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Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
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Beitrag #97261 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neues Thema
Phase: Neu (noch 14 Tage 23:59:02)
i4320: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Die Piraten fordern eine sofortige Umstellung der Bemessungsgrundlage der Grundsteuer vom Einheitswert auf den Verkehrswert
Begründung
Für das Grundvermögen wurden die Einheitswerte zuletzt im Jahr 1973 festgestellt und in mehreren Schritten bis 1983 lediglich pauschal um 35 Prozent angehoben, die letzte Haupterhebung für land- und forstwirtschaftliches Vermögen fand 1988 statt. Die Einheitswerte des Grundvermögens würden nur noch 10 bis 25 Prozent der Verkehrswerte, jene der Wohnungen zehn Prozent und des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens lediglich 1 bis 3 Prozent betragen. Maximal kann die Grundsteuer 1 Prozent der Einheitswerte betragen. 2009 erbrachte die Grundsteuer insgesamt 580 Millionen Euro ein, 27 Millionen Euro davon kamen aus der Landwirtschaft. Die von den Agrarbetrieben entrichtete Grundsteuer liegt allerdings seit Jahrzehnten nahezu unverändert zwischen 25 und 27 Millionen Euro, während das Steueraufkommen aus dem Grundvermögen zumindest nominell steigt. Real sind die Grundsteuereinnahmen seit der letzten Neubewertung Mitte der 70er Jahre allerdings gesunken: Lagen sie 1965 noch bei 0,32 Prozent der Wirtschaftsleistung, waren es 1975 nur noch 0,27 Prozent, weitere zehn Jahre später brachte die Grundsteuer 0,24 Prozent des BIP ein, 1995 0,23 und 2008 nur noch 0,2 Prozent.
aus einem grundsatzpapier des wifo (schratzenstaller) zur vermögensbesteuerung:
Unmittelbar sprechen verteilungspolitische Erwägungen (besondere Leistungsfähigkeit durch Vermögensbesitz, zunehmende Ungleichverteilung von Vermögen und Erbchancen und damit der Start- und künftigen Einkommenschancen) für ihre Stärkung. Insbesondere die Grundsteuer, die als Entgelt für kommunale Leistungen für Grund- und Immobilienbesitzer, aber auch für Mieter aufgefasst werden kann, lässt sich mit dem Äquivalenzprinzip begründen. Zudem gehen von regelmäßigen Steuern auf den Vermögensbestand Anreize für eine produktive Verwendung aus, da die effektive Steuerlast umso geringer ist, je höher die erzielten Vermögenserträge sind. Schließlich haben nach aktuellen empirischen Untersuchungen vermögensbezogene Steuern im Vergleich zu den anderen Abgabenkategorien die relativ geringsten negativen Wachstumswirkungen.3 Sie eignen sich daher besonders zur Gegenfinanzierung der Senkung anderer, insbesondere lohnbezogener Abgaben, die Wachstums- und Beschäftigung stärker beeinträchtigen, im Rahmen von aufkommensneutralen, Wachstums- und Beschäftigungspotenziale verbessernder Abgabenstrukturreformen.
weiters wird der Einwand einer regressiven Wirkung einer Grundsteuer(-erhöhung) vorgebracht. Kann die Grundsteuer von den Vermietern ganz oder teilweise auf die Mieter überwälzt werden, so ist die Annahme einer regressiven Wirkung der Grundsteuer auf den ersten Blick plausibel, da der Anteil der Mietausgaben mit steigendem verfügbarem Einkommen abnimmt. Dem ist allerdings die Vermutung entgegen zu halten, dass höherwertige Immobilien, die von den oberen Einkommensschichten gemietet werden, in weit höherem Ausmaß unterbewertet sind als geringwertigere Immobilien, da sich ihre Marktwerte wohl wesentlich dynamischer entwickelt haben. Durch die Annäherung der veralteten Einheitswerte an die Verkehrswerte bewirkte höhere Grundsteuerzahlungen dürften daher die oberen Einkommen verhältnismäßig stärker treffen als die unteren. Auch bei Wohneigentum dürfte die Unterbewertung besonders stark im Bereich der höherwertigen Immobilien sein, sodass insgesamt eine auf den Verkehrswerten basierende Grundsteuer angesichts der – von den OeNB-Erhebungen nahe gelegten Tatsache – positiven Korrelation von Einkommen und Verkehrswert einer eigengenutzten Immobilie eher progressive denn regressive Effekte haben dürfte.
bei ganz vorsichtiger schätzung ergäbe das eine verdreifachung der steuereinnahmen geschätztes grundvermögen (vorsichtig) ca. 800.000.000.000,- das ergäbe beim derzeitigen steuersatz von 0,2 % 1,6 mia tatsächliche einnahmen 2011 612 mio
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Beitrag #97267 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Der Vilinthril killt meinen ersten Antrag zur Informationsoase Österreich mit der Begründung, dass das doch schon etwas ausformuliert gehört, wenn ich das als Programmantrag im Programm haben möchte. Den zweiten wird er wohl auch nicht unterstützen. Dabei wird auf eine klare Vorgabe verwiesen - das IMMI.

Hier wird einfach eine Forderung als Programmantrag gestellt. Ohne weiteren Text. Wir wollen X. Punkt. Aus. Meinungsbild? Wurscht. Ausformulierter Programmantrag? Wurscht. Bin schon gespannt, ob hier auch die Programmpolizei vorbeischaut...
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Beitrag #97279 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(18.12.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Hier wird einfach eine Forderung als Programmantrag gestellt. Ohne weiteren Text. Wir wollen X. Punkt. Aus. Meinungsbild? Wurscht. Ausformulierter Programmantrag? Wurscht. Bin schon gespannt, ob hier auch die Programmpolizei vorbeischaut...

du bist herzlich eingeladen, mit mir eine detailliertere ausformulierung vorzunehmen.

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Beitrag #97944 | 19.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Ich halte es nicht für zielführend, dass Anträge aus nur einem Satz bestehen, insbesondere dann wenn die Thematik im Detail doch eher komplex ist. Im Falle der Grundsteuer gibt es folgende Bereiche zu beachten:

Ermittlung der Bemessungsgrundlage: Der Verkehrswert hängt massiv von der Widmung ab. Wenn Grundstücke im Stadtrand als Grünland gewidmet sind, aber potentielles Bauland darstellen, dann haben wir schon einen interessanten Punkt. Wenn das Grundstück irgendwo in der Pampa liegt, aber Bodenschätze vorhanden sind, wie erfolgt dann eine Bewertung? Und wie wird ein Objekt bewertet, das großteils mit Mietern voll ist die niedrigste Mieten zahlen (in Wien gibt es das noch oft)?

Steuerbefreiungen/Sonderregelungen: Hier kenne ich schon die Antwort - natürlich keine, für niemanden. Aber was ist mit Körperschaften öffentlichen Rechts? Mit Kindergärten? Mit Sportplätzen? Mit Schulen? Mit Universitäten? Die liegen oft in teuren Lagen. Ob sich die Uni die Grundsteuer für ihre Gebäude in 1010 Wien leisten kann? Wahrscheinlich nicht. Aber das wird eh überbewertet. Sollen sie halt nach Maria Gugging ziehen.

Abzugsfähigkeit der Steuer: Ist die Grundsteuer bei der Ermittlung der Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer abzugsfähig? Wenn ja, was passiert dann, wenn die großen, teuren Objekte in juristische Personen eingebracht werden? Dann lässt sich nicht nur die Grundsteuer gegenverrechnen, sondern auch gleich die Grunderwerbssteuer bei Kauf und Verkauf umgehen - es wird ja nur die juristische Person verhökert. Wie schaut es mit kreditfinanziertem Eigentum aus? Ich stehe zwar im Grundbuch, habe heftig Schulden und muss trotzdem Grundsteuer nach Verkehrswert brennen?

Das sind nur ein paar schnöde Fragen, die ich nicht das erste Mal stelle. Ob es am Ende tatsächlich die wirklich Reichen und nicht doch den kleinen Häuslbauer ums Eck trifft, wenn man sich die Details nicht ansieht, wage ich zu bezweifeln...
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Beitrag #98405 | 20.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
betriebsdirektor schrieb:
Ich halte es nicht für zielführend, dass Anträge aus nur einem Satz bestehen, insbesondere dann wenn die Thematik im Detail doch eher komplex ist. Im Falle der Grundsteuer gibt es folgende Bereiche zu beachten:

wurde schon geändert!

betriebsdirektor schrieb:
Ermittlung der Bemessungsgrundlage: Der Verkehrswert hängt massiv von der Widmung ab. Wenn Grundstücke im Stadtrand als Grünland gewidmet sind, aber potentielles Bauland darstellen, dann haben wir schon einen interessanten Punkt. Wenn das Grundstück irgendwo in der Pampa liegt, aber Bodenschätze vorhanden sind, wie erfolgt dann eine Bewertung? Und wie wird ein Objekt bewertet, das großteils mit Mietern voll ist die niedrigste Mieten zahlen (in Wien gibt es das noch oft)?

der ermittlung eines verkehrswerts ist in der tat eine komplexe angelegenheit.
aber dafür gibt es gutachten.
ich habe einige jahre in der liegenschaftsverwaltung der stadt wien gearbeitet und hab also schon a bissl a ahnung, worums da geht.
aber erwartest du von mir eine expertise über die erstellung von bemessungsgrundlagen?

und ist nicht jede bemessungsgrundlage besser als 40 jahre alte einheitswerte? (die ja auch auf gutachten beruhen).

betriebsdirektor schrieb:
Steuerbefreiungen/Sonderregelungen: Hier kenne ich schon die Antwort - natürlich keine, für niemanden. Aber was ist mit Körperschaften öffentlichen Rechts? Mit Kindergärten? Mit Sportplätzen? Mit Schulen? Mit Universitäten? Die liegen oft in teuren Lagen. Ob sich die Uni die Grundsteuer für ihre Gebäude in 1010 Wien leisten kann? Wahrscheinlich nicht. Aber das wird eh überbewertet. Sollen sie halt nach Maria Gugging ziehen.

Zuständigkeit und gesetzliche Grundlage
Die Grundsteuer ist durch das Grundsteuergesetz (GrStG) von 1955 bundeseinheitlich geregelt. Der Steuerbetrag (Grundsteuermessbetrag) wird von den Finanzämtern aus dem Einheitswert des jeweiligen Grundbesitzes (wirtschaftliche Einheit) und dem anzuwendenden Steuersatz (Steuermeßzahl) errechnet. Die Grundsteuer wird aber von den Gemeinden eingehoben, denen der Ertrag dieser Steuer auch zur Gänze zukommt.

Steuersatz
Der Steuersatz (Steuermeßzahl) beträgt 0,2 % pro Jahr, wobei ermäßigte Tarife auf geringen Grundbesitz und speziell auf zu Wohnzwecken verwendeten Grundbesitz angewendet werden. Bei Einfamilienhäusern werden die ersten 3.650 Euro nur mit 0,05 % und die nächsten 7.300 Euro mit 0,1 % belastet, bei anderen (auch) für Wohnzwecke genutzten Grundstücken die ersten 3.650 Euro mit 0,1 % und die nächsten 3.650 Euro mit 0,15 %, bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben die ersten 3.650 Euro mit 0,16 % und schließlich bei allen anderen Grundstücken die ersten 3.650 Euro mit 1 %.

Hebesatz
Die Gemeinden sind nach dem Finanzausgleichsgesetz ermächtigt, bei der Steuerfestsetzung einen gemeindespezifischen Hebesatz von bis zu 500 Prozent des Grundsteuermessbetrages anzuwenden.

Einhebung
Die Einhebung erfolgt durch die Gemeinden. Übersteigt die Steuer einen Betrag von 75 Euro, ist sie in vier Raten abzuführen.

Befreiung
Von der Grundsteuer befreit sind öffentliche Grundstücke und Verkehrsflächen sowie das Eigentum karitativer Organisationen, von Schulen, Krankenhäusern, Sportvereinen und Religionsgemeinschaften.
findest du irgendwo in meinem antrag irgendetwas, dass ausser der änderung der bemessungsgrundlage vom einheitswert zum verkehrswert fordert?


aber man könnt sich natürlich über das eine oder andere ebenfalls unterhalten.
etwa die befreiung der religionsgemeinschaften.

betriebsdirektor schrieb:
Abzugsfähigkeit der Steuer: Ist die Grundsteuer bei der Ermittlung der Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer abzugsfähig? Wenn ja, was passiert dann, wenn die großen, teuren Objekte in juristische Personen eingebracht werden? Dann lässt sich nicht nur die Grundsteuer gegenverrechnen, sondern auch gleich die Grunderwerbssteuer bei Kauf und Verkauf umgehen - es wird ja nur die juristische Person verhökert. Wie schaut es mit kreditfinanziertem Eigentum aus? Ich stehe zwar im Grundbuch, habe heftig Schulden und muss trotzdem Grundsteuer nach Verkehrswert brennen?

wie ist denn da die derzeitige gesetzeslage?

hier gilt eigentlich auch meine obige antwort – also kopier ich das einfach hierher:
findest du irgendwo in meinem antrag irgendetwas, dass ausser der änderung der bemessungsgrundlage vom einheitswert zum verkehrswert fordert?

betriebsdirektor schrieb:
Das sind nur ein paar schnöde Fragen, die ich nicht das erste Mal stelle. Ob es am Ende tatsächlich die wirklich Reichen und nicht doch den kleinen Häuslbauer ums Eck trifft, wenn man sich die Details nicht ansieht, wage ich zu bezweifeln...

es ist ja auch nicht die erste diskussion über die grundsteuer.
und wir haben diese punkte schon einige male widergekaut.
und ich darf dich daran erinnern, dass du letztendlich zugestimmt hast, dass eine angemessene grundsteuer im gegensatz zur derzeitigen rechtslage ausreichend berechtigt ist.

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Beitrag #98506 | 20.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(20.12.2013 )faithless schrieb:  
betriebsdirektor schrieb:
Abzugsfähigkeit der Steuer: Ist die Grundsteuer bei der Ermittlung der Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer abzugsfähig? Wenn ja, was passiert dann, wenn die großen, teuren Objekte in juristische Personen eingebracht werden? Dann lässt sich nicht nur die Grundsteuer gegenverrechnen, sondern auch gleich die Grunderwerbssteuer bei Kauf und Verkauf umgehen - es wird ja nur die juristische Person verhökert. Wie schaut es mit kreditfinanziertem Eigentum aus? Ich stehe zwar im Grundbuch, habe heftig Schulden und muss trotzdem Grundsteuer nach Verkehrswert brennen?

wie ist denn da die derzeitige gesetzeslage?

Derzeit wird der Einheitswert als Verwaltungsvereinfachung gesehen. Schulden können mit den Einheitswerten nicht gegenverrechnet werden. Bei einer Verkehrswertermittlung ist das natürlich anders.
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Beitrag #98603 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(20.12.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Derzeit wird der Einheitswert als Verwaltungsvereinfachung gesehen. Schulden können mit den Einheitswerten nicht gegenverrechnet werden. Bei einer Verkehrswertermittlung ist das natürlich anders.

du weisst aber schon, dass es beim festhalten am einheitswert hauptsächlich um die vorteile der landwirtschaft geht und die Bauernlobby vehement gegen die folgen dieses privilegienabbaus (pauschalierungen) auftritt!

du machst dich damit zum sprecher der landwirtschaftsindustrie.
willst du das?

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Beitrag #98621 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
(20.12.2013 )Betriebsdirektor schrieb:  
Derzeit wird der Einheitswert als Verwaltungsvereinfachung gesehen. Schulden können mit den Einheitswerten nicht gegenverrechnet werden. Bei einer Verkehrswertermittlung ist das natürlich anders.

du weisst aber schon, dass es beim festhalten am einheitswert hauptsächlich um die vorteile der landwirtschaft geht und die Bauernlobby vehement gegen die folgen dieses privilegienabbaus (pauschalierungen) auftritt!

Meinst du, ja? Vorteile der Landwirtschaft. Hm. Schauen wir uns das doch mal an. Die Landwirtschaft kriegt auf der einen Seite Subventionen in Milliardenhöhe. Deren Grundlage liegt in den Nahrungsmittelkrisen der 70er Jahre. Diese Subventionen werden bereits angezweifelt bzw. zurückgefahren. Du willst da noch einen draufgeben und die Steuern auf Grund und Boden, dem primären Wirtschaftsfaktor in der Landwirtschaft erhöhen. Parallel dazu wird Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gefördert.

Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, der weiß, was das bedeutet: Die Nahrungsmittel werden teurer. Und das, ohne dass das Bio oder sonstwas wäre. Das ist etwas, das alle trifft. Und überproportional die Niedrigstverdiener.

Aber das passt schon. Das ist nicht unser Kerngebiet. Wir wollen ja "die Reichen" zur Kasse bitten. Klaro. Da darf uns der Kollateralschaden am anderen Ende der Fahnenstange nicht stören.
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Beitrag #98629 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
betriebsdirektor schrieb:
Wer 1 und 1 zusammenzählen kann, der weiß, was das bedeutet: Die Nahrungsmittel werden teurer. Und das, ohne dass das Bio oder sonstwas wäre. Das ist etwas, das alle trifft. Und überproportional die Niedrigstverdiener.

Aber das passt schon. Das ist nicht unser Kerngebiet. Wir wollen ja "die Reichen" zur Kasse bitten. Klaro. Da darf uns der Kollateralschaden am anderen Ende der Fahnenstange nicht stören.

bist jetzt auch der landwirtschaftsexperte?

also dann sag mir einmal, wie sich die grundsteuer nach verkehrswerten auswirken und welche beträge da fällig werden.
und welchen anteil die grundsteuer an den gesamtaufwendungen eines landwirtschaftlichen betriebes haben?

aber ich helf dir ein bissl.

landwirtschaftliche flächen werden dzt so zwischen 1,- (wald) und 4,- (zb weinanbau) gehandelt.

die durchschnittliche betriebsfläche in den österr. landwirtschaftsbetrieben beträgt 2010 (stat austria) 42,4 ha
in m2 sind das 424.000 m2

wenn ich jetzt einen durchschnitt von € 3 annehme ergibt das einen verkehrswert von ca. 1,2 mio euro

bei einem grundsteuerbetrag von 0,2 % ergibt das eine jährliche abgabe von 2.400,-

und jetzt setz das in relation zum gesamtaufwand eines landwirtschaftlichen betriebes.
und dann denk daran, dass landwirtschaftliche betriebe ausnahmeregelungen zb bei der mineralölsteuer usw. haben.

ich seh schon – um in deiner diktion zu bleiben – wie die verhungernden massen im stadtpark beginnen erdäpfel anzubauen, weil sie sich die erdäpfel vom diskonter nimmer leisten können.

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Beitrag #98656 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
bei einem grundsteuerbetrag von 0,2 % ergibt das eine jährliche abgabe von 2.400,-

Nehmen wir an, dass der Betrieb vorher ein Zehntel, also 240 gezahlt hat. Danach sind es die von dir genannten 2.400. Differenz: 2.140. Bei einem Landwirt ist Grund und Boden ein zwingendes Betriebsmittel. Ohne dieses Betriebsmittel kann er nicht produzieren.

Wenn ich nun hergehe und fordern würde, dass die einfachen Leute ab sofort auf 2.140€ Nettoeinkommen pro Jahr verzichten müssten, dann würdest du mir den Vogel zeigen. Bei den Bauern finden das aber die Piraten angemessen. Wieso eigentlich? Wieso müssen die, die die Nahrungsmittel produzieren, jedes Jahr weniger verdienen? Jetzt mal verglichen mit den Beamten, die schon auf der Straße stehen, wenn der Zuwachs nicht dem entspricht, was sie sich vorgestellt haben. Von weniger redet da keiner.

Wenn die Bauern aber diese Kosten (durch irgendein Wunder) weiter verrechnen können, dann kommt das eben dort an, wo ich geschrieben habe: Überdurchschnittlich stark bei den kleinen Leuten.
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Beitrag #98660 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
betriebsdirektor schrieb:
Nehmen wir an, dass der Betrieb vorher ein Zehntel, also 240 gezahlt hat. Danach sind es die von dir genannten 2.400. Differenz: 2.140. Bei einem Landwirt ist Grund und Boden ein zwingendes Betriebsmittel. Ohne dieses Betriebsmittel kann er nicht produzieren.

wie hoch sind die gesamtbetriebskosten eines derartigen landwirtschaftsbetiebes?

http://www.bankaustria.at/files/Landwirtschaft.pdf

bei einem produktionswert (der gesamten landwirtschaft in österreich im jahr 2011) von 7,1 mia betragen die davon anfallenden steuer und abgaben insgesamt 200 mio!
subventionen aber ca 1,6 mia!

wie hoch kann jetzt also der grundsteueranteil in diesen 200 mio sein?
und um wieviel prozent erhöht sich der abgabenanteil durch eine anpassung?

ich denke, wir reden da von vernachlässigbaren grössen in anbetracht der subventionen und sonstigen steuerbegünstigen von landwirtschaften.
ich geb dabei zb zu bedenken, dass die SV der bauern einen deutlich höheren zuschuss benötigt als alle anderen sv-träger

selbst wenn dieser anteil sehr gross wäre und die abgaben um 10 % steigen (20 mio) wäre das im gesamtaufkommen ein betrag von 0,3 %!

und unabhängig davon verbeisst du dich hier in einen, in seiner bedeutung sehr marginalen aspekt des gesamtkomplexes.

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Beitrag #98671 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
wie hoch sind die gesamtbetriebskosten eines derartigen landwirtschaftsbetiebes?

Das ist unerheblich. Bei gegebener Situation werden Kosten erhöht, die nicht absetzbar sind. Wenn diese Kosten nicht auf die Preise weitergegeben werden können, dann führt das zu einer Einkommensreduktion. Und wenn sie weitergegeben werden können, dann führen sie zu höheren Preisen bei den Verbrauchern. Bekanntermaßen machen bei Niedrigstverdienern die Lebensmittelkosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten aus. Miete macht ebenfalls einen hohen Anteil aus - die würde auch steigen, weil die Grundsteuer ja bei Mietern durchverrechnet wird.

Wenn du also so eine Steuer anhebst, dann solltest du gute Antworten auf die obigen Fragen haben. Denn diese Fragen sind genau die Kerbe, in die der Gegner schlagen wird. Du hast aber keine Antwort darauf. Du bezweifelst sogar die Sachlage. Fakt ist: Die Kosten steigen. Denn das Geld, das dem Finanzamt überwiesen wird, fällt ja nicht vom Himmel. Wir können über die Höhe diskutieren, aber sicher nicht über den grundsätzlichen Zusammenhang.


(21.12.2013 )faithless schrieb:  
ich denke, wir reden da von vernachlässigbaren grössen in anbetracht der subventionen und sonstigen steuerbegünstigen von landwirtschaften.
ich geb dabei zb zu bedenken, dass die SV der bauern einen deutlich höheren zuschuss benötigt als alle anderen sv-träger

Ich kann mir total gut vorstellen, dass bei den Kollektivvertragsverhandlungen die Industrie genau gleich argumentiert: " Aber geh, das halbe Prozenterl, auf das geht's euch zsam? Damit kann sich eh keiner was kaufen, aber uns kostet es Millionen!"

Kannst dich gleich bei der IV bewerben mit dem Spruch nach der "vernachlässigbaren Größe". Für den einzelnen ist das nicht vernachlässigbar. Sicher nicht. Der hat am Ende weniger Geld in der Tasche. Vielleicht nicht jeder, aber wohl die meisten. Denn sonst würde ja nicht mehr Grundsteuer als vorher zusammenkommen.

(21.12.2013 )faithless schrieb:  
und unabhängig davon verbeisst du dich hier in einen, in seiner bedeutung sehr marginalen aspekt des gesamtkomplexes.

Also wie oben schon gesagt: "Das halbe Prozenterl, dös muaß jetzt ned sein, oder?" Würde die IV sagen...
faithless
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Beitrag #98686 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
betriebsdirektor schrieb:
Das ist unerheblich. Bei gegebener Situation werden Kosten erhöht, die nicht absetzbar sind. Wenn diese Kosten nicht auf die Preise weitergegeben werden können, dann führt das zu einer Einkommensreduktion. Und wenn sie weitergegeben werden können, dann führen sie zu höheren Preisen bei den Verbrauchern.

das ist ein von dir konstruiertes szenario.
beleg das doch bitte einmal mit konkreten zahlen.
wie hoch wäre der unterschied zwischen der derzeitigen besteuerung und der höhe der steuer nach einer änderung der berechnung und in welcher höhe wirkt sich dieser unterschied auf die produktionskosten aus?

wenn du diese frage beantwortest, beantworte ich dir deine frage.
ich habe nämlich eine antwort darauf.

und zur frage nach den mieten:
http://www.faire-steuern.at/download/stu...uerung.pdf

In Hinblick auf die sozialen Wirkungen der Grundsteuer stellt sich aber auch die Frage nach
ihrer materiellen Inzidenz. Es wird befürchtet, dass die Grundsteuer auf die MieterInnen von
Mietwohnungen überwälzt wird. Tatsächlich gelten Grundsteuerzahlungen als Nebenkosten
des Vermieters und können den MieterInnen angelastet werden. Wird zunächst von einer In Hinblick auf die sozialen Wirkungen der Grundsteuer stellt sich aber auch die Frage nach
ihrer materiellen Inzidenz. Es wird befürchtet, dass die Grundsteuer auf die MieterInnen von
Mietwohnungen überwälzt wird. Tatsächlich gelten Grundsteuerzahlungen als Nebenkosten
des Vermieters und können den MieterInnen angelastet werden. Wird zunächst von einer In Hinblick auf die sozialen Wirkungen der Grundsteuer stellt sich aber auch die Frage nach
ihrer materiellen Inzidenz. Es wird befürchtet, dass die Grundsteuer auf die MieterInnen von
Mietwohnungen überwälzt wird. Tatsächlich gelten Grundsteuerzahlungen als Nebenkosten
des Vermieters und können den MieterInnen angelastet werden. Wird zunächst von einer
starren Angebotskurve des Grund und Bodens – das Angebot an Boden ist fix und kann
nicht vergrößert werden – ausgegangen, so kann es nach der gängigen einfachen partialanalytischen Betrachtung der spezifischen Inzidenz von Pauschalsteuern auf dem Grundstücksmarkt keine Preisänderungen geben.384 Die Grundsteuer wird somit von den BesitzerInnen der immobilen Vermögen getragen. Gleichzeitig wird die Grundsteuer für zukünftige Grundstückstransaktionen Kaufpreis mindernde Wirkungen in Höhe der erwarteten kapitalisierten Grundsteuerzahlungen entfalten. Allerdings ist in der Realität das tatsächlich marktwirksame Angebot an Grund und Boden nach den jeweiligen – auch räumlich verschiedenen – Teilmärkten durchaus variabel. Unterschiedliche Lagen, Nutzungskategorien sowie die generell verschieden gestaltbaren Grundstückszonierungen verursachen nicht nur eine Zersplitterung des Bodenmarktes in unterschiedliche Teilmärkte, sie führen auch relativen Monopolsituationen herbei. Ausschlaggebend für die Inzidenz der Grundsteuer wird nach den zugrunde gelegten Modellannahmen die Mobilität der MieterInnen beziehungsweise deren Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen gleichwertigen Mietangeboten sein.385 Nach dem gegebenen institutionellen Arrangement auf dem Mietwohnungsmarkt werden auch MieterInnen die Steuerlast tragen. Diese Überwälzung erfolgt aber nicht auf dem Bodenmarkt, sondern ist den Unvollkommenheiten des Mietwohnungsmarktes geschuldet. Daher kann
„die Erhöhung der Grundsteuer (...) bestenfalls als plausibler Vorwand für die Mieterhöhungen dienen.

und in der begründung zum antrag steht aus der wifo-studie folgendes zitat:

weiters wird der Einwand einer regressiven Wirkung einer Grundsteuer(-erhöhung) vorgebracht. Kann die Grundsteuer von den Vermietern ganz oder teilweise auf die Mieter überwälzt werden, so ist die Annahme einer regressiven Wirkung der Grundsteuer auf den ersten Blick plausibel, da der Anteil der Mietausgaben mit steigendem verfügbarem Einkommen abnimmt. Dem ist allerdings die Vermutung entgegen zu halten, dass höherwertige Immobilien, die von den oberen Einkommensschichten gemietet werden, in weit höherem Ausmaß unterbewertet sind als geringwertigere Immobilien, da sich ihre Marktwerte wohl wesentlich dynamischer entwickelt haben. Durch die Annäherung der veralteten Einheitswerte an die Verkehrswerte bewirkte höhere Grundsteuerzahlungen dürften daher die oberen Einkommen verhältnismäßig stärker treffen als die unteren. Auch bei Wohneigentum dürfte die Unterbewertung besonders stark im Bereich der höherwertigen Immobilien sein, sodass insgesamt eine auf den Verkehrswerten basierende Grundsteuer angesichts der – von den OeNB-Erhebungen nahe gelegten Tatsache – positiven Korrelation von Einkommen und Verkehrswert einer eigengenutzten Immobilie eher progressive denn regressive Effekte haben dürfte.

worums aber wirklich geht ist, dass jemand für ein penthouse am stephansplatz mit einer kaufsumme von über 6,0 mio eine jährliche grundsteuer in der höhe von 600,- euro bezahlt!

wie hoch ist die grundsteuer die frau horten (oder ihre stiftung) für ihr seegrundstück am wörthersee bezahlt und was wäre eine angemessene höhe?

betriebsdirektor schrieb:
Kannst dich gleich bei der IV bewerben mit dem Spruch nach der "vernachlässigbaren Größe". Für den einzelnen ist das nicht vernachlässigbar. Sicher nicht. Der hat am Ende weniger Geld in der Tasche. Vielleicht nicht jeder, aber wohl die meisten. Denn sonst würde ja nicht mehr Grundsteuer als vorher zusammenkommen.

dass du mir empfiehlst mich bei der iv zu bewerben ist ausgesprochen amüsant!
wär das nicht eher ein job, bei dem du dir lorbeeren holen könntest?

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Beitrag #98691 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
betriebsdirektor schrieb:
Das ist unerheblich. Bei gegebener Situation werden Kosten erhöht, die nicht absetzbar sind. Wenn diese Kosten nicht auf die Preise weitergegeben werden können, dann führt das zu einer Einkommensreduktion. Und wenn sie weitergegeben werden können, dann führen sie zu höheren Preisen bei den Verbrauchern.

das ist ein von dir konstruiertes szenario.

Das ist kein "konstruiertes Szenario", das ist einfacher Zusammenhang. Oder woher soll denn sonst das Geld für die zusätzliche Steuer kommen, wenn nicht entweder vom Gewinn des Bauern oder vom Preis, den der Konsument für das Produkt zahlt.

(21.12.2013 )faithless schrieb:  
beleg das doch bitte einmal mit konkreten zahlen.
wie hoch wäre der unterschied zwischen der derzeitigen besteuerung und der höhe der steuer nach einer änderung der berechnung und in welcher höhe wirkt sich dieser unterschied auf die produktionskosten aus?

Einkommen des Bauern vor der Steuererhöhung: X
Steuererhöhung: Y
Einkommen des Bauern nach der Steuererhöhung: X - Y

Alles klar? Angekommen? Da kommt jetzt folgendes dazu: Die Bauern sind nach dem Einheitswert pauschaliert. Du erhöhst denen also so im vorbeigehen auch die Einkommenssteuer. Und sie zahlen SV Beiträge nach Einheitswert. Die schnalzt du denen auch hoch. Die Rechnung sieht daher eigentlich so aus:

+ Einkommen heute
- Zusätzliche Grundsteuer
- Zusätzliche Einkommenssteuer
- Zusätzliche SV Beiträge

Dein Antrag ignoriert diese "Kleinigkeiten" völlig. In deinem Antrag steht nirgends, dass das entsprechend umgerechnet wird. Oder wie hoch sollen deiner Ansicht nach die SV Beiträge eines Bauern sein? Ist das schlau, dass sich die am Verkehrswert bemessen? Ist ein Bauer im Wiener Umland krankheitsgefährdeter als einer im hintersten Waldviertel? Also wird man wohl auf eine Ertragsrechnung umsteigen müssen. Selbst der kleinste Nebenerwerbslandwirt muss dann zum Steuerberater rennen und eine Steuererklärung legen. Ob sich das -ob der Kosten- für den Staat auszahlt, wage ich zu bezweifeln. Wenn man aber eh vor hat, dass man möglichst viele Beamte beschäftigt, dann ist das sicher eine tolle Idee. Hoffentlich bringt das so viel Ertrag, dass man wenigstens die zusätzlichen Beamten zahlen kann.


(21.12.2013 )faithless schrieb:  
wenn du diese frage beantwortest, beantworte ich dir deine frage.
ich habe nämlich eine antwort darauf.

Echt. Wie lautet denn die?


Zitat:

Er schreibt es eh selbst:

Ausschlaggebend für die Inzidenz der Grundsteuer wird nach den zugrunde gelegten Modellannahmen die Mobilität der MieterInnen beziehungsweise deren Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen gleichwertigen Mietangeboten sein. Nach dem gegebenen institutionellen Arrangement auf dem Mietwohnungsmarkt werden auch MieterInnen die Steuerlast tragen. Diese Überwälzung erfolgt aber nicht auf dem Bodenmarkt, sondern ist den Unvollkommenheiten des Mietwohnungsmarktes geschuldet.

Mich als Mieter interessiert am Ende nur, was unterm Strich herauskommt. Aus heutiger Sicht betrachtet sagt der Absatz aus: Mieten wird teurer. Kann schon sein, dass das alles anpassbar und änderbar ist. Aber ob man es schafft, das Mietrecht hier entsprechend zeitnah anzupassen, steht in den Sternen. Die Abschaffung des Friedenszinses hat ja auch immerhin fast 80 Jahre gedauert.

Und das WIFO vergisst, dass heute auch "Normalverdiener" in besseren Gegenden wohnen und die trifft das, und das geben sie auch zu, härter als Leute, die in billigeren Gegenden wohnen. Implizit bestätigt das meine Behauptung, dass das (langfristig) zu Seggregation führt. Man muss sich dann halt das Haus in der besseren Gegend auch leisten können. Aber damit sprichst du den Reichen eh aus dem Herzen. Man muss halt wissen, auf wessen Seite man steht.

(21.12.2013 )faithless schrieb:  
worums aber wirklich geht ist, dass jemand für ein penthouse am stephansplatz mit einer kaufsumme von über 6,0 mio eine jährliche grundsteuer in der höhe von 600,- euro bezahlt!

Du argumentierst mit ein paar Penthäusern in einigen wenigen teuren Zonen in Innenstädten und mit einigen wenigen teuren Seegrundstücken. Mir ist schon klar, dass denen das Geld nicht fehlt, die können das problemlos zahlen. Denen ist das auch herzlich Wurst. Aber das ist kein Volumen. Volumen kommt immer von der breiten Masse.

Mein Vorwurf an dich ist (der gleiche übrigens, den ich auch der SPÖ mache): Du schiebst den bösen Reichen vor und zockst dann aber viele nicht-Reiche ab. Damit hab ich ein Problem. Nicht damit, dass Frau Horten oder Herr Mateschitz mehr zahlen. Die sind mir komplett Wurst und wenn endlich mal einer eine wirklich gute Idee hätte, wie man die stärker zur Kasse bitten kann, dann wäre ich sehr interessiert daran.


(21.12.2013 )faithless schrieb:  
wie hoch ist die grundsteuer die frau horten (oder ihre stiftung) für ihr seegrundstück am wörthersee bezahlt und was wäre eine angemessene höhe?

Die "angemessene Höhe" sollte nichts mit den privaten Vermögensverhältnissen von Frau Horten zu tun haben. Das scheinst du nicht zu verstehen. Es gibt mit Sicherheit noch viele, viele andere Seegrundstücke am Wörthersee, die einfachen Leuten gehören. Die casht du genauso ab. Die werden verkaufen müssen, wenn sie sich das nicht leisten können. Willst du das?
faithless
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Beitrag #98726 | 22.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
betriebsdirektor schrieb:
faithless schrieb:
beleg das doch bitte einmal mit konkreten zahlen.

Einkommen des Bauern vor der Steuererhöhung: X
Steuererhöhung: Y
Einkommen des Bauern nach der Steuererhöhung: X - Y

schauen so konkrete zahlen aus?

im übrigen geht’s bei der berechnung der abgaben bei landwirtschaftlichen betrieben und die einheitswertfeststellung nicht um die grundsteuer.
der einheitswert von dem dann steuern berechnet werden schaut völlig anders aus.
nämlich so:
http://www.stb-weiss.at/aktuelle-steueri...-1-1-2015/

im übrigen bin ich schon ein bissl erstaunt darüber, dass du dich hier zum lobbiiesten der raiffeisengruppe aufschwingst.

hier ein bissl was zur steuerlichen situation der bauern:

http://www.news.at/a/landwirtschaft-die-...ern-338405
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eco...steuerfrei

betriebsdirektor schrieb:
Echt. Wie lautet denn die?

auch wenn du meine frage nicht wirklich beantwortet hast, hier frage und antwort:

betriebsdirektor schrieb:
wenn sie weitergegeben werden können, dann führen sie zu höheren Preisen bei den Verbrauchern. Bekanntermaßen machen bei Niedrigstverdienern die Lebensmittelkosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten aus. Miete macht ebenfalls einen hohen Anteil aus - die würde auch steigen, weil die Grundsteuer ja bei Mietern durchverrechnet wird.

zuerst einmal die lebensmittelpreise

http://www.konsument.at/cs/Satellite?pag...8879174916
http://derstandard.at/1304552030469/Prei...h-zu-teuer
http://kurier.at/wirtschaft/marktplatz/w...25.918.635

es zeigt sich also, dass die lebensmittelpreise in österreich durchschnittlich teurer sind als zb in deutschland.
das hat aber nur sehr bedingt mit den produktionskosten zu tun.
dh es wird auch derzeit unabhängig von den tatsächlichen produktionskosten verlangt, was der markt hergibt.

eine verteuerung von zb erdäpfeln um 0,5 % (wobei ich ja bezweifle, dass eine umstellung der grundsteuer für landwirtschaftliche betriebe von einheitswert auf den verkehrswert wirklich eine erhöhung des abgabepreises zur folge hätte – aber du hast ja noch keine konkreten zahlen geliefert) für den einkauf des lebensmittelhandels wird also exakt zu null preissteigerungen führen, da ohnehin jetzt schon der höchstpreis ausgereizt wird und mit sicherheit jede menge spielraum für eine 0,5 % einkaufsverteuerung vorhanden ist.

jetzt zur miete

der durchschnittliche anteil der grundsteuer an den betriebskosten beträgt etwa 3 %

http://www.kontrollamt.wien.at/ausschuss...K-8-11.pdf
seite 37 jahr 2011

der durchschnittliche anteil der betriebskosten an der gesamtmiete wiederum betrug im jahr 2012 30,8 %

http://www.statistik.at/web_de/statistik...ebskosten/

selbst wenn ich jetzt davon ausgehe, dass sich die grundsteuer durch eine neue bemessungsgrundlage im schnitt verfünffacht, und einen anteil von etwa 15 % an den betriebskosten ausmacht, würde das eine erhöhung der betriebskosten von etwa 11 % bedeuten.

was sich wiederum bei o.a. anteil der betriebskosten an der gesamtmiete mit etwa 3 % bemerkbar macht.

die miete einer 60 m2 wohnung in wien würde sich dadurch bei unveränderter gesetzeslage in etwa um 18,-/monat verteuern.

dem könnte man zb mit einer senkung der mwst auf mieten entgegenwirken.

unabhängig davon bin ich ja der meinung – wie bereits in vorhergegangenen diskussionen angeführt und ähnlich wie bei den preisen für die lebensmittel – dass sich die erzielbaren preise ohnehin nicht an „produktionskosten“ oder betriebskosten orientieren, sondern von den vermietern verlangt wird, was der markt hergibt.

und solange die nachfrage nach wohnraum das angebot so übersteigt wie das derzeit der fall ist, werden die mieten unabhängig von den „echten“ kosten steigen.

betriebsdirektor schrieb:
Mein Vorwurf an dich ist (der gleiche übrigens, den ich auch der SPÖ mache): Du schiebst den bösen Reichen vor und zockst dann aber viele nicht-Reiche ab

du weisst aber schon, dass ich vehement für die einführung des bge bin und kennst mein/unser positionspapier und die dementsprechenden forderungen dazu!

und du weisst auch ganz genau, dass sich dadurch die einkommenssituation für den grössten teil der bevölkerung massiv verbessern würde!

darin enthalten ist auch die forderung nach einer umstellung der mwst mit ausrichtung auf soziale gerechtigkeit.

also nix mit abzocken von „vielen nicht-reichen“!
im gegenteil!

betriebsdirektor schrieb:
Es gibt mit Sicherheit noch viele, viele andere Seegrundstücke am Wörthersee, die einfachen Leuten gehören.

ich glaub, mit dem wörthersee hast du dir da ein schlechtes beispiel rausgesucht.
schau dir einmal die eigentümerstruktur rund um den wörthersee an.

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Beitrag #98505 | 20.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 27 Tage 14:55:57)
i4366: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Grund und Boden
Die Piratenpartei fordert die Zwangskollektivierung von Grund und Boden. Nur die Zwangskollektivierung von Grund und Boden beseitigt nachhaltig die heute vorhandenen Ungleichgewichte bei der Verteilung. Es soll ein Rat der Volkskommissare eingeführt werden, der die Sozialisierung des Bodens umsetzt und per Dekret die sozialistische Bodenbewirtschaftung umsetzt. Über die weitere Nutzung von Grund und Boden bestimmt fortan der Rat der Volkskommissare. Durch diese Vorgehensweise ist jede Diskussion über Steuern auf Grund und Boden obsolet und das Problem der Verteilung vollständig gelöst. 
Begründung
Nachdem innerhalb der Piratenpartei einige Personen die de facto Enteignung der Bürgerinnen und Bürger durch Steuersätze von bis zu 50% auf Vermögen anstreben und solche Steuersätze einer Enteignung gleichkommen, kann hier auch gleich über Zwangskollektivierung und die weitere Vorgangsweise bei der Bewirtschaftung geredet werden.
Da es ja auch Gespräche mit den Kommunisten gibt könnte es ja sein, dass hier eine Mehrheit eine Überschneidung mit Programmpunkten der KPÖ sieht.
faithless
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Beitrag #98600 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(20.12.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 27 Tage 14:55:57)
i4366: Abschaffung von sämtlichen Steuern und Abgaben die Eigentum oder Vermögen auch nur in irgendeiner Weise schmälern könnten
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Vermögen und Besitz

Die Piratenpartei fordert sämtliche Steuern und Abgaben auf Kapital, Grund und Boden oder sonstigen Besitz unwiderruflich abzuschaffen.

Nur die völlige Steuer- und Abgabenbefreiung der Vermögenden garantiert, dass die wirtschaftliche Zukunft unseres Gemeinwesens auch weiterhin gewährleistet ist.

Durch diese Steuerbefreiungen wird Österreich das Paradies für die Besitzenden und die Armut und Bedürftigkeit wird abgeschafft.

Begründung

Steuern und Abgaben behindern prinzipiell die freie Entfaltung des Kapitals. Nur die Vermögenden garantieren mit ihrer Grosszügigkeit und durch das Verteilen von Almosen das Wohlergehen aller Menschen in einer Gesellschaft.

Auch nur 1 % steuerliche Zwangsabgabe grenzt an Raubrittertum und stellt eine Einschränkung der persönlichen Freiheit der Leistungsträger unserer Gesellschaft dar.

Die an sich notwendigen Infrastrukturkosten dürfen keinesfalls durch Steuern auf die davon Profitierenden abgewälzt werden, sondern sind gleichmässig auf die im Übermass vorhandenen Sozialschmarotzer aufzuteilen. Deren Transferleistungen sind zu beschneiden und die dabei freigewordenen Mitteln sind in sicherheitstechnische Massnahmen zum Schutz des Kapitals zu investieren.

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Beitrag #98623 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(21.12.2013 )faithless schrieb:  

Bist eh zu feig, dass du das als Antrag ins Liquid stellst.
faithless
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Beitrag #98633 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
betriebsdirektor schrieb:
Bist eh zu feig, dass du das als Antrag ins Liquid stellst.

ich wüsste nicht, was eine derartige aktion mit mut zu tun hätte?

meines erachtens hat das nichterstellen derartiger trollanträge etwas mit intelligenz, empathie und respekt zu tun.

und irgendwie hab ich den eindruck, dass du diese eigenschaften – von denen ich ja weiss, dass die bei dir in ausreichendem ausmass vorhanden sind – grad a bissl vermissen lässt!

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Beitrag #98608 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(20.12.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 27 Tage 14:55:57)
i4366: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Grund und Boden
Die Piratenpartei fordert die Zwangskollektivierung von Grund und Boden. Nur die Zwangskollektivierung von Grund und Boden beseitigt nachhaltig die heute vorhandenen Ungleichgewichte bei der Verteilung. Es soll ein Rat der Volkskommissare eingeführt werden, der die Sozialisierung des Bodens umsetzt und per Dekret die sozialistische Bodenbewirtschaftung umsetzt. Über die weitere Nutzung von Grund und Boden bestimmt fortan der Rat der Volkskommissare. Durch diese Vorgehensweise ist jede Diskussion über Steuern auf Grund und Boden obsolet und das Problem der Verteilung vollständig gelöst. 
Begründung
Nachdem innerhalb der Piratenpartei einige Personen die de facto Enteignung der Bürgerinnen und Bürger durch Steuersätze von bis zu 50% auf Vermögen anstreben und solche Steuersätze einer Enteignung gleichkommen, kann hier auch gleich über Zwangskollektivierung und die weitere Vorgangsweise bei der Bewirtschaftung geredet werden.
Da es ja auch Gespräche mit den Kommunisten gibt könnte es ja sein, dass hier eine Mehrheit eine Überschneidung mit Programmpunkten der KPÖ sieht.

mit derartigen trollanträgen bestätigst du alle vorurteile die derzeit gegen liquid im umlauf sind und lieferst den gegnern argumente dagegen!

das tut mir irgendwie im herzen weh!

ausserdem verarscht du damit alle, die an einer ernsthaften politischen diskussion interessiert sind.

den piraten an sich tust du damit nicht wirklich einen gefallen.
du behinderst damit eine sachliche auseinandersetzung über gesellschaftlich relevante themen.

du forderst respekt und bringst aber anderen meinungen diesen nicht entgegen sondern hast dafür nur zynismus übrig.

auch das tut mir im herzen weh!

du könntest aufgrund deiner vorhandenen intelligenz ein wichtiger bestandteil und ein korrektiv in derartigen diskussionen sein.

mit derartigen aktionen disqualifizierst du dich aber selbst und machst es - zumindest mir - sehr schwer dich weiterhin ernst zu nehmen!

sehr sehr schade!

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Beitrag #98622 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
mit derartigen trollanträgen bestätigst du alle vorurteile die derzeit gegen liquid im umlauf sind und lieferst den gegnern argumente dagegen!

Ich liefere ihnen Argumente wofür? Du lieferst ihnen jedenfalls Argumente, denn du willst offenbar sowas wie eine Antragspolizei. Also jemanden, der überprüft, ob der Antrag eh "passt".

(21.12.2013 )faithless schrieb:  
das tut mir irgendwie im herzen weh!

Weißt du, was mir im Herzen weh tut? Dass sich die Piraten an die KPÖ anbiedern. Sowas regt mich ziemlich auf. Ich werde, solange ich noch darf, zu jedem Antrag eine kommunistische Position dazuschreiben solange es die Piratenpartei für angebracht hält, mit den Kommunisten zu packeln.

Diese Freiheit nehme ich mir, obwohl hier offenbar schon viele der Meinung sind, dass man wohl nur Dinge abstimmen sollte, die auch "passen". Dass also nur die "richtigen" Anträge gestellt werden. Da kann ich nur jedem empfehlen, sich bei den Großparteien schlau zu machen. Die haben das perfektioniert, dass nur noch die "richtigen" Fragen gestellt und die "richtigen" Punkte besprochen werden.
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Beitrag #98632 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
betriebsdirektor schrieb:
Weißt du, was mir im Herzen weh tut? Dass sich die Piraten an die KPÖ anbiedern. Sowas regt mich ziemlich auf. Ich werde, solange ich noch darf, zu jedem Antrag eine kommunistische Position dazuschreiben solange es die Piratenpartei für angebracht hält, mit den Kommunisten zu packeln.

niemand biedert sich an oder packelt!
es ist aber auch unbestreitbar, dass es eine relativ grosse schnittmenge bei diversen positionen auch mit der kpö gibt.
ebenso wie mit dem wandel.
es gibt auch schnittmengen mit den grünen, den neos, der spövp und sogar der fpö.
ich könnte mir ja durchaus vorstellen, dass die von dir vertretenen positionen sehr viel näher bei neos oder övp sind, als das was wir im programm haben.
es steht dir ja auch frei, derartige positionen zur abstimmung zu bringen.
zb. könntest ja in bezug auf pension oder krankenversicherung wirtschaftsnahere (NEO-liberalere) positionen zur abstimmung bringen.
auch sowas lässt sich sachlich argumentieren.
schellhorn, fleischhacker und ortner lassen grüssen.
die tun das andauernd.


aber das was du tust, ist nicht kommunistische positionen zu schreiben, sondern demagogie schlechtesten zuschnitts.

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Beitrag #98653 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
aber das was du tust, ist nicht kommunistische positionen zu schreiben, sondern demagogie schlechtesten zuschnitts.

und weil es grad dazu passt und verdeutlicht, wie weit wir in österreich vom kommunismus weg sind.

http://www.sueddeutsche.de/geld/vermoege...-1.1849026

ich frag mich ernsthaft, wie jemand nach dieser auflistung derart geifern kann und den kommunismus an die wand malt, wenn gefordert wird, dass in österreich die vermögensbezogenen steuer erhöht werden und auch die vermögenden in einem gerechteren ausmass zur finanzierung des staatswesens beitragen sollen!

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Beitrag #98658 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
ich frag mich ernsthaft, wie jemand nach dieser auflistung derart geifern kann und den kommunismus an die wand malt, wenn gefordert wird, dass in österreich die vermögensbezogenen steuer erhöht werden und auch die vermögenden in einem gerechteren ausmass zur finanzierung des staatswesens beitragen sollen!

"Gerechtere Aufteilung der Finanzierung" würde bedeuten, dass diese Steuer eine andere Steuer ersetzt, die von einer heute besonders stark belasteten Gruppe stammt. Den würde ich natürlich sofort zustimmen. Sowas findet sich aber in deinem Antrag nicht. Und zwar nicht einmal im Ansatz. Du schreibst Wischi Waschi irgendwas von "Gerechtigkeit" und skizzierst nicht mal im Ansatz, wie denn so eine Steuer zu mehr Gerechtigkeit führen soll. Damit verfolgst du genau die gleiche Strategie wie die GroKo: Mit mehr Kohle kann man mehr eigene Leute anfüttern. Das hat allerdings absolut nichts mit Gerechtigkeit, Fairness oder sonstwas zu tun. Absolut nichts.
faithless
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Beitrag #98663 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
betriebsdirektor schrieb:
"Gerechtere Aufteilung der Finanzierung" würde bedeuten, dass diese Steuer eine andere Steuer ersetzt, die von einer heute besonders stark belasteten Gruppe stammt. Den würde ich natürlich sofort zustimmen. Sowas findet sich aber in deinem Antrag nicht. Und zwar nicht einmal im Ansatz.

eh – is alles nur wischi waschi!

dass in meinen anträgen verlinkungen zu den wifo-studien drinn und was da drinnen steht interessiert dich überhaupt nicht!

ich bin halt der meinung, dass derartige verknüpfungen unzulässig sind.
so wie ich deine vpi-bindung des progressionssteuersatzes für unsinn halte.

geld hat kein mascherl!

aber mach dir keine sorgen – ich hab ja schon angekündigt, dass auch anträge betreffend entlastung von anderen bevölkerungsgruppen bzw. von arbeitseinkommen von mir kommen werden.

ich schau halt zerst einmal woher das geld kommt, bevor ich es wieder verteil

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Beitrag #98692 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
so wie ich deine vpi-bindung des progressionssteuersatzes für unsinn halte.

Es ist halt nur so, dass immer mehr Länder die Progressionssteuersätze valorisieren. In Österreich tut man das nicht. Dafür valorisiert man die Gebühren. Das ist dann ein doppelter Gewinn. Man verliert bei den Abgaben keine Inflation und gewinnt bei der Steuerprogression jedes Jahr dazu. Typisch für einen Staat, der keine Grenzen beim Geldausgeben kennt.
faithless
Pirat
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Beitrag #98724 | 22.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
betriebsdirektor schrieb:
Es ist halt nur so, dass immer mehr Länder die Progressionssteuersätze valorisieren. In Österreich tut man das nicht. Dafür valorisiert man die Gebühren. Das ist dann ein doppelter Gewinn. Man verliert bei den Abgaben keine Inflation und gewinnt bei der Steuerprogression jedes Jahr dazu.

die diskussion über die sinnhaftigkeit der valorsierung können wir gerne führen.
wenn du das willst, mach bitte einen eigenen thread auf.
hier ist das schon sehr off-topic

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B@nkster

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Beitrag #103868 | 15.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Zwangskollektivierung von Grund und Boden, Entfall der Grundsteuer
(21.12.2013 )faithless schrieb:  
dass in meinen anträgen verlinkungen zu den wifo-studien drinn und was da drinnen steht interessiert dich überhaupt nicht!

Dein Jazz interessiert überhaupt niemanden!
Schreib ihn doch ins Bolschewikipedia.
IQ130Pirat

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Beitrag #97280 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Jetzt will man dem hellboy auch noch sein Haus im Burgenland wegnehmen…

Immobilienbesitz an sich ist kein Einkommen. Warum sollen sich nur wohlhabende Menschen Immobilien in teuren Gegenden leisten dürfen?

Der BGE-Bezieher welcher das Haus der Eltern in Perchtoldsdorf geerbt hat soll sich aus "verteilungspolitischen Erwägungen" in einen Gemeindebau schleichen damit endlich ein Wohlhabender sein Haus kaufen kann?

Zusammen mit der Abschaffung des Penderpauschale hätte dies sicher auch sehr vorteilhafte Auswirkungen auf die Mietpreise im städtischen Raum…zumindest für die Besitzer von Zinshäusern…
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Beitrag #97623 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(18.12.2013 )IQ130Pirat schrieb:  
Immobilienbesitz an sich ist kein Einkommen. Warum sollen sich nur wohlhabende Menschen Immobilien in teuren Gegenden leisten dürfen?

Weil die Piraten wollen, dass die Reichen mehr unter sich sind.

(18.12.2013 )IQ130Pirat schrieb:  
Der BGE-Bezieher welcher das Haus der Eltern in Perchtoldsdorf geerbt hat soll sich aus "verteilungspolitischen Erwägungen" in einen Gemeindebau schleichen damit endlich ein Wohlhabender sein Haus kaufen kann?

Genau so wird es gemeint sein. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

(18.12.2013 )IQ130Pirat schrieb:  
Zusammen mit der Abschaffung des Penderpauschale hätte dies sicher auch sehr vorteilhafte Auswirkungen auf die Mietpreise im städtischen Raum…zumindest für die Besitzer von Zinshäusern…

Ist ja nicht so, dass die Immobilienpreise in städtischen Lagen derzeit explodieren. Warum nicht noch kostenmäßig ein wenig nachhelfen? Weil hey, der Staat braucht Geld! Sonst können wir ja die ganzen sozialen Wohltaten und auch die Bankenrettungen nicht finanzieren.
faithless
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Beitrag #97747 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
betriebsdirektor schrieb:
Weil die Piraten wollen, dass die Reichen mehr unter sich sind.
Genau so wird es gemeint sein. Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.
Ist ja nicht so, dass die Immobilienpreise in städtischen Lagen derzeit explodieren. Warum nicht noch kostenmäßig ein wenig nachhelfen? Weil hey, der Staat braucht Geld! Sonst können wir ja die ganzen sozialen Wohltaten und auch die Bankenrettungen nicht finanzieren.

es gab zeiten, da war es durchaus sinnvoll mit dir zu diskutieren.
ich erinnere dich an die div diskussionen gerade über die grundsteuer im wr. forum.
(und ich darf dich daran erinnern, dass du durchaus für eine anpassung der grundsteuer an die verkehrswerte warst!)
leider ist diese zeit offensichtlich vorbei, da du nur polemik und zynismus von dir gibst.
schade.
ich hab deine konstruktiven beiträge durchaus geschätzt und meines erachtens sind aus diesen diskussionen auch vernünftige kompromisse entstanden.

bei dieser art der diskussionskultur (wo ist der respekt, den du in einem anderen thread einforderst?) kann nix gscheites rauskommen!

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Beitrag #97746 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
iq schrieb:
Jetzt will man dem hellboy auch noch sein Haus im Burgenland wegnehmen…

hätte das lustig sein sollen?
misslungen – versuchs noch einmal!

iq schrieb:
Immobilienbesitz an sich ist kein Einkommen. Warum sollen sich nur wohlhabende Menschen Immobilien in teuren Gegenden leisten dürfen?

immobilienbesitz verursacht der öffentlichen hand eine menge infrastrukturkosten.
dieser aufwand schlägt sich meist unmittelbar im verkehrswert einer grundfläche nieder.
also je besser die infastruktur (die von der allgemeinheit bezahlt wird), desto höher der verkehrswert.

diese analogie sollte sich wohl auch in den abgaben die der jeweilige grundbesitzer zu leisten hat adäquat niederschlagen.

iq schrieb:
Der BGE-Bezieher welcher das Haus der Eltern in Perchtoldsdorf geerbt hat soll sich aus "verteilungspolitischen Erwägungen" in einen Gemeindebau schleichen damit endlich ein Wohlhabender sein Haus kaufen kann?

pure polemik!

iq schrieb:
Zusammen mit der Abschaffung des Penderpauschale hätte dies sicher auch sehr vorteilhafte Auswirkungen auf die Mietpreise im städtischen Raum…zumindest für die Besitzer von Zinshäusern…

ich weiss zwar nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat – aber bitte.
man könnte zb die einsparungen bei der pendlerpauschale in investitionen in den öffentlichen wohnbau nutzen, was wiederum zu einer entspannung der mietpreise führen würde.

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Beitrag #97767 | 18.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
(18.12.2013 )faithless schrieb:  
pure polemik!

Eher pure Verzweiflung.

Ich glaube gerade bei den Wiener Piraten ist es ein häufiges Problem dass sie die Welt nur aus ihrem eigenen sozialen Umfeld heraus beurteilen und es der LO an sozialer Durchmischung mangelt.

Blöd ist halt dass sowohl in Wien Mauer, in Perchtoldsdorf, in Kitzbühel oder am Wörthersee nicht nur gestopfte Österreicher und Ausländer neu zuziehen sondern es auch Normal-/Wenigverdiener gibt deren Familien schon seit 3 Generationen dort wohnen.

Willst Du solchen Menschen wirklich ernsthaft vorschlagen dass sich ihre Abgaben gefälligst adäquat zu ihren wohlhabenden neuen Nachbarn niederschlagen sollen?
Liquid
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Beitrag #98501 | 20.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Neues Verkehrswertmodell zur Feststellung der Grundsteuer
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 27 Tage 15:10:20)
i4364: Neues Verkehrswertmodell zur Feststellung der Grundsteuer
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Grundsteuer
Die Piratenpartei fordert die Umstellung der Bemessungsgrundlage der Grundsteuer vom Einheitswert auf den Verkehrswert. Die vom Verfassungsgerichtshof als gültig bestätigte Verwaltungsvereinfachung bei der Bewertung von Grund und Boden wird aufgehoben. Künftig soll die Steuerlast auf Grund und Boden nach einem festzulegenden Verkehrswertmodell, welches Schulden und Lasten berücksichtigt, ermittelt werden. 
Begründung
Heute ist bei der Eigentumsbeschaffung Fremdfinanzierung üblich. Solange der Eigentümer Belastungen ausgesetzt ist, sollte dies in der Feststellung der Steuerschuld berücksichtigt werden. Es würde eine unzumutbare Belastung darstellen, wenn ein "Häuslbauer" für ein Grundstück, dass ihm de facto noch gar nicht gehört, hohe Grundsteuern zu zahlen hat. Mit einer Reduktion der Schuldenlast über die Zeit steigt auch die zu zahlende Grundsteuer.
Liquid
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Beitrag #98503 | 20.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Periodische Hauptfeststellungen des Einheitswertes wieder einführen
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 27 Tage 15:05:10)
i4365: Periodische Hauptfeststellungen des Einheitswertes wieder einführen
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Grundsteuer
Die Piratenpartei fordert die Wiedereinführung der periodischen Hauptfeststellungen des Einheitswertes von Grund und Boden. Diese Vorgangsweise ist für die Betroffenen kalkulierbar und macht Wertfeststellungen unabhängig von kurzfristigen Schwankungen. Das gleicht Verzerrungen und Ungerechtigkeiten zwischen sich gut entwickelnden und sich schlecht entwickelnden Gebieten am besten aus.  
Begründung
Das Festhalten am Einheitswert bedeutet keineswegs eine schleichende Steuersenkung, sondern ist eine Verwaltungsvereinfachung, denn die Feststellung von Verkehrswerten von Grund und Boden ist aufwendig und zudem müssen die Belastungen auf das Grundstück in einem Verkehrswertmodell berücksichtigt werden.
faithless
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Beitrag #98606 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Periodische Hauptfeststellungen des Einheitswertes wieder einführen
(20.12.2013 )Liquid schrieb:  
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 27 Tage 15:05:10)
i4365: Periodische Hauptfeststellungen des Einheitswertes wieder einführen
Zitat:
Der folgende Text möge an geeigneter Stelle (Überschrift, Sub-Überschrift) ins Programm aufgenommen werden:
Text
Wirtschaft und Soziales
Grundsteuer
Die Piratenpartei fordert die Wiedereinführung der periodischen Hauptfeststellungen des Einheitswertes von Grund und Boden. Diese Vorgangsweise ist für die Betroffenen kalkulierbar und macht Wertfeststellungen unabhängig von kurzfristigen Schwankungen. Das gleicht Verzerrungen und Ungerechtigkeiten zwischen sich gut entwickelnden und sich schlecht entwickelnden Gebieten am besten aus.  
Begründung
Das Festhalten am Einheitswert bedeutet keineswegs eine schleichende Steuersenkung, sondern ist eine Verwaltungsvereinfachung, denn die Feststellung von Verkehrswerten von Grund und Boden ist aufwendig und zudem müssen die Belastungen auf das Grundstück in einem Verkehrswertmodell berücksichtigt werden.

das brauchst nicht fordern, denn das ist bereits gesetz - eigentlich sollten die einheitswerte alle 9 jahre neu festgesetzt werden.
war aber nicht, die letzte hauptfestellung für landwirtschaftsbetriebe fand im jahr 1988 statt - vor 25 jahren!

die nächste feststellung ist für den 1.1.2014 geplant.

allerdings nur für landwirtschaftliche betriebe.

übrigens geht der bauernbund davon aus, dass sich die einheitswerte im schnitt nur um 10 % erhöhen.
und ich find es schon sonderbar, dass der wert in 25 jahren nur um durchschnittlich 10 % gestiegen sein sollte.
es darf sich jeder einen reim drauf machen, welche lobbygruppen hier wieder einmal sehr erfolgreich waren/sind.

also alles andere bleibt wie es war.

es wird sich alos nix ändern weil -wie schon unser neuer finanzminister so schön feststellte -

das war schon immer so!

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rotzbub
Pirat
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Beitrag #98694 | 21.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Ich schätze faithless position ja. Ist nur gut gemeint. Aber solche steuern im nachhinein anzupassen ist ungefähr so fair wie amazon die ein gekauftes ebook remote löschen weil plötzlich was mit den rechten nicht mehr passt. Man muss sich darauf verlassen können dass der grund den ich erwerbe mir auch noch in zehn jahren nicht die haare vom kopf frisst. Klar den bösen spekulanten gönn ich auch nicht dass die jahre auf einem ehemals wertlosen grundstück sitzen und einfach warten bis es mal mehr wert wird. Aber gerade die leute mit den tiefen taschen trifft man mit sowas eh nicht. Denen is ja wurscht ob sie ihr geld in perchtoldsdorf oder timbuktu anlegen. Man trifft die kleinen betriebe die sich vor jahren an einem weißen fleck angesiedelt haben der plötzlich boomt. Man trifft den gemeinen häuslbauer. Usw. Die dies treffen sollte tangiert das wenig. Ach und weil ihr da bzgl bauern grundsteuer redet. Das is irrelevant. Ob ich für ein hektar ein euro oder dann das doppelte zahl. Is ja lächerlich. Die grundsteuer ist so wenig, ich kann nur jedem raten landwirtschaft zu kaufen.
faithless
Pirat
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Beitrag #98728 | 22.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
rotzbub schrieb:
Ich schätze faithless position ja

danke

rotzbub schrieb:
Aber solche steuern im nachhinein anzupassen ist ungefähr so fair wie amazon die ein gekauftes ebook remote löschen weil plötzlich was mit den rechten nicht mehr passt. Man muss sich darauf verlassen können dass der grund den ich erwerbe mir auch noch in zehn jahren nicht die haare vom kopf frisst.

die bemessungsgrundlage für die grundsteuer hat sich seit dem jahr 1973 nicht verändert!
ich habe bereits mehrfach studien angeführt, die darauf hinweisen, dass damit eine schleichende steuersenkung einhergeht.

mit dem nun von mir gemachten vorschlag, kannst du sichergehen, dass sich deine steuerbelastung im verhältnis zum wert deines besitzes nicht verändert.

ist das unfair?

rotzbub schrieb:
Aber gerade die leute mit den tiefen taschen trifft man mit sowas eh nicht. Denen is ja wurscht ob sie ihr geld in perchtoldsdorf oder timbuktu anlegen.

eben nicht!
die werden das geld nicht in timbuktu anlegen, weil es dann sehr leicht möglich ist, dass ein militärdiktator auf die idee kommt grundbesitz zu verstaatlichen.
und weg ist das schöne grundstück.

ausserdem geht’s ja auch darum, dass ein grundstück eventuell vermietet werden soll um ertrag zu bringen.
oder wieder verkauft werden soll um liquidität zu generieren – oder gewinne einzustreifen.

das alles sind faktoren, die in timbuktu sehr vage sind.
da ist so ein palais in der wiener innenstadt eine deutlich bessere investition.

rotzbub schrieb:
Man trifft die kleinen betriebe die sich vor jahren an einem weißen fleck angesiedelt haben der plötzlich boomt.

ja, der weisse fleck boomt auch deshalb, weil mit finanziellen mitteln der allgemeinheit infrastruktur hergestellt wurde.
strassen, beleuchtung, zu- und abwasser usw.

diese betriebsansiedlungen stellen durch investitionen der öffentlichen hand einen grossen gewinn für diese betriebe dar, weil das betriebsvermögen dadurch deutlich steigt.

wenn diese investitionen nicht getätigt werden, steigt auch der wert des grundstückes nicht und somit auch die grundsteuer nicht.

die grundsteuer hat auch den sinn und zweck infrastruktur herzustellen und zu erhalten.

rotzbub schrieb:
Das is irrelevant. Ob ich für ein hektar ein euro oder dann das doppelte zahl. Is ja lächerlich. Die grundsteuer ist so wenig, ich kann nur jedem raten landwirtschaft zu kaufen.

erstens darf ohnehin nicht jeder einfach landwirtschaftliche flächen kaufen, da dies streng geregelt ist.
und zweitens passiert aber aus den von dir erwähnten gründen genau das.
investitionen in weinberge sind grad sehr „in“.

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rotzbub
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Beitrag #98773 | 22.12.2013 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Anpassung der Grundsteuer an die tatsächlichen Verkehrswerte
Meine lange antwort wurde verschluckt, also nur kurz. Es ist unter gewissen umständen leicht an landwirtschaft zu kommen. Ich kenne auch das gesuder der leute die ewig auf bewilligungen usw warten, aber wenn man weiß was man tut ist es leicht. Bzw auf welche grundstücke man überhaupt jagd machen sollte. Wir müssen für die erschließung unserer weißen fleckes alles selbst zahlen. Solang da nur eine partei einen vorteil daraus hat macht da der staat gar nix, und das wird überall anders auch so sein denke ich. Also wir zahlen dann asphalt, dadurch wird der grund wertvoller und als strafe müssen wir mehr steuer zahlen? Nein danke. Und ja es geht hier um den asphalt einer öffentlichen strasse.
Liquid
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Beitrag #103951 | 16.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: i4475: Kein Programmpunkt zur Grundsteuer, weil das kein Piratenthema ist
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Neue Initiative
Phase: Diskussion (noch 1 Tag 00:04:22)
i4478: i4475: Kein Programmpunkt zur Grundsteuer, weil das kein Piratenthema ist
Zitat:
Wieder einmal ein Themengebiet, um das sich typischerweise Schwarz-Rot-Links streiten. Ich wüsste nicht, warum sich die Piraten da festlegen sollten. Wem die Grundsteuer oder überhaupt die Landverteilung wahlentscheidende Anliegen sind, der wählt sicher eine der Parteien, die in diesen Punkten wirklich etwas bewegen wollen und können. Das einzige, was wir mit diesem Programmpunkt erreichen, ist das Vergraulen von leider nicht allzu wenigen Leuten, die glauben, bald zu den (Super-)Reichen gehören zu dürfen. Gewonnen wird mit so einem Programmpunkt weder für die Piraten, noch für Hackler oder Schrebergartenbesitzer auch nur irgend etwas, weil wir nicht mal in der Opposition sind und mit einem Mischmasch an Programmpunkten dorthin wohl auch nicht kommen werden.
Antrag
Wirtschaft und Soziales
Kein Programmpunkt zur Grundsteuer
Es möge kein Punkt zu Grundsteuern ins Programm der Piratenpartei aufgenommen werden.
Begründung
Sich in jedem möglichen politischen Punkt positionieren zu wollen, weil es halt mit Liquid so leicht geht, macht die Piratenpartei zur Kraut- und Rübenpartei. Kein normalsterblicher Vertreter beispielsweise im Bundesvorstand kann in all den möglichen politischen Punkten Experte werden und all die Dimensionen dieser Programmpunkte schlüssig und überzeugend erklären. Dementsprechend bieten wir mit diesem allumfassenden politischen Lexikon als Parteiprogramm bei Diskussionen und Konfrontationen jedweder Art breite Angriffsflächen für eine Demonstration von Inkompetenz.
Der Satz "Dazu hat die Piratenpartei keine einheitliche Meinung" ist keine Schande, sondern ein Zeichen von Diversität und Fokus.
Liquid
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Beitrag #104223 | 17.01.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Eingefroren (noch 14 Tage 23:59:02)
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Beitrag #107815 | 01.02.2014 | Diese Nachricht in einer Antwort zitieren | Diesen Beitrag einem Moderator melden |
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Re: Programmantrag direkt
Bundesweite Themen: Wirtschaft, Soziales, Konsumentenschutz
Programmantrag direkt: Thema 1881
Ereignis: Thema hat die nächste Phase erreicht
Phase: Abstimmung (noch 14 Tage 23:59:24)




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