trans/Intersexuelle als "normale" gibt.

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antha

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Beitrag #32607 | 26.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(26.03.2013 )Gamoder schrieb:  
(26.03.2013 )antha schrieb:  
Woher weißt du eigentlich, dass keiner der Genannten trans- oder intersexuell war? Die Leute sind mit ihren jeweiligen Ausrichtungen damals nicht grad hausieren gegangen ....
Nun - Einstein, Darwin und Gödel hatten Frauen. Newton hatte keine Frau, aber das muss nichts heißen weil er ja ein relativ seltsamer Mensch gewesen sein sollte - zudem wäre auf Grund der größeren Zahlen bei "keine Frau" zunächst ein Tipp auf Homosexuell angebracht, erst dann auf Transsexuell/Intersexuell, da es einfach deutlich weniger Trans/Intersexuelle als "normale" gibt.

Und Tschaikowski hat geheiratet, damit man ihn in Ruhe lässt ...
Gamoder

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Beitrag #32610 | 26.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
Womit er aber weder seine Trans- noch Intersexualität, sondern vielmehr seine Homosexualität verbergen wollte.
Noch einmal: Es gibt deutlich weniger trans- und intersexuelle als "normale", deshalb müssten die schon extrem viel bessere Leistungen bringen und im Vergleich zu "normalen" deutlich überrepräsentiert sein. Woraus schließt du, dass Trans- - und Intersexualität die Leistungsfähigkeit so massiv steigert?

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antha

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Beitrag #32612 | 26.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(26.03.2013 )Gamoder schrieb:  
Womit er aber weder seine Trans- noch Intersexualität, sondern vielmehr seine Homosexualität verbergen wollte.
Noch einmal: Es gibt deutlich weniger trans- und intersexuelle als "normale", deshalb müssten die schon extrem viel bessere Leistungen bringen und im Vergleich zu "normalen" deutlich überrepräsentiert sein. Woraus schließt du, dass Trans- - und Intersexualität die Leistungsfähigkeit so massiv steigert?

Hab ich nie behauptet, nur dass keiner von euch sagen kann, welcher Gruppe von Menschen die oben Genannten angehören. Und dass ich die ganze Diskussion für Schwachsinn halte, ist hoffentlich klar. Was soll die Verteilung von Straßennamen nach Geschlechtszugehörigkeit denn schon an Gleichberechtigung bringen? Ich kenne z.B. in Graz die Darmstadtgasse oder die Trondheimgasse - ist das nun sehr ungerecht, dass alle anderen Länder der Welt keine Gasse erhalten haben? Und die Hans-Sachs-Gasse ist vermutlich eine Zumutung, weil der olle Sachs ein Mann war (also zumindest vermutlich). Dass sich die Mariengasse nach dem Marienkloster benannt hat, ist vermutlich eine Zumutung, weil damit andere Religionen außer Acht gelassen worden sind ....

In der Politik ist es wichtig, auseinanderzuhalten, wo eine zentralistische Leitung notwendig ist und wo nicht. Es ist nicht wichtig, sich mit solchen Kindereien zu beschäftigen. Oder allen alles vorschreiben zu wollen, nur damit man bloß auch alle kleinsten Freiräume regeln kann, weils so gaudig ist. Und das orte ich grade in der Partei, dass man darauf hinaus möchte.
ququ90

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Beitrag #33189 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(26.03.2013 )Gamoder schrieb:  
zunächst ein Tipp auf Homosexuell angebracht, erst dann auf Transsexuell/Intersexuell, da es einfach deutlich weniger Trans/Intersexuelle als "normale" gibt.

Du gibst homosexualität und heterosxualitä in einen topf mit Männer, Frauen, Transsexuelle Menschen und Intersexuelle Menschen. Das ist ein Irrtum.

Siehe:
https://forum.piratenpartei.at/showthrea...1#pid27951

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
Gamoder

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Beitrag #33403 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(28.03.2013 )ququ90 schrieb:  
Du gibst homosexualität und heterosxualitä in einen topf mit Männer, Frauen, Transsexuelle Menschen und Intersexuelle Menschen. Das ist ein Irrtum.
Ich gebe es nicht in einen Topf - aber sowohl Intersexualität wie Homosexualität kann ein Grund sein, keine Frau haben zu wollen (aus Scham bzw. aus Desinteresse).

Es gibt unterschiedliche Schätzungen, was den Anteil homosexueller Betrifft, aber sie liegen alle im %-Bereich. Der Anteil Trans- und Intersexueller dagegen bei ca. 1 Promille, das ist mehr als eine Größenordnung niedriger.

Wenn du also behauptest, dass Trans- und Intersexuelle so viel geleistet haben wie z.B. Männer oder Frauen, dann bedeutet das, dass ein einzelner Trans- oder Intersexueller das tausendfache eines "normalen" Menschen geleistet haben müsste - laut deiner eigenen Statistik. Hältst du das für realistisch?

Wenn nein, dann stimmt die Behauptung sicher nicht, dass Trans- und Intersexuelle so viel geleistet haben wie die anderen Gruppen.

Für die Gruppe der Trans- und Intersexuellen gilt also sicher, dass deren Beteiligung geringer ist.

Schauen wir nun zu den Frauen: Wie wir wissen, hatten Frauen bis vor nicht allzu langer Zeit tendenziell einen Bildungsmangel. Wir wir auch wissen, kann man besonders dann exzellente Leistungen erbringen, wenn man gut gebildet ist. Folgedessen liegt es auch nahe, dass Frauen eben in der Vergangenheit nicht so viel an exzellenten Leistungen erbracht haben wie Männer.
ququ90 schrieb:
Die letzten Jahrhunderte waren die Frauen gleich wichtig wie die Männer und haben für die Gesellschaft gleich viel geleistet wie die Männer.
Deshalb war es Unrecht, dass bisher so wenige Straßen nach Frauen benannt wurden.
Das ist ein falscher Schluss. Je nachdem wie man "hat für die Gesellschaft viel geleistet" definiert, kann das schon stimmen. Das bedeutet aber nicht, dass es genau so viele berühmte Frauen wie Männer damals gegeben hat, und nur das ist für die Straßenbezeichnung relevant.

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Für alle, nicht nur für eine kleine Elite.
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #32588 | 26.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(25.03.2013 )Gamoder schrieb:  
Nun - Zweimal Unrecht macht kein Recht.

sowas nennt man "positive Diskriminierung"
Ohm

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Beitrag #33207 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(26.03.2013 )MoD schrieb:  
(25.03.2013 )Gamoder schrieb:  
Nun - Zweimal Unrecht macht kein Recht.

sowas nennt man "positive Diskriminierung"

Das ist ein Paradoxon. So wie "political corectness" oder "military intelligence".
ququ90

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Beitrag #33190 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(25.03.2013 )Gamoder schrieb:  
Dieser Ansicht bin ich nicht. Nenne mir ein paar trans- oder intersexuelle Wissenschaftler, die es mit Newton, Darwin, Gödel, Einstein etc. aufnehmen können.

Ich betrachte die Welt systemisch.
Du, so ist mein Eindruck, betrachtest die Welt aus der Sicht einer einzelnen Person heraus. Oder aus einer Personengruppe heraus, den Männern.

Die letzten Jahrhunderte waren die Frauen gleich wichtig wie die Männer und haben für die Gesellschaft gleich viel geleistet wie die Männer.
Deshalb war es Unrecht, dass bisher so wenige Straßen nach Frauen benannt wurden. Dieser Missstand ist zu beheben, danach kommen die Personen wie etwa Freud dran.

Wir auf der Welt sind im Grunde alle eins und hängen miteinander zusammen. Meine Leistungen sind durch viele andere Menschen ermöglicht worden und werden immer noch durch viele Menschen ermöglicht. Das ist eine Weltanschauung. DANKBARKEIT.

Ich kenne Menschen, und ich schätze auch dich so ein, die der Meinung sind, dass einzelne Individuen einzig aus sich heraus Leistungen erbringen. Das ist auch eine Weltanschauung. STOLZ.

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
antha

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Beitrag #33192 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(28.03.2013 )ququ90 schrieb:  
DANKBARKEIT.
STOLZ.

Deine Welt ist sehr einfach, sehr schwarz - weiß.
Aber warum verbeißt du dich in völlig unnötige Themen? Das bringt nun echt sowas von gar nichts.
ququ90

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Beitrag #33398 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(28.03.2013 )antha schrieb:  
Deine Welt ist sehr einfach, sehr schwarz - weiß.
Aber warum verbeißt du dich in völlig unnötige Themen? Das bringt nun echt sowas von gar nichts.

Ja, es gibt Punkte, da habe ich eine Schwarz Weiss Meinung. Beispiele:

1) Mann und Frau und Transsexuelle Menschen und Intersexuelle Menschen sind jeweils gleichwertig.
- ganz klar ja. Kein bisl ja oder ja aber oder ein wenig schwarz dabei, nein, nur weiß!

2) Ich habe es lieber, dass es mir gut geht als dass es mir schlecht geht.
- ganz klar ja. Kein bisl ja oder ja aber oder ein wenig schwarz dabei, nein, nur weiß!

3) Die Umwelt und Natur ist so gewaltig und wichtig für uns Menschen, deshalb müssen wir sorgsam mit ihr umgehen.
- ganz klar ja. Kein bisl ja oder ja aber oder ein wenig schwarz dabei, nein, nur weiß!

4) Kindern darf keinesfalls vermeidbares Leid zugeführt werden.
- ganz klar ja. Kein bisl ja oder ja aber oder ein wenig schwarz dabei, nein, nur weiß!


Für mich ist dieses Thema deshalb so wichtig, weil es Teil der Gleichstellung von Mann und Frau ist. Nicht die gesamte sondern nur ein Teil, und vor allem ein Teil der ohne Aufwand und Probleme erledigt werden kann.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Gleichstellung von Mann und Frau jedenfalls mehr Harmonie und Balance in die Gesellschaft bringt.

"Wir sind die Wikipedia unter den Parteien."
(...)
Gamoder

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Beitrag #33412 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
Aja, nur damit du siehst, dass das nicht "logisch" ist. Ich sehe die meisten deiner Punkte differenziert.
(28.03.2013 )ququ90 schrieb:  
1) Mann und Frau und Transsexuelle Menschen und Intersexuelle Menschen sind jeweils gleichwertig.
Sehe ich anders. Für mich ist jeder Mensch (naja, potentiell jedenfalls) unterschiedlich viel wert, je nach seinen Eigenschaften. Dieser Wert ist nicht objektiv bestimmbar, sondern hängt von den Rahmenbedingungen ab, es gibt aber Menschen, die bei besonders vielen "Wertmessungen" anderen überlegen bzw. unterlegen sind.
Ich vergleiche das z.B. mit einem PC, da erkennt man das vielleicht besser weil man unvoreingenommener ist: Wenn man einen hat mit viel Arbeitsspeicher und starker CPU, aber kleiner und langsamer Festplatte und schlechter Grafikkarte und einen zweiten mit großer und schneller Festplatte, weniger Arbeitsspeicher, eine schwachen CPU und einer mitteleren Grafikkarte, dann kann es leicht sein, dass der eine sagt "hey, der erste PC ist mir mehr wert" und dem anderen ist der zweite mehr wert - es kommt halt drauf an, ob man mehr Wert auf den Arbeitsspeicher oder die Festplatte oder was auch immer legt.
Wenn man aber einen beliebigen heutigen PC um 1000€ mit einem beliebigen 1000€-PC von vor 10 Jahren vergleicht, dann wird man feststellen, dass der heutige dem älteren in fast jeder Hinsicht überlegen ist - nur in ganz wenigen vielleicht nicht (bei mir z.B. 4:3-Bildschirmformat)
ququ90 schrieb:
2) Ich habe es lieber, dass es mir gut geht als dass es mir schlecht geht.
Auch das sehe ich differenziert. Wenn man nur sich selbst betrachtet, ist das sicher richtig. Oftmals gibt es aber nicht die Möglichkeit, nur sich selbst zu betrachten - in diesem Fall ist das Wohl der anderen auch zu berücksichtigen.
Ich bin Utilitarist, d.h. ich versuche das Wohl der anderen auch zu berücksichtigen, da kann es schon sein, dass ich mal eine kleinere Einschränkung für mich in Kauf nehme, damit jemand anderer deutlich mehr erhält.

Ansonsten ist das aber eine Trivialität: "Gut" ist definitionsgemäß besser als "schlecht", folgedessen hat man es lieber.
ququ90 schrieb:
3) Die Umwelt und Natur ist so gewaltig und wichtig für uns Menschen, deshalb müssen wir sorgsam mit ihr umgehen.
Sehr schwammig das ganze.
Was heißt "sorgsam"? Da ist der Graubereich schon genau in der Definition von "sorgsam" versteckt, unter der jeder etwas anderes versteht.
Im Extremfall ist das aber sicher falsch: Also mir persönlich ist es ziemlich egal, ob ich jetzt z.B. einen Grashalm zertrete - aber bei extremer Auslegung von "sorgsam" (ganz weiß!) müsste man peinlich darauf achten, dies zu vermeiden.
ququ90 schrieb:
4) Kindern darf keinesfalls vermeidbares Leid zugeführt werden.
Schon wieder ein verstecker Graubereich. Was ist "vermeidbar"?
Im Übrigen bin ich hier der Ansicht, dass man nicht so stark zwischen Kindern/Erwachsenen unterscheiden sollte (ein wenig ist berechtigt, da Kinder durch die längere zu erwartende Lebensdauer stärker durch Leid geschädigt werden), sondern vielmehr die Hilflosigkeit der Person ist, die relevant ist. Ich finde es für nicht wesentlich weniger schlimm, wenn man z.B. eine pflegebedürftige alte Person im Vergleich zu einem Kind misshandelt. (Wie gesagt: Schon weniger schlimm wegen geringerer Lebensspanne, aber nicht extrem viel weniger schlimm). Das ist natürlich eine "moralische" Frage, die jeder für sich beantworten kann, aber ich wollte es nur einmal anmerken.
ququ90 schrieb:
Für mich ist dieses Thema deshalb so wichtig, weil es Teil der Gleichstellung von Mann und Frau ist. Nicht die gesamte sondern nur ein Teil, und vor allem ein Teil der ohne Aufwand und Probleme erledigt werden kann.
Die Frage ist, ob Gleichstellung sinnvoll ist.
Ich mag, um ehrlich zu sein, Gleichberechtigung natürlich, aber absolute Gleichstellung verringert die Effizienz, weil da die biologischen Nachteile, die aber tatsächliche Nachteile sein können, ausgeglichen werden und die Gesamteffizienz ohne dem größer wäre.
In diesem Sinne halte ich es so: Gleichstellung soweit es sinnvoll ist, also Vorteile bringt.
ququ90 schrieb:
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Gleichstellung von Mann und Frau jedenfalls mehr Harmonie und Balance in die Gesellschaft bringt.
Schwierig - keine Ahnung, vielleicht, vielleicht auch nicht, wird man sehen.

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Beitrag #33407 | 28.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neue Straßen und Plätze in Wien nach Frauen benennen
(28.03.2013 )ququ90 schrieb:  
Ich betrachte die Welt systemisch.
Du, so ist mein Eindruck, betrachtest die Welt aus der Sicht einer einzelnen Person heraus. Oder aus einer Personengruppe heraus, den Männern.
Das ist falsch - ganz im Gegenteil, ich habe genau mit den Rahmenbedingungen argumentiert.
ququ90 schrieb:
Wir auf der Welt sind im Grunde alle eins und hängen miteinander zusammen. Meine Leistungen sind durch viele andere Menschen ermöglicht worden und werden immer noch durch viele Menschen ermöglicht. Das ist eine Weltanschauung. DANKBARKEIT.
Das ist richtig - aber im Bezug auf die Straßennamensgebung irrelevant. Die vielen, die kleine, aber doch wesentliche Beiträge leisten sind vielleicht bedeutender als die wenigen, die größere Beiträge leisten, aber nur letztere verdienen Straßennamen.
ququ90 schrieb:
Ich kenne Menschen, und ich schätze auch dich so ein, die der Meinung sind, dass einzelne Individuen einzig aus sich heraus Leistungen erbringen. Das ist auch eine Weltanschauung. STOLZ.
Das ist falsch. Ich argumentiere ständig mit den in der Vergangenheit für Mädchen schlechteren Rahmenbedingungen, insbesondere in Bezug auf Bildung. Daraus ergibt sich, dass ich der Ansicht sein muss, dass die Rahmenbedingungen sehr wesentlich sein müssen.
Auch zu sonstigen Themen habe ich häufig mit der Bedeutung der Rahmenbedingungen argumentiert, beispielsweise denke ich, dass der Islam zu schlechteren Rahmenbedingungen für Forschungen und Wissenschaft führt als der Atheismus.
Es ist auch unmittelbar einsichtig, dass die Rahmenbedingungen passen müssen: Wären die Menschen alleine dafür verantwortlich, welche Leistung erbracht wird, dann müsste der Fortschritt extrem abflachen, weil er nur von der Person, nicht aber den zuvor erforschten Inhalten abhängt. Tatsächlich beobachten wir dies aber nicht: Forschung, die von anderen Personen durchgeführt wurde hilft bei der weiterführenden Forschung.

Nur: All das ist für die Straßennamensgebung nicht von Bedeutung.

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Beitrag #33891 | 31.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Jede dritte Benennung/Umbenennung (Straße, Plätze) nach einem Mann.
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (16 days 09:18:23 left)
i2793: Jede dritte Benennung/Umbenennung (Straße, Plätze) nach einem Mann.
Zitat:
Ab sofort soll jede dritte Benennung/Umbenennung (Straße, Plätze) in Wien nach einem Mann erfolgen. Die anderen zwei nach Frauen.
Diese Initiative soll eine Konsensinitiative darstellen. In ihr sind beide Hauptmotive der anderen Initiativen enthalten und vereinigt:
1) Es soll weiterhin möglich sein nach bedeutsamen und berühmten Männern zu benennen. 2) Klares Signal bezüglich Gleichstellung.  
Für eine Hilfe bezüglich schönerer Formulierung dieser Initiative bin ich sehr dankbar. Der Kern ist klar, jedoch sicher noch schöner zu formulieren.  
Liquid
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Beitrag #39161 | 16.04.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (14 days 23:59:15 left)
Liquid
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Beitrag #42950 | 01.05.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (14 days 23:59:43 left)
The Tiburtius

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Beitrag #29609 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
(17.03.2013 )Liquid schrieb:  
Wien: Landesparteiprogramm
Programmantrag direkt: Thema 1209
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (14 days 22:59:07 left)
i2670: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Zitat:
Folgender Punkt soll in das Wiener Parteiprogramm an geeigneter Stelle aufgenommen werden.
Die Piratenpartei Wien fordert, dass alle Straßen und Plätze in Wien in ihre geschlechtsneutrale Form umbenannt werden. Wo nötig soll das mit einem Binnen I geschehen. Dies ist ein sichtbarer Beitrag zur Genderdiskussion und zur Reduktion der Diskriminierung von Wienerinnen. 
Beispiele:
Die Mariahilferstraße soll in MariahilferInnenstraße umbekannt werden.
Die Kärtnerstraße soll in KärtnerInnenstraße umbenannt werden.
Der Südtirolerplatz soll in SüdtirolerInnenplatz umbenannt werden.

Schön langsam pack ich Euch nimma...

Kannst machen wasst willst - es ändert sich nix!
(The Tiburtius)
antha

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Beitrag #29686 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
(17.03.2013 )The Tiburtius schrieb:  
Schön langsam pack ich Euch nimma...

Ja, geht mir auch so.

Kleiner Hinweis zum Thema: In Dresden gibts seit 2004 nicht nur Ampelmännchen sondern auch Ampelfrauchen - man könnte ja im Sinn der Gleichberechtigung auch das nachmachen.
Die Frage stellt sich nur, ob die Männer den Ampelfrauchen auch folgen müssen bzw. ob dann die Frauen noch immer den Ampelmännchen folgen müssen ... Big Grin
Notfalls müssen dann halt an allen Straßenüberquerungen 2 Ampeln stehen, eine mit Männchen und eine mit Frauchen ... Tongue
Ohm

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Beitrag #29680 | 17.03.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Straßen in Wien geschlechtsneutral benennen
Nicht vergessen: Die FickerIn-Straße
Passt irgentwie zu diesem Hirnwichs-Antrag. :/




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