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Keine 48h
eest9
Pirat
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Beitrag #153744 | 29.10.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Keine 48h
Dies ist für die nächste Zeit mein letzter Versuch hier im Forum eine sinnvolle Diskussion anzustoßen.

Keine 48h sind seit dem Beschluss zu Roaming und Netzneutralität im EU-Parlament vergangen und schon sind alle Befürchtungen der Kritiker eingetroffen (gut, nur Angekündigt weils erst umgesetzt wird).

Noch am selben Tag hat man Angekündigt neue Roaming-Modelle zu entwickeln. Federführend? Österreich /o\
http://www.golem.de/news/deutsche-teleko...17151.html
Zitat:
Der österreichische Mobilfunkbetreiber T-Mobile sucht nach dem heutigen Beschluss des Europaparlaments in Straßburg nach einem neuen Roaming-Modell. Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria, erklärte in einem Statement, das Golem.de vorliegt: "Es heißt nun, ein gänzlich neues Roaming-Modell zu entwickeln, statt einfach die Preise zu senken. Der Konsument soll seinen Inlandspreis mit Aufschlag innerhalb der EU zahlen."

Und heute schon der nächste Schlag. Man will das Ende der Netzneutralität ausnutzen um kleine Unternehmen zu benachteiligen.
http://www.telekom.com/medien/managementzursache/291708
Zitat:
Gegner von Spezialdiensten behaupten, kleine Anbieter könnten sich diese nicht leisten. Das Gegenteil ist richtig: Gerade Start-Ups brauchen Spezialdienste, um mit den großen Internetanbietern überhaupt mithalten zu können. Google und Co. können sich weltweite Serverparks leisten, damit die Inhalte näher zu den Kunden bringen und die Qualität ihrer Dienste so verbessern. Das können sich Kleine nicht leisten. Wollen sie Dienste auf den Markt bringen, bei denen eine gute Übertragungsqualität garantiert sein muss, brauchen gerade sie Spezialdienste. Nach unseren Vorstellungen bezahlen sie dafür im Rahmen einer Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent. Das wäre ein fairer Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur. Und es sorgt für mehr Wettbewerb im Netz.

Vorschläge, aus der Basis, was wir als Piratenpartei dazu machen könnten/sollten?

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
Gamoder

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Beitrag #153751 | 29.10.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
Ja, ist nicht schön.

Was mich besonders stört ist aber, dass ja angeblich die Netzneutralität gekippt wurde, im Gegenzug dazu aber Roaminggebühren verboten wurden.
Ich fände es umgekehrt sinnvoller: Ohne Netzneutralität wird es für neue Firmen schwieriger, im Internet mitzumachen, aber beim Roaming können ja tatsächlich unterschiedliche Kosten je nach Land anfallen - Fast nichts ist in jedem Land gleich, das sollte man auch weiterverrechnen dürfen.

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6581

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Beitrag #154260 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
Das mit dem Roaming kommt mir sowieso vor, als hätten das die EU-Parlamentarier für sich selbst und die Business-Leute gemacht.

Die Kosten für Telefonieren und SMS waren sowieso schon sehr niedrig - der Durchschnittsösterreicher hat sicher lieber einen niedrigeren Tarif und passt halt die paar mal die er im Ausland ist auf. Einzug der Datentransfer wäre noch vernünftiger zu regeln gewesen. Auf alle Fälle ein schlechter Tausch.
Alfred

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Beitrag #154264 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(04.11.2015 )6581 schrieb:  
Das mit dem Roaming kommt mir sowieso vor, als hätten das die EU-Parlamentarier für sich selbst und die Business-Leute gemacht.

Beide können diese Kosten als Spesen absetzen, es mindert in keiner Weise ihr verfügbares Einkommen. Das bedeutet: Es ist beiden (individuell) völlig egal, was das kostet. Ganz anders verhält es sich bei den kleinen Leuten, die mit dem Privattelefon auf Urlaub fahren und dort per Datenroaming (unwissend) einen finanziellen Supergau verursachen.
6581

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Beitrag #154276 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(04.11.2015 )Alfred schrieb:  
Beide können diese Kosten als Spesen absetzen

Zahlen muss es trotzdem wer, dem es nicht egal ist. ;-)

Zitat:
Ganz anders verhält es sich bei den kleinen Leuten, die mit dem Privattelefon auf Urlaub fahren und dort per Datenroaming (unwissend) einen finanziellen Supergau verursachen.

Das war ja mittlerweile schon gedeckelt.
Die Frage ist, ob das EU-Roamingverbot nun höhere Kosten im Inland verursacht oder nicht.

Außerdem: Da für mich die interessanteren Länder sowieso nicht in der EU liegen, wäre zB sinnvoller wenn einfach das Konsumentenschutzgesetz gut genug ist, dass man einfach auch in anderen Ländern keinen finanziellen Supergau verursachen kann.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.11.2015 14:23 von 6581.)
Alfred

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Beitrag #154314 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(04.11.2015 )6581 schrieb:  
Die Frage ist, ob das EU-Roamingverbot nun höhere Kosten im Inland verursacht oder nicht.

Wenn die EU weiter den Markt abschafft anstatt ihn zu befördern dann schon.
6581

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Beitrag #154348 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(04.11.2015 )Alfred schrieb:  
(04.11.2015 )6581 schrieb:  
Die Frage ist, ob das EU-Roamingverbot nun höhere Kosten im Inland verursacht oder nicht.

Wenn die EU weiter den Markt abschafft anstatt ihn zu befördern dann schon.

Also die letzte Teuerung in Österreich ist eigentlich eher durch eine Genehmigung sowohl durch die EU, als auch durch die RTR entstanden. Allen Beteuerungen zum Trotz war die Fusion von Drei und Orange, sowie die Übernahme von Yesss durch A1 bislang wenig wettbewerbsfördernd.
Alfred

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Beitrag #154350 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(04.11.2015 )6581 schrieb:  
Also die letzte Teuerung in Österreich ist eigentlich eher durch eine Genehmigung sowohl durch die EU, als auch durch die RTR entstanden. Allen Beteuerungen zum Trotz war die Fusion von Drei und Orange, sowie die Übernahme von Yesss durch A1 bislang wenig wettbewerbsfördernd.

Das war es was ich meinte. Wenn Markt reduziert wird, dann steigen die Preise. Und ich halte die Gegenreaktion der EU, nämlich dann deppert herumregulieren, nicht für zielführend.
6581

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Beitrag #153749 | 29.10.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
Nur als Hinweis:
Die Netzneutralität ist vorher in Österreich schon umgangen worden:
https://www.drei.at/portal/de/privat/ser...ent=onsite

Die Initiative für Netzfreiheit hat das auch klar kritisiert:
https://netzfreiheit.org/pm-mobilfunker-...tralitaet/

Sie haben sich auch schon zum EU-Beschluss geäußert:
https://netzfreiheit.org/aktuell/
eest9
Pirat
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Beitrag #153773 | 29.10.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(29.10.2015 )6581 schrieb:  
Nur als Hinweis:
Die Netzneutralität ist vorher in Österreich schon umgangen worden:
https://www.drei.at/portal/de/privat/ser...ent=onsite

Die Initiative für Netzfreiheit hat das auch klar kritisiert:
https://netzfreiheit.org/pm-mobilfunker-...tralitaet/

Sie haben sich auch schon zum EU-Beschluss geäußert:
https://netzfreiheit.org/aktuell/

Stell dir vor! Das mit 3 hab ich sogar in meinem Blog aufgegriffen http://eest9.eu/blogpost/post.php?nr=6
Und stell dir noch etwas vor. Bisher wars in Ö sowieso ungeregelt.

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
Alfred

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Beitrag #154265 | 04.11.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Keine 48h
(29.10.2015 )eest9 schrieb:  
Vorschläge, aus der Basis, was wir als Piratenpartei dazu machen könnten/sollten?

Thomas Lohninger schrieb:
Hi,

ich freu mich über das Interesse am Thema.

Info Materialien:
http://savetheinternet.eu
http://logbuch-netzpolitik.de/lnp158-tei...talistisch
https://edri.org/the-final-countdown-for...in-the-eu/
https://netzfreiheit.org/aktuell/
https://netzpolitik.org/category/netzneutralitat/


Um sich im Gesetzgebungsprozess einzubringen ist zu spät. Die Änderungsanträge in 2. Lesung[1] haben vergangenen Dienstag keine absolute Mehrheit im Plenum des Europa Parlaments bekommen.

Damit haben wir jetzt ein sehr unklares und mehrdeutiges Gesetz zu diesem wichtigen Thema, welches als Verordnung noch dazu direkt in allen 28 Mitgliedsstaaten anwendbar ist.

Trotzdem ist es noch nicht zu spät. Telekom-Gesetzgebung wird ja durch Regulierungsbehörden exekutiert. Die können das Gesetz eher Provider- oder User-freundlich auslegen. Unsere Regulierungsbehörde RTR würde zum Beispiel mehr Netzneutralitätsverletzungen den Kampf ansagen[2] als das die britische Ofcom jemals tun würde. Stichwort: revolving door.

Dieser Spielraum ist aufgrund der Mehrdeutigkeit des Gesetzes erstaunlich groß. zB

1) ob Netflix ein Spezialdienst sein kann, sich also eine "bezahlte Überholspur” kaufen kann oder
2) ob das Zero-Rating von Spotify verboten werden kann
3) ob und welches klassenbasierte Netzwerkmanagement statt Best Effort möglich sein wird ist offen. Sichtbar ist dies auch in dem Kampf um die Deutungshoheit.[3]

Deshalb ist der nächste Schritt so essentiell. Die Europäischen Regulierungsbehörden (BEREC) haben 9 Monate Zeit Guidelines zu veröffentlichen, die genau diesen Interpretationsspielraum konkret auslegen. In diesem Prozess wird es eine Konsultation geben, in der sich vor allem technisch versierte Leute, aber auch jene die mit/im/um Internet Geld verdienen, politisch aktiv sind, nicht-kommerzielle Projekte haben, etc. einbringen sollten.

Zur Erinnerung, in den USA haben 4 Millionen Menschen sich bei der Konsultation der FCC beteiligt. In Indien waren es über 1 Million bei der Konsultation von Airtel.

Wir werden auf SaveTheInternet.eu weiter über die Lage zu informieren und versuchen es so einfach wie möglich zu machen sich in die Entscheidungsprozesse einzubringen.

Hilfe ist nicht nur willkommen, sondern überlebensnotwendig. Die Kampagne läuft seit über 2 Jahren, das Kernteam ist nur noch bruchstückhaft vorhanden und es gibt enorm viel zu tun. Stichwort: Programmierer*innen, Designer*, Netzwerktechniker*, Community-Coordinator, Administratoren*, Übersetzer*, Öffentlichkeitsarbeit, UX-Leute,

Wer Interesse hat, kann sich ja melden.

Lg,
tom




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