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Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
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Beitrag #99721 | 28.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1914
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (noch 14 Tage 23:59:58)
i4393: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialversicherungshöchstbeitragsgrundlage
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialversicherungshöchstbeitragsgrundlage
Die Piraten fordern die Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialversicherungshöchstbeitragsgrundlage.
Einige Bezüge (Einkommen) werden in Österreich steuerlich begünstigt behandelt. Besonders im Zusammenhang mit dem 13. und 14. Monatsgehalt dient das sogenannte Jahressechstel als Berechnungsgrundlage bzw. Grenze für die Besteuerung. Aber auch Sonderzahlungen wie Jubiläumsgeld, Dienstnehmerprämien, Belohnungen oder Bilanzgeld werden steuerlich alsSonstige Bezüge bezeichnet und mit dem begünstigten Lohnsteuersatz von 6% versteuert.
Da insbesondere Besserverdienende vom Jahressechstel besonders begünstigt sind, und die soziale Ausgewogenheit damit in schwere Schieflage gerät, fordern die Piraten die Abschaffung dieser Steuerbegünstigung für sämtliche Beträge über der jeweilig gültigen Sozialversicherungshöchstbemessungsgrundlage (2014 - € 63.420,-) 
Begründung
Durch die Steuerbegünstigung des Jahressechstels kommt es zur grotesken Situation, dass bei Verdiensten über der Sozialversicherungshöchstbeitragsgrundlage die relative Abgabenhöhe des Steuerpflichtigen sinkt.
Wir wollen nun den für den Grossteil der Bevölkerung wichtigen Steuervorteil des 13./14. Gehalts (vulgo Urlaubs- und Weihnachtsgeld) in keiner Weise schmälern, sondern gewährleisten, dass diese für den allergrössten Teil der Steuerpflichtigen auch weiterhin bestehen bleiben kann.
Im Zuge des Sparpakets 2012 wurde (vorerst befristet auf die Jahre 2013 bis 2016) ein höherer Steuersatz für Besserverdiener ("Solidarabgabe" oder "Solidarbeitrag" genannt) eingeführt. Bis zu einem Jahreseinkommen von 186.000 Euro brutto wird weiterhin mit 6% versteuert, über 186.000 Euro brutto dann mit 27 Prozent. Ab 361.000 Euro kommt dann ein Steuersatz von 35,75 Prozent zur Anwendung, ab einem Jahresbruttoeinkommen von 594.000 Euro sind 50 Prozent Steuer zu bezahlen.
Insbesondere, wenn der Staatshaushalt in Schieflage geraten ist (zuletzt demnach häufiger), kommt die begünstigte Besteuerung des Jahressechstels immer wieder ins Gerede. Auf Dauer wird sich diese Begünstigung für alle Steuerzahler wohl nicht halten lassen - die "Solidarabgabe" von 2013 bis 2016 ist hier wohl nur ein Vorgeschmack auf eine allgemein höhere Besteuerung des 13. und 14. Gehaltes.
Um dem entgegenzuwirken, fordern wir schon jetzt eine volle Besteuerung von Einkommen über der Sozialversicherungshöchstbeitragsgrenze.
http://www.tipps-vom-steuerberater-zu-st...ragswerte/
Diese liegt aktuell bei € 63.420,-.
Lt. Statistik Austria gab es im Jahr 2010 insgesamt ca. 4 Mio Steuerpflichtige. Davon verdienten ca. 180.000 über € 60.000,- im Jahr (immer ausgehend von der Steuerbemessungsgrundlage), dh 5 % der Steuerzahler wären von einer derartigen Streichung dieses Steuervorteils betroffen. Insgesamt ist davon auszugehen, dass eine derartige Massnahme etwa € 1,5 Mia zusätzliche Steuereinnahme bringt. Dieser Betrag wäre in etwa die Hälfte des Steuerentfalls bei der Senkung des Eingangssteuersatze von 36,5 auf 25 %.    
patkar

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Beitrag #100283 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
Blöde Frage, wurde dies (als auch das andere Thema) irgendwo genau ausgearbeitet, vielleicht mal mit befreundeten Experten durchgegangen, etc.? Oder ist das wieder so ein überschlagsmäßiger Programmantrag, a la "joa klingt gut, mach ma halt"?

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Beitrag #100285 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )patkar schrieb:  
Blöde Frage, wurde dies (als auch das andere Thema) irgendwo genau ausgearbeitet, vielleicht mal mit befreundeten Experten durchgegangen, etc.? Oder ist das wieder so ein überschlagsmäßiger Programmantrag, a la "joa klingt gut, mach ma halt"?

Du hast ja Ansprüche. Experten. Bah. Brauchma ned!
patkar

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Beitrag #100293 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Du hast ja Ansprüche. Experten. Bah. Brauchma ned!

No na ned ^^ IMHO dachte ich da so an den befreundeten Steuerberater, was der davon hält, ist das rechnerisch sinnvoll, etc. wenn man nicht gerade selbst sowas gelernt hat.

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Beitrag #100296 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )patkar schrieb:  
(30.12.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Du hast ja Ansprüche. Experten. Bah. Brauchma ned!

No na ned ^^ IMHO dachte ich da so an den befreundeten Steuerberater, was der davon hält, ist das rechnerisch sinnvoll, etc. wenn man nicht gerade selbst sowas gelernt hat.

Ich glaube nicht dass es besonders viel Sinn macht, mit einem Steuerberater über Verteilungsgerechtigkeit zu reden. Das sollte ein politisches Thema bleiben. Die Experten sollen dann schauen, wie das konkret umzusetzen ist.
patkar

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Beitrag #100297 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Ich glaube nicht dass es besonders viel Sinn macht, mit einem Steuerberater über Verteilungsgerechtigkeit zu reden. Das sollte ein politisches Thema bleiben. Die Experten sollen dann schauen, wie das konkret umzusetzen ist.

Oder so, meinte ja nur die rechnerische Richtigkeit von dem was man sich zusammengereimt hat ^^

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Beitrag #100303 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )patkar schrieb:  
Oder so, meinte ja nur die rechnerische Richtigkeit von dem was man sich zusammengereimt hat ^^

du kannst davon ausgehen, dass ich meine ini ordentlich durchgerechnet habe.
meine zahlen sind nachvollziehbar und beruhen auf angaben der statistik austria.
die letzten verfügbaren zahlen sind aus dem jahr 2010.
es wird sich also etwas verändert haben.
aber natürlich ist sowas nicht auf die dezimalstelle hinter dem koma zu berechnen.
jedenfalls sind es aber keine phantasiezahlen.

ich geh davon aus, dass der betriebsdirektor da nix gerechnet hat.
braucht er a net.
er weiss ja, dass ich dann nachrechne, um seine argumentation zu widerlegen. Angry

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Beitrag #100305 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )faithless schrieb:  
du kannst davon ausgehen, dass ich meine ini ordentlich durchgerechnet habe.
meine zahlen sind nachvollziehbar und beruhen auf angaben der statistik austria.
die letzten verfügbaren zahlen sind aus dem jahr 2010.
es wird sich also etwas verändert haben.
aber natürlich ist sowas nicht auf die dezimalstelle hinter dem koma zu berechnen.
jedenfalls sind es aber keine phantasiezahlen.

Das wäre nicht mal der große Punkt. Wenn man sich mal eine Zeit lang beschäftigt hat geht das eh. Aber ^^, wo kann man das komplett nachvollziehen?

Mehr geht's mir darum, wie weit man sich dazu schon Gedanken gemacht hat, mit wem hat man sich dazu vernetzt, wie gut ist das ausgearbeitet geworden.

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Beitrag #100307 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )patkar schrieb:  
Das wäre nicht mal der große Punkt. Wenn man sich mal eine Zeit lang beschäftigt hat geht das eh. Aber ^^, wo kann man das komplett nachvollziehen?

Mehr geht's mir darum, wie weit man sich dazu schon Gedanken gemacht hat, mit wem hat man sich dazu vernetzt, wie gut ist das ausgearbeitet geworden.

wenns eh geht, versteh ich deine frage nicht.

ausgearbeitet hab ich das alleine.
hab ja über die feiertage ein bissl zeit gehabt.
mit wem hätt ich mich vernetzen sollen?
also jetzt konkret?
weil gespräche darüber hat es schon einige gegeben.

aber wenn du magst, kann ich dir die zahlen gern zur verfügung stellen.

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Beitrag #99988 | 29.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1914
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 28 Tage 23:04:41)
i4399: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
Zitat:
Text
Wirtschaft und Soziales
Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
Bestimmte Einkommensbestandteile unterliegen in Österreich einem reduzierten Steuersatz. Man spricht dabei vom "Jahressechstel", das mit 6% anstelle des sonst geltenden Progressionssatzes versteuert wird. Die Piraten fordern die Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels und eine aufkommensneutrale Anpassung des Eingangssteuersatzes. Die durch die Abschaffung der Steuerbegünstigung erzielten Überschüsse sollen aufkommensneutral zur Senkung des Eingangssteuersatzes, der derzeit bei 36% liegt, verwendet werden. Die Freigrenze von 2.100€ soll beibehalten werden. Durch die Beibehaltung der Freigrenze und die Reduktion des Eingangssteuersatzes werden mit dieser Maßnahme niedrige Einkommen entlastet und hohe Einkommen näher an den bereits heute geltenden Spitzensteuersatz herangeführt, der heute durch die Jahressechstel Regelung nie erreicht werden kann.  
Begründung
Wie allgemein bekannt, sind sonstige Bezüge (v.a. das 13. und 14. Monatsgehalt) nach Abzug der Sozialversicherung mit 6% begünstigt besteuert. Dies trifft jedoch nur insoweit zu, als diese Sonderzahlungen innerhalb eines Kalenderjahres ein Sechstel der gesamten laufenden Bruttobezüge nicht übersteigen (so genanntes „Jahressechstel“). Zudem sind diese Zahlungen unterhalb des Freibetrages von 620 € komplett steuerfrei und auch ausnahmsweise steuerfrei, wenn das Jahressechstel die Freigrenze von 2.100 € nicht übersteigt. Jener Teil der sonstigen Bezüge, der über das Jahressechstel hinausgeht, wird mit dem normalen Tarifsatz besteuert und ist somit nicht begünstigt. Sonstige Bezüge liegen lt. VwGH nur vor, wenn sie sich sowohl durch den Rechtstitel, aus dem der Arbeitnehmer den Anspruch ableiten kann, als auch durch die tatsächliche Auszahlung deutlich von den laufenden Bezügen unterscheiden. Einmal jährlich ausgezahlte Provisionen oder Tantiemen unterliegen jedenfalls nicht dem begünstigten Steuersatz von 6% und beeinflussen auch nicht die Höhe des Jahressechstels.
Rousseau

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Beitrag #104744 | 20.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
(29.12.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1914
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 28 Tage 23:04:41)
i4399: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
Zitat:
Text
Wirtschaft und Soziales
Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
Die Piraten fordern die Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels und eine aufkommensneutrale Anpassung des Eingangssteuersatzes. Die durch die Abschaffung der Steuerbegünstigung erzielten Überschüsse sollen aufkommensneutral zur Senkung des Eingangssteuersatzes, der derzeit bei 36% liegt, verwendet werden. den kann.  
...
Begründung
Wie allgemein bekannt, sind sonstige Bezüge (v.a. das 13. und 14. Monatsgehalt) nach Abzug der Sozialversicherung mit 6% begünstigt besteuert.

das Minimum am Information, das ich hier einfordere ist die Modellrechnung für unterschiedliche Einkommen (groß, mittel, klein) und die Auswirkungen Eures Vorschlages auf das jeweilige Nettogehalt.
darüber hinaus: aufkommensneutral für wen? jemand mit einem Gehalt bis zu xx und darunter soll nciht schlechter aussteigen als vorher oder was?
oder aufkommensneutral in Hinblick auf die Gesamtsteuereinnahmen?
und ich bezweifle, dass die Mehrheit der Piraten weiß, was das jahressechstel ist !!

so fällt auch dieser Antrag in die Kategorie: "gut gemeint"

ich bin nur sehr sporadisch in diesem Forum.
wer mir was mitteilen will schicke mir bitte eine Email und keine PN
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Beitrag #104794 | 20.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
(20.01.2014 )Rousseau schrieb:  
das Minimum am Information, das ich hier einfordere ist die Modellrechnung für unterschiedliche Einkommen (groß, mittel, klein) und die Auswirkungen Eures Vorschlages auf das jeweilige Nettogehalt.

Ohne Zahlen aus dem Finanzministerium ist keine seriöse Modellrechnung möglich. Das braucht es auch nicht. Es ist auch nicht meine Idee. Das ist aus dem Jahr 2008, hat aber nichts an Aktualität eingebüßt, was eindrucksvoll den Stillstand der Politik hierzulande dokumentiert:

Der Standard schrieb:
Wifo-Vorschläge zur Steuerreform


13./14. Monatsgehalt: Die Steuerbegünstigung des 13. und 14. Monatsgehaltes ("Sechstelbegünstigung") will das Wifo durch einen Freibetrag ersetzen: Das Weihnachts- und Urlaubsgeld würde damit bis zu einer Höhe von 5.000 Euro jährlich steuerfrei gestellt, darüber hinausgehende Beträge würden voll besteuert. Damit müssten Bezieher hoher Einkommen mehr bezahlen, für Bezieher niedriger Einkommen bliebe die "Sechstelbegünstigung" weitgehend erhalten. Die Kosten sind in der Lohnsteuersenkung inkludiert.

"Aufkommensneutral" für den Fiskus. Innerhalb der Kohorten erfolgt (zwangsläufig) eine Umverteilung von oben nach unten.

Und übrigens, weil an anderer Stelle kritisiert wurde, dass ich einen Liquid Antrag zur kalten Progression durchgebracht habe und dass das so wahnsinnig neoliberal wäre, weil die FDP auch dafür ist. Auch das WIFO ist dafür:

Zitat:
Lohnsteuer: Allein zur Abgeltung der "kalten Progression" (also der inflationsbedingten Reallohnverluste seit der letzten Steuerreform 2005) wären 1,9 Mrd. Euro nötig. Darüber hinaus sollen die Lohnsteuertarife je nach Einkommensstufe um ein bis fünf Prozentpunkte gesenkt werden. Die Sozialversicherungsbeiträge sollen um ein bis zwei Prozentpunkte sinken, womit insbesondere die bezieher niedriger Einkommen entlastet würden. Kosten: Je nach Variante zwischen 3,2 und 5,7 Mrd. Euro.

Dieser Ansatz geht in Richtung integriertem Steuersatz. Nicht meine Idee, davon musste ich erst überzeugt werden:

Zitat:
Lohnnebenkosten: Sämtliche Lohnnebenkosten (also Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber, Wohnbauförderungsbeitrag, etc.) sollen, wie von der Wirtschaftskammer gefordert, in einer einheitlichen "Arbeitgeberabgabe" von 29 Prozent des Bruttolohnes zusammengefasst werden. Diese Abgabe würde von einer Stelle eingehoben und danach auf Sozialversicherung und Gebietskörperschaften aufgeteilt, womit sich die Unternehmen rund 150 Mio. Euro an jährlichen Verwaltungskosten ersparen könnten.

Und das da hier:

Zitat:
Vereinfachungen: Durch Vereinfachungen beim Lohnsteuertarif (langfristig wird ein integrierter Tarif von Lohnsteuer und Sozialversicherung gefordert) sowie die Streichung von Steuerbegünstigungen sollen Kosten reduziert bzw. zusätzliche Mittel lukriert werden. Konkret sollen die steuerliche Begünstigung der ersten zehn Überstunden (150 Mio. Euro) sowie die Begünstigung nicht entnommener Gewinne (500 Mio. Euro) entfallen. Einnahmen: Mindestens 700 Mio. Euro.


Ich bin auch nicht gegen Grundsteuern, ich bin nur gegen unvollständige oder unausgegorene Vorschläge zur Grundsteuer. Das da ist beispielsweise kein Problem:

Zitat:
Vermögenssteuern: Die in Österreich außerordentlich niedrigen vermögensbezogenen Abgaben will das Wifo anheben. Argument: Laut OECD seien Vermögenssteuern die "wachstumsfreundlichsten Steuern" überhaupt. Konkret sollen die Einheitswerte bei der Grundsteuer an die Marktwerte herangeführt werden (90 Prozent des Marktwertes, 0,5 Prozent Steuersatz). Eine Vermögenszuwachssteuer (25 Prozent auf realisierte Kapitalgewinne, Ausnahmen für Eigenheime und Pensionsvorsorge) wird ebenfalls vorgeschlagen. Einnahmen: Eine Mrd. Euro bei der Grundsteuer, 200 Mio. Euro bei der Vermögenszuwachssteuer.

Warum dafür? Weil klargestellt ist, wofür das alles ist. Nämlich um die Reformen bei der Einkommenssteuer zu finanzieren. Da bin ich dann natürlich schon für eine Anhebung der Grundsteuer. Aber eben nur so wie hier angedacht. Ein weiteres Schlüsselwort ist übrigens "heranführen". Und es muss auch klar sein: Für den kleinen Einkommenssteuerzahler, der ein Eigenheim besitzt, ist der Prozess im idealfall aufkommensneutral oder sogar positiv. ESt.-pflichtige Mieter sollten sogar profitieren, auch wenn ihnen die Grundsteueranteile durchverrechnet werden. Beide sollten am Ende mehr haben als vorher.


Und mehr braucht es nicht an Erklärung. Den Rest rechnen die Spezialisten. Denn wofür haben wir sie sonst?
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Beitrag #105099 | 21.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
betriebsdirektor schrieb:
Wifo-Vorschläge zur Steuerreform

wie du hier anführst, ist der wifo-vorschlag sehr ähnlich meinem.
der unterschied liegt darin, dass das wifo einen fixen freibetrag fordert, ich den freibetrag aber an der sozialversicherungshöchstbemessungsgrundlage festmache.
dies deshalb, und das müsste in deinem sinne sein, da damit eine jährliche valorisierung verbunden ist.

betriebsdirektor schrieb:
Dieser Ansatz geht in Richtung integriertem Steuersatz. Nicht meine Idee, davon musste ich erst überzeugt werden:

das freut mich zu lesen!
dann sind meine vorstellung doch nicht so realitätsfremd und ausschliesslich dem kommunistischen ponyhof entsprungen.

wirfst du dem wifo damit auch utopie vor.
weil dafür wären ja verfassungsänderungen notwendig!

betriebsdirektor schrieb:
Warum dafür? Weil klargestellt ist, wofür das alles ist. Nämlich um die Reformen bei der Einkommenssteuer zu finanzieren. Da bin ich dann natürlich schon für eine Anhebung der Grundsteuer.

in der begründung meiner „steuer-anträge“ steht auch ganz klar, dass sie zur finanzierung der senkung des eingangssteuersatzes dienen sollen.
und ich hab ausserdem die relevanten finaziellen grössenordnungen angeführt.

davon hab ich in deinen anträgen nichts gelesen!

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Beitrag #105094 | 21.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
rousseau schrieb:
das Minimum am Information, das ich hier einfordere ist die Modellrechnung für unterschiedliche Einkommen

wenn du dir den ganzen thread durchliest, findest du eine sehr konkrete berechnung, wie sich das für div. einkommen auswirkt.

aber ich kopiers dir hier gern nochmal rein:

wenn ich mir jetzt also anschau, wie sich die unterschiedlichen inis auswirken:
btto 2500,-/mtl = 35.000,-/jährl ergibt dzt steuer 4752,-.
bei meinem modell ergibt das danach 4000 steuer, bei deinem 4500,- -
btto 3500,- = 49.000,- ergibt steuer 9060,-
bei meinem modell danach 8300,- bei deinem 8700,-
btto 5000,- = 70.000,- ergibt steuer 16.1180,-
bei meinem modell dann 15350,- bei deinem 15.900,-


rousseau schrieb:
und ich bezweifle, dass die Mehrheit der Piraten weiß, was das jahressechstel ist !!

dafür steht auch ganz explezit die umgangssprachliche bedeutung als 13./14. monatsgehalt in meinem antrag.

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Beitrag #100223 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
(29.12.2013 )Liquid schrieb:  
Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels

heisst das, dass in diesem antrag die steuerbegünstigung bei sonderzahlungen für jegliche einkommen gefordert wird?

find ich ein bissl erstaunlich, weil damit gerade die grosse gruppe des "mittelstandes" massiv betroffen wäre.

ich glaub auch, dass diese forderung bei sehr sehr grossen teilen der bevölkerung unverständnis hervorrufen wird.

weil letztendlich heisst das, dass wir piraten das urlaubs- und weihnachtsgeld besteuern wollen!

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Beitrag #100278 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
(30.12.2013 )faithless schrieb:  
(29.12.2013 )Liquid schrieb:  
Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels

heisst das, dass in diesem antrag die steuerbegünstigung bei sonderzahlungen für jegliche einkommen gefordert wird?

(30.12.2013 )faithless schrieb:  
Das heißt, dass die Sonderzahlungen ganz normal besteuert werden. Wie alles andere auch.

Nein, nicht wie alles andere auch. Kapitaleinkommen werden ja nach wie vor als flat tax besteuert. So wie die Sonderzahlungen.


(30.12.2013 )faithless schrieb:  
find ich ein bissl erstaunlich, weil damit gerade die grosse gruppe des "mittelstandes" massiv betroffen wäre.

Sie wäre natürlich betroffen, aber nicht so wie du das darstellst. Wenn ich schreibe, dass der Ertrag aus der Umstellung für eine Senkung des Eingangssteuersatzes verwendet werden soll, dann profitiert davon erst mal jeder, der in diesen Steuersatz fällt. Je stärker er drin ist, desto stärker profitiert er.

(30.12.2013 )faithless schrieb:  
ich glaub auch, dass diese forderung bei sehr sehr grossen teilen der bevölkerung unverständnis hervorrufen wird.

Das kann sein. Es kommt darauf an, wie man es kommuniziert.

(30.12.2013 )faithless schrieb:  
weil letztendlich heisst das, dass wir piraten das urlaubs- und weihnachtsgeld besteuern wollen!

Klar, ist ja auch deine Idee - nein, deine Idee ist, dass nur das Weihnachts- und Urlaubsgeld der Top Verdiener besteuert werden soll. Eine typische Neidforderung, die jegliches Gespür für Gleichbehandlungsprinzipien vermissen lässt und damit im Grunde indiskutabel ist. Jedenfalls für alle, die demokratische Prinzipien wenigstens noch ein bisserl hochhalten.
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Beitrag #100236 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
(30.12.2013 )faithless schrieb:  
(29.12.2013 )Liquid schrieb:  
Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels

heisst das, dass in diesem antrag die steuerbegünstigung bei sonderzahlungen für jegliche einkommen gefordert wird?

find ich ein bissl erstaunlich, weil damit gerade die grosse gruppe des "mittelstandes" massiv betroffen wäre.

ich glaub auch, dass diese forderung bei sehr sehr grossen teilen der bevölkerung unverständnis hervorrufen wird.

weil letztendlich heisst das, dass wir piraten das urlaubs- und weihnachtsgeld besteuern wollen!

ich möcht auch nochmal explezit den unterschied zwischen den beiden initiativen betreffend streichung des steuerbegünstigten jahressechstels, bzw. auch bei den initiativen betreffend des eingangssteuersatzes, hervorheben.

in meinem antrag gehts darum, dass der steuervorteil nur für die gruppe jener menschen gestrichen wird, die eine jährliche steuerbemessungsgrundlage von über € 60.000,- euro hat.
also nicht 60.000,- brutto, sondern etwa 70.000,-.

dabei handelt es sich um eine relativ kleine gruppe aller in österreich erwerbstätigen.

mit den dadurch generierten steuereinnahmen soll der eingangssteuersatz für einkommen über 11.000 (wiederum nicht der bruttoverdienst, sondern die steuerbemessungsgrundlage) von 36,5 auf 25 % gesenkt werden.

bei den anträgen vom betriebsdirektor werden die steuerbegünstigungen für alle gestrichen und dann wieder auf alle verteilt.

in meinem modell würde aber die kaufkraft der einkommensschwachen gruppen deutlich stärker steigen.

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Beitrag #100274 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
(30.12.2013 )faithless schrieb:  
bei den anträgen vom betriebsdirektor werden die steuerbegünstigungen für alle gestrichen und dann wieder auf alle verteilt.

Mein Modell behandelt immerhin alle gleich, während das Modell von faithless eine Ungleichbehandlung vorsieht. Der niedrige Steuersatz auf die Sonderzahlungen ist eine Ausnahme die derzeit für alle gleichermaßen gilt und die soll nun nur für eine bestimmte Gruppe von Leuten gelten.

In meinem kleinen juristischen Verständnis denke ich, dass das nicht besonders verfassungskonform ist. Eine Ungleichbehandlung muss zumindest gut begründet sein und im Falle der Steuerprogression ist sie das einigermaßen. Aber dass Ausnahmen dann plötzlich für eine Gruppe nicht gelten sollten, weil der Neid ein Hund ist, dürfte verfassungsmäßig eher schlecht begründet sein.

Dass rechtsstaatliche Prinzipien wie Gleichbehandlung hier bei den Piraten mit Füßen getreten werden, ist allerdings eh nichts neues. Hier meint man des öfteren, dass bei Machtergreifung der Piraten die Verfassung nicht mehr zu gelten braucht. Nun, so hatte hierzulande früher nur genau ein Regime gedacht.
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Beitrag #100300 | 30.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels
betriebsdirektor schrieb:
Mein Modell behandelt immerhin alle gleich, während das Modell von faithless eine Ungleichbehandlung vorsieht.

mein modell ist nicht ungleicher als deines, sondern orientiert sich am höchstbeitrag für die sozialversicherung.
für beträge darunter ist es für alle gleich.
und für beträge darüber ist es für alle gleich.
wo ist da eine ungleichheit?

betriebsdirektor schrieb:
Der niedrige Steuersatz auf die Sonderzahlungen ist eine Ausnahme die derzeit für alle gleichermaßen gilt und die soll nun nur für eine bestimmte Gruppe von Leuten gelten.

das stimmt natürlich nicht.
wie bereits in meiner ini ausgeführt, gibt es bereits jetzt für diverse einkommensgruppen den sogenannten solidarbeitrag.
also gibt es bereits jetzt bestimmte gruppen, die unterschiedlich besteuert werden.

betriebsdirektor schrieb:
In meinem kleinen juristischen Verständnis denke ich, dass das nicht besonders verfassungskonform ist. Eine Ungleichbehandlung muss zumindest gut begründet sein und im Falle der Steuerprogression ist sie das einigermaßen. Aber dass Ausnahmen dann plötzlich für eine Gruppe nicht gelten sollten, weil der Neid ein Hund ist, dürfte verfassungsmäßig eher schlecht begründet sein.

dein kleines juristisches verständnis täuscht dich halt.
siehe die bereits jetzt bestehende solidarabgabe – völlig verfassungskonform
und die orientierung an der svhöchstbeitragsgrundlage ist jedenfalls nachvollziehbarer als die jetztigen staffelungen.

betriebsdirektor schrieb:
Dass rechtsstaatliche Prinzipien wie Gleichbehandlung hier bei den Piraten mit Füßen getreten werden, ist allerdings eh nichts neues. Hier meint man des öfteren, dass bei Machtergreifung der Piraten die Verfassung nicht mehr zu gelten braucht. Nun, so hatte hierzulande früher nur genau ein Regime gedacht.

du hast ein echtes problem!
wo werden mit diesem antrag rechtsstaatliche prinzipien verletzt?
wie argumentierst du zb mit deinem kleinen juristischen verständnis die höchstbeitragsgrundlage bei der sozialversicherung?
oder wie argumentierst du die unterschiedliche besteuerung von einkommen?

und jetzt erklär mir, mit welchem regime du da schon wieder argumentierst!

was ich in diesem zusammenhang ja so ganz besonders interessant finde ist, dass doch du der bist, der den mittelstand und die vermögensbildung so in den vordergrund stellst.

wenn ich mir jetzt also anschau, wie sich die unterschiedlichen inis auswirken:
btto 2500,-/mtl = 35.000,-/jährl ergibt dzt steuer 4752,-.
bei meinem modell ergibt das danach 4000 steuer, bei deinem 4500,- -
btto 3500,- = 49.000,- ergibt steuer 9060,-
bei meinem modell danach 8300,- bei deinem 8700,-
btto 5000,- = 70.000,- ergibt steuer 16.1180,-
bei meinem modell dann 15350,- bei deinem 15.900,-

die entlastung für einkommen bis 70.000 btto ist also bei meinem modell immer deutlich höher als bei deinem modell.

eine derartige steuerreform müsste also ganz in deinem sinne sein.

aber ich geh davon aus, dass du das ohnehin nicht durchgerechnet hast und so ganz einfach einmal dagegen bist, dass sehr hohe einkommen mehr steuern bezahlen.

bei der industriellenvereinigung kannst du damit vielleicht punkten.
ich halte das für den falschen ansatz.

wie ich bereits erwähnt habe, halte ich es für völlig falsch diese steuerbegünstigung völlig zu streichen, weil das ein – wenn auch ein nur geringer – ausgleich für die beiträge zur sozialversicherung ist, die ja für beträge über 63.000 nicht zu entrichten ist.

die alternative wäre meines erachtens die aufhebung der höchstbemessungsgrundlage und die einbeziehung aller einkommen in die sozialversicherung – auch der kapitaleinkommen.

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patkar

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Beitrag #100319 | 31.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(30.12.2013 )faithless schrieb:  
aber wenn du magst, kann ich dir die zahlen gern zur verfügung stellen.

Wäre schön, hätte schon in der Ini stehen sollen.

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Beitrag #100344 | 31.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Streichung des steuerbegünstigten Jahressechstels für Beträge über der Sozialvers
(31.12.2013 )patkar schrieb:  
Wäre schön, hätte schon in der Ini stehen sollen.
patkar schrieb:
Wäre schön, hätte schon in der Ini stehen sollen.

das raufladen von excel-dateien geht weder in liquid noch hier (zumindest ich kann das halt nicht)

es gab 2010 insgesamt 183.911 steuerfälle mit einer bemessungsgrundlage über 60.000,- mit einer gesamtbemessungsgrundlage von 19.754,000.000,-.
demgemäss beträgt das jahressechstel 3,292 mia.
mit dem dann gültigen steuersatz von 50 % bedeutet dies steuereinnahme von, 1,646 mia.
wenn ich nun die bisher fällige steuer (6 %) in der höhe von 197 mio abziehe ergibt dies einen betrag von 1,448 mia.

allein von 2011 auf 2012 sind die einnahmen aus der lohnsteuer um 8,2 % gestiegen.
es ist daher sehr plausibel und vorsichtig geschätzt, dass im jahr 2014 ein steueraufkommen aus dem wegfall dieser steuerbegünstigung von 1,5 mia zu erwarten ist.

noch fragen?

und jetzt frag ich dich, ob du bei jeder ini die du entweder unterstützt oder für die du stimmst, eine detailierte datenlage einforderst wie bei dieser?

und ob du die auch bekommst.

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Beitrag #104309 | 17.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Antrag zum steuerbegünstigten Jahressechstel, weil sich der Herr Finanzminis
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1914
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 10 Tage 01:28:22)
i4495: Kein Antrag zum steuerbegünstigten Jahressechstel, weil sich der Herr Finanzminister nicht an unsere Liquid-Beschlüsse hält.
Zitat:
Wir plustern das Piratenparteiprogramm mit Details auf, bis es platzt. Das nützt überhaupt niemanden etwas. Wir schaffen uns einen Klotz, mit dem wir politisch niemals vom Fleck kommen. Ja, die Vorschläge mögen in der derzeitigen Steuerpolitik vollkommen sinnvoll und unendlich wichtig sein. Aber es bringt nicht das geringste, das in unser Programm zu schreiben. Schreiben wir doch zum Beispiel einen offenen Brief an den Finanzminister mit dieser Forderung, er möge sie in der Budget-Diskussion berücksichtigen. Das hätte zumindest einen medialen Sinn. In unser Programm schaut die nächsten viereinhalb Jahre überhaupt niemand.
Wollen wir wirklich einen dicken, verstaubten Wälzer als Parteiprogramm?
Antrag
Wirtschaft und Soziales
Kein Programmpunkt zum steuerbegünstigten Jahressechstel
Es möge kein Punkt zu steuerbegünstigten Jahressechstel ins Programm der Piratenpartei aufgenommen werden.
Begründung
Sich in jedem möglichen politischen Punkt positionieren zu wollen, weil es halt mit Liquid so leicht geht, macht die Piratenpartei zur Kraut- und Rübenpartei. Kein normalsterblicher Vertreter beispielsweise im Bundesvorstand kann in all den möglichen politischen Details der verschiedensten Gebiete Experte werden und all die Dimensionen dieser Programmpunkte schlüssig und überzeugend vorbringen. Dementsprechend bieten wir mit diesem allumfassenden politischen Lexikon als Parteiprogramm bei Diskussionen und Konfrontationen jedweder Art breite Angriffsflächen für eine Demonstration von Inkompetenz.
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Beitrag #104311 | 17.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Antrag zum steuerbegünstigten Jahressechstel, weil sich der Herr Finanzminis
(17.01.2014 )Liquid schrieb:  
Begründung
Sich in jedem möglichen politischen Punkt positionieren zu wollen, weil es halt mit Liquid so leicht geht, macht die Piratenpartei zur Kraut- und Rübenpartei. Kein normalsterblicher Vertreter beispielsweise im Bundesvorstand kann in all den möglichen politischen Details der verschiedensten Gebiete Experte werden und all die Dimensionen dieser Programmpunkte schlüssig und überzeugend vorbringen. Dementsprechend bieten wir mit diesem allumfassenden politischen Lexikon als Parteiprogramm bei Diskussionen und Konfrontationen jedweder Art breite Angriffsflächen für eine Demonstration von Inkompetenz.

glaubst du, dass in politischen diskussionen, darauf rücksicht genommen wird, dass die piraten dazu keine meinung haben?
die ungleichheit der vermögen ist derzeit die grösste sorge der österreicher
http://derstandard.at/1388514309607/Imme...anschlaege


soll dann der jeweilige vertreter der piraten einfach sagen, das interessiert uns nicht?

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Beitrag #104316 | 17.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Kein Antrag zum steuerbegünstigten Jahressechstel, weil sich der Herr Finanzminis
(17.01.2014 )faithless schrieb:  
glaubst du, dass in politischen diskussionen, darauf rücksicht genommen wird, dass die piraten dazu keine meinung haben?
die ungleichheit der vermögen ist derzeit die grösste sorge der österreicher
http://derstandard.at/1388514309607/Imme...anschlaege

soll dann der jeweilige vertreter der piraten einfach sagen, das interessiert uns nicht?

Es interessiert uns schon, aber es ist nicht der Fokus, wofür die Piratenpartei die natürliche Autorität inne hat und daher brilliert. Wenn wir das im Programm stehen haben, dann ist es unsere tägliche Agenda und wir sollten tunlichst bei Fragen oder Kritik darüber jederzeit überzeugend Auskunft geben können. Und zwar jeder, der irgend ein Amt bekleidet, das mit Öffentlichkeitsarbeit zu tun hat. Bei all diesem Mischmasch im Programm ist das mittlerweile unmöglich. Es entsteht ein Bild von Möchtegerns, das niemanden von uns etwas hilft.

Mir ist schon klar, dass du dich in diesem Feld blendend auskennst und sollte die Sozial- und Wirtschaftskompetenz der Piratenpartei am Prüfstand stehen, lasse ich dir gerne auch den Vortritt. Aber solche komplett informatikfremden, tagespolitischen Wirtschaftsagenden wie hier sind nicht der Grund, warum Leute uns wählen oder Mitglied in der Piratenpartei werden wollen oder auch nur irgend eine Hoffnung in uns setzen.

Das BGE hat ja den Flair einer euphorischen, unkonventionellen, intelligenten und richtungweisenden Zukunftsvision, daher lasse ich mich gerne überzeugen, dass das durchaus ins Programm einer Piratenpartei passen kann, wenn man es denn auch ehrlicher Weise als Konzeptidee und nicht als konkreten Gesetzesentwurf benennt und präsentiert. Aber solche tagespolitischen Steuerscharmützelthemen wie das "steuerbegünstigte Jahressechstel" halte ich genau so für komplett deplatziert in unserem Parteiprogramm, wie das "Singvogelfangverbot im Salzkammergut". So gut und wichtig diese beiden Anliegen tatsächlich umgesetzt auch sein mögen, sie haben in unserem Parteiprogramm nichts zu suchen, wenn wir als Partei in diesem Staate Macht erringen wollen und solange wir noch nicht mal in der Opposition sind.

Die Kernthemen der Piratenpartei liegen etwas im Dornröschenschlaf. Hilf mit, die Piratenpartei wieder zur Digital-Koryphäe zu erheben, die von den Medien stets um Rat und Beistand verzweifelt angerufen wird, wenn der nächste Netz-Skandal um die Ecke lugt.

Bitte mehr Netzpolitik in die Piratenpartei!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.01.2014 18:44 von Enterhaken.)
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Beitrag #106868 | 27.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1914
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (noch 14 Tage 23:59:05)
Liquid
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Beitrag #109649 | 11.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1914
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (noch 14 Tage 23:59:11)
c3o

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Beitrag #112417 | 27.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Gewinnender Antrag schrieb:
Die Unterstützung des originalen Antrages und die offensichtliche Tendenz, dass dieser Antrag nicht einmal zur Abstimmung kommen wird, zeigt einmal mehr, wie hier die Leute ticken.

Na das war aber ein bissl eine Übertreibung, gell?

Es muss anders werden, damit es gut wird.
Betriebsdirektor
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Beitrag #112483 | 27.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
(27.02.2014 )c3o schrieb:  
Gewinnender Antrag schrieb:
Die Unterstützung des originalen Antrages und die offensichtliche Tendenz, dass dieser Antrag nicht einmal zur Abstimmung kommen wird, zeigt einmal mehr, wie hier die Leute ticken.

Na das war aber ein bissl eine Übertreibung, gell?

Yop. Jetzt würde mich brennend interessieren, wer wie abgestimmt hat...
Vilinthril
Pirat
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Beitrag #112493 | 27.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
(27.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Yop. Jetzt würde mich brennend interessieren, wer wie abgestimmt hat...
Tja, da musst halt wieder MB zahlen. Wink
Betriebsdirektor
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Beitrag #112494 | 27.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
(27.02.2014 )Vilinthril schrieb:  
(27.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Yop. Jetzt würde mich brennend interessieren, wer wie abgestimmt hat...
Tja, da musst halt wieder MB zahlen. Wink

Ihr seids so gemein! Angry
Denderan Marajain

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Beitrag #112495 | 27.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
(27.02.2014 )Vilinthril schrieb:  
(27.02.2014 )Betriebsdirektor schrieb:  
Yop. Jetzt würde mich brennend interessieren, wer wie abgestimmt hat...
Tja, da musst halt wieder MB zahlen. Wink

soviel zur Transparenz




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