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Bekenntnis zum Verbotsgesetz
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Beitrag #103447 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Programmantrag direkt: Thema 1937
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (noch 14 Tage 23:59:18)
i4463: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Zitat:
Antragstext
Die Piratenpartei bekennt sich zum Verbotsgesetz von 1947. 
Begründung
Da gelegentlich das Thema Verbotsgesetz intern aufkommt sollte die Piratenpartei ihre Position dazu klar festlegen.
Info über das Gesetz: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung...r=10000207 https://de.wikipedia.org/wiki/Verbotsgesetz_1947
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Beitrag #103478 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Interessant ist nur das herumgeeiere zu diesem Thema.

Statt dass sich die Leute die gegen das Verbotsgesetz sind Farbe bekennen trauen gibt es eine Ablenkungstaktik. Plötzlich bekennt man sich zu wichtigeren Dingen - obwohl das einerseits eine Themenverfehlung ist, und andererseits schon oft genug wesentlich unwichtigere Dinge zur Abstimmung waren.

Sieht aus als würden da einige in der Partei, die eine andere Politik machen wollte, sich denken "Eigentlich sind wir dagegen - aber sagen darf ma's ned!"
Gamoder

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Beitrag #103599 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Das Thema kommt halt immer wieder.
Damit man mir nicht nachsagen kann, ich "eiere herum", kopiere ich meine Aussage zum Verbotsgesetz von früher rein:
Gamoder schrieb:  
Ganz persönlich sehe ich auch ein besonders Problem im Verbotsgesetz, dass es eine ganz konkrete Ideologie benennt. Das mag in den ersten paar Jahren nach dem Ende des 2. Weltkriegs als "Notfallsgesetz" noch in Ordnung gehen, hat aber mMn heute nichts mehr in Gesetzen zu suchen.

Bei reinen Meinungen und Behauptungen sollte mMn gar nichts verboten sein (unter der Bedingung, dass es keine bewusste Falschaussage ist), denn in diesem Bereich ist es für mich immer zu gefährlich, etwas zu verbieten.
Im Bezug auf Parteien dagegen halte ich es für sinnvoll, alle Parteien zu verbieten, die die Demokratie massiv schwächen (z.B. Meinungsfreiheit massiv einschränken, strikte Demonstrationsverbote, keine Wahlen mehr, massive Parteienverbote usw.), weil der Prozess Demokratie --> Diktatur irreversibel ist, d.h. dass ich vermute, dass die dadurch entstehende Freiheitseinschränkung, bei einer Wahl eine Partei zu wählen geringer ist als die zu vermutende Freiheitseinschränkung, wenn es deutlich weniger Demokratie gibt.
https://forum.piratenpartei.at/thread-93...l#pid85565

Die Diskussion hatten wir nämlich schon, inklusive der Diskussion darüber, ob das ein geeignetes Thema ist: https://forum.piratenpartei.at/thread-9390.html

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saw
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Beitrag #103604 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Der millionenfache Völkermord war nicht eine fehlgeleitete Entwicklung, sondern die konsequente Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie. Damit unterscheidet sich der Nationalsozialismus fundamental von allen anderen Ideologien und Religionen, selbst wenn diese in der Anzahl der zu verantwortenden Toten vergleichbare Zahlen aufweisen.

Nein zur Paraskevedekatriaphobie-Impfung von Kindern
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Beitrag #103607 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )saw schrieb:  
Der millionenfache Völkermord war nicht eine fehlgeleitete Entwicklung, sondern die konsequente Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie.

Hunderte Jahre Andijudaismus gipfelten in der grausamsten industrialisierten Vernichtung von Abermillionen Menschen.

Das haben die Nationalsozialisten nicht erfunden. Sie haben das perfektioniert. Trotz Verbotsgesetz erleben wir jetzt eine Zeit in der Ausländerhass, Diskriminierung von Minderheiten salonfähig wird.

Die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch eine Verbotsgesetzgebung konnte auch diese Entwicklung nicht verhindern. Im Gegenteil. Das Problem wurde lediglich verschoben.

Interessant finde ich, dass sich jene, die sich für die Beibehaltung des Verbotsgesetzes zu entscheiden scheinen, nicht aufzeigen, dass sie auch aktiv gegen Rechtsextremismus aufgetreten sind.
saw
Pirat
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Beitrag #103608 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )Magic Herb schrieb:  
(14.01.2014 )saw schrieb:  
Der millionenfache Völkermord war nicht eine fehlgeleitete Entwicklung, sondern die konsequente Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie.

Hunderte Jahre Andijudaismus gipfelten in der grausamsten industrialisierten Vernichtung von Abermillionen Menschen.

Das haben die Nationalsozialisten nicht erfunden. Sie haben das perfektioniert. Trotz Verbotsgesetz erleben wir jetzt eine Zeit in der Ausländerhass, Diskriminierung von Minderheiten salonfähig wird.

Die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch eine Verbotsgesetzgebung konnte auch diese Entwicklung nicht verhindern. Im Gegenteil. Das Problem wurde lediglich verschoben.

Interessant finde ich, dass sich jene, die sich für die Beibehaltung des Verbotsgesetzes zu entscheiden scheinen, nicht aufzeigen, dass sie auch aktiv gegen Rechtsextremismus aufgetreten sind.

Ja bestimmt ist es viel sinnvoller das Verbotsgesetz abzuschaffen, aber dafür auf die Straße zum Nazi-kloppen zu gehen.

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Beitrag #103610 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )saw schrieb:  
Ja bestimmt ist es viel sinnvoller das Verbotsgesetz abzuschaffen, aber dafür auf die Straße zum Nazi-kloppen zu gehen.

Zynismus ist auch eine Möglichkeit!

Bitte: Was hat das Verbotsgesetz seit 1990 gebracht, das gesellschaftlich nennenswert wäre?
Es ist ja heutzutage noch verboten, der FPÖ zu unterstellen, dass sie ein totalitäres Regime nach Vorbild der NSDAP errichten möchte. Das wäre Unterstellung eines strafbaren Tatbestandes. Auch hier wirkt die Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Jeder Vergleich wäre eine Relativierung der Gräuel der Nazizeit. Man dürfte nicht einmal behaupten, dass die FPÖ auf die selbe Art und Weise, wie die Nazis an die Macht kommen wollen.

Das sind doch keine Gummiknüppel, oder?
rotzbub
Pirat
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Beitrag #103611 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Deine argumentationslinie is so zach. Hängst in deinem dogma fest und aus.
Gast
Gast
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Beitrag #103666 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )saw schrieb:  
aber dafür auf die Straße zum Nazi-kloppen zu gehen.

Aufruf zur Gewalt? Geht's noch?
Ich dachte, das hier ist die Piratenpartei und nicht ein verlängerter Arm irgendwelcher ANTIFA-Spinner.
Landratte

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Beitrag #103672 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )Magic Herb schrieb:  
(14.01.2014 )saw schrieb:  
Der millionenfache Völkermord war nicht eine fehlgeleitete Entwicklung, sondern die konsequente Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie.

Hunderte Jahre Andijudaismus gipfelten in der grausamsten industrialisierten Vernichtung von Abermillionen Menschen.

Das haben die Nationalsozialisten nicht erfunden. Sie haben das perfektioniert. Trotz Verbotsgesetz erleben wir jetzt eine Zeit in der Ausländerhass, Diskriminierung von Minderheiten salonfähig wird.

Die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch eine Verbotsgesetzgebung konnte auch diese Entwicklung nicht verhindern. Im Gegenteil. Das Problem wurde lediglich verschoben.

Interessant finde ich, dass sich jene, die sich für die Beibehaltung des Verbotsgesetzes zu entscheiden scheinen, nicht aufzeigen, dass sie auch aktiv gegen Rechtsextremismus aufgetreten sind.

Magic - Wenn man Deine Gedanken weiter denkt, sagen die als Umkehrschluss ja eigentlich: Interessant finde ich, dass sich jene, die sich für die Auflösung des Verbotsgesetzes zu entscheiden scheinen, nicht aufzeigen, dass sie auch aktiv für den Rechtsextremismus aufgetreten sind.

Vielleicht erkennst Du an diesem Umkehrschluss was Du da eigentlich schreibst.......

Bei der Gelegenheit: mich würde interessieren wo Dich persönlich das Verbotsgesetz konkret in Deiner freien Meinungsäusserung einschränkt
bzw. WAS Du gerne sagen würdest, wenn das Verbotsgesetz aufgehoben wäre.......
Ger77_gone
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Beitrag #103612 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )saw schrieb:  
Der millionenfache Völkermord war nicht eine fehlgeleitete Entwicklung, sondern die konsequente Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie. Damit unterscheidet sich der Nationalsozialismus fundamental von allen anderen Ideologien und Religionen, selbst wenn diese in der Anzahl der zu verantwortenden Toten vergleichbare Zahlen aufweisen.
Oi. Jetzt schießt du weit über das Ziel. Auch die millionenfache Morde in der Sowjetunion waren auch ein Ausdruck der marxsitisch/leninistischen Ideologie.

Der einzige und wirklich fundamentale Unterschied ist der Bezug auf "höherwertige oder niederwertige Rassen". Denn dieser Einstufung konnte man durch kein Wohlverhalten, Verleugnung des Glaubens oder bedingungslosen Unterwerfung entgehen und hatte die Auslöschung zur Folge. Dem Vorwurf der Sowjetschergen ein "Revisionist" zu sein, konnte man entgehen, wenn man als Intellektueller rechtzeigtig total konformes Gedankengut äußerte und sich lebenslang verstellte. "Kapitalistenknecht" konnte man durch Abbruch aller Kontakte zu ausländischen Freunden begegnen. "Spion" zu sein, kam einem Totesurteil gleich, wenn man nicht sofort und umfassend gestand, was man nicht getan hatte. Dann durfte man meist mit etwas Milde rechnen. Ansonsten war schwere Folter die Folge und jahrzehntelange Haftstrafen in KZ-ähnlichen Lagern. Und "Klassenfeind" führte in Umerziehungsanstalten, die man aber gleichgeschaltet wieder verlassen durfte und nicht die Vernichtung per Herkunft zum Ziel hatte.

Dieser Rest des ideologischen Wahnsinns ist im Bereich des "real existierenden Sozialismus" genauso brutal gewesen, wie in dem "rassisch reinen Volkstum".
Ideologische bedingte Massenmorde waren es in beiden Fällen. Den auf der Seite des Sowjetkommunismus kleinzureden ist auch eine Art von Leugnung. Die Opfer der Gulags, die Gefolterden der GPU, die Menschen die aus Ländern die anderwertig gebraucht wurden, vertrieben und in tiefe Not gestützt wurden und hunderttausenfach den Tod fanden, haben sich diese Missachtung nicht verdient.

Kommunismus bedeutet für viele die aus dem Osten zu uns kamen, ein ebenfalls so fürchterliche Sache wie Nationalsozialismus für uns. Ein ungarische Kollegin hat mir mal gesagt: "Ihr habt keine Ahnung in was für einer Hölle wir existieren mussten haben und die Kommunisten haben gelebt wie die Maden im Speck.".
saw
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Beitrag #103671 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )Ger77 schrieb:  
(14.01.2014 )saw schrieb:  
Der millionenfache Völkermord war nicht eine fehlgeleitete Entwicklung, sondern die konsequente Umsetzung der nationalsozialistischen Ideologie. Damit unterscheidet sich der Nationalsozialismus fundamental von allen anderen Ideologien und Religionen, selbst wenn diese in der Anzahl der zu verantwortenden Toten vergleichbare Zahlen aufweisen.
Oi. Jetzt schießt du weit über das Ziel. Auch die millionenfache Morde in der Sowjetunion waren auch ein Ausdruck der marxsitisch/leninistischen Ideologie.

Der einzige und wirklich fundamentale Unterschied ist der Bezug auf "höherwertige oder niederwertige Rassen". Denn dieser Einstufung konnte man durch kein Wohlverhalten, Verleugnung des Glaubens oder bedingungslosen Unterwerfung entgehen und hatte die Auslöschung zur Folge. Dem Vorwurf der Sowjetschergen ein "Revisionist" zu sein, konnte man entgehen, wenn man als Intellektueller rechtzeigtig total konformes Gedankengut äußerte und sich lebenslang verstellte. "Kapitalistenknecht" konnte man durch Abbruch aller Kontakte zu ausländischen Freunden begegnen. "Spion" zu sein, kam einem Totesurteil gleich, wenn man nicht sofort und umfassend gestand, was man nicht getan hatte. Dann durfte man meist mit etwas Milde rechnen. Ansonsten war schwere Folter die Folge und jahrzehntelange Haftstrafen in KZ-ähnlichen Lagern. Und "Klassenfeind" führte in Umerziehungsanstalten, die man aber gleichgeschaltet wieder verlassen durfte und nicht die Vernichtung per Herkunft zum Ziel hatte.

Dieser Rest des ideologischen Wahnsinns ist im Bereich des "real existierenden Sozialismus" genauso brutal gewesen, wie in dem "rassisch reinen Volkstum".
Ideologische bedingte Massenmorde waren es in beiden Fällen. Den auf der Seite des Sowjetkommunismus kleinzureden ist auch eine Art von Leugnung. Die Opfer der Gulags, die Gefolterden der GPU, die Menschen die aus Ländern die anderwertig gebraucht wurden, vertrieben und in tiefe Not gestützt wurden und hunderttausenfach den Tod fanden, haben sich diese Missachtung nicht verdient.

Kommunismus bedeutet für viele die aus dem Osten zu uns kamen, ein ebenfalls so fürchterliche Sache wie Nationalsozialismus für uns. Ein ungarische Kollegin hat mir mal gesagt: "Ihr habt keine Ahnung in was für einer Hölle wir existieren mussten haben und die Kommunisten haben gelebt wie die Maden im Speck.".

Genau das ist der Unterschied. Die Massenmorde der Sowjetunion, wie auch die der verschiedenen Religionsgemeinschaft wurden mit der Ideologie begründet, die des Nationalsozialismus aber von der Ideologie gefordert.
Gut, das macht für die Opfer keinen Unterschied.
Aus heutiger Sicht aber, kann ich kann Kommunist sein und die Morde in der Sowjetunion verurteilen, ich kann Christ sein und Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und ähnliche Scheußlichkeiten zu tiefst ablehnen, aber ich kann kein Nazi sein und Judenvergasung ablehnen. Die Ideologie schreibt Angehörigen der arischen Rasse ausdrücklich das Recht zu, mit Angehörigen der ideologisch definierten minderwertigen Rassen nach belieben zu verwahren.

Nein zur Paraskevedekatriaphobie-Impfung von Kindern
faithless
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Beitrag #103662 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
ger schrieb:
Oi. Jetzt schießt du weit über das Ziel. Auch die millionenfache Morde in der Sowjetunion waren auch ein Ausdruck der marxsitisch/leninistischen Ideologie.

die morde in der sowjetunion waren keinesfalls ideologisch oder rassistisch begründet, sondern dienten ausschliesslich der aufrechterhaltung von machtstrukturen.
schlimm genug!

aber diesen unterschied nicht anzuerkennen und sozusagen eine rechtfertigung der naziverbrechen damit zu „relativieren“ ist unredlich!

das gegenseitige „aufrechnen“ und der dauernde hinweis darauf: „die haben ja auch“ is a bissal wie in der 1. klasse volksschule – „bitte herr lehrer, der hansi hat ja auch“ – und damit eine sehr infantile verteidigungsstrategie dieser unvorstellbaren unmenschlichkeiten.

es ist bedauerlich, dass dies immer wieder passiert und damit einer legitimierung der nazi-ideologie vorschub geleistet wird!

Ain't looking for a fight
But you know I won't run away
Denderan Marajain

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Beitrag #103665 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(15.01.2014 )faithless schrieb:  
ger schrieb:
Oi. Jetzt schießt du weit über das Ziel. Auch die millionenfache Morde in der Sowjetunion waren auch ein Ausdruck der marxsitisch/leninistischen Ideologie.

die morde in der sowjetunion waren keinesfalls ideologisch oder rassistisch begründet, sondern dienten ausschliesslich der aufrechterhaltung von machtstrukturen.
schlimm genug!

aber diesen unterschied nicht anzuerkennen und sozusagen eine rechtfertigung der naziverbrechen damit zu „relativieren“ ist unredlich!

das gegenseitige „aufrechnen“ und der dauernde hinweis darauf: „die haben ja auch“ is a bissal wie in der 1. klasse volksschule – „bitte herr lehrer, der hansi hat ja auch“ – und damit eine sehr infantile verteidigungsstrategie dieser unvorstellbaren unmenschlichkeiten.

es ist bedauerlich, dass dies immer wieder passiert und damit einer legitimierung der nazi-ideologie vorschub geleistet wird!

Wo wird hier bitte aufgerechnet?

Nazis haben Millionen ermordet
Stalin hat Millionen ermordet
Mao hat Millionen ermordet

Fakt ist eher, dass alle 3 Verbrecher der übelsten Sorte sind. Ob es jetzt ideologisch bedgründbar ist oder um die Ordnung aufrechtzuerhalten ist demnach vollkommen egal. Auch wird hier die Nazi Zeit nicht "legitimiert".
Popper

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Beitrag #103453 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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sehe ich differenzierter
Die Piratenpartei spricht sich gegen Diskriminierung, etc. wegen Rasse, Weltanschauung aus. Dies ist in den Grundwerten der Piratenpartei unter der Überschrift Mitgefühl ausreichend festgelegt. Das ist die Intention der Bestimmung.

Davon sollte die gesetzliche Bestimmung unterschieden werden. Im Wikipedia sind sehr gute Argumentationen angeführt, warum das Gesetz geändert werden sollte (teilweise totes Recht, hohes Mindeststrafmaß, etc.)
https://de.wikipedia.org/wiki/Verbotsgesetz_1947

Aus diesen beiden Gründen bin ich gegen eine Festschreibung wie vorgeschlagen.
rotzbub
Pirat
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Beitrag #103475 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
Das verbotsgesetz ist aus einer zeit in der man tatsächlich noch dachte meinungen verschwinden durch verbote. Psychologie steckte in den kinderschuhen. Patriarchen steckten ihre ungehörigen frauen in umerziehungslager(psychiatrie) um ihnen gefälligkeit zu lehren. Meine güte man wußte nicht mal dass frauen in der ehe einen orgasmus bekommen können. Im klartext. Diese zeit war tiefste steinzeit. Heute weiß man schon lange dass verbote meinungen nur in den untergrund drängen und sie schwerer kontrollierbar machen. Wenn dieses verbot funktionieren würde, wäre auch der krieg gegen die drogen ein gewinner.
Durch die verdrängung in den untergrund wird es schwerer diese leute zu beobachten und auch wirklich argumentativ dagegen vorzugehen. Ein welpe der sich aus irgendeinen grund in einen geheimen naziclub verirrt wird dort also auf keinerlei widerspruch von irgendeiner seite stossen. In einem öffentlichen raum, kann dagegen jemand aufstehen:"pass auf welpe. Das sind voll die unguten hater"
Und auch sonst müßte man sich mehr mühe geben gegen diese leute zu argumentieren, denn mundtot machen mittels verbotsgesetz schafft märtyrer. Mundtot machen mittels echter argumentation schafft wissen und meinungen.

Ich halte das momentan für wichtig, weil dieses thema bei der kpö sicherlich in keinster weise zu diskutieren ist. Dafür haben sie zuviele kameraden im antifaschistischen kampf verloren. Wofür ich diesen kämpfern auch dankbar bin.(btw wir brauchen mehr denkmäler für widerstandskämpfer, deserteure, usw. Die sonstigen kriegerdenkmäler sollte man zu strassensplit zermahlen)


Das verbotsgesetz geht von einer steinzeitlichen sicht auf den menschen aus. Es widerspricht völlig unserem modernen, insbesondere der piraten, verständnis von freiheit.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.01.2014 13:11 von rotzbub.)
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #103530 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
Das verbotsgesetz ist aus einer zeit in der man tatsächlich noch dachte meinungen verschwinden durch verbote.

es war die zeit, in der es noch keine farben gab (siehe schwarz-weiß-Filme) - kein wunder, dass die leute damals so beschränkt waren....
rotzbub
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Beitrag #103532 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )MoD schrieb:  
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
Das verbotsgesetz ist aus einer zeit in der man tatsächlich noch dachte meinungen verschwinden durch verbote.

es war die zeit, in der es noch keine farben gab (siehe schwarz-weiß-Filme) - kein wunder, dass die leute damals so beschränkt waren....

es gab damals schon farbfilme.
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #103536 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
(14.01.2014 )MoD schrieb:  
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
Das verbotsgesetz ist aus einer zeit in der man tatsächlich noch dachte meinungen verschwinden durch verbote.

es war die zeit, in der es noch keine farben gab (siehe schwarz-weiß-Filme) - kein wunder, dass die leute damals so beschränkt waren....

es gab damals schon farbfilme.


Bauer schreibt

woran lag es dann? Immerhin scheint es sich hier um den evolutionären Sprung vom homo sapiens zum homo sapiens sapiens zu handeln (wenn mich nicht alles täuscht)...?
0utput

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Beitrag #103479 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
Psychologie steckte in den kinderschuhen.

naja, das Zeugs vom Freud existierte 1945 schon seit 50 Jahren...

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rotzbub
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Beitrag #103482 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )0utput schrieb:  
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
Psychologie steckte in den kinderschuhen.

naja, das Zeugs vom Freud existierte 1945 schon seit 50 Jahren...

ja und der hat sich in so vielen dingen geirrt. Laut freud war der orgasmus der frau eine kindliche verirrung die mit dem ende der pubertät verschwand. Der verdienst vom freud ist vor allem der starke fokus und ins rampenlicht zerren der psychologie. Ohne ihn hätte es weniger nachfolger gegeben die nach und nach viele theorien von ihm widerlegten. Das ist wissenschaft. Man braucht auch irrtümer, um etwas widerlegen zu können.


Persönliche sidenote: ich hab auch wenig lust dass ich wegen meiner collage zuhause die unter anderem ein prominentes hakenkreuz featured aufgrund des verbotsgesetz angeklagt werde. Ich möchte mit jedweder symbolik arbeiten die mir lieb ist.

Ach, und gibts einen piraten der es gut findet dass der hubsi kramer(eine tolle ultralinke zecke) wegen seiner hitler verkleidung auf opernball demo aufgrund des verbotsgesetz angeklagt wurde? Das ist idiotisch.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.01.2014 13:31 von rotzbub.)
0utput

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Beitrag #103491 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zum Verbotsgesetz
(14.01.2014 )rotzbub schrieb:  
ja und der hat sich in so vielen dingen geirrt. Laut freud war der orgasmus der frau eine kindliche verirrung die mit dem ende der pubertät verschwand. Der verdienst vom freud ist vor allem der starke fokus und ins rampenlicht zerren der psychologie. Ohne ihn hätte es weniger nachfolger gegeben die nach und nach viele theorien von ihm widerlegten. Das ist wissenschaft. Man braucht auch irrtümer, um etwas widerlegen zu können.

jaja, der freud die alte koksnase... Smile

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Beitrag #103704 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Programmpunkt (neutral)
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Programmantrag direkt: Thema 1937
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 29 Tage 00:17:02)
i4473: Kein Programmpunkt (neutral)
Zitat:
Kein Programmpunkt in dieser Sache.
Keine Begründung (im Vergleich zu i4468)
Liquid
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Beitrag #109843 | 13.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Programmantrag direkt: Thema 1937
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (noch 14 Tage 23:59:57)
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Beitrag #112773 | 28.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Programmantrag direkt: Thema 1937
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (noch 14 Tage 23:58:58)
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Beitrag #112824 | 28.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Programmantrag direkt
Ich habe in der Vergangenheit auch die Meinung vertreten dass es wichtigere Themen gibt und ich mit "Kein Programmpunkt (neutral)" gut leben kann. Auf der anderen Seite ist das Verbotsgesetz vermutlich einer der härtesten Brocken wenn es darum geht Antworten zu finden wie man piratische Ideale auch auf die österreichische Realität übertragen könnte.

Mir schwirrt jetzt auch der Kopf von "Respekt vor den Opfern" über "ich will keine FPÖ die wie der Gegenpol zu Deutschen Antifapiraten aussieht" bis zu "Meinungsfreiheit und Bürgerrechte nur für bestimmte Meinungen und Bürger?".

Wenn es gelänge zu diesem extrem schwierigen Thema eine überzeugende Strategie zu erarbeiten wie man damit umgehen möchte könnte man diese auch auf leichtere Themen wie z.B. Prostitution, usw. anwenden. Dies würde auch vielleicht zu einer homogeneren politischen Positionierung führen da diese dann auf schon vorhandene Überlegungen aufbauen kann.

Ohne diese Vorarbeit ist Liquid bei solchen Fragen mMn schnell überfordert und kann immer nur wie ein Richter Urteile fällen aber keine überzeugenden "Wir sehen dass so weil…" Begründungen liefern.
Liquid
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Beitrag #103460 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zur Meinungsfreiheit
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Programmantrag direkt: Thema 1937
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (noch 14 Tage 23:08:03)
i4466: Bekenntnis zur Meinungsfreiheit
Zitat:
Antragstext
Die Piratenpartei bekennt sich zur verfassungsrechtlich garantierten und in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ebenfalls garantierten Meinungsfreiheit. 
Begründung
Da gelegentlich daran gezweifelt wird, dass Meinungsfreiheit tatsächlich wichtig ist, sollte die Piratenpartei ihre Position dazu klar festlegen.
Info über die gesetzliche Lage:
Staatsgrundgesetz Art. 13:
Artikel 13. Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck oder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der gesetzlichen Schranken frei zu äußern.
Die Presse darf weder unter Censur gestellt, noch durch das Concessions-System beschränkt werden. Administrative Postverbote finden auf inländische Druckschriften keine Anwendung. 
Europäische Menschenrechtskonvention Art. 10:
(1) Jedermann hat Anspruch auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Freiheit der Meinung und die Freiheit zum Empfang und zur Mitteilung von Nachrichten oder Ideen ohne Eingriffe öffentlicher Behörden und ohne Rücksicht auf Landesgrenzen ein. Dieser Artikel schließt nicht aus, daß die Staaten Rundfunk-, Lichtspiel- oder Fernsehunternehmen einem Genehmigungsverfahren unterwerfen.
(2) Da die Ausübung dieser Freiheiten Pflichten und Verantwortung mit sich bringt, kann sie bestimmten, vom Gesetz vorgesehenen Formvorschriften, Bedingungen, Einschränkungen oder Strafdrohungen unterworfen werden, wie sie in einer demokratischen Gesellschaft im Interesse der nationalen Sicherheit, der territorialen Unversehrtheit oder der öffentlichen Sicherheit, der Aufrechterhaltung der Ordnung und der Verbrechensverhütung, des Schutzes der Gesundheit und der Moral, des Schutzes des guten Rufes oder der Rechte anderer unentbehrlich sind, um die Verbreitung von vertraulichen Nachrichten zu verhindern oder das Ansehen und die Unparteilichkeit der Rechtsprechung zu gewährleisten.
Liquid
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Beitrag #103470 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zu wichtigeren Dingen
Bundesweite Themen: Innen, Recht, Demokratie, Sicherheit
Programmantrag direkt: Thema 1937
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Neu (noch 14 Tage 22:50:59)
i4468: Bekenntnis zu wichtigeren Dingen
Zitat:
Kein Antragstext
Begründung
Die Piratenpartei bekennt sich zu wichtigeren Themen. Wir sollten keine Zeit an das Verbotsgesetz verschwenden. Auch der Nationalrat sollte wichtigeres zu tun haben als über das Verbotsgesetz zu diskutieren.
Es soll also so bleiben wie es ist da dies am wenigsten Zeitverschwendung ist.
_removed_TDdf3Fds
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Beitrag #103594 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Bekenntnis zu wichtigeren Dingen
Sehr schön. Die Debatte wird nicht geführt.

Die Piratenpartei soll beschliessen, dass sie die Debatte um Meinungsfreiheit im Kontext der Verbotsgesetzgebung auslassen soll, weil es angeblich wichtigeres gibt.

So wie beim NSA Skandal.
Und der VDS.




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