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Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Liquid
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Beitrag #108023 | 03.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Bundesweite Themen: Gesundheit, Drogen-/Suchtpolitik
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 2020
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (noch 7 Tage 23:59:31)
i4641: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Zitat:
Stimme für diese Initative, wenn du der Meinung bist, das auch homosexuelle Blut spenden dürfen sollen.
Derzeit ist Homosexuallität ein Ausschlussgrund von der Spende. Ich bin der Meinung, das die Aufklärung und das Verantwortungsbewusstsein Homosexueller Menschen weit genug gediehen ist, das Homosexuelle keine Risikogruppe mehr darstellen, die prinzipiell von einer Spende ausgeschlossen werden müssen. Auch "der normale Mensch" hat genug Gründe für einene Ausschluss, die auch für Homosexuelle ausreichend sein sollten (nicht diskriminierend)
Eine Diskriminierung halte ich nach heutigen Erkenntnissen weder medizinisch noch moralisch für haltbar.
illionas
Pirat
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Beitrag #111163 | 20.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben

Kategorisierung von Menschen ist sehr wohl eine politische Frage

Zitat:
"Kam man zur MSM-Frage, nachdem anhand eines ausführlichen Datenkatalogs die aussagekräftigsten, statistisch signifikantesten, kausal eindeutigsten und am wenigsten invasiven Kriterien identifiziert wurden? Oder kann es sein, dass die Entscheidung darüber keine rein wissenschaftliche sondern auch eine gesellschaftlich geprägte war?"

Das ist gut möglich, und daher habe ich auch kein Problem damit wenn wir und mit dieser Frage beschäftigen und ggf bessere Marker finden (bzw auf Studien dazu hinweisen und eine wissenschaftliche Untersuchung fordern). Ich bin auch alles andere als glücklich, dass gerade *diese* Kategorisierung vorgenommen wird.

Aber einfach die Augen vor den Fakten zu verschließen und so zu tun als gäbe es unter MSM keine erhöhte HIV Rate geht auf kosten der Sicherheit. Wenn mithilfe anderer Kriterien eine bessere oder gleich gute Risikoerhebung erfolgen kann, dann bitte.

Wie auch immer die ursprüngliche Kategorisierung zu stande gekommen ist, kann diese nicht ohne wissenschaftlichen Fakten umgestoßen werden.

Eine Umformulierung auf "ungeschützten Verkehr mit ..." wäre vermutlich vertretbar. Aber auch das muss man sich wissenschaftlich ansehen, und nur darauf will ich eigentlich hinaus!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.02.2014 14:57 von illionas.)
tyc_o

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Beitrag #111661 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(20.02.2014 )illionas schrieb:  
Eine Umformulierung auf "ungeschützten Verkehr mit ..." wäre vermutlich vertretbar. Aber auch das muss man sich wissenschaftlich ansehen, und nur darauf will ich eigentlich hinaus!

Illionas,
Hast du den von mir in der Ini verlinkten Fragebogen gelesen?
http://www.roteskreuz.at/blutspende/info...ragebogen/
Es geht mir um Frage 29/2:
Zitat:
"Waren Sie jemals einem (auch einmaligen) Risiko einer sexuell übertragbaren Infektion (z.B. Hepatitis B, Hepatitis C, HIV) durch Intimpartner mit Risikoverhalten ausgesetzt? Hatten Sie Geschlechtsverkehr mit Personen aus Ländern mit einer erhöhten AIDS-Rate? Bitte beachten Sie die aufliegende Information über HIV und den freiwilligen Selbstausschluss"

Das ist imho vollkommen ausreichend! OHNE dass nach MSM gefragt wird. Frage 30 ist aus meiner Sicht diskriminierend, weil die Selbsteinschätzung aus Frage 29 für MSM offenbar zu wenig ist.
hamstray

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Beitrag #111772 | 24.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Was ist mit heterosexuellen Frauen?
Die haben auch ein höheres Ansteckungsrisiko.
Liquid
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Beitrag #111025 | 19.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für MSM ist wissenschaftliche Frage, nicht politische!
Bundesweite Themen: Gesundheit, Drogen-/Suchtpolitik
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 2020
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Eingefroren (noch 6 Tage 08:19:46)
i4777: Blutspenden für MSM ist wissenschaftliche Frage, nicht politische!
Zitat:
Dass die Piraten für die Gleichstellung von homosexuellen, bisexuellen, transgender und intersexuellen in politischen belangen sind geht aus dem Parteiprogramm bereits eindeutig hervor und ist auch gut so. Ich gehe hier auch sehr davon aus, dass dieser Punkt innerhalb der Partei keine Kontroverse ist.
Dennoch bekennt sich die Piratenpartei auch zur Wissenschaftlichkeit (und Humanismus). Der ideelle Schaden des "Verbots" der Blutspende steht jedenfalls in keinem Verhältnis zum potentiellen Schaden durch kontaminierte Blutprodukte. Die Sicherheit der Patienten hat jedenfalls Vorrang gegenüber der Diskriminierung der Spender.
Wir haben hier bisher kaum Fakten auf den Tisch gelegt, sondern hauptsächlich aus Idealen heraus diskutiert. Ob das Sexualverhalten homosexueller und bisexueller Männer (oder einer Untergruppe) ein erhöhtes Risiko darstellt ist eine wissenschaftliche Frage, keine politische oder ideelle!
Ohne faktenbasierte Diskussion könnte ein Programmpunkt jedoch zum Beispiel "Die Piratenpartei fordert eine Reevaluierung der Annahme der Blutspenden von homosexuellen und bisexuellen Männern." lauten.
Betriebsdirektor
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Beitrag #111034 | 19.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für MSM ist wissenschaftliche Frage, nicht politische!
Danke, dass sich da dann doch noch einer gefunden hat, der da ein bisserl Ratio reinbringt...
tyc_o

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Beitrag #111667 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für MSM ist wissenschaftliche Frage, nicht politische!
(19.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Danke, dass sich da dann doch noch einer gefunden hat, der da ein bisserl Ratio reinbringt...

Ratio?
was ist nicht rational an der Forderung MSM die KEINEM Risiko einer Infektionskrankheit ausgesetzt waren das Blut spenden zu erlauben?
Betriebsdirektor
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Beitrag #111678 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für MSM ist wissenschaftliche Frage, nicht politische!
(23.02.2014 )tyc_o schrieb:  
(19.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Danke, dass sich da dann doch noch einer gefunden hat, der da ein bisserl Ratio reinbringt...

Ratio?
was ist nicht rational an der Forderung MSM die KEINEM Risiko einer Infektionskrankheit ausgesetzt waren das Blut spenden zu erlauben?

Die Ratio bezog sich auf die wissenschaftliche Klärung der Frage. Das kommt mMn im originalen Antrag so nicht raus.
tyc_o

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Beitrag #111742 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für MSM ist wissenschaftliche Frage, nicht politische!
(23.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Die Ratio bezog sich auf die wissenschaftliche Klärung der Frage. Das kommt mMn im originalen Antrag so nicht raus.

ja stimmt schon, hast recht.
dazu folgender link auf das Robert Koch Institut, den hab ich in der ini nicht erwähnt, weil erst jetzt gefunden:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Blut...Liste.html
dort gestellte Frage in den FAQs:
Zitat:
Warum werden Männer lebenslang von der Spende ausgeschlossen, auch wenn ihr letzter Sexualkontakt zu anderen Männern schon lange zurückliegt?
antwort:
Zitat:
Die Regelung, Männer auch nach einmaligem Sexualkontakt mit einem anderen Mann lebenslang von der Spende auszuschließen, hat ihren Ursprung in der Anfangszeit der HIV-Infektionen. Seinerzeit waren sowohl die Testverfahren noch nicht so weit fortgeschritten und auch das Verständnis über die Infektion war noch nicht so groß wie heute. Da in der ersten Zeit der HIV-Infektionen viele Hundert Patienten über Blut mit HIV infiziert wurden, hat man sich zu der vorsorglichen Maßnahme entschlossen, nach sexuellen Risiken eine lebenslange Sperre einzurichten. In der laufenden Diskussion zeigte sich, dass ein lebenslanger Ausschluss wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist, wenn das Risiko (also Sexualkontakte unter Männern) nicht mehr besteht. Daher wird aktuell diskutiert, den Dauerausschluss in eine befristete Rückstellung nach letztem Sexualkontakt unter Männern zu ändern.

Stand: 09.07.2013
illionas
Pirat
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Beitrag #111101 | 20.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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AW: Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(19.02.2014 )VinPei schrieb:  
... bei Homosexuellen, gar nicht erst fragen braucht, ...

Robert Koch Institut

Heterosexuelle haben anscheinend gegenüber der Allgemeinbevölkerung kein erhöhtes Risiko. Promiskuitive schon. Homosexuelle auch. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass homosexuelle promiskuitiv sind: promiskuitive homosexuelle (also die Schnittmenge der beiden Gruppen) haben vermutlich ein noch höheres Risiko.

Warum HIV unter homosexuellen stärker verbreitet ist weiß ich nicht. Wenn trotz nur ca 1% Homosexuellen 40% der HIV Neuinfektionen aus dieser Gruppe kommen (also gleichviel % wie Aus der Gruppe der Heterosexuellen, die aber einen weit höheren Anteil an der Bevölkerung hat), dann spricht das dafür, dass homosexuelle einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

Das Robert Koch institut hat nicht als "Eminenz" recht. Aber ich gehe davon aus, dass es entsprechende Ressourcen für eine ordentliche recherche aufgebracht hat. Wir können dennoch gerne eine wissenschaftliche Diskussion führen.
tyc_o

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Beitrag #111669 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(20.02.2014 )illionas schrieb:  
Das Robert Koch institut hat nicht als "Eminenz" recht. Aber ich gehe davon aus, dass es entsprechende Ressourcen für eine ordentliche recherche aufgebracht hat. Wir können dennoch gerne eine wissenschaftliche Diskussion führen.

Dann gehst du imo von falschen Voraussetzungen aus:

Zitat http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Blut...Liste.html :
"Frage: Warum werden Männer lebenslang von der Spende ausgeschlossen, auch wenn ihr letzter Sexualkontakt zu anderen Männern schon lange zurückliegt?

Die Regelung, Männer auch nach einmaligem Sexualkontakt mit einem anderen Mann lebenslang von der Spende auszuschließen, hat ihren Ursprung in der Anfangszeit der HIV-Infektionen. Seinerzeit waren sowohl die Testverfahren noch nicht so weit fortgeschritten und auch das Verständnis über die Infektion war noch nicht so groß wie heute. Da in der ersten Zeit der HIV-Infektionen viele Hundert Patienten über Blut mit HIV infiziert wurden, hat man sich zu der vorsorglichen Maßnahme entschlossen, nach sexuellen Risiken eine lebenslange Sperre einzurichten. In der laufenden Diskussion zeigte sich, dass ein lebenslanger Ausschluss wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist, wenn das Risiko (also Sexualkontakte unter Männern) nicht mehr besteht. Daher wird aktuell diskutiert, den Dauerausschluss in eine befristete Rückstellung nach letztem Sexualkontakt unter Männern zu ändern.
Stand: 09.07.2013
"
defnordic

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Beitrag #111671 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Deswegen ja auch die Forderung, das ganze nach wissenschaftlichen Kriterien und den letzten Erkenntnissen sowie Statistiken neu zu bewerten, aber eben NICHT eine Forderung aufstellen, einfach weils politisch korrekt scheint.

Beim Blutspenden gehts in erster Linie darum, mit dem Blut Menschenleben zu retten, und dafür ist die Qualität ausschlaggebend, solang es genug Nachschub gibt. Bestimmten Gruppen das Spenden zu ermöglich ist da meiner Meinung nach absolut zweitrangig. Natürlich sollte wo auch immer möglich niemand diskriminiert werden, aber hier gehts auch ganz explizit nicht darum, jemandem einen Vorteil zu verschaffen, eine erfolgte Blutspende bedeutet für den Spender ja höchstens ein gutes Gefühl, geholfen zu haben.
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Beitrag #111672 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(23.02.2014 )defnordic schrieb:  
Deswegen ja auch die Forderung, das ganze nach wissenschaftlichen Kriterien und den letzten Erkenntnissen sowie Statistiken neu zu bewerten, aber eben NICHT eine Forderung aufstellen, einfach weils politisch korrekt scheint.

defnordic dann hast du mich missverstanden, mir geht es nicht um politische Korrektheit.
Die Sicherheit von Bluttransfusionen hat Vorrang!

In meiner Ini steht, dass ich das Risiko einer Übertragung von Krankheiten durch den Empfang von Blutspenden keinesfalls erhöhen möchte, ich möchte lediglich, dass es eben endlich wissenschaftlich neu bewertet wird. Das ist höchst an der Zeit.
defnordic

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Beitrag #111677 | 23.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: AW: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Dann sind wir uns glaub ich alle einig ^^
Liquid
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Beitrag #108024 | 03.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle NICHT erlauben
Bundesweite Themen: Gesundheit, Drogen-/Suchtpolitik
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 2020
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (noch 7 Tage 23:58:27)
i4642: Blutspenden für Homosexuelle NICHT erlauben
Zitat:
Stimme für diese Initative, wenn du der Meinung bist, das homosexuelle auch weiterhin kein Blut spenden dürfen sollen.
Liquid
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Beitrag #108210 | 03.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Schwule und bisexuelle Männer erlauben
Bundesweite Themen: Gesundheit, Drogen-/Suchtpolitik
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 2020
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 14 Tage 05:45:24)
i4648: Blutspenden für Schwule und bisexuelle Männer erlauben
Zitat:
Die aktuelle Situation von Schwulen und bisexuellen Männern die solidarisch mit ihren Mitmenschen sein möchten und daher bereit sind freiwillig und unentgeltlich Blut zu spenden stellt sich so dar, dass diese derzeit am Spenderfragebogen des ÖRK (Österreichisches Rotes Kreuz) scheitern. Konkret an Frage 30, die da lautet: "Männliche Spender: Hatten Sie als Mann Sex mit einem Mann?" Das Problem an dieser Fragestellung ist erstens, dass sie unspezifisch ist und nach sogenannten Risikogruppen (MSM - Männer die Sex mit Männern haben) fragt anstatt nach konkretem Risikoverhalten (ungeschützer Geschlechtsverkehr). Zweitens wird "Sex" nicht genauer definiert. Es gibt Sexualpraktiken zwischen Männern die absolut ungefährlich sind und eine HIV-Infektion (und darum geht es letztlich bei dieser Frage) nicht ermöglichen. Drittens ist die Inkubationszeit bei der zitierten Frage 30 in keinster Weise berücksichtigt. Laut Robert Koch Institut ist 12 Wochen nach einem vermuteten HIV-Infektionsrisiko durch einen Antikörpertest eine HIV-Infektion mit großer Sicherheit ausgeschlossen
Laut den bei Blutspenden in Österreich durchgeführten HIV-Antikörper-Suchtests, Abschnitt "HIV-Antikörper-Suchtest" des vorigen Links, sind selbst bei positivem Testergebnis zwei weitere Tests notwendig um von einer gesicherten Infektion sprechen zu können. Diese Umstände sind in der Fragestellung in keinster Weise berücksichtigt. Daher ist die derzeitige Praxis MSM prinzipiell von einem solidarischen Akt wie dem Blutspenden auszuschliessen als diskriminierend zu bewerten und somit gilt es eine differnziertere Fragestellung zu finden mit der einerseits das Risiko einer HIV-Übertragung durch eine Blutspende nicht erhöht wird und andererseits MSM nicht diskriminiert werden.
Betriebsdirektor
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Beitrag #108982 | 08.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(03.02.2014 )Liquid schrieb:  
...eine Meinung zur Lage ohne weitere sachliche Begründung...


Das Robert Koch Insitut ist eines der weltweit führenden Institute im Bereich Infektionskrankheiten. Mal schauen was die zur Thematik zu sagen haben:
Zitat:
Robert Koch Institut > Infektionsschutz > Blut/Transfusionsmedizin > Blutspende und MSM > FAQ:


Warum werden MSM ausgeschlossen?

In den Hämotherapierichtlinien ist eine ganze Reihe von Gründen für einen Ausschluss von der Spende aufgelistet. Unter anderem ist festgelegt, dass Personen von der Spende auszuschließen sind, „deren Sexualverhalten ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare gefährliche Infektionserreger (Hepatitis B oder C-Virus, Immunschwächevirus HIV) bergen:
  • Heterosexuelle Personen mit sexuellem Risikoverhalten, z.B.
  • Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern,
  • Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben (MSM),
  • Männliche und weibliche Prostituierte“.

Die Erkenntnisse über das erhöhte Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare gefährliche Infektionserreger leiten sich aus den Meldedaten für Infektionen ab. Nach den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts haben homosexuell aktive Männer ein deutlich höheres Risiko als Heterosexuelle, sich mit HIV zu infizieren. Ungefähr zwei Drittel der neudiagnostizierten HIV-Infektionen in Deutschland wurden in den letzten Jahren bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), festgestellt. Auch andere sexuell übertragbare Infektionen, wie z.B. Syphilis, treten am häufigsten unter MSM auf. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass nach Schätzungen jedoch nur 3-5% der Männer Sexualkontakte zu anderen Männern haben. Somit ist der Anteil der neudiagnostizierten HIV-Infektionen unter MSM um ein Vielfaches höher als unter heterosexuellen Männern. Diese seit Jahren beobachteten Daten zur Verbreitung von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland sind der Hauptgrund, an der Entscheidung festzuhalten, homosexuell aktive Männer nicht zur Spende zuzulassen.

Stand: 09.07.2013


Warum dürfen Schwule nicht spenden, wenn sie ausschließlich safer sex (mit Kondomen) haben?

Kondome sind unbestritten ein geeignetes Mittel, sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, sofern sie sachgerecht und wirklich bei jedem Sexualkontakt verwendet werden. Da bei der Anwendung Fehler unterlaufen können und das Material versagen kann, ist der Kondomgebrauch nicht hinreichend als Qualitätskriterium zur Herstellung eines Arzneimittels aus Blut.

Stand: 09.07.2013


Dürfen Heterosexuelle spenden, wenn sie wechselnde Partner haben?

Auch heterosexuelle Personen, die durch ihr Sexualverhalten ein erhöhtes Risiko haben, sich mit gefährlichen Erregern zu infizieren, dürfen entsprechend der Hämotherapierichtlinien nicht spenden. Dazu gehören z.B. wechselnde Partnerschaften und Sexarbeit. Dies wird im Rahmen der Spenderbefragung erfasst.

Stand: 09.07.2013


Warum wird nicht jeder potenzielle Spender nach seinen individuellen Risiken (Anzahl Partner, Kondomgebrauch, Sexualpraktiken) befragt?

Das individuelle Verhalten jedes Einzelnen – und hier insbesondere das Sexual- oder Partnerschaftsverhalten oder sexuelle Praktiken im Rahmen einer Spenderbefragung detailliert zu erfragen – ist für die Spendeeinrichtungen nicht durchführbar. Zum einen fehlt im Rahmen der Spende die Zeit, diese sehr persönlichen Fakten zu erfragen und zu bewerten und zum anderen kann im Rahmen einer Spende kein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis aufgebaut werden, in dem derartig private Dinge verlässlich erörtert werden können. Auch zeigen Pilotstudien mit neuen Spenderfragebögen, dass die Bereitschaft von Spendern, detailliert über ihr Sexualleben Auskunft zu geben, nicht gegeben ist.

Stand: 09.07.2013


Werden MSM auch in anderen Ländern von der Spende ausgeschlossen?

In keinem Land dürfen Personen, die ein hohes Risiko für den Erwerb von gefährlichen Infektionen haben, spenden. Im Hinblick auf MSM besteht aktuell in den meisten europäischen Ländern und den USA ein lebenslanger Ausschluss. In einigen Ländern wie z.B. Großbritannien, Australien, Neuseeland und Südafrika dürfen MSM spenden, wenn ihr letzter Sexualkontakt zu einem anderen Mann mehr als 1-5 Jahre zurückliegt. In einigen Ländern wie z.B. Spanien und Italien hat man sich entschieden, Spender nach individueller Risikobeurteilung durch das ärztliche Personal zur Spende zuzulassen. MSM mit wechselnden Partnern sind auch hier immer von der Spende ausgeschlossen. Monogam lebende MSM können, abhängig von der Einschätzung des Spendedienstes, spenden.

Stand: 09.07.2013


Warum ist der Ausschluss von MSM von der Spende keine Diskriminierung?

Spenderauswahlkriterien dienen der Sicherheit von Spendern und Empfängern. Um die Spenderauswahl bei mehr als sieben Millionen geleisteten Spenden im Jahr handhaben zu können, sind in den Richtlinien Personengruppen benannt, die von der Blutspende ausgeschlossen sind. Bei der Gruppe der MSM ist dies jedoch nicht auf die sexuelle Orientierung ausgerichtet, sondern auf das Verhalten, das das Risiko darstellt (Sex unter Männern). Dieses geht nachweislich mit einem erhöhten Infektionsrisiko für sexuell übertragbare Infektionen einschließlich HIV einher. Daher ist die Nicht-Zulassung zur Spende durch Daten gut begründbar und dient der Sicherheit der Patienten, die auf Blut angewiesen sind. Eine Diskriminierung liegt nicht vor.

Stand: 09.07.2013

So, jetzt kann sich jeder selbst ein Bild von der Sache machen. Vielleicht will jemand den Absatz unter "Kein Programmpunkt zu diesem Thema" ins Liquid geben? Als Option, damit die Leute das dort auch zumindest sehen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.02.2014 13:45 von Betriebsdirektor.)
VinPei
Pirat
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Beitrag #111035 | 19.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Das Robert Koch Institut ist also der Meinung, dass es in Ordnung ist, dass Heterosexuelle zu befragen sind, ob sie häufig wechselnde Partner haben - und falls dem so ist, sind die promiskuitiven Heterosexuellen von der Blutspende auszuschliessen, während man bei Homosexuellen, gar nicht erst fragen braucht, sondern gleich davon ausgehen kann, dass sie promiskuitiv sind.

Und das soll nun wissenschaftlich sein ???

Auch wenn es das Robert Koch Institut ist, erlaube ich mir, bei derart hanebüchenen Fehlleistungen nicht in Ehrfurcht zu erstarren, sondern die Wissenschaftlichkeit der Aussagen anzuzweifeln.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2014 21:38 von VinPei.)
Betriebsdirektor
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Beitrag #111038 | 19.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(19.02.2014 )VinPei schrieb:  
Auch wenn es das Robert Koch Institut ist, erlaube ich mir, bei derart hanebüchenen Fehlleistungen nicht in Ehrfurcht zu erstarren, sondern die Wissenschaftlichkeit der Aussagen anzuzweifeln.

Das kann man tun. Und sollte es auch so im Antrag schreiben (fordern). Aber nicht auf Basis der political correctness eine an sich wissenschaftlich zu beantwortende Frage unterwandern. Im originalen Antrag ist das die zentrale Argumentationslinie:

Zitat:
Eine Diskriminierung halte ich nach heutigen Erkenntnissen weder medizinisch noch moralisch für haltbar.

Also was jetzt? Medizinisch nicht haltbar? Dann her mit den Papers. Oder doch moralisch verwerflich? Aber was hat Moral mit der Sicherheit von Medizinprodukten am Hut?
VinPei
Pirat
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Beitrag #111042 | 19.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(19.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Also was jetzt? Medizinisch nicht haltbar? Dann her mit den Papers. Oder doch moralisch verwerflich? Aber was hat Moral mit der Sicherheit von Medizinprodukten am Hut?

Ich hab ja kein Problem damit, die Leute zu fragen, ob sie häufig wechselnde Sexualpartner haben - damit dürfte der Sicherheit genüge getan sein. Obwohl ja keiner die Hand ins Feuer legen kann, dass diese Frage dann wahrheitsgemäß beantwortet wird - aber bei der Frage ob einer schwul ist, ist die wahrheitsgemäße Beantwortung genau so wenig gesichert.
Liquid
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Beitrag #111148 | 20.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Programmpunkt
Bundesweite Themen: Gesundheit, Drogen-/Suchtpolitik
Unverbindliches Meinungsbild (4–5 Wochen): Thema 2020
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Eingefroren (noch 5 Tage 15:35:32)
i4783: Kein Programmpunkt
Zitat:
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Beitrag #108503 | 06.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
Das ist ein Beispiel wie der Titel einer Initiative am Ziel vorbeigehen kann.

So etwas wie "Sexualität nicht abfragen" hätte vermutlich genügt, stattdessen versteift man sich nun erst auf die sexuellen Präferenzen, die ja eigentlich unwichtig sein sollten.

Zuerst also nur die Homosexuellen, dann ist jemand draufgekommen dass die Bisexuellen weiterhin diskriminiert werden würden und morgen haben wir dann eine Initiative zu Transgendern.

Irgendwie bleibt jedenfalls der fahle Beigeschmack, dass Leute, die es selbst betrifft, ihre sexuelle Ausrichtung vielleicht weniger in den Vordergrund gestellt hätten, als diejenigen, die es sich zum Ziel gemacht haben, Leute mit einer bestimmten sexuellen Vorliebe zu vertreten...
tyc_o

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Beitrag #108950 | 08.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(06.02.2014 )8580 schrieb:  
Das ist ein Beispiel wie der Titel einer Initiative am Ziel vorbeigehen kann.

Viel Ahnung von der Materie scheinst du nicht zu haben - ich bin Initiator - kannst du deine Kritik konkretisieren bitte?
extranjero

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Beitrag #111810 | 24.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(08.02.2014 )tyc_o schrieb:  
(06.02.2014 )8580 schrieb:  
Das ist ein Beispiel wie der Titel einer Initiative am Ziel vorbeigehen kann.

Viel Ahnung von der Materie scheinst du nicht zu haben - ich bin Initiator - kannst du deine Kritik konkretisieren bitte?

Rein der Titel, nicht der Inhalt wohlgemerkt, ließe folgende Kritik zu:

Blutspenden für Personen mit nicht rein heterosexuellen Sexualkontakten ist nicht verboten. Verboten hingegen sind scheinbar ( weiß es nicht) Blutspenden von den genannten Personen.

Inhalte verkürzt darzustellen bedarf einer ziemlich genauen Darstellung damit auch Aussenstehe sich etwas darunter vorstellen können. Abseits der Gedankenwelt des Initiators muss die Verständlichkeit erhalten bleiben sonst interessiert sich uU keiner dafür und die Ini verschwindet im Nirvana ohne dass nachgefragt und die Motive hinter der Ini beachtet werden.

Demokratie nimmt keine Rücksicht auf den Einzelnen!
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Beitrag #109008 | 08.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Blutspenden für Homosexuelle erlauben
(08.02.2014 )tyc_o schrieb:  
Viel Ahnung von der Materie scheinst du nicht zu haben

Ahnung wovon? Statistik? Bi- bzw. Homosexualität?

Zitat:
ich bin Initiator - kannst du deine Kritik konkretisieren bitte?

Nun, die Salzburger Nachrichten haben es schon gut kommentiert: Iraschko selbst hat sich als Olympia-Fahnenträgerin nicht ins Spiel gebracht. Sie möchte nur, dass sie normal ihre Beziehung leben kann. Das ihre private Beziehung auf einmal überall und für viele im Vordergrund steht, findet sie befremdlich.

Kapiert?

Der eigentliche Skandal ist eben dass man hier nach der Sexualität gefragt wird.




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