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Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
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Beitrag #103300 | 13.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1936
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (noch 14 Tage 23:59:12)
i4462: Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbildung
Zitat:
+++ NEU +++ JETZT ALS "PROGRAMMANTRAG DIREKT" +++ NEU +++
In Anlehnung an das positive Meinungsbild folgt nun ein Programmantrag. Die Piratenpartei Österreichs sollte sich piratische Leitlinien zum Umgang mit steuerlichen Fragen aus den Bereichen Einkommen und Vermögen geben. Die einzelnen Punkte sollen in weiteren Anträgen im Detail ausgearbeitet werden. 
Text
Wirtschaft und Finanzen
Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbildung
Schutz des Eigentums
die Piratenpartei bekennt sich uneingeschränkt zum Schutz des Eigentums, wie es in Artikel 17 der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und im Zusatzprotokoll zur Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten in der Fassung des Protokolls Nr. 11 festgelegt wurde. Die Piratenpartei distanzieren sich von Ideen, die die Kollektivierung von Privateigentum anstreben. 
Vermögensbegriff und Reichtum
Der Begriff des Vermögens umfasst Finanzvermögen (wie z.B. Bargeld, Bankguthaben, Aktien, Anleihen) und realem Vermögen (wie z.B. Grundstücke, Häuser, Autos,...). Die Summe dieser Vermögen bildet das, woraus sich "Reichtum" ableiten lässt. Die Abgrenzung zum Kapital ist dahingehend, als dass Kapital auch in Form von Fremdkapital (Schulden) investiert sein kann. Die Piratenpartei ist der Meinung, dass man ab einem Vermögen von rund 2 Mio. € als reich anzusehen ist. Dabei sind diejenigen ausgenommen, die die Vermögenswerte zur betrieblichen Leistungserbringung nutzen (Beispiel: Landwirtschaft, Betriebe, Lagerflächen, Fabriken,...). 
Vermögenssubstanzsteuern
Die Piratenpartei tritt grundsätzlich gegen Vermögenssubstanzsteuern ein und schließt Vermögenssteuern aus, die betrieblich genutzte und kleine private Vermögen treffen. Wir sind aber der Meinung, dass es in einigen wenigen, bestimmten Fällen gerechtfertigt ist, eine Vermögenssubstanz zu besteuern. Eine **Grundsteuer** ist als fair zu betrachten, da das Nutzungspotential eines Grundstückes davon abhängt, wie gut es öffentlich versorgt wird (Straße, Strom, Wasser, Kanal,...).
Über ein Freibetragsmodell wird sichergestellt, dass breite Bevölkerungsschichten Vermögen ohne einer Belastung durch Vermögenssubstanzsteuern aufbauen und erhalten können. Im betrieblichen Bereich darf eine Vermögenssubstanzssteuer nicht zu einer Reduktion des Grundkapitals führen, da in Österreich bereits heute der größte Teil der KMUs unterkapitalisiert ist. Ordentlich kapitalisierte Unternehmen verbessern die Krisenresistenz der gesamten Volkswirtschaft und sind als günstig anzusehen.
Eine **Erbschaftssteuer** ist nur dann als fair zu betrachten, wenn sie eine umverteilende Wirkung aufweist und ebenfalls den Vermögensaufbau im unteren Bereich nicht beeinträchtigt. Für Fälle der Betriebsnachfolge soll sich die Steuerlast bei Nichtveräußerung über einen zu wählenden Zeitraum auf Null verringern. Erträge aus diesen Steuern sollen zur Reduktion der Steuern und Abgaben auf Einkommen aus Arbeit verwendet werden. 
Steuern auf Vermögenserträge
Die Piratenpartei ist der Meinung, dass alle Einkommensarten gleich behandelt werden sollten. So sollten beispielsweise auch Erträge aus Vermögensveranlagung der normalen Progression unterliegen oder es werden alle Einkommen auf -analog zu den Steuern auf Erträge aus Vermögen- auf flat tax umgestellt. Analog zur technischen Abwicklung der Steuern auf Erträge aus Arbeit durch die Arbeitgeber, obliegt die technische Abwicklung der Steuer auf Kapitalerträge den Banken. Erträge aus diesen Steuern sollen zur Reduktion der Steuern und Abgaben auf Einkommen aus Arbeit verwendet werden. 
Inflationssicherung der Progressionsstufen
Die Piratenpartei ist der Meinung, dass die Progressionsstufen bei den Steuern auf Einkommen aus Arbeit inflationsgesichert werden sollen um der schleichenden Steuererhöhung durch die Inflation entgegenzuwirken, da diese gegen die Interessen der Bürger wirkt. Das erspart auf lange Sicht politisch schwierige Korrekturen im Bereich der Steuern auf Einkommen aus Arbeit. 
Einführung einer negativen Einkommenssteuer
Um der abnehmenden Umverteilung von den Branchen mit hohen Produktivitätsgewinnen hin zu den Branchen mit geringen oder keinen Produktivitätsgewinnen hin entgegenzuwirken, soll das Modell der negativen Einkommenssteuer eingeführt werden. Diese Form der Umverteilung belohnt Arbeitnehmer, die aktiv am Arbeitsprozess teilnehmen und wirkt kaufkraftstabilisierend. Die Einführung einer negativen Einkommenssteuer stellt einen ersten Schritt in Richtung einer möglichen Umstellung auf ein bedingungsloses Grundeinkommen dar. 
Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes
Um die unteren Einkommen zu stabilisieren und den Druck aus dem Bereich der prekären Beschäftigung zu reduzieren ist es notwendig, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Der Mindestlohn gilt sowohl für unselbstständig Erwerbstätige, als auch für prekär Beschäftigte. Diese sollen Rechtsmittel erhalten, die eine nachträgliche Durchsetzbarkeit des Mindestlohnes auf Stundenbasis sicherstellen. Das stellt sicher, dass sich Unternehmen darauf verlassen können, dass durch kreative Ausbeutung von prekär Beschäftigten Preisvorteile erzielt werden können. 
Einführung einer Finanztransaktionssteuer
Die Piratenpartei ist der Meinung, dass eine europaweite Finanztransaktionssteuer eingeführt werden sollte. Der Ertrag aus dieser Steuer soll direkt der Europäischen Union zur Finanzierung zufließen und aliqot die Beitragsbelastung Österreichs verringern. 
Änderung der Vermögensverteilung durch Vermögensaufbau
Die Piratenpartei ist der Meinung, dass es wichtig ist, langfristig stabile und günstige Finanzierungen zum Vermögensaufbau zur Verfügung zu stellen. Die Landeshypothekenbanken sollen auf ihren ursprünglichen Geschäftszweck ausgerichtet werden und die Landeshaftungen auf diesen Geschäftszweck zweckgewidmet werden. Zur Verbesserung regionaler Strukturen soll die Finanzierungstätigkeit um eine Mikrokreditkomponente auf Kleinbetriebe ausgeweitet werden. 
Alternative Finanzierungsmodelle für Betriebe
Die Piratenpartei ist der Meinung dass es wichtig ist, Betrieben mit lokaler Wertschöpfung und lokaler Verankerung eine standardisierte alternative Finanzierungsmöglichkeit abseits der Banken zur Verfügung zu stellen. Möglich wäre das durch die Schaffung einer Rechtsvehikels ("Zweckgesellschaft"), die aufgrund hoher rechtlicher Standardisierung mit geringem Aufwand gegründet und zur betrieblichen Fremdfinanzierung genutzt werden kann. Die Finanzierungshöhe einer solchen Zweckgesellschaft ist limitiert, die Einlagenhöhe und Haftung der Investoren ebenfalls.  
Begründung
Die zu erwartenden Effekte aus den oben genannten Maßnahmen wären wie folgt:
- Untere Einkommen aus Arbeit werden linear entlastet - Die Belastung unterer Vermögen bleibt niedrig - Die Belastung größerer Vermögen steigt - Eigennutzung wird erst ab einer bestimmten Höhe an Vermögen belastet - Die Belastung von Erträgen aus Vermögen unterliegt der Progression - Erbschaften werden erst ab einer bestimmten Höhe an Vermögen belastet - Weiterbestand von Betrieben (Arbeitsplätzen) nach Erbe wird sichergestellt - Wohnraumfinanzierung (Vermögensbildung) ist langfristig kalkulierbar - Mikrokredite stärken regionale Wirtschaftsstrukturen - Alternative Fremdfinanzierungsmodelle reduzieren die Abhängigkeit von Banken  
Weiterführende Informationen
Zur Besteuerung von Vermögen in Österreich, IHS 2009
Ziele und Optionen der Steuerreform: Vermögensbezogene Steuern, WIFO 2008
Steuern und Sozialbeiträge in Österreich, Einnahmen des Staates und der EU, statistik.at
Vergleich besonderer Merkmale in der Unternehmensbesteuerung in Österreich, der Schweiz, der Slowakei und den USA sowie Gerechtigkeitsvergleich und Umsetzungsempfehlungen in Österreich : Untersuchung und Vergleich der Steuersysteme hinsichtlich Gerechtigkeitswirkungen, Steueraufkommen und Belastung von Einkommensgruppen ; Umsetzungsempfehlung der Besonderheiten in Österreich sowie Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung der Steuerpolitik in Österreich Höfler, Michael-Kurt 2009
Taxation trends in the European Union, EC 2012
Was ist eigentlich - NEGATIVE EINKOMMENSTEUER?, brandeins.de
Eine generelle Finanztransaktionssteuer - Konzept, Begründung, Auswirkungen, Schulmeister, Stephan
Studie Vermögensbesteuerung, KPMG
Optionen zur Stärkung der Abgabenautonomie der österreichischen Gemeinden, WIFO/KDZ
Bewertung der Budgetkonsolidierung in Österreich: Analyse der damit verbundenen volkswirtschaftlichen Effekte / mit Grundsteuer, IHS
Energie Revolution Österreich 2050 (2011) / energieabhängige Grundsteuer, IHS
Sonstiges
Da ich hier bald nicht mehr schreiben darf ist jeder eingeladen, den Antrag zu übernehmen.
faithless
Pirat
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Beitrag #103357 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
betriebsdirektor schrieb:
Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbildung

was wird das – ein NEOS-programm für arme?
irgendwie liest sich dieser antrag wie das neos-programm.
superschlagworte!
einige nonanet-formulierungen
und die gemeinheiten verstecken sich in den nebensätzen

aber im einzelnen:
betriebsdirektor schrieb:
Schutz des Eigentums

nonanet – dass die piraten die menschenrechte anerkennen ist wohl net extra erwähnenswert.
aber was bedeutet wir streben keine kollektivierung von privateigentum an?
die anti-kommunismus-klausel?

betriebsdirektor schrieb:
Vermögensbegriff und Reichtum

das ist jetzt schon ein bissi spannender.
wir sollen also der meinung sein, dass man erst ab einem nettovermögen von rd € 2 mio als reich gilt.
die spö definiert das reichsein ab 1 mio – die grünen ab 500.000,-
forbes – also das kampfblatt des weltkommunismus – setzt die grenze zum „reich-sein“ bei $ 1 mio – als rd. € 800.000,-
aber wir piraten sind da grosszügiger als selbst forbes – erst mit 2 mio ist man reich! alles drunter sind ja armutschkerl.

noch dazu wird da gefordert, dass vermögenswerte zur betrieblichen leistungserbringung da überhaupt nicht eingerechnet werden dürfen.
die wälder und landwirtschaftsbetriebe vom eh nicht verurteilten grafen fallen da also gar nicht drunter!
ebensowenig wie dem herrn glock seine fabrik als vermögen zurechenbar wäre!
das tät sich net amal die iv zu fordern trauen.
produktionsmitteleigner aller länder vereinigt euch!

betriebsdirektor schrieb:
Vermögenssubstanzsteuern
also wir sind gegen vermögenssubstanzsteuern.
gleichzeitig fordern wir aber freibetragsgrenzen für die ohnehin nicht geforderten vermögenssubstanzsteuern, damit wir alle endlich vermögend werden und auf die geforderten 2 mio kommen.

ausserdem wird gefordert, dass die von uns ohnehin nicht geforderten substanzsteuern zu keiner reduktion des betrieblichen grundkapitals führen darf.

wie kann etwas zu einer verringerung des grundkapitals führen, was wir ohnehin nicht wollen?

aber ich vermut das ist nur ein bissl unklar ausformuliert, und es geht um die grundsteuer, und diese formulierung dient dazu, „grundsteuerbefreiungsmodelle“ auf betrieblicher basis zu schaffen.

unter vermögenssubstanzsteuern wird auch die erbschaftssteuer angeführt.
ganz allgemein wird die erbschaftssteuer aber nicht als substanzsteuer, sondern als vermögensbezogene steuer definiert.
aber bitte!
jedenfalls wird gefordert, dass die erbschaftssteuer den vermögensaufbau im unteren bereich nicht beeinträchtigen darf.
ist hier der bereich unter € 2 mio gemeint?
weil man laut dieser ini ja erst am diesem betrag als reich gilt!
weiterdenkend würd das heissen, wir fordern freibeträge bis zu einer grenze von 2 mio!
das tät sich net amal die övp trauen!

betriebsdirektor schrieb:
Steuern auf Vermögenserträge

hier fordert der betriebsdirektor etwas, was er in einer anderen stellungnahme vehement ablehnt.
https://forum.piratenpartei.at/thread-10943.html

aber eigentlich will er ja eh keine progressiven steuern auf einkommen, sondern es soll durch die hintertür eine flat-tax eingeführt werden.
das bzö lässt grüssen!

gleichzeitig wird gefordert, dass die technische abwicklung an die banken übertragen wird.
wie soll das funktionieren?
werden vermögenserträge ausschliesslich über banken abgewickelt?
wer wickelt ab, wenn das nicht über eine bank abgerechnet wird?
wer bezahlt den banken die kosten für diese abrechnung?

betriebsdirektor schrieb:
Inflationssicherung der Progressionsstufen

eine position der fdp!
aber das hatten wir ja schon, dass sich der betriebsdirektor mit den positionen der fdp identifiziert (altes wiener forum) und der meinung ist, dass die fdp ohnehin das beste parteiprogramm hat.

eine derartige fixierung unterbindet den handlungsspielraum der politik massiv.
sie fördert die feigheit der politik entscheidungen zu treffen.
in weiterer folge werden mit derartiger steuerpolitik und bindungen an den vpi die herrschenden verhältnisse einzementiert und veränderungen in richtung grösserer sozialer gerechtigkeit verhindert.

diese intention ist bereits bei den anträgen sowohl bei der senkung des eingangssteuersatzes, als auch bei den inis betreffend steuerbegünstiges jahressechstel deutlich merkbar.

betriebsdirektor schrieb:
Einführung einer negativen Einkommenssteuer

die negative einkommensteuer als ersten schritt in richtung bge darzustellen ist auch so eine versteckte gemeinheit.
die negative einkommenssteuer ist das gegenteil, weil damit wieder nur der „wert“ der strukturellen erwerbsarbeit hervorgehoben wird.

auch die argumentation, dass damit eine umverteilung zwischen den branchen erfolgt stimmt natürlich nicht.
diese umverteilung, so man das will, wäre am ehesten mit einer wertschöpfungsabgabe zu erreichen.

betriebsdirektor schrieb:
Einführung einer Finanztransaktionssteuer

ja, gibt’s bereits im programm.
aber was soll der zusatz, dass damit die beitragsleistung österreichs verringert werden soll?
da wären wir wieder beim schrebergarten österreich?
wenn das von kickl oder vilimsky kommt, wundert mich das nicht – aber was hat das im programm der piraten verloren?

alles in allem sind diese forderungen auf den ersten blick natürlich sehr vernünftig und bei oberflächerlicher betrachtung durchaus unterstützenswert.

bei einem – auch nur kurzen – blick dahinter ist aber die intention klar erkennbar.

die piraten sollen keine wirtschafts- und steuerpolitik mit grösserer rücksichtnahme auf die sozial schwachen machen, sondern die „leistungsträger“ belohnen und fördern.
vermögensbildung erleichtern und die „wirtschaft“ möglichst ihrer pflicht, dem allgemeinwohl zu dienen, zu entbinden.
frei nach dem motto. geht’s der wirtschaft gut, geht’s uns allen gut!

dass immer wieder der verweis darauf kommt, dass abgaben auf einkommen aus arbeit reduziert werden sollen und dies auch noch festgeschrieben werden soll, ist nicht mehr als ein feigenblatt!

alles in allem ist das „rechte“ neoliberale wirtschaftspolitik und hat mit dem ansatz sozialliberale positionen zu vertreten aber so gar nix zu tun!

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Popper

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Beitrag #103469 | 14.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Sammelsurium
Das ist ein Sammelsurium verschiedenster Punkte mit den Attributen:
  • sinnvoll
  • unausgereift
  • Argumentation unschlüssig
  • ...
Die Überschriften gehören einzeln diskutiert.

Daher lehnen wir diesen Antrag in dieser Form bitte ab!!!
EmmanuelGoldstein

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Beitrag #109366 | 10.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
Das Mitglied, das diesen Antrag gestellt hat, ist gesperrt.
Warum ist dieser Antrag dann noch unterstützbar?

Laut LDO §5(4)
Zitat:
Der Verlust des Stimmrechts beeinflusst keine früheren Aktivitäten des Mitglieds in bereits abgeschlossenen Systemprozessen, jedoch zukünftige Systemereignisse. Findet eine Auszählung erst nach dem Stimmrechtsverlust statt, so zählt die abgegebene Unterstützung, Stimme oder Delegation nicht.

Ich würde diesen Antrag übernehmen.

Ist der Übergang von "Diskussion" zu "Eingefroren" kein zukünftiges Ereignis?
Würde die Initiative dann automatisch zurück gezogen werden?

Gibts eigentlich diese eine Internetpartei noch?
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Beitrag #103655 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
betriebsdirektor schrieb:
Einführung einer negativen Einkommenssteuer
Um der abnehmenden Umverteilung von den Branchen mit hohen Produktivitätsgewinnen hin zu den Branchen mit geringen oder keinen Produktivitätsgewinnen hin entgegenzuwirken, soll das Modell der negativen Einkommenssteuer eingeführt werden. Diese Form der Umverteilung belohnt Arbeitnehmer, die aktiv am Arbeitsprozess teilnehmen und wirkt kaufkraftstabilisierend.

In Deutschland verfolgt die FDP ein Modell einer negativen Einkommensteuer. Bürger mit höherem Einkommen zahlen demnach Steuern, Geringverdiener bekommen das sogenannte Bürgergeld als negative Einkommensteuer ausbezahlt. Es ist an eine Arbeitsverpflichtung gebunden.

was bedeutet nun diese verpflichtende bindung an „die arbeitswilligkeit“?

lt. milton friedman
Als Vorteil wird angeführt, dass zwar ein Niedriglohnsektor entstehen kann, Menschen mit geringem Einkommen jedoch staatliche Zuschüsse erhielten. Insofern könnte die negative Einkommensteuer sowohl für den Bürger als auch für die Wirtschaft Vorteile bringen.

für mich schaut das so aus, als ob es hier um eine versteckte subvention der wirtschaft geht, der auf diesem weg ein heer von staatlich subventionierten arbeitskräften zur verfügung gestellt wird, denen kein ausreichendes existenzsicherndes entgelt bezahlt werden muss, da dies ja über staatliche transferleistungen erfolgt.

das meines erachtens besonders perfide daran ist, eine wirtschaftssubvention auf diesem wege als transferleistung darzustellen!

ein weg, der in deutschland schändlicher weise von der spd mit harzIV gegangen wurde und zu den berüchtigten € 1,-/jobs geführt hat.

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Beitrag #105446 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1936
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 21 Tage 21:41:19)
i4527: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
Zitat:
Text
Wirtschaft und Soziales
kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
Begründung
ich habe hier bereits bei einigen punkten aufgezeigt, dass diese zusammenfassung von „leitlinien“ alles andere als piratisch ist.
https://forum.piratenpartei.at/thread-10...leitlinien
das wesentliche hier nochmals:
„reich“ erst ab € 2 mio!!! die zeitschrift forbes definiert reich mit \$ 1 mio – also ca € 750.000,-
es wird die umstellung auf eine flat-tax gefordert – das bzö und das team stronach lassen grüssen!
die forderung einer negativen einkommenssteuer mit einer bindung an erwerbsarbeit widerspricht den piratischen intentionen nach einem basic income total.
eine ausführliche diskussion zu diesen kritikpunkten findet leider nicht statt!
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Beitrag #105468 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
(22.01.2014 )Liquid schrieb:  
...
ich habe hier bereits bei einigen punkten aufgezeigt, dass diese zusammenfassung von „leitlinien“ alles andere als piratisch ist.
...

Na, was wäre denn "piratisch"? Enteignung, so wie in diesem Vorschlag hier?
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Beitrag #105469 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
(22.01.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Na, was wäre denn "piratisch"? Enteignung, so wie in diesem Vorschlag hier?

wie wärs, wenn du anstatt demagogischer platidüden eine sachliche diskussion führen würdest?

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Beitrag #105491 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
(22.01.2014 )faithless schrieb:  
(22.01.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Na, was wäre denn "piratisch"? Enteignung, so wie in diesem Vorschlag hier?
wie wärs, wenn du anstatt demagogischer platidüden eine sachliche diskussion führen würdest?

Das ist hier nicht möglich. Leider ist die plumpe Fixierung auf Abzocke zu massiv. Denn dass das Wachstum des (in Geld gemessenen) "Reichtums" primär durch total überhitzte und mit billigem Geld vollgesoffene Börsen verursacht wird, dem praktisch kein substanzielles Wachstum gegenübersteht, ist hier kein Thema. Dass diese asset price inflation von den Notenbanken dazu benutzt wird, die Preise auf Güter des täglichen Bedarfes zu stabilisieren um so der nachfrageverstärkenden Schuldenkultur der Länder entgegenzuwirken, interessiert auch keinen hier.

Früher bezahlten die Menschen die Schuldenpolitik ihrer Politiker mit Inflation an den Gütermärkten. Mit dem Euro geht das nicht mehr. Er hat diese Mechanik verändert und dabei ist die Inflation nicht verschwunden, sie manifestiert sich nur woanders. Nämlich bei den Vermögenspreisen. Diese Inflation ist für den größten Teil der Menschen nicht sichtbar, weil sie kaum täglich mit Vermögenswerten zu tun haben. Selbst wenn sie in Eigentumswohnungen wohnen, kennen sie den aktuellen Wert ihrer Immobilie kaum. Und auf bestehende Mietverhältnisse hat die Wertveränderung der zugrundeliegenden Immobilie keinen Einfluss, da die Immobilienpreise nicht im VPI abgebildet sind. Dort beeinflussen die von den Kommunen angeheizten Betriebskosten die Kosten viel stärker.

Für die Menschen jedoch, für die eine Investition in Immobilien in Reichweite scheint, ist allerdings schmerzhaft erkennbar, dass ihnen hier die Vermögenspreise davonlaufen. Diese Leute sehen diese Inflation. Leute, die heute mieten müssen sehen sie auch, weil sich neu vereinbarte Mietpreise auf Basis von Immobilienpreisen berechnet werden (Investitionsrechnung). Das betrifft hauptsächlich junge Leute. Der große Rest kriegt das nur marginal bis gar nicht mit.

Würde man das hier zur Kenntnis nehmen, dann würde man erkennen, dass es gar nicht mehr zu verteilen gibt, außer man nimmt auf den Gütermärkten einem anderen was weg. Wenn man nun ständig durch immer höhere Neuverschuldung nur minimales Wachstum auslöst, dann führt das zwangsläufig in den Abgrund. Erst recht, wenn man diese Neuverschuldungsstrategie auch in "guten" Zeiten beibehält, weil die Politik entscheidungsschwach ist. Das ist keine zukunftsträchtige Strategie.

Aber darüber redet hier keiner. Hier heißt es nur: Eat the rich! Und Schulden sind super, weil wegen der armen Leute und der bösen Austerität und so...
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Beitrag #105515 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
betriebsdirektor schrieb:
das hier wieder einmal alle ahnungslos sind

was sind „vermögenspreise“?
der goldpreis?
der aktienmarkt?
die immobilienpreise?

was die entwicklung von immobilien angeht gibt’s ja eine schöne neue studie, nachdem in österreich mit ausnahme von wien diese eher fundamental unterbewertet sind.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_2...esterreich

da steht übrigens auch:
Das derzeit geringe Wachstum der Wohnbaukredite und eine im
internationalen Vergleich niedrige und gemessen am BIP rückläufige
Verschuldung des Haushaltssektors deuten auf einen hohen
Eigenfinanzierungsanteil bei den getätigten privaten
Immobilienkäufen.

schaut also eher so aus, als ob der von dir geforderte vermögensaufbau doch irgendwie funktioniert.

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Beitrag #105550 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
(22.01.2014 )faithless schrieb:  
was sind „vermögenspreise“?
der goldpreis?
der aktienmarkt?
die immobilienpreise?

Anlageklassen: http://de.wikipedia.org/wiki/Anlageklasse

Handelsblatt: „Die Droge wirkt, doch sie macht süchtig“

bundestag.de: Vermögenspreisblasen und Geldpolitik

DB Research: Globale Liquiditätsschwemme und Vermögenspreisinflation

ECB: Asset price booms and monetary policy

ECB: ‘Real Time’ Early warning indicators for costly asset price boom/bust cycles

FAZ: Extreme Geldpolitik verzerrt die Vermögenspreise

(22.01.2014 )faithless schrieb:  
schaut also eher so aus, als ob der von dir geforderte vermögensaufbau doch irgendwie funktioniert.

Oder einfach nur umgeschichtet wird? Von einer Asset Klasse (Aktien) in eine andere (Immobilien)? Diese Diskussion führt zu nichts. Du hast einfach nicht begriffen worum es geht.
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Beitrag #105552 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: kein antrag zu diesen themen in dieser zusammensetzung
(22.01.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Diese Diskussion führt zu nichts. Du hast einfach nicht begriffen worum es geht.

eh - wahrscheinlich bin ich einfach zu deppat für sowas!

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Beitrag #109774 | 12.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1936
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (noch 14 Tage 23:59:37)
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Beitrag #112648 | 27.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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RE: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1936
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (noch 14 Tage 23:59:45)
MoD
Chef aller Piraten weltweit
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Beitrag #105551 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
(13.01.2014 )Liquid schrieb:  
Steuern auf Vermögenserträge
Die Piratenpartei ist der Meinung, dass alle Einkommensarten gleich behandelt werden sollten. Analog zur technischen Abwicklung der Steuern auf Erträge aus Arbeit durch die Arbeitgeber, obliegt die technische Abwicklung der Steuer auf Kapitalerträge den Banken. Erträge aus diesen Steuern sollen zur Reduktion der Steuern und Abgaben auf Einkommen aus Arbeit verwendet werden. 

Wie können "Erträge zur Reduktion der Steuern und Abgaben auf Einkommen aus Arbeit verwendet werden" und gleichzeitig alle Einkommensarten gleich besteuert werden? widerspruch?
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Beitrag #105557 | 22.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Piratische Leitlinien zu den Themen Einkommen, Steuern, Vermögen und Vermögensbil
(22.01.2014 )MoD schrieb:  
Wie können "Erträge zur Reduktion der Steuern und Abgaben auf Einkommen aus Arbeit verwendet werden" und gleichzeitig alle Einkommensarten gleich besteuert werden? widerspruch?

Nein, kein Widerspruch. Was ist die konkrete Frage?




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