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Pro Wertschöpfungsabgabe
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Beitrag #150618 | 19.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Pro Wertschöpfungsabgabe
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 3064
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (noch 14 Tage 23:59:17)
i6117: Pro Wertschöpfungsabgabe
Zitat:
Antrag
Folgender Punkt soll an passender Stelle ins Programm aufgenommen werden:
12.10.X Wertschöpfungsabgabe
Die Automatisierung schreitet in allen Wirtschaftsbereichen voran und gehen schon weit über die Industrie hinaus. Durch den Einsatz von Informations Technologie und der weiten verbreitung von persönlichen Computern und Smartphones werden auch immer mehr Bereiche automatisiert, die man bisher für nicht automatisierbar hielt. Selbst vor Arbeiten die ein hohes Bildungsniveau oder soziale Fähigkeiten erfordern macht die Automatisierung nicht halt. Eine Folge davon ist, dass die strukturelle Arbeitslosigkeit ansteigt. Trotzdem werden die Sozialbeiträge auf Arbeitgeberseite weiterhin anhand der Anzahl an Arbeitnehmern eingehoben. Die Piratenpartei sieht gerade auch Unternehmen die nur wenige Arbeitnehmer beschäftigen in der Verantwortung zur sozialen Absicherung beizutragen. Andererseits sind teure Abgaben für die Gründung von Start-Ups hinderlich und abschreckend. Daher fordern wir, dass die Sozialversicherungsbeiträge auf der Arbeitgeberseite durch eine Wertschöpfungsabgabe mit progressiver Staffelung ersezt werden. Vor allem für Kleinunternehmer mit geringem Umsatz soll diese gänzlich entfallen. Später soll die Wertschöpfungsabgabe auch zur Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens dienen.
Begründung
Grundsätzlich fand https://liquid.piratenpartei.at/initiati.../3363.html eine große Zustimmung jedoch hat https://liquid.piratenpartei.at/initiati.../3415.html auch mehr Details gefordert die man möglicherweiße noch einbauen sollte. In der Diskussion damals viel zB der Vorschlag einer progressiven besteuerung was ich aufgrund der Entlastung von Kleinunternehmen sehr begrüße. Andererseits könnten durch zu viele Progressive Regelungen natürlich auch große Unternehmen zu stark belastet werden und Österreich an Attraktivität für Großkonzerne einbüßen. Ich hielt es auch nicht Sinnvoll die als neue zusätzliche Steuer einzufürhen da sie eigentlich dazu dienen sollte Hochautomatisierte Unternehmen dazu zu bringen ebenfalls einen Beitrag ins Sozialsystem fließen zu lassen. Und die gänzliche Ersetzung der Sozialbeiträge auf Unternehmerseite hab ich deshalb einfließen lassen weil dadurch dieses System nicht komplizierter wird sondern sogar vereinfacht und es auch noch leichter macht wenige Mitarbeiter einzustellen ohne hohe Kosten. Die Sozialversicherungsbeiträge auf Arbeitnehmerseite bleiben unberührt aber gleichen sich teilweise dann eh durchs BGE aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%B6pfungsabgabe Eine weitere ältere Diskussion zum Thema Wertschöpfungsabgabe: https://forum.piratenpartei.at/thread-6028.html (leider war mein Wissens und Erfahrungsstand über Wirtschaft und Politik damals noch sehr stark von meiner Ausbildung geprägt und auch wesentlich niedriger als jetzt) Exportgüter würden durch höhere Abgaben belastet werden und bieten einen Wettbewerbsnachteil, jedoch zeigt unsere Leistungsbilanz ( https://www.oenb.at/Presse/20150508.html ) dass unser Hauptexportgut aus Dienstleistungen, allen voran Tourismus, besteht. Hier würden die vielen kleineren Tourismussbetriebe entlastet werden was einen neuen Vorteil bedeutet. Selbst bei den größeren nun mehr belasteten Betrieben dürfte kein größerer Nachteil entstehen da unsere touristische Bedeutung nicht aus dem Preis sondern aus unserer Landschaft (Berge) und unserer Geschichte (Habsburger, Sisi-Filme) entstehen.
Alfred

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Beitrag #150626 | 20.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
Konsequenterweise sollte die Piratenpartei die Bildungspolitik dann auch auf Schilehrer, Jodelkurse und Kellnerausbildung fokussieren. Blöd halt, wenn zwar der Bereich Tourismus im Volumen wächst, aber die Löhne dort nicht wachsen. Aber wer will schon Löhne von denen er leben kann? Kommt ja eh bald das allesseligmachende BGE! Es geht halt nichts über eine effizient administrierte Armut.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2015 10:54 von Alfred.)
Gradient Descent

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Beitrag #150631 | 20.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
Die Wertschöpfungsabgabe hat wohl in erster Linie einen Anreiz: Eine möglichst geringe Wertschöpfung im Inland zu erzielen.

Würde ein Unternehmer die Produktivität um ein Prozent erhöhen, dann würde er das nur zum "gesamtgesellschaftlichen Wohl" tun, nicht zum eigenen, da die gewonnene Produktivität in die Wertschöpfungsabgabe einfliesst, nicht in Rücklagen/Gewinn und nicht in die Löhne.

Also wenn die Produktivität steigt, dann steigen die Preise von Gütern, da die Wertschöpfungs-/Maschinensteuer ja auch noch eingepreist werden muss.

Was passiert in diesem Modell dann mit Dienstleistungen? Sind die dann steuerfrei?

Wo die Luft für Lohnerhöhungen kommen soll, habe ich noch nicht entdeckt. Womöglich gibt es da eine magische Formel oder ein "Kalte-Ente" Gleichgewichtsmodell

Zitat:Q: Why do you use Github?
A: One of the most challenging aspects of creating a
solid trojan framework is asynchronously controlling,
updating, and receiving data from your deployed
implants. It’s crucial to have a relatively universal way
to push code to your remote trojans.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2015 15:00 von Gradient Descent.)
eest9
Pirat
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Beitrag #150635 | 20.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(20.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
Die Wertschöpfungsabgabe hat wohl in erster Linie einen Anreiz: Eine möglichst geringe Wertschöpfung im Inland zu erzielen.

Würde ein Unternehmer die Produktivität um ein Prozent erhöhen, dann würde er das nur zum "gesamtgesellschaftlichen Wohl" tun, nicht zum eigenen, da die gewonnene Produktivität in die Wertschöpfungsabgabe einfliesst, nicht in Rücklagen/Gewinn und nicht in die Löhne.

Also wenn die Produktivität steigt, dann steigen die Preise von Gütern, da die Wertschöpfungs-/Maschinensteuer ja auch noch eingepreist werden muss.

Was passiert in diesem Modell dann mit Dienstleistungen? Sind die dann steuerfrei?

Wo die Luft für Lohnerhöhungen kommen soll, habe ich noch nicht entdeckt. Womöglich gibt es da eine magische Formel oder ein "Kalte-Ente" Gleichgewichtsmodell

Im Moment wird pro Mitarbeiter eine Sozialabgabe verlangt danach je nach Umsatz. Was sich vor allem darin auswirkt, dass im Moment Firmen mit weniger Arbeitnehmer benachteiligt werden danach haben sie diesen Nachteil jedoch nicht mehr.
Und bitte dieses Modell hier nicht als Steuer bezeichnen, denn sie ersetzt die derzeitigen Sozialabgaben und stellt keine zusätzliche Steuer dar. Außerdem fließt nicht der gesamte Umsatz in die Wertschöpfungsabgabe sondern (je nach höhe) ein gewisser Prozentsetz der noch zu defineiren ist.
Ich kann beizeiten mal eine Recherche machen wie ein solches Modell aussehen könnte. Erwarte aber den Prozentsatz relativ gering.

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
Gradient Descent

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Beitrag #150637 | 20.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
Und bitte dieses Modell hier nicht als Steuer bezeichnen, denn sie ersetzt die derzeitigen Sozialabgaben und stellt keine zusätzliche Steuer dar.

Außerdem fließt nicht der gesamte Umsatz in die Wertschöpfungsabgabe sondern (je nach höhe) ein gewisser Prozentsetz der noch zu defineiren ist.
Ich kann beizeiten mal eine Recherche machen wie ein solches Modell aussehen könnte. Erwarte aber den Prozentsatz relativ gering.


Das Konzept ist also so unausgegoren, dass man es nicht einmal diskutieren kann?
Bisher war zumindest klar, wie groß der Anteil der Pensionsversicherung am Bruttolohn ist, und in Zukunft soll nicht einmal das der Fall sein?
Es ist unklar, von welchen Einnahmen man spricht?

Worum geht es überhaupt bei Deinem Antrag?

Zitat:Q: Why do you use Github?
A: One of the most challenging aspects of creating a
solid trojan framework is asynchronously controlling,
updating, and receiving data from your deployed
implants. It’s crucial to have a relatively universal way
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eest9
Pirat
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Beitrag #150643 | 20.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(20.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
Und bitte dieses Modell hier nicht als Steuer bezeichnen, denn sie ersetzt die derzeitigen Sozialabgaben und stellt keine zusätzliche Steuer dar.

Außerdem fließt nicht der gesamte Umsatz in die Wertschöpfungsabgabe sondern (je nach höhe) ein gewisser Prozentsetz der noch zu defineiren ist.
Ich kann beizeiten mal eine Recherche machen wie ein solches Modell aussehen könnte. Erwarte aber den Prozentsatz relativ gering.


Das Konzept ist also so unausgegoren, dass man es nicht einmal diskutieren kann?
Bisher war zumindest klar, wie groß der Anteil der Pensionsversicherung am Bruttolohn ist, und in Zukunft soll nicht einmal das der Fall sein?
Es ist unklar, von welchen Einnahmen man spricht?

Worum geht es überhaupt bei Deinem Antrag?

Was schreibst du da bitte?

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
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Beitrag #150658 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
Was schreibst du da bitte?

Dass Dein Antrag auf einer falschen Annahme beruht und mit dieser Wertschöpfungsabgabe strukturelle Arbeitslosigkeit nicht bekämpfbar ist.


Zuerst geht es in dem Antrag um die böse Automatisierung. Dass die nämlich kapitalintensive Bereiche gegenüber arbeitsintensiven bevorzugt. Dass das zu einem Anstieg der strukturellen Arbeitslosigkeit führt.

Und das könne man nur mit einer Änderung im SV System bekämpfen, wobei gleichzeitig kleine Unternehmen besser gestellt werden sollen.

So weit, so gut.

Dass die böse Automatisierung die Arbeit abschaffen wird, darüber wussten angeblich bereits die Pferdekutscher 1905 bescheid.

das hat vor ein paar Jahrzehnten bereits John Maynard Keynes befürchtet.

Natürlich kommt es regelmäßig zu Verschiebungen bei den notwendigen Fähigkeiten.
Zitat:
„Worüber sprach man bei der Konferenz, Marshall?”, fragte ich. „Ach, über die Automation”, war die Antwort. „Weißt du”, sagte er dann, „es war gerade so, als ob die
Pferdekutscher um 1905 eine Versammlung einberufen hätten, um über die gesellschaftlichen Folgen des Automobils zu diskutieren. Ein Professor hält eine sehr gelehrte Vorlesung über die Umschulung von Pferden. Ein anderer legt statistische Unterlagen vor, um nachzuweisen, dass durch das Automobil die Nachfrage nach Pferden und ihren Wert stark steigen werden; man werde ja soviel mehr als bisher brauchen, um Automobile aus dem Graben zu ziehen.”


Peter F. Drucker, in: McLuhan, Marshall (1995): Die magischen Kanäle. Understanding Media, Basel/Dresden, Verlag der Kunst (Orig. 1964), S. 12

Und da gibt es naheliegendere Beispiele (zB Lohnbüros...), aber in allen Fällen hat das zu keiner nachhaltigen Arbeitslosigkeit geführt.

Darüber hinaus gibt es bereits einen Mechanismus, der Produktivitätsgewinne gerecht aufteilt. Und der besteht aus jährlichen Lohnanpassungen nach oben, sowie Flächenkollektivverträgen. Diese haben wiederum eine Auswirkung auf die Nachfrage.

Das kann man von der Wertschöpfungsabgabe nicht behaupten, da sie ein Mechanismus zur Sekundärverteilung ist, im Gegensatz zu Löhnen, die Einkommen primär verteilen.

Wie so oft möchte man dann mit Mitteln der Sekundärverteilung die ungerechte Primärverteilung "gerade biegen". Das heisst, der Staat soll dann mit irgendwelchen Mitteln einen Transfer schaffen.

Die realen Löhne in Österreich steigen seit den 90er Jahren nicht mehr an, also soll der Staat für eine gerechte Verteilung sorgen, weil die Unternehmen es nicht freiwillig machen möchten.

Welchen Namen man dafür wählt, ist eigentlich irrelevant. Maschinensteuer, Wertschöpfungsabgabe, bedingungsloses Grundeinkommen.

Aber den eigentlichen Grund, weshalb solche Mechanismen notwendig sind, hinterfragt niemand. Die Auseinandersetzung, um die es geht, verschiebt sich dann auf staatliche Transfers,die ja auch irgendwo her kommen müssen. Die entstehen ja auch nicht aus dem nichts.

Die entstehen nämlich in allererster Linie aus Löhnen.

Zitat:Q: Why do you use Github?
A: One of the most challenging aspects of creating a
solid trojan framework is asynchronously controlling,
updating, and receiving data from your deployed
implants. It’s crucial to have a relatively universal way
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eest9
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Beitrag #150659 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(21.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
Was schreibst du da bitte?

Dass Dein Antrag auf einer falschen Annahme beruht und mit dieser Wertschöpfungsabgabe strukturelle Arbeitslosigkeit nicht bekämpfbar ist.

Der Antrag will diese doch garnicht bekämpfen o.O
Die ist nur der Grund warum das jetzige System nicht funktioniert. Im Gegenteil im Antrag steht sogar dass sich die strukturelle Arbeitslosigkeit noch ausweiten wird.

Da du dich offenbar nich mit dem Antrag auseinandergesetzt hast hab ich mir das weiterlesen an dieser Stelle erspart.

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
Gradient Descent

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Beitrag #150661 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(21.08.2015 )eest9 schrieb:  
Da du dich offenbar nich mit dem Antrag auseinandergesetzt hast hab ich mir das weiterlesen an dieser Stelle erspart.

Oh wie freundlich.
Nochmal: Du schreibst
Zitat:
Eine Folge davon ist, dass die strukturelle Arbeitslosigkeit ansteigt. Trotzdem werden die Sozialbeiträge auf Arbeitgeberseite weiterhin anhand der Anzahl an Arbeitnehmern eingehoben.

Das soll also nicht suggerieren, dass die Wertschöpfungsabgabe ein Mittel gegen die strukturelle Arbeitslosigkeit ist, wenn kapitalintensive Produktion gegen arbeitsintensiver benachteiligt wird?

Wie soll die Wertschöpfungsabgabe dann ein BGE finanzieren?
Kannst Du mal bitte darlegen, woher das Geld für die Wertschöpfungsabgabe kommen soll, wenn nicht aus dem Verkauf von Gütern?
Wer soll sich diese Güter kaufen, wenn die Löhne nicht reichen?

Zitat:Q: Why do you use Github?
A: One of the most challenging aspects of creating a
solid trojan framework is asynchronously controlling,
updating, and receiving data from your deployed
implants. It’s crucial to have a relatively universal way
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.08.2015 10:32 von Gradient Descent.)
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Beitrag #150665 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
Vorweg: beschäftige dich mit dem Antrag und lies genauer, den lange lass ich mich von dir nicht trollen.
(21.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
(21.08.2015 )eest9 schrieb:  
Da du dich offenbar nich mit dem Antrag auseinandergesetzt hast hab ich mir das weiterlesen an dieser Stelle erspart.

Oh wie freundlich.
Nochmal: Du schreibst
Zitat:
Eine Folge davon ist, dass die strukturelle Arbeitslosigkeit ansteigt. Trotzdem werden die Sozialbeiträge auf Arbeitgeberseite weiterhin anhand der Anzahl an Arbeitnehmern eingehoben.

Das soll also nicht suggerieren, dass die Wertschöpfungsabgabe ein Mittel gegen die strukturelle Arbeitslosigkeit ist, wenn kapitalintensive Produktion gegen arbeitsintensiver benachteiligt wird?

Weil nirgends steht dass sie gegen die strukturelle Arbeitslosigkeit vorgehen soll.
Es wird sogar erwähnt dass diese weiter steigen wird und genau deshalb ist es nötig das Sozialsystem anders zu finanzieren. Denn wenn mehr Personen Sozialbeiträge benötigen aber im Verhältnis dazu weniger arbeiten muss dass Geld dazu wo anders herkommen.
(21.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
Wie soll die Wertschöpfungsabgabe dann ein BGE finanzieren?

Weil das BGE viele der jetzigen Sozialbezügen ersetzt (Arbeitslosenbeihilfe, Pension, usw.)
(21.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
Kannst Du mal bitte darlegen, woher das Geld für die Wertschöpfungsabgabe kommen soll, wenn nicht aus dem Verkauf von Gütern?

Ähm, genau da soll das Geld doch herkommen o.O (und Dienstleistung läuft aber aufs selbe raus)
(21.08.2015 )Gradient Descent schrieb:  
Wer soll sich diese Güter kaufen, wenn die Löhne nicht reichen?

Woher ziehst du die Aussage dass die Löhne nicht reichen sollten?

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
Qohen

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Beitrag #150666 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(21.08.2015 )eest9 schrieb:  
Vorweg: beschäftige dich mit dem Antrag und lies genauer, den lange lass ich mich von dir trollen.

Wie wäre es, wenn Du mal auf die Argumente eingehen würdest, bevor Du unterstellst, dass dich jemand trollt?

Jabber: qohen@jabber.ccc.de
Gamoder

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Beitrag #150663 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
. Außerdem fließt nicht der gesamte Umsatz in die Wertschöpfungsabgabe sondern (je nach höhe) ein gewisser Prozentsetz der noch zu defineiren ist.
Ich kann beizeiten mal eine Recherche machen wie ein solches Modell aussehen könnte. Erwarte aber den Prozentsatz relativ gering.
Wie wäre es, wenn man mal ein Thema ausarbeiten würde, bevor man Programmanträge schreibt?

Man kann ja, wenn man unbedingt will, ein Meinungsbild machen, um auszuloten, ob es sich lohnt, einen Programmpunkt genauer auszuarbeiten.

Pro Beiträge bearbeiten für alle: Bessere Beiträge - Fehler gehören korrigiert, Missverstandenes reduziert und Unverständliches erklärt.
Differenzbeiträge für Mailinglisten, Beiträge zurückziehen für Newsgroups, direktes Bearbeiten für Foren.
Für alle, nicht nur für eine kleine Elite.
eest9
Pirat
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Beitrag #150664 | 21.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(21.08.2015 )Gamoder schrieb:  
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
. Außerdem fließt nicht der gesamte Umsatz in die Wertschöpfungsabgabe sondern (je nach höhe) ein gewisser Prozentsetz der noch zu defineiren ist.
Ich kann beizeiten mal eine Recherche machen wie ein solches Modell aussehen könnte. Erwarte aber den Prozentsatz relativ gering.
Wie wäre es, wenn man mal ein Thema ausarbeiten würde, bevor man Programmanträge schreibt?

Man kann ja, wenn man unbedingt will, ein Meinungsbild machen, um auszuloten, ob es sich lohnt, einen Programmpunkt genauer auszuarbeiten.

Du solltest dir die Begründung noch mal durchlesen! Dort ist das Meinungsbild sogar verlinkt und ich arbeite seit diesem (ca. 2Jahre) an dem Antrag und hatte jetzt endlich mal viel Zeit dazu.

lg der verwirrte Ex-BV den man nicht ernst nehmen sollte weil er ja eh nix drauf hat.
Gamoder

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Beitrag #150668 | 22.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(20.08.2015 )eest9 schrieb:  
Du solltest dir die Begründung noch mal durchlesen! Dort ist das Meinungsbild sogar verlinkt und ich arbeite seit diesem (ca. 2Jahre) an dem Antrag und hatte jetzt endlich mal viel Zeit dazu.
Und trotzdem ist nicht klar, wie hoch eine sinnvolle Höhe ist?

Ich meine, ist nicht so als wäre der Rest des Programms toller ausgearbeitet (gibt es inzwischen ein BGE-Finanzierungsmodell?), aber ich finde, man muss schauen, dass man alles so konkret wie möglich ausarbeitet, auch, wenn es nur eine Verhandlungsbasis ist.

Denn je konkreter man wird, desto mehr muss man über das Thema wissen und desto eher merkt man, wo man was übersehen hat.

Pro Beiträge bearbeiten für alle: Bessere Beiträge - Fehler gehören korrigiert, Missverstandenes reduziert und Unverständliches erklärt.
Differenzbeiträge für Mailinglisten, Beiträge zurückziehen für Newsgroups, direktes Bearbeiten für Foren.
Für alle, nicht nur für eine kleine Elite.
Alfred

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Beitrag #150671 | 22.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(19.08.2015 )Antragsteller schrieb:  
Grundsätzlich fand https://liquid.piratenpartei.at/initiati.../3363.html eine große Zustimmung jedoch hat https://liquid.piratenpartei.at/initiati.../3415.html auch mehr Details gefordert die man möglicherweiße noch einbauen sollte.

Ist ein Programmantrag direkt, der diesem Wunsch praktisch nicht nachkommt, der richtige Weg?

(19.08.2015 )Antragsteller schrieb:  
In der Diskussion damals viel zB der Vorschlag einer progressiven besteuerung was ich aufgrund der Entlastung von Kleinunternehmen sehr begrüße. Andererseits könnten durch zu viele Progressive Regelungen natürlich auch große Unternehmen zu stark belastet werden und Österreich an Attraktivität für Großkonzerne einbüßen.

Wo beinhaltet eine Wertschöpfungsabgabe eine Progression? Also in der Form, wo für mehr Produktion nicht Steuersatz X sondern ab einer gewissen Stückzahl der höhere Steuersatz Y fällig wird? Das wird im Antrag weder gefordert, noch erklärt, noch passiert sonstwas.

(19.08.2015 )Antragsteller schrieb:  
Ich hielt es auch nicht Sinnvoll die als neue zusätzliche Steuer einzufürhen da sie eigentlich dazu dienen sollte Hochautomatisierte Unternehmen dazu zu bringen ebenfalls einen Beitrag ins Sozialsystem fließen zu lassen.

Hast du dir das schon mal durchgerechnet? Ich meine das mit den Beiträgen zum Sozialsystem? Nehmen wir ein Beispiel:

Firma A, 10 Personen, jeder verdient 100.000€/Jahr. Extrem hohe Wertschöpfung weil z.B. High Tech Spezialisierung oder Programmierung. Dem gegenüber steht eine niedrig automatisierte Firma B mit 50 Personen, Durchschnittsverdienst ca. 20.000€/Jahr (die z.B. nähen, etc.) etc.

Lohnbezogene Abgabenleistung Firma A: 63.430€ pP/pa, für 10 Personen erarbeitet diese Firma pro Jahr 634.300€ an Steuern und Abgaben. Davon sind 283.000 Lohnsteuer.
Lohnbezogene Abgabenleistung Firma B: 10.440€ pP/pa, für 50 Personen erarbeitet diese Firma pro Jahr 522.000€ an Steuern und Abgaben. Davon sind 42.850€ Lohnsteuer.

10 Personen die hervorragend bezahlt werden (und die hier gerne als "reich" bezeichnet werden, obwohl es sich um Einkommen und nicht um einen Kapitalstock handelt), leisten mehr für die Staatskassen als 50 Niedriglöhner. Ein Startup, das "nur wenige Mitarbeiter" hat, dafür aber extrem gut bezahlte, ist für den Staat lukrativer als ein Sweatshop mit 50 Leuten. Dass kleine Firmen "zu wenig" einzahlen würden, kann keinesfalls als pauschal dargestellt werden.

(19.08.2015 )Antragsteller schrieb:  
Und die gänzliche Ersetzung der Sozialbeiträge auf Unternehmerseite hab ich deshalb einfließen lassen weil dadurch dieses System nicht komplizierter wird sondern sogar vereinfacht und es auch noch leichter macht wenige Mitarbeiter einzustellen ohne hohe Kosten.

Diese Logik muss man mal verstehen.

(19.08.2015 )Antragsteller schrieb:  
Die Sozialversicherungsbeiträge auf Arbeitnehmerseite bleiben unberührt aber gleichen sich teilweise dann eh durchs BGE aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Wertsch%C3%B6pfungsabgabe Eine weitere ältere Diskussion zum Thema Wertschöpfungsabgabe: https://forum.piratenpartei.at/thread-6028.html (leider war mein Wissens und Erfahrungsstand über Wirtschaft und Politik damals noch sehr stark von meiner Ausbildung geprägt und auch wesentlich niedriger als jetzt) Exportgüter würden durch höhere Abgaben belastet werden und bieten einen Wettbewerbsnachteil, jedoch zeigt unsere Leistungsbilanz ( https://www.oenb.at/Presse/20150508.html ) dass unser Hauptexportgut aus Dienstleistungen, allen voran Tourismus, besteht. Hier würden die vielen kleineren Tourismussbetriebe entlastet werden was einen neuen Vorteil bedeutet. Selbst bei den größeren nun mehr belasteten Betrieben dürfte kein größerer Nachteil entstehen da unsere touristische Bedeutung nicht aus dem Preis sondern aus unserer Landschaft (Berge) und unserer Geschichte (Habsburger, Sisi-Filme) entstehen.

Auch hier gilt: Was für eine unverständliche Logik. Der kleine Beherbergungsbetrieb zahlt genauso Abgaben wie der große Betrieb. Ein großer Tourismusbetrieb hat ebenso wie der kleine Tourismusbetrieb kaum Möglichkeiten zur Automatisierung. Der große kann teilweise Skaleneffekte nutzen, die aber durch organisatorische Ineffizienzen schnell verloren gehen können.

Da du auf den damaligen Thread verwiesen hast: Hast du die in diesem Thread genannten Quellen in deinen Antrag eingearbeitet? Die Quellen waren folgende:

Fritz Breuss, Fritz Schebeck, Ewald Walterskirchen: Wertschöpfungsabgabe als Alternative zu lohnbezogenen Dienstgeberbeiträgen zum Familienlastenausgleichsfonds

Alois Guger, Käthe Knittler, Markus Marterbauer, Margit Schratzenstaller, Ewald Walterskirchen: Analyse alternativer
Finanzierungsformen der sozialen Sicherungssysteme


Als Quelle hast du sie nicht genannt. Warum nicht?
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Beitrag #150673 | 22.08.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Pro Wertschöpfungsabgabe
(22.08.2015 )Alfred schrieb:  
Ein großer Tourismusbetrieb hat ebenso wie der kleine Tourismusbetrieb kaum Möglichkeiten zur Automatisierung.

Das ist irrelevant, da die Wertschöpfungsabgabe nämlich in weiterer Folge Kapitalinvestitionen genauso trifft. Das gilt nicht nur für die pöse Automatisierung sondern auch für den Betrieb der expandiert, eine neue Schankanlage anschafft.

Investititionen werden damit bestraft und das führt unweigerlich zu einer Verlängerung der Abschreibung. Die Rentabilität von Investitionen nimmt also ab, was unweigerlich zu einem Rückgang von Investitionen führen wird, was sich in Folge auch negativ auf die Beschäftigung auswirken wird.

Weiters fehlt die Definition des Begriffes, sowie der Bemessungsgrundlage für diese neue Steuer.. oh Pardon.. Abgabe. Geht es um die Bruttowertschöpfung, oder um die Nettowertschöpfung, wie bildet man die Wertschöpfung im Rechnungswesen ab.

Und dann nützt dann halt auch kein BGE wenn kapitalintensive Wirtschaftssektoren massiv teurer werden:

Jeweils in Abhängigkeit der Bemessungsgrundlage sind das die Sektoren Energie, Banken, Versicherungen, Wasser, Landwirtschaft und Wohnungsvermietung.

"Billiger" würde dann der öffentliche Dienst (das heisst, die BVA würde dann ihre Einnahmen direkt aus Arbeitgeberabgaben lukrieren.. das war übrigens auch die eingangs erwähnte Frage), das war auch der eigentliche Beweggrund, den damals die Beamtenvertreter hatten, so eine Abgabe zu fordern.

Ergo: Die Sekundärverteilung der Einkommen ist das falsche Schlachtfeld. Sieht man im Augenblick auch sehr schön in Italien. Die IRAP reisst das Land auch nicht mehr an den eigenen Haaren aus dem Sumpf.

Zitat:Q: Why do you use Github?
A: One of the most challenging aspects of creating a
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Beitrag #151720 | 18.09.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
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Phase: Eingefroren (noch 14 Tage 23:59:19)
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Beitrag #152118 | 03.10.2015 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 3064
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Phase: Abstimmung (noch 14 Tage 23:59:56)




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