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Geld, Zins und Zinseszins
Liquid
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Beitrag #13110 | 07.01.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Geld, Zins und Zinseszins
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 933
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (7 days 23:59:38 left)
i1868: Geld, Zins und Zinseszins
Zitat:
Die Piratenpartei soll über den folgenden Text nachdenken und vielleicht doch etwas unternehmen, damit wichtige Themen, die für das soziale Niveau von Bedeutung sind, vernünftig behandelt werden. Wir sind es den Mitmenschen schuldig!
hier gefunden: http://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2012/PK0499/
"FPÖ offen für Überlegungen über neues Geld
Angesichts der Macht der Finanzmärkte, die einer demokratischen Verfassung widerspreche, verlangen die FPÖ-Abgeordneten Carmen Gartelgruber und Elmar Podgorschek Offenheit gegenüber "unorthodoxen Maßnahmen" und neue Wegen in der Geldpolitik ( 1966/A(E)). Die Abgeordneten erinnern an die Petition "Neues Geld" und weisen darauf hin, dass das exponentielle Wachstum des Geldvermögens durch Zinseszins an natürliche Grenzen stoße und das Recht kommender Generationen, auf der Erde zu leben, verletze. Neue Geldformen und Komplementärwährungen zielten auf Wertstabilität, Demokratie, Gemeinschaftsbildung, Ressourcenschonung, eine naturnahe Wirtschaftsweise und gerecht verteilten Wohlstand für alle. Auch in Österreich entstehen Initiativen für Geldsysteme, die ergänzend zum Euro wichtige Aufgaben bei der Förderung des Sozialkapitals und in der Nahversorgung übernehmen: Tauschsysteme, Barterringe, Regiogeld und Zeitbanken benützen eigene Verrech-nungs- und Zahlungssysteme, verzichten auf Zins und verbinden regionale Zahlungsmittel mit autarker Energieversorgung aus erneuerbaren Rohstoffen. Die Aufforderung der Antragsteller an die Bundesregierung und die Finanzministerin lautet daher, Möglichkeiten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Komplementärwährungen zu prüfen und Forschungen über neues Geld durch Einrichtung eines Universitätslehrstuhles zu unterstützen."
Ein triftiger Grund, dass ich mich von den Piraten entfernen muss: Meinungsfreiheit, Toleranz und all die wohlklingenden Ausdrücke sind nur leere Worthülsen. Jede Partei, die nichts gegen den gegenwärtigen Volksraub, der aufgrund des bestehenden Finanzsystems voranschreitet, unternimmt, handelt gegen die eigenen Parteifreunde, unterstützt und fördert die Armut!
Schlimm bei den Piraten: wenn man das Problem mit dem Zins und Zinseszins anzweifelt, ist man entweder ein Esoteriker oder das ganze wird als Pseudowissenschaft abgestempelt. LiquidFeedback recht und schön, aber wenn eine Initiative von anderen abgewürgt wird, will ich nicht mehr länger mitmachen! Laut Rädelsführer unter den Piraten, müssten demzufolge auch die Freiheitlichen und alle anderen Parteien, die das Zinsproblem erwähnen, Esoteriker sein und sich von der Pseudowissenschaft leiten lassen. Lassen sich die Piraten von den Göttern inspirieren?
Betriebsdirektor
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Beitrag #13420 | 09.01.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Geld, Zins und Zinseszins
Zitat:
...verlangen die FPÖ-Abgeordneten Carmen Gartelgruber und Elmar Podgorschek Offenheit gegenüber "unorthodoxen Maßnahmen" und neue Wegen in der Geldpolitik...

Podgorschek ist schon im August 2006 als strammer Burschenschafter in Braunau/ Inn bei der Palm-Kundgebung aufmarschiert und war dabei seltsam fröhlich, obwohl ihm die Herren Gottfried Küssel (dzt. in U-Haft), Felix Budin (dzt.in U-Haft) und Stefan Magnet (dzt. Prokurist bei Moser-Media) dicht auf den Fersen waren.

Quelle: http://www.stopptdierechten.at/2011/09/2...geblieben/ (mit Foto)

Ich kann mir schon vorstellen, in welche Richtung die "Offenheit" eines Herrn Podgorschek im Bereich des Geldsystems geht. Denn schon im "kleinen ABC des Nationalsozialisten" von Joseph Goebbels kann man die „Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft“ nachlesen. Gerade diese "Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens", wird hier oft gefordert. Skurrilerweise wird das auch von denen gefordert, die ein arbeitsfreies Einkommen im Rahmen eines bedingungslosen Grundeinkommens haben wollen. Da ist das dann schon ok. Im Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft (Gottfried Feder: Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes) gibt es so ein tolles 9-Punkte Programm, wo u.a. folgendes sinngemäß drinnen steht:

- Die Staatsschulden sollten zinsfrei sein
- Das Geldwesen wird verstaatlicht ("Zentralstaatskasse").
- "Realkredit wird nur durch die Staatsbank vergeben."

Zinsfreie Staatsschulden? Verstaatlichung des Geldwesens? Kredite nur von der Zentralstaatskasse? Wer einen Kredit will, der muss wahrscheinlich vorher die "richtige" Parteimitgliedschaft unterschreiben, sonst scheitert wahrscheinlich die vorlaufende "Bedarfsprüfung". Anstatt Zins und Rating gibt's dann halt Zucht und Ordnung. Aber es wird noch besser. Mein persönlicher Favorit ist der 9. Punkt:

"- Volksaufklärung, daß das Geld nichts anderes ist und sein darf, als eine Anweisung auf geleistete Arbeit"

Das ist schön. Hätten die damals schon Youtube gehabt, sie hätten wahrscheinlich den Krieg gewonnen. Youtube ist echte Volksaufklärung. Denn wenn was im Fernsehen ist, dann muss es einfach stimmen, denn wir haben dann alle mit eigenen Augen gesehen was ein anderer gesagt hat. Und das macht es WAHR. Wen schert da noch ein Literaturverzeichnis, Zitate, Quellenangaben oder sonstige schnöde Bürokratie der "Systemwissenschaften"? Niemanden, weil alles ein Werk des Teufels. Howgh. Der "Rädelsführer" hat gesprochen.


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