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Nichtkandidatur
Savage
Pirat
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Beitrag #158643 | 11.06.2016 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Nichtkandidatur
Ahoi Piraten

Ich bin 2010 zu den Piraten gekommen um meine Unzufriedenheit über Missstände und Fehlentwicklungen in konstruktive Mitarbeit zu transformieren. Ich könnte jetzt viele Namen nennen, viele Erlebnisse anführen, das Piratenleben und die Zeit vor und als Landesvorstand verklären.
Ich habe mir große Ziele gesetzt, leider wurde die unausreichende fehlende Umsetzung zu einem immer größeren Problem.

In 4 Wahlkämpfen haben gezeigt, dass wir trotz geringen finanziellen und personellen Ressourcen, mit größtmöglichen persönlichen und finanziellen Engagement, kämpfen können.

Ohne Pirat-Dietmar, Tree, BregenzerTormannXII, Universum, Schwarze Mietzekatze, Burns, Samy, AndySp und viele andere Mitgliedern, ihren Familien und Unterstützern, ohne Hilfe der „Deutschen Piraten“, „Tiroler Piraten“, der „Piratenpartei Österreichs“ wäre und nicht zu vergessen dem Gründer der Vorarlberger Piraten Marc Fuhrken wäre dies niemals möglich gewesen.
Ich habe es in 3 Jahren nicht geschafft für Landesorganisation Vorarlberg ausreichend Mitglieder zu werben um ein effizientes Arbeiten zu gewährleisten.

Einem verdienten Mitglied der LO-Vorarlberg wurde die Wiederaufnahme in die Piratenpartei verwehrt. Mit meiner persönlichen als auch der politischen Ausrichtung der Piratenpartei Österreichs, konnten einige Mitglieder nicht mehr mitgehen. Ich bedauere das sehr.

Was meine persönliche Weiterentwicklung betrifft will ich anhand einem Beispiel aus der Antike veranschaulichen:
Der weibliche Körper. Man war der Ansicht, die Gebärmutter sei ein im Körper frei bewegliches Organ. Nur durch regelmäßigen Geschlechtsverkehr oder Schwangerschaft würde sie an ihrem Platz gehalten. Soranus empfahl aus diesem Grunde, nach der Menarche nicht lange mit der Eheschließung zu warten. Sonst wandere der Uterus durch den Körper und verursache Schmerzen und Krankheiten.

Die Piratenpartei hält sich für fortschrittlich und stützt sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Leider finde ich in der Partei zurzeit keinen ausreichenden Willen und Verständnis den Dingen auf den Grund zu gehen, Zusammenhänge ungeschönt aufzuzeigen.

Nebst meiner Gesundheit, einer daraus notwendigen Lebensumstellung haben mich nachfolgende Überzeugung bewogen nicht mehr kandidieren.
Die Wurzeln allem Übels liegen in der unterdrückten Sexualität, der Frau, dem Rassismus gegenüber der Frau.
Alle Perversionen und psychischen Defekte von Männern und Frauen entstehen Aufgrund schwarzer Pädagogik und falsch gelebter Sexualität.
Alle Religionen welche Frauen und Kinder diskriminieren, Menschen ihrer Freiheit alles anzuzweifeln berauben, gehören reformiert.

Überwachung, Machterhalt um jeden Preis, Ausbeutung, Kontrollwahn etc. gehen einher mit dem Denken Menschen besitzen zu können. Macht Euch die Erde untertan. Nein die Frau ist nicht der Acker der Männer. Der Samen muss nicht in die Frau. Die Frau ist mehr als ein Gefäß und dem Manne zu willen. Wir müssen diese Zuhältergesellschaften demaskieren und niederreißen. Wenn die Frauen frei und selbstbestimmt leben, haben wir als Männer eine Chance sie zu ergänzen und damit dem Leben zu dienen, anstatt dem Tod.

Korrupte Richter, sadistische Ärzte, kriminelle Polizisten, Politiker die Menschenleben zerstören sind nicht die „schwarzen Schafe“, „Einzelfälle“ sondern nur die Spitze des Eisbergs.

Das Prinzip des Laizismus (Privatschule welche den Unterricht nach der Bibel ausrichtet) oder der Faschismus in Religionen (Beschneidungen etc.) bleiben mit Berufung auf die Religionsfreiheit unreflektiert.

Wenn „Amnesty International“ weltweit die Prostitution legalisieren will, finde ich im Koordinationsforum Problembewusstsein. Vielleicht schaffe ich es, mit der Ausarbeitung eines Positionspapiers, Meinungsbild, Abstimmung etc. die „Schlafenden“ zu wecken.

Die Menschenrechte und die Unversehrtheit des eigenen Körpers stehen für mich über Religion oder kulturell bedingten Machtstrukturen, immer.
Wenn sich die Menschheit nicht zurück, sondern weiterentwickelt, wird man auf unsere Zeit bei unserem derzeitigen falschen und unzulänglichen Wissenstand in der Medizin, Sexualität, Pädagogik, Bildung, Psychoanalyse, Theologie, etc., ebenso befremdlich zurückblicken wie, wir auf die Antike.

Ich bei den Piraten wunderbare Menschen kennengelernt, wie überall waren auch Spinner dabei. Meine Hochachtung gilt all Jenen die sich für die Piratenpartei Österreich engagieren, engagiert haben. Ich zähle auch die vielen Unterstützer und Kritiker dazu.

Meinen besonderen Dank gilt allen Jene die es ermöglicht haben, dass wir auf 6 Jahre Piratenpartei Vorarlberg / Landesorganisation der Piratenpartei Österreichs zurückblicken können.
Ich werde weiter versuchen unseren fleißigsten Pirat „Dietmar“ in seiner politischen Arbeit zu unterstützen und für eine geordnete Auflösung zur Verfügung stehen. Es ist zu hoffen, dass der Bund eine Organisationsform für Vorarlberg findet in der auch in Zukunft ein Arbeiten an regionalen Themen möglich ist.

Vielen Dank für Eure Unterstützung und Euer Vertrauen
Friedrich Gsellmann




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